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Günter Feick
09.12.2006, 18:22
Liebe Mitstreiter,

vom renommierten John Hopkins, Kimmel Krebszentrum diese Information. Die Zusammenhänge zwischen den Phosphodiesterase (PDE) 5 Hemmern (Cialis, etc.), Stickstoff, Krebszellen und dem Immunsystem sind evtl. spannender, als die Tatsache, daß PDE 5 Hemmer auch andere Funktionen erfüllen können. Hierzu wegen des sehr frühen Stadiums der Arbeit am John Hopkins Hospital eine nur sehr kurze Zusammenfassung des Berichtes von Ivan Borrello, M.D. Eine Studie mit Patienten soll im nächsten Jahr beginnen. Das Ziel ist die Prüfung der Verbesserung von Chemo- und Immuntherapien durch den Einsatz der PDE 5 Hemmer.

Günter Feick

Zusammenfassung-

PDE 5 Hemmer gegen erektile Dysfunktion unterstützen das Immunsystem bei seinem Angriff auf Krebszellen durch Erhöhung des Stickstoffgehaltes im Serums und eine damit verbundene bessere Identifizierung des Tumors durch das Immunsystem, als auch durch Aktivierung der T-Lymphozyten, berichten die Wissenschaftler. Die bisher durchgeführten Tests im Reagenzglas und an Mäusen zeigten, daß die mit PDE 5 Hemmer behandelten Zellen und Tiere eine mehrfache Reduktion der Tumorgröße aufwiesen gegenüber dem Plazebo. Die Verstärkung der Stickstoffwirkung durch die PDE 5 Hemmer, scheinen den Effekt von Knochenmark abstammenden Unterdrückerzellen abgeschwächt zu haben, welche ansonsten versuchen das Immunsystem vom Tumor fernzuhalten, etc.

Die Studie ist im Journal of Experimental Medicine, 27. Nov. 06 veröffentlicht.

Günter Feick
10.12.2006, 10:33
Liebe Mitstreiter,

wegen des zeitlichen und inhaltlichen Zusammentreffens von Information vom John Hopkins Kimmel Krebszentrum, von der Urologie, Uni. Düsseldorf und der Uni. Ulm über Fortschreiten des Prostatakrebses durch "induzierbare Stickoxyd Synthase“, hier nun auch ein sehr kurzer Auszug aus der Arbeit aus Düsseldorf und Ulm

Günter Feick

Auszug aus Zusammenfassung der Studie in Düsseldorf und Ulm -
.... intratumorale induzierbare Stickstoff Synthase Aktivität fördert die Entwicklung von Androgenrezeptor unabhängigen Prostatakrebszellen und dadurch das Fortschreiten der onkogenen Tumorerkrankung.

Die Studie ist einsehbar in PUBMED - http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=169833 33&dopt=Abstract

In meinem gestrigen Beitrag zur Meldung vom John Hopkins, Kimmel Krebszentrum (siehe unten) konnte ich keinen gesonderten Bezug zur Förderung von Androgenrezeptor unabhängigen Prostatakrebszellen durch die Stickstoffsynthase erkennen -

PDE 5 Hemmer gegen erektile Dysfunktion unterstützen das Immunsystem bei seinem Angriff auf Krebszellen durch Erhöhung des Stickstoffgehaltes im Serums und eine damit verbundene bessere Identifizierung des Tumors durch das Immunsystem, als auch durch Aktivierung der T-Lymphozyten, berichten die Wissenschaftler. Die bisher durchgeführten Tests im Reagenzglas und an Mäusen zeigten, daß die mit PDE 5 Hemmer behandelten Zellen und Tiere eine mehrfache Reduktion der Tumorgröße aufwiesen gegenüber dem Plazebo. Die Verstärkung der Stickstoffwirkung durch die PDE 5 Hemmer, scheinen den Effekt von Knochenmark abstammenden Unterdrückerzellen abgeschwächt zu haben, welche ansonsten versuchen das Immunsystem vom Tumor fernzuhalten. Ebenso konnte gesehen werden, daß die PDE 5 Hemmer zwei Gene blockierten, welche das Arginase und das Stickoxydsynthase Enzym regulieren. Das Arginase Enzym beeinträchtigt ebenfalls das Immunsystem, ähnlich wie das Stickoxyd und kann ebenfalls durch den PDE 5 Hemmer rückgängig gemacht werden.

Die Studie ist im Journal of Experimental Medicine, 27. Nov. 06 veröffentlicht

Bernhard A.
10.12.2006, 12:32
Hallo Günter !

Verstehe ich das richtig, daß die beiden Studien zu einem absolut gegensätzlichen Ergebnis kommen ?

Gruß
Bernhard A.

Günter Feick
10.12.2006, 12:39
Bernhard,

was ist es, was Dich glauben macht, Gegensätzliches entdeckt zu haben?

Günter

cligensa
10.12.2006, 14:01
Hallo Günter,
damit jede neue wissenschaftliche Erkenntnis auch eine Anerkenntnis werden kann, gibt es leider all zu viele Stufe I Studienergebnisse in all zu vielen Publikationen. Man möchte schnell veröffentlichen, weil man dann das Thema besetzt hat. Wenn wir Mäuse wären, wären wir schon alle geheilt.

Auch dieser hoffnungsvolle Ansatz zu einer Therapieverbesserung ist im Moment nicht mehr als eine der häufig zitierten neuen Sauen, die jede Woche aus den o.a. Grund durchs Dorf getrieben werden .

Natürlich hängt auch unsere Hoffnung auf Heilung an vielversprechenden Studien. Und diese Hoffnung ist gar nicht mal unbegründet bei den vielen hoffnungsvollen Studienergebnissen.
Mehr nicht.
Grüße
Christian