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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PSA steigt mal wieder



Konrad
19.05.2017, 09:35
Hallo,

mich würde die Ansicht hier interessieren.
Main Urologe sagt, 5 jahre nach der OP ist ein PSA-Wert nicht mehr erforderlich, auch wenn er mittlerweise wieder bei 0,28 ist. Unter 6.0 seien auch keine weitere Maßnahmen erforderlich. Falls ich einen PSA Wert wünsche, müsse ich den selbst bezahlen. OP war vor 12 Jahren und dazwischen lagen 2 Bestahlungen. Ist das übliche Praxis ? Durch Umzug habe ich den Urologen gewechselt und bin jetzt ca. 1 Jahr ort.


Danke für Antworten

Konrad

Hartmut S
19.05.2017, 09:42
Hallo Konrad,

gerade bei dir ist eine engmaschige Überwachung (alle 3 Monate?) erforderlich.
Ich würde notfalls ein 2. Mal den Arzt wechseln.

Gruss
hartmut

Hvielemi
19.05.2017, 10:54
Mein Urologe sagt, 5 jahre nach der OP ist ein PSA-Wert nicht mehr erforderlich,
auch wenn er mittlerweise wieder bei 0,28 ist.
Unter 6.0 seien auch keine weitere Maßnahmen erforderlich.

Lieber Namensvetter

falls dein Krebs noch hormonsensitiv ist, könnte man das im Rahmen einer iADT durchaus so sehen.
Im Moment kannst Du ohnehin nichts machen, da Du unter 1ng/ml PSA per Bildgebung zu wenig siehst,
um eine lokale Therapie in Betracht zu ziehen.

Allerdings sollte diesem 'Urologen' aufgefallen sein, dass das Rezidiv biochemisch bei
0.2ng/ml definiert ist, egal, wie lange dies nach der RPE eintritt. Somit hast Du guten
Grund, den PSA-Verlauf weiter zu beobachten. Wie sonst solltest Du merken, dass nun
die Interventionsschwelle erreicht sei, sei das 6ng/ml für die iADT oder 2ng/ml für ein
PSMA-PET?

Wechseln!
bzw. den früher gehabten Urologen des Vertrauens befragen, auch wenn der weiter weg wäre.
Bin gespannt, was Urologe FS dazu sagt (nicht zum Arzt, zum Fall).


Konrad/Hvielemi

Konrad
26.05.2017, 18:19
Danke für die beiden Antworten. Habe ich so seltene Fragen, dass es zu diesem wichtigen Thema wenige Antworten gibt ? Werde mirauf jeden Fall einen anderen Arzt suchen.

Konrad
26.05.2017, 18:23
Der schreibende Urologe hier sagt verständlicherweise nichts dazu.

Ich lebe mit einem Bauchkatheder, da ich sonst nicht dicht werde. Durch zwei Bestahlungen wurde eine OP zur Abhilfe nicht empfohlen

Zitat:
bzw. den früher gehabten Urologen des Vertrauens befragen, auch wenn der weiter weg wäre.
Bin gespannt, was Urologe FS dazu sagt (nicht zum Arzt, zum Fall

Hvielemi
26.05.2017, 18:37
Konrad,
wenn Du den Urologen FS meinen solltest, kann ich dir versichern,
dass der frei genug ist, dann und dort zu schreiben, wo es ihm erforderlich scheint.
Im Übrigen hat der mehr zu tun, als nur im Forum präsent zu sein.
Kannst ihn ja direkt anschreiben.
Deinen Ausrutscher steckt dieser hervorragende Arzt locker weg.

Eine Zweitmeinung eines anderen Arztes tut dir gewiss gut.
Bitte berichte dann, was der zu deinem Fall sagt.


Gruss vom Rotbach
Konrad/Hvielemi

Hartmut S
26.05.2017, 21:41
https://forum.prostatakrebs-bps.de/image.php?u=8690&dateline=1379530870 (https://forum.prostatakrebs-bps.de/member.php?8690-Hvielemi) Hvielemi (https://forum.prostatakrebs-bps.de/member.php?8690-Hvielemi)
wenn Du den Urologen FS meinen solltest, kann ich dir versichern,
dass der frei genug ist, dann und dort zu schreiben, wo es ihm erforderlich scheint.
Im Übrigen hat der mehr zu tun, als nur im Forum präsent zu sein.
Kannst ihn ja direkt anschreiben.

Hallo Konrad II,
nöö, das kann er gar nicht.
er würde liebend gerne helfen, aber er hat seine rechtl. grenzen.
es kommt auf die formulierung an, wie oder was du fragst . . . *g*
fahre hin, oder schreibe fs.
er wird dir sicherlich helfen können.

gruss
hartmut

RalfDm
26.05.2017, 22:19
Hallo Konrad,

Main Urologe sagt, 5 jahre nach der OP ist ein PSA-Wert nicht mehr erforderlich, auch wenn er mittlerweise wieder bei 0,28 ist. Unter 6.0 seien auch keine weitere Maßnahmen erforderlich. Falls ich einen PSA Wert wünsche, müsse ich den selbst bezahlen.
Die Leitlinie (http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/LL_Prostata_Langversion_4.0.pdf) sagt etwas Anderes, nämlich (in Abschnitt 7.2.1):

Bei asymptomatischen Patienten sollten die Untersuchungen innerhalb der ersten zwei Jahre vierteljährlich, im 3. und 4. Jahr halbjährlich und vom 5. Jahr an in jährlichen Intervallen wiederholt werden.
Und die Kassen zahlen auch nach dem fünften Jahr ohne zeitliche Begrenzung weiterhin die PSA-Messung. Den PSA-Wert von 6,0 hat der Urologe sich aus den Fingern gesogen.
Druck Dir die Seite aus der Leitlinie aus und leg sie dem Urologen vor.

Ralf

P.S.: Urologe fs ist nicht der Angestellte dieses Forums. Er entscheidet selbst, wann er sich zu einem Thema äußert und wann nicht, und muss dies nicht jeweils begründen. Er ist zu nichts verpflichtet.

Urologe
29.05.2017, 08:27
Hallo,

mich würde die Ansicht hier interessieren.
Main Urologe sagt, 5 jahre nach der OP ist ein PSA-Wert nicht mehr erforderlich, auch wenn er mittlerweise wieder bei 0,28 ist. Unter 6.0 seien auch keine weitere Maßnahmen erforderlich. Falls ich einen PSA Wert wünsche, müsse ich den selbst bezahlen. OP war vor 12 Jahren und dazwischen lagen 2 Bestahlungen. Ist das übliche Praxis ? Durch Umzug habe ich den Urologen gewechselt und bin jetzt ca. 1 Jahr ort.


Danke für Antworten

Konrad

1. nach 5 Jahren reicht PSA alle 6 bis 12 Monate - auch wenn jetzt 0.28
2. nach einer Krebserkrankung - egal wie lange her - ist PSA IMMER Kassenleistung und ausserhalb seines Budgets

Heribert
29.05.2017, 08:36
2. nach einer Krebserkrankung - egal wie lange her - ist PSA IMMER Kassenleistung und ausserhalb seines Budgets

Vielen Dank auch für diese Klarstellung

Gruß Heribert

Konrad
03.06.2017, 11:21
1. nach 5 Jahren reicht PSA alle 6 bis 12 Monate - auch wenn jetzt 0.28
2. nach einer Krebserkrankung - egal wie lange her - ist PSA IMMER Kassenleistung und ausserhalb seines Budgets


Vielen Dank. werde das mal meinem Urologen mitteilen. Zudem erhalte ich Beihilfe und privat. Hat also mit seinem Budgets eh nichts zu tun. Danke für die Antwort.