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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Oh welch Kampf hier rein zu kommen .. wir waren 2017 und 2013 schon mal hier -



Henriette
01.05.2017, 18:59
Hallo Ihr Lieben ,
ich bin eine besorgte Ehefrau . Mein Mann hat jetzt einen PSA Wert von 8,65 + gemessen letzet Woche . ) 2 monate zuvor 7,75 glaub ich )
MRT der Prostata ist am 12.05.2017 . Ich mach mir einen Kopf.. er ist dagegen momentan nach aussen hin relaxt innerlich jedoch sehr aufbrausend .. Ich merks richtig kochen... in seinem Kopf . Er redet nur so gut wie nicht nicht darüber .
Welches Prostat MRT habt ihr machen lassen.???????????
Das in 3d wo man 500 Euro selbst dazu bezahlen muss oder reicht auch das ganz normale MRT der Prostata ohen Spule ) oder wie man das nennt . Die 3 D MRT der Prostata übernimmt keine gesetzliche Kasse .

Wie habt ihr es gemacht ???

GLG Silke alies Henriette
PS ( an den admin München 2017 bitte löschen ..d as fubtioniert nicht ). Ich bleib jetzt bei Henriette, denn dann kann ich meine Beiträge von 2010 udn 2013 noch lesen . Danke Herr Admin .

MartinWK
02.05.2017, 11:05
Die S3-Leitlinie sagt seit Dezember 2016 (Punkt 4.6):
"a. Die MRT kann als ergänzende bildgebende Diagnostik nach negativer Biopsie eingesetzt werden, wenn sie den geltenden Qualitätsstandards genügt.
b. Die MRT-US-Fusionsbiopsie kann eingesetzt werden, wenn eine den geltenden Qualitätsstandards genügende multiparametrische MRT einen Prostatakarzi-nom-suspekten Herdbefund aufweist. Die Indikation zur systematischen Biopsie bleibt davon unberührt."
Die gesetzlichen Kassen zahlen daher meines Wissens eine multiparametrische MRT, die an einem 3 Tesla-Gerät (evt. mit Rektalspule) von einem darauf spezialisierten Radiologen gemacht werden sollte. Die Unikliniken sind hier nicht immer erste Wahl.
Darauf folgend kann bei positivem Befund (gemäß PIRADS Skala, der Radiologe erläutert das im Gespräch) eine 3D-Fusionsbiopsie gemacht werden. Unter den genannten Umständen sollte auch diese von der Kasse bezahlt werden.
Bitte schau' in mein Profil - ich hatte einen ähnlichen Verlauf (PSA-Werte, MRT in 2010). Die Biopsie in 2010 blieb mir erspart, weil eine große Zyste für das PSA verantwortlich gemacht wurde (und die MRT damals technisch noch nicht so weit war, um mehr zu sehen). Seit 2010 hat sich die MRT weiterentwickelt, was auch in den Leitlinien berücksichtigt wurde.

Henriette
02.05.2017, 22:20
Die Biopsie 2013 war gut also nichts vorhanden . Danke für deine Info mus smich jetzt erst mal durch die Abkürzumngen wuseln :-) . MRT wird ohne Spule gemacht nach dem normalen Prostata Mrt von einem Radiologen . Termin ist am Freitag diese Woche .Hast noch eine persönliche Nachricht . Danke

MartinWK
03.05.2017, 09:15
Es ist gut, den PSA-Wert deines Mannes ernst zu nehmen - aber das muss nicht Krebs bedeuten! Und wenn, dann ist das kein Todesurteil. Nicht in Panik verfallen und die Nebenwirkungen der angebotenen Behandlungen beachten bei einer Entscheidung; die Therapie hat langdauernde Folgen (Prostata-Entfernung, Bestrahlung) oder wird langdauernd durchgeführt (Hormone, Bestrahlung, Chemo).

Zur Biopsie 2013 (?): aus deinen Beiträgen entnahm ich, dass eine Biopsie 2010 stattfand mit 10 Stanzen, war auch eine 2013? Habt ihr jeweils einen Befundbericht erhalten?
Du schreibst dort, dass ihr erst 11 Tage nach dem Vorliegen des Befundes informiert wurdet, und vermutest, dass man sich früher gemeldet hätte, wenn etwas "Böses" vorläge. Da muss ich dir die Illusionen nehmen: das ist der "Apparat", der braucht seine Zeit. Prostatakrebs wächst langsam, also ist aus Sicht der Ärzte keine Eile geboten, so oder so. Dass der Patient sich vor Unsicherheit verzehrt, spielt keine Rolle. Ich habe jeden Tag angerufen wegen des Befundes, dann wollte ihn mir das Krankenhaus nicht telefonisch/per Fax oder email durchgeben, aber nach gutem Zureden dann per Fax an meinen Urologen, den ich dann gleich anrief und der den Befund wieder mir zufaxte. Alles wegen drohendem Weihnachten (da wäre dann 6 Tage garnichts passiert).
Bei einer Behandlung wird das nicht anders ablaufen. Das sind alles hochspezialisierte Leute: Empfang, Verwaltung, Pflegedienst, Urologen, Radiologen, ... Jeder kennt sein Gebiet und arbeitet in einer grossen Organisation nach geprüften Regeln zusammen, zum Wohle der Patienten (nicht "des" Patienten, das Ziel ist es, die Sterblichkeit oder Behandlungsmißerfolg unter eine bestimmte Prozentzahl zu drücken, dumm nur, wenn man zur falschen Gruppe gehört).
Ich verlange inzwischen alle Befunde/Berichte in Kopie, ich frage nach (weil ich Ungewißheit nicht ertragen kann), ich lese alles nach, was ich nicht verstehe (dank Internet und einem solchen Forum, wie diesem). Den Vorsprung des Spezialisten kann ich nicht einholen, aber ich kann meine Interessen besser vertreten.

Hvielemi
03.05.2017, 18:26
So Ihr Lieben, wir sind es wieder...17.02.2013

Jetzt ist der PSA von 5,8 auf 6,91 gestiegen.


Mein Mann hat jetzt einen PSA Wert von 8,65 + gemessen letzet Woche . ) 2 monate zuvor 7,75 glaub ich )

Das ist ein sehr langsames PSA-Wachstum mit einer PSA-Verdoppelungszeit (VZ) von über 10 Jahren,
überlagert von kurzen Sprüngen, wie in den letzten acht Wochen, als die VZ nur zehn Monate betrug.

Es gibt drei mögliche Ursachen für PSA-Anstiege, die sich überlagern können:



Die vergrösserte Altersprostata bzw. benigne Prostatahyperplasie BPH, die sich durch erschwertes Pinkeln bemerkbar machen kann. Die VZ wäre stets >10 Jahre, also durchaus möglich. Das Prostatavolumen würde einer Kartoffel gleichkommen. Wurde das mal gemessen?



Dann gibt es rasch auf und ab springende Werte, wie in den letzten 6 Wochen. Das sind typische Anzeichen einer rezidivierenden Prostataentzündung.



Und schliesslich den Krebs, der das PSA stetig ansteigen lässt mit einer VZ von <3 Jahren. Eine solche Entwicklung ist bei dieser Datenlage nicht zu sehen.


Wie es von ferne aussieht, scheint sich dieser Verlauf aus BPH und Entzündung
zusammenzusetzen. Das ist zwar keine definitive Entwarnung, soll aber ein Hinweis sein,
der die kommenden Untersuchungen gelassener ertragen lässt.


Was das MRT angeht:
Beim "3D-MRT" sind dir die Begriffe durcheinander geraten.
Erst macht man ein multiparametrisches mMRT, wofür ein 1.5T-Scanner
vollkommen ausreichend ist, wenn der Radiologe was kann.
Das ist eine Bilderserie, bei der nicht nur einmal drübergefahren wird,
sondern mit verschiedenen Einstellungen, Parametern, die je
verschiedene Informationen liefern.

Diese Bilder geben mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, in PIRAD
ausgedrückt, an, ob und wo sich Krebsherde in der Prostata befänden.
Je nach dem wäre der nächste Schritt eine Biopsie.

Steuert man mit diesen räumlichen (3D) Daten nun die Probenentnahme,
erhält man eine 3D-Biopsie, bei der wie üblich zwölf Stanzen entnommen
werden UND zusätzliche Stanzen genau in den verdächtigen Zonen.

Meine Prognose:
Da findet man wieder nichts, ausser einer sehr grossen Prostata.

Wenn Du den PSA-Verlauf mit genauen Daten in ein Profil bei
myprostate.eu eingibst, bekommst Du eine Grafik und Tabellen,
aus denen VZ und Verlauf viel deutlicher zu erkennen sind, als
aus den vorliegenden, etwas chaotischen Angaben.
Dieses Profil sendest Du an den hochbetagten Physiker H.H. Glättli,
der aus den Werten gerne berechnet, ob und zu welchem Anteil
ein Krebs am PSA-Anstieg beteiligt sei (übles Beispiel in [3]).
Kontakt im Link unten: 'Was ist PSA-Alert'


Carpe diem!
Konrad