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Thema: wie hoch PSA-Wert nach Radikalentfernung?

  1. #1
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    wie hoch PSA-Wert nach Radikalentfernung?

    bei mir wurde genau 4 1/2 Wochen nach der radikalen Prostatektomie ein PSA-Wert von 0,1 ermittelt; nach Aussage des einen Arztes sollte der Wert jedoch maximal knapp über Null liegen; 0,1 ist nach seiner Aussage zu hoch. Ein anderer Arzt meint dazu, die "Wartezeit" ist noch zu kurz, und eine Messung ergibt erst frühestens 6-7 Wochen nach der OP einen Sinn.
    Was stimmt nun wirklich?

  2. #2
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    Hallo Erich56,
    ich zitiere aus der Entlassungsbroschüre der Martiniklinik HH : " PSA wird normalerweise in der Prostata gebildet. Da diese jedoch entfernt ist, sollte der PSA-Wert gegen Null gehen.(Als 0 wird ein PSA Wert unter 0,1 ng/ml bezeichnet) Ein Abfallen des PSA-Wertes auf den 0-Wert ist erst nach 3 Monaten zu erwarten."
    Keine Panik , du solltest in 6 Wochen erneut messen, dann sollte der Wert möglichst nahe 0 sein , bzw. nicht messbar. Hattest du eine Ro Resektion ?
    Viele Grüße
    Skipper

  3. #3
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    Wert

    Hallo Erich,
    unser @skipper war wieder mal schneller.
    Aber auch mein Wert wurde erst 1/4 Jahr nach der OP bestimmt. Laut Prof. und Uro.
    Dauert eben etwas, mußte warten.

    Gruß Reinhard

  4. #4
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    Hallo,

    die Halbwertszeit beim PSA abbau sind 3-4 Tage nach meinem Kenntnissstand, das ist die Zeit bis nur noch die Hälft der ursprünglciehn Konzentration vothanden ist. Bie Deinem Ausgangswert von 8, würde da bedeuten ca. nach 3,8 bis 4,9 Monaten wäre 0,06 erreicht.


    Gruß
    Wolfgang

  5. #5
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    Hallo Wolfgang

    Ich glaube, da liegst Du falsch mit Deiner Rechnung.

    Halbwertzeit bedeutet, dass sich der PSA-Wert postoperativ alle 2-3 Tage halbiert. Bei einem Wert von 8 ng/ml müßte dieser dann eigentlich nach etwa -3- Wochen im nicht messbaren Bereich sein, so die Theorie.

    Richtig ist, dass in der Regel nach spätestens -6- Wochen der PSA in den nicht messbaren Bereich abgefallen sein sollte; dies hängt natürlich auch von der Höhe des Wertes vor der Op ab.

    Bei mir wurde einen Tag vor der OP im Khs im Zuge der Aufnahme 7,43 ng/ml gemessen; zu Hause bei meinem Urologen genau 17 Tage später lag dieser bereits bei < 0,04 ng/ml. Schneller hätte es eigentlich nicht gehen können, aber es scheint bei jedem anders zu sein.

    LG

    Reinhard

  6. #6
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    Hallo Erich,

    auch für diese Überlegung lässt sich die Excel-Tabelle zur Berechnung von PSA-VZ und PSAV benutzen, da es sich wie bei der PSA-VZ um eine Exponentialfunktion handelt, nur dass diesmal eine negative Zeit herauskommt, nämlich die Angabe der Halbwertzeit. Sie beträgt - wenn die beiden Werte 8 ng/ml und 0,1 ng/ml und die Zeitspanne von 4½ Wochen = 31-32 Tage richtig sind - fünf Tage, also etwas mehr als die immer genannten drei bis vier Tage. Mit anderen Worten: Wenn die Faustformel stimmt, dann sinkt Dein PSA-Wert etwas zu langsam, aber ich halte das noch nicht für dramatisch, da wir nicht wissen, wie gut abgesichert die Drei-bis-vier-Tage-Regel wirklich ist.

    Ralf

  7. #7
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    wie hoch PSA-Wert nach Radikalentfernung?

    Lieber Spertel,
    Zitat Zitat von spertel Beitrag anzeigen
    Richtig ist, dass in der Regel nach spätestens -6- Wochen der PSA in den nicht messbaren Bereich abgefallen sein sollte; dies hängt natürlich auch von der Höhe des Wertes vor der Op ab.

    Bei mir wurde einen Tag vor der OP im Khs im Zuge der Aufnahme 7,43 ng/ml gemessen; zu Hause bei meinem Urologen genau 17 Tage später lag dieser bereits bei < 0,04 ng/ml. Schneller hätte es eigentlich nicht gehen können, aber es scheint bei jedem anders zu sein.

    LG

    Reinhard
    Nachsorge nach radikaler Prostatektomie
    Der PSA-Wert sollte sich nach der radikalen Prostatektomie innerhalb von 4-6 Wochen unterhalb der Nachweisgrenze (<0,04 ng/ml) befinden.

    Oder

    3.1. Nach Operation
    Nimmt man eine PSA-Halbwertzeit von 3,5 Tagen an, so ist maximal 30 Tage nach einer RP ein Wert von < 0,02 ng/ml zu erwarten [7]. Die Manipulation während der Operation läßt möglicherweise PSA ansteigen, so daß durchaus mit der ersten Bestimmung 6 Wochen gewartet werden kann [8], auch 8 Wochen sind akzeptabel.

    Siehe 1. Grafik bitte antippen zum vergrössern!
    Gruß, Helmut
    Meine Website www.pca-info.de

    Meine PK-Historie in www.myprostate.eu

  8. #8
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    bei der jüngsten Messung, 7 1/2 Wochen nach der OP, war der PSA 0,04.
    Gemäß meinem Urologen völlig in Ordnung. Ist das auch die allgemeine Sicht hier im Forum? Gemäß obigem posting von Helmut.2 sollte ja bereits 4-6 Wochen nach der OP der Wert kleiner als 0,04 sein.

  9. #9
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    Hallo Erich,

    dieses Thema funktioniert immer wieder! - Der Nachweis von PSA im Blut nach RPE oder Ratiatio ist abhängig vom Messverfahren. Hast Du keine Prostata mehr, hat sich, wie hier schon erklärt, das verbliebene PSA im Blut nach 6 Wochen vollständig abgebaut, ist also 0,000 ng/ml.

    Messverfahren im 3-stelligen Nachkommabereich sind per se ungenau. Das hängt mit der Konsistenz des Blutserums zusammen. Deshalb haben Werte unterhalb der zweiten Kommastelle grundsätzlich keine Bedeutung. Wegen dieser Tatsache verwenden die meißten Labors Geräte, deren tiefst mögliche Einstellung bei z.B. 0,04 ng/ml erst beginnt. Wenn sie also nichts anzeigen geht man davon aus, dass der Wert kleiner als 0,04 ng/ml ist. Das kann bedeuten der Wert ist 0,000 oder auch 0,03 ng/ml. Weil das so ist, solltest Du Dir von Deinem Urologen die Gewissheit holen, das der Wert <0,04 ng/ml ist, also den unteren, möglichen Messbereich des Gerätes unterschreitet und nicht 0,04 ng/ml bei einem Gerät gemessen wurde, dessen Untergrenze z.B. 0,002 ng/ml ist!

    Gruß Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  10. #10
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    Zitat Zitat von Heribert Beitrag anzeigen
    ...Weil das so ist, solltest Du Dir von Deinem Urologen die Gewissheit holen, das der Wert <0,04 ng/ml ist, also den unteren, möglichen Messbereich des Gerätes unterschreitet und nicht 0,04 ng/ml bei einem Gerät gemessen wurde, dessen Untergrenze z.B. 0,002 ng/ml ist!

    Gruß Heribert
    hallo Heribert, danke für Deinen Beitrag.
    Werde spätestens übermorgen den schriftlichen Befund selbst in Händen haben und dann mal gucken, ob dort <0,04 draufsteht, oder = 0,04, und ggf. direkt bei dem Labor nachfragen.

    Wobei mir mein Urologe nach meinem Einwand, warum der PSA nach einer RPE nicht zwingend absolut Null sein müßte, erklärt hat, daß dies aus dem Grund nicht so ist bzw. sein kann, da der Übergang von Prostatagewebe zu Blasenhalsgewebe ja fließend ist, und daher der Operateur niemals sagen bzw. wissen kann, ob bzw. wieviel Prostatagewebe, zumindest in kleinstem Ausmaß, nach der OP noch vorhanden ist.
    Weiters meint er, daß nicht der absolute PSA-Wert nach RPE so sehr das wesentliche ist (solange er sich in einem Bereich von 0,0.. bewegt), sondern eine etwaige Veränderung nach oben zu hinterfragen wäre.

    lg Erich

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