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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Embolisation der Prostata



Hans-D
30.06.2017, 15:59
Hallo Forum,

nachdem sich durch eine Biopsie o. B. herausgestellt hat, dass die erhöhten PSA-Werte (zwischen 10 und 12 ng/ml) auf eine BPH (5,9 x 4,7 x 4,7 = 68 ) zurückzuführen sind stellt sich die Frage, wie die vorhandenen Beschwerden (trotz Tamsulosin) gemindert werden können.

Die übliche Methode TURP ist nun mal nicht so prickelnd.

Als eifriger, jahrelanger Leser des Forums ist die Verödung von Teilen der Prostata (http://www.ardmediathek.de/tv/betrifft-/Neue-Therapie-bei-Myomen-und-Prostataver/SWR-Fernsehen/Video?bcastId=1100786&documentId=40112150) bisher noch nicht behandelt worden.

Gibt es hier Erfahrungen oder andere Hinweise auf diese relativ neue, und noch nicht durch Studien verifizierte, Methode?

Hans-D

tomaso
30.06.2017, 17:32
Hallo Hans,

ich hatte das Video bzw. den Link zur Mediathek auch schon hier reingeschoben.
https://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?9869-Ver%F6dung-(Embolisation)-bei-gutartiger-Prostatavergr%F6%DFerung
Leider hat sich bisher noch keiner dazu geäußert.
Habe selbst auch einen hohen PSA (9) und große Prostata (ca. 70) und bin 52 Jahre alt.
Soweit ich weiss, macht dieses Verfahren aktuell Jena, Karlsruhe und Frankfurt.

Gruß,
Thomas

Hvielemi
30.06.2017, 19:28
Die Embolisation war hier schon mehrfach Thema, z.B. hier:
https://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?9869-Ver%F6dung-(Embolisation)-bei-gutartiger-Prostatavergr%F6%DFerung&highlight=Embolisation
Weil sie aber zunächst bei BPH angewendet wird, löst sie bei
Krebsbetroffenen eben keine allzugrosse Begeisterung aus.
Das technisch unglaublich einfache Verfahren geht leider an uns
hier im Prostataktebs-Forum weitestgehend vorbei.

Man fragt sich aber schon, ob es mit diesem Verfahren nicht auch
möglich wäre, Krebs vom Blutkreislauf abzutrennen, der noch ganz
innerhalb der Prostata befindet, oder auch einzelne, im PET
oder MRT gefundene positive Metastastasen zu veröden.

Dann wäre das Echo hier sicherlich einiges vernehmbarer.

Das Verfahren hat sich immerhin schon mal in Richtung Prostata
weiterentwickelt, durch noch feinere Katheter und kleinere
Kügelchen, mit denen die kleineren Gefässe 'unseres' Organes
embolisiert werden.

Ich bin zuversichtlich, dass wir davon auch bald in der
Krebstherapie lesen werden.


Carpe diem!
Konrad

Hvielemi
30.06.2017, 22:25
Ich bin zuversichtlich, dass wir davon auch bald in der
Krebstherapie lesen werden.

Schon geschehen:
Bei der SIRT von Lebertumoren werden die Kügelchen nicht nur zur
Embolisierung der Tumoren verwendet, sondern sie sind mit 90Yttrium
radioaktiv beladen. Dadurch erfolgt eine Brachytherapie des Tumors
von innen heraus.
Warum nicht auch in der Prostata, mit 177Lutetium, um den
Darm zu schonen?

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Selektive_interne_Radiotherapie

Konrad