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Thema: Medikament zur Verkleinerung der Prostata

  1. #1
    Bastelbibo Gast

    Medikament zur Verkleinerung der Prostata

    Hallo, ich habe seit ein paar Jahren einen PSA-Wert zwischen 4,7 bis 5,9, meist etwa im Bereich 4,8.

    Nun wächst meine Prostata aber stetig, so dass ich jetzt ca. 3 mal in der Nacht auf die Toilette muss. Mein Arzt, will bei der nächsten Untersuchung wieder mal die Größe messen. Er schlägt vor, dass ich demnächst ein Medikament einehmen soll (Namen habe ich vergessen), dass meine Prostata verkleinern soll und so das Krebsrisiko vermindern soll. Ich verspreche mir davon, dass mein Harndrang weniger wird. Der Harndrang ist zwar etwas lästig, damit kann ich aber wohl noch eine Weile ganz gut leben. Nebenwirkung des Medikamentes wäre, dass ev. die Potenz leiden könnte. Das wäre aber eigentlich kein Problem für mich. Wichtig ist, dass es keine anderen schädigenden Nebenwirkungen hat. Hat jemand Erfahrung mit solchen Mitteln?

  2. #2
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    Hallo Bastelbibo,
    Mittel zur Verkleinerung der Prostatagröße sind:
    -Proscar,hat aber Nebenwirkung auf die Potenz und soll die Wirkung erst durch längere Einnahme entfalten,
    -Tretanone,soll nach 3 Monaten wirken, hat aber bei mir vor der Seedimplantation bei PV von 50ccm nicht geholfen.
    Grüße von
    Hajoke

  3. #3
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    Hallo Hajoke,

    was Du da aufzählst, sind zwei sehr verschiedene Paar Schuhe. Proscar ist ein 5alpha-Reduktase-Hemmer, der die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron hemmt. Es verkleinert in der Tat nach der Einnahme über einen Zeitraum von ca. drei bis sechs Monaten deutlich die Prostata. Die Nebenwirkungen sind relativ geringfügig. Trenantone ist ein LHRH-Analogon, das die Testosteronproduktion der Hoden auf Null herunterfährt und damit eine chemische Kastration bewirkt. Die Nebenwirkungen sind erheblich. Siehe zu beiden im Forumextrakt - Medikamente - Proscar bzw. Enantone/Trenantone.
    Die Alternative zu Proscar ist Avodart, ebenfalls ein 5alpha-Reduktase-Hemmer, der aber die Umwandlung von T zu DHT zu etwa 90 % hemmt (Proscar ~70 %).

    Ralf

  4. #4
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    Hallo B.,

    für die medikamentöse Behandlung der BPH wurde in den vergangenen Jahren die Studie MTOPS durchgeführt.

    Einfluss auf die BPH haben:

    1. 5AR-Hemmer (Proscar/Avodart)

    2. Alpha1-Rezeptorenblocker

    auf Chinazolinbasis
    - Doxazosin unter verschiedenen Handelsnamen
    - Terazosin unter verschiedenen Handelsnamen

    auf Sulfonamidbasis
    - Tamsulosin unter verschiedenen Handelsnamen

    Sind alles urologische Standardmedikamente.

    Die beiden ersten Alpha1-Blocker sind Blutdrucksenker auf Chinazolinbasis und wurden eigens dafür entwickelt.
    Dass man damit gut Pinkeln konnte, war eine "Nebenwirkung".
    Sie wirken apoptotisch und beeinflussen die glatte Muskulatur (Schliessmuskel).

    Der wegen seines geringeren Blutdruckeinflusses eigens für die Urologie auf Sulfonamidbasis entwickelte und meistens verordnete Alpha1-Blocker mit dem Wirkstoff Tamsulosin ( Handelsnamen Alna, Onmic) scheint weniger wirksam bei der Schrumpfung durch Apoptose im Vergleich zum Einfluss auf die glatte Muskulatur.

    Die unterschiedlichen Wirkungen wurden bei Untersuchungen dieser Medikamente zu Prostatakrebs festgestellt.

    http://cancerres.aacrjournals.org/cg.../full/62/2/597

    MTOPS untersuchte die Wirkung als Kombinationstherapie und als Einzelmedikamente in Wirkung auf die BPH.

    http://www.aerzte-zeitung.de/docs/20...1/072a1101.asp

    http://www.medical-tribune.ch/deutsc...%20istanbul%22

    Gruss Ludwig

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