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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PSA Anstieg



tomhsv
20.10.2017, 12:28
ich bin 49 Jahre alt und aufgrund meines schnellen PSA Anstieg sehr verunsichert.

Ich bin von 09/16 bis 01/17 wegen einer chronischen bakteriellen (http://www.onmeda.de/krankheitserreger/bakterien_aufbau_struktur.html) Prostatitis (http://www.onmeda.de/krankheiten/prostataentzuendung.html) in Behandlung (http://www.onmeda.de/behandlung/) gewesen, es wurden insgesamt 4 verschiedene AB verschrieben. Beschwerden seit 03/17 rückläufig. Prostata (http://www.onmeda.de/prostata/prostata.html) leicht vergrößert und verkalkt. Bekomme seit 01/17 wegen Hypergonadismus Nebidio.

PSAWerte:

09/16. 0,85
11/16. 1,23
01/17. 0,95. 29,5 %
07/17. 2,37. 15,6 %
10/17. 5,97. 5,7 %

Mein Urologe wollte erst ein MRT (http://www.onmeda.de/behandlung/mrt.html)veranlassen, als er hörte das ich wieder leichte Beschwerden beim Wasserlassen (http://www.onmeda.de/symptome/brennen_beim_wasserlassen.html) hatte und auch Blut (http://www.onmeda.de/laborwerte/blutbestandteile.html) im Sperma (http://www.onmeda.de/sexualitaet/sperma.html), tippte er auf Prostatitis. Heute Ergebnis Blut im Urin (http://www.onmeda.de/anatomie/urin.html) und Sperma aber keine Bakterien (http://www.onmeda.de/krankheitserreger/bakterien.html). Er möchte mit MRT erstmal warten und PSA in 6 Wochen nochmal messen. Aber AB soll ich nicht nehmen, da keine Bakterien. Beim Nebidio steht bei häufigen Nebenwirkungen PSA Anstieg und der ist auch erst angestiegen seit ich es nehme. Er meinte aber das ist sehr ungewöhnlich. Ich trete in 7 Wochen einen Afrikaurlaub an, entweder ich hole mir jetzt noch schnell Gewissheit, dann kann ich den Urlaub noch absagen oder ich höre auf sein Rat und Messe den PSA Wert erst kurz vor dem Urlaub und erhalte die genauen Ergebnisse erst im neuen Jahr ? Mein Urologe, der wie mir sagt in seiner Karriere schon 1000 PK Diagnosen hatte, sieht die ganze Sache sehr locker und meint ich soll mir keine Sorgen machen. Aber es gibt doch nur 2 Möglichkeiten bei den Werten Prostatitis oder Pk und die Laborwerte sagen keine Prostatitis.

Heribert
20.10.2017, 13:01
Hallo Tom

Mein Urologe, der wie mir sagt in seiner Karriere schon 1000 PK Diagnosen hatte, sieht die ganze Sache sehr locker und meint ich soll mir keine Sorgen machen. Aber es gibt doch nur 2 Möglichkeiten bei den Werten Prostatitis oder Pk und die Laborwerte sagen keine Prostatitis.
Die Laborwerte sagen eben nicht "keine Prostatitis", sondern keine bakterielle Prostatitis! Nun besteht immer noch die Möglichkeit zwischen PK und einer abakteriellen Prostatitis. Lies dazu auch hier...
(https://www.netdoktor.de/krankheiten/prostatitis/)

tomaso
20.10.2017, 13:03
Erhöhung des PSA-Wert kommt auch durch die vergrößerte Prostata zustande.
Aber lass es durch eine Biopsie (MRT/Biopsie) nochmal checken.

Georg_
20.10.2017, 13:15
Den Urlaub solltest Du in keinem Fall absagen. Den Tumor kann man sicher erst durch eine Biopsie feststellen und nicht durch einen neuen PSA Wert.

tomhsv
20.10.2017, 13:45
Erhöhung des PSA-Wert kommt auch durch die vergrößerte Prostata zustande.
.
Nur geringfügig beim letzten Ultraschall 30.

Vielen Dank für die Antworten, ich wollte nur nicht wegen Urlaub unnötig Zeit verstreichen lassen.

Muggelino
20.10.2017, 13:56
Hallo Tom,
da dein PSA während der chron. bakt. Prostatitis 2016/17 nur schwach gestiegen und wieder gefallen ist, glaube ich nicht, dass der PSA-Anstieg seit 1/17 auf eine Prostatitis - sei sie nun bakteriell oder abakteriell - zurückzuführen ist.
Es ist wohl eher das Medikament Nebidio ursächlich, das ein Testosteronpräparat ist und zu dessen Nebenwirkungen ein PSA-Anstieg gehören kann, ebenso wie Verhärtung und Vergrößerung der Prostata, siehe https://beipackzetteln.de/nebido.
Das Problem dabei ist, dass sich Prostatakrebszellen vom Testosteron ernähren und dieses sie zu vermehrtem Wachstum befähigt. Aus diesem Grund soll vor Verschreibung von Nebidio ein PCa ausgeschlossen werden. Das aber wird in der Praxis kaum möglich sein, da erst ab einer gewissen Anzahl von PSA-produzierenden Tumorzellen ein erhöhtes PSA messbar ist.
Somit besteht die Gefahr, dass ein PCa im Anfangsstadium durch Nebidio erst richtig in Fahrt kommt. Folgerichtig wird auch PCa als Nebenwirkung von Nebidio beschrieben, siehe hier: http://www.onmeda.de/Medikament/Nebido+1000mg+Injektionsl%C3%B6sung--nebenwirkungen+wechselwirkungen.html
Es bedarf also auf jeden Fall einer Abklärung, und die sollte meines Erachtens nicht nur durch eine neue PSA-Messung, sondern durch MRT/Biopsie erfolgen.
Ich denke aber nicht, dass es da nun auf einige Wochen ankommt. Wenn es dich beunruhigt, lass es vor deinem Urlaub machen, sonst danach.
Selbst wenn die Diagnose schlecht ist, hast du immer noch Zeit für ein paar Wochen Urlaub, bevor Gegenmassnahmen ergriffen werden müssen und können.

Alles Gute!
Detlef

tomhsv
20.10.2017, 14:24
Hallo Detlef,

das mit der Testosterontherapie und PCa hatte ich damals angesprochen, mein Prof ist ein weltweit anerkannter Androloge, meinte diese Therorie ist veraltet und neue Studien widerlegen das. Aber theoretisch wohl möglich nennt sich wohl Cave Karzinom. Es soll ja nicht nur eine PSA Messung stattfinden sondern falls die Werte nicht signifikant runter gehen wird sofort ein multiparametisches MRT gemacht, da ich in Hamburg wohne und praktisch fußläufig zur Martini-Klinik wohne, würde ich dann die weitere Diagnostik dort machen. Die Frage ist bloß das jetzt alles noch vor den Urlaub, wenn überhaupt möglich, zu machen oder erst danach. Ich glaube mit einer negativen Diagnose würde ich mit Sicherheit nicht fliegen, somit werde ich es dann danach machen und davor versuchen entspannt zu bleiben.

Gruß
Thomas

Georg_
20.10.2017, 14:59
Hallo Thomas,

wie Detlef schreibt hast Du noch Wochen Zeit, da Prostatakrebs sehr langsam wächst. Ich habe eine Studie gelesen, dass sechs Monate keinen Unterschied machen sollen.

Also mach erstmal Urlaub und begibt Dich danach in die Therapien des Medizinbetriebs.

Georg

tomhsv
20.10.2017, 15:17
Hallo Thomas,

wie Detlef schreibt hast Du noch Wochen Zeit, da Prostatakrebs sehr langsam wächst. Ich habe eine Studie gelesen, dass sechs Monate keinen Unterschied machen sollen.

Also mach erstmal Urlaub und begibt Dich danach in die Therapien des Medizinbetriebs.

Georg

Hallo Georg,

ja genau so werde ich das machen.

Ich hoffe ja das da nichts ist und der böse Spuk bald zu Ende ist, aber die Werte sind schon ziemlich auffällig.

Gruß
Thomas

Muggelino
20.10.2017, 16:07
Hallo Detlef,

das mit der Testosterontherapie und PCa hatte ich damals angesprochen, mein Prof ist ein weltweit anerkannter Androloge, meinte diese Therorie ist veraltet und neue Studien widerlegen das. Aber theoretisch wohl möglich nennt sich wohl Cave Karzinom. Es soll ja nicht nur eine PSA Messung stattfinden sondern falls die Werte nicht signifikant runter gehen wird sofort ein multiparametisches MRT gemacht, da ich in Hamburg wohne und praktisch fußläufig zur Martini-Klinik wohne, würde ich dann die weitere Diagnostik dort machen. Die Frage ist bloß das jetzt alles noch vor den Urlaub, wenn überhaupt möglich, zu machen oder erst danach. Ich glaube mit einer negativen Diagnose würde ich mit Sicherheit nicht fliegen, somit werde ich es dann danach machen und davor versuchen entspannt zu bleiben.

Gruß
Thomas

"Cave" ist lateinisch und heisst einfach "Vorsicht!" oder "hüte dich", ist also eine Warnung, dass man bei Vorliegen eines Karzinoms kein Nebido verschreiben soll.
In der Martiniklinik bist du in guten Händen.
Wie lange dauert denn dein Urlaub?

Gruß von Hamburger zu Hamburger!
Detlef

Muggelino
20.10.2017, 16:18
Hallo Thomas,

wie Detlef schreibt hast Du noch Wochen Zeit, da Prostatakrebs sehr langsam wächst. Ich habe eine Studie gelesen, dass sechs Monate keinen Unterschied machen sollen.

Georg

Hallo Georg,

du schreibst immer wieder von diesen 6 Monaten, die keinen Unterschied machten.
Nun muss ich doch mal fragen, 6 Monate ab wann? Zu welchem Zeitpunkt?
Wenn mir heute ein PCa diagnostiziert wird, dann macht es keinen Unterschied, ob die Therapie heute oder in 6 Monaten beginnt? Ist das so gemeint?
Wenn aber das gleiche PCa erst in 6 Monaten diagnostiziert wird, und man dann 6 Monate (die angeblich keinen Unterschied machen) wartet, dann sind es ab heute schon 12 Monate.
Und wenn man es erst in einem Jahr... usw.
Auch langsam wachsende PCa wachsen, die schnellen sowieso. Sie wachsen wöchentlich, täglich, stündlich.
An einem Tag x durchbrechen sie die Kapsel. An einem Tag y besiedeln sie die Lymphknoten. Und an einem Tag z entsteht die erste Knochenmetastase.
Was, wenn dieser Tag in den 6 Monaten liegt, die "keinen Unterschied machen"?
Ich finde, so pauschal sollte man diese Aussage nicht machen.

Detlef

tomhsv
20.10.2017, 16:25
"Cave" ist lateinisch und heisst einfach "Vorsicht!" oder "hüte dich", ist also eine Warnung, dass man bei Vorliegen eines Karzinoms kein Nebido verschreiben soll.
In der Martiniklinik bist du in guten Händen.
Wie lange dauert denn dein Urlaub?

Gruß von Hamburger zu Hamburger!
Detlef

Moin Detlef,

mein Urlaub dauert bis zum 23.12., also 3 Wochen und zwischen den Feiertagen läuft dann auch nichts mehr, also werde ich genaueres erst im neuen Jahr wissen.

Ja die Martini-Klinik ist wohl führend, würde dann falls notwendig auch das MRT dort machen lassen. Mein Urologe ist Prof Porst, ist dir vielleicht auch bekannt ?

Gruß
Thomas

Rastaman
20.10.2017, 16:25
...das mit der Testosterontherapie und PCa hatte ich damals angesprochen, mein Prof ist ein weltweit anerkannter Androloge, meinte diese Therorie ist veraltet und neue Studien widerlegen das.

Thomas,

"widerlegen" halte ich für eine mutige Aussage. Ich würde sagen, die Rolle des Testosterons bei der PCa-Entstehung ist umstritten.

Ich kann die Auswirkungen von Hypogonadismus nicht einschätzen, aber ich erinnere mich, daß mein Arzt-Bruder, der allerdings jeden nicht absolut notwendigen medizinischen Eingriff mit Kopfschütteln kommentiert hat, häufig gesagt hat, daß man von allen Stellen des Organismus am Hormonsystem ohne Not zuallerletzt herumfummeln sollte.

tomhsv
20.10.2017, 16:37
Thomas,

"widerlegen" halte ich für eine mutige Aussage. Ich würde sagen, die Rolle des Testosterons bei der PCa-Entstehung ist umstritten.

Ich kann die Auswirkungen von Hypogonadismus nicht einschätzen, aber ich erinnere mich, daß mein Arzt-Bruder, der allerdings jeden nicht absolut notwendigen medizinischen Eingriff mit Kopfschütteln kommentiert hat, häufig gesagt hat, daß man von allen Stellen des Organismus am Hormonsystem ohne Not zuallerletzt herumfummeln sollte.

Ich meinte nur damit, dass durch eine Testosteronersatztherapie nicht mehr Menschen an PK erkranken als ohne. Natürlich bei denen die bereits daran erkrankt sind ist es natürlich kontraproduktiv. Mein Hypergonadismus ist nicht altersbedingt sondern aufgrund eines Hodenhochstand in der Jugend und sehr kleine Hoden wird zuwenig produziert und das wurde vorher nie entdeckt, mein Spiegel wird jetzt nur auf normales Niveau gehalten 4,5 vorher zwischen 1,5 und 3,2. Aufgrund Tastuntersuchung, Ultraschall und PSA konnte vorher nicht von irgendwelchen Risiko ausgegangen werden. Aber natürlich werde ich das jetzt erstmal aussetzen bis Klarheit ist.

Georg_
21.10.2017, 08:09
Hallo Detlef,

Ich meinte diese Studie (http://ascopubs.org/doi/abs/10.1200/JCO.2017.35.6_suppl.34). Es wurde geprüft wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein Rezidiv nach Operation ist wenn kurz nach der Diagnose oder erst sechs Monate nach der Diagnose operiert wurde. Ich erwähne diese Studie nur um darauf hinzuweisen, dass man nicht sofort eine Therpie machen muss sondern sich dies in Ruhe überlegen kann.

Georg

Ich habe auch gelesen, dass eine Testosterontherapie keinen Einfluss auf den Prostatakrebs hat. Die Studie suche ich aber nicht raus.

Muggelino
21.10.2017, 10:31
Moin Georg,

ich bin zwar nicht der Studienexperte, aber diese Studie finde ich ein wenig merkwürdig.

Group 1 (61.7%) experienced delay of less than 90 days, Group 2 (31.5%) 90-180 days, and Group 3 (6.7%) >180 days. BCR occurred in 9.6%, 9.6%, and 4.9% of patients in Groups 1, 2, and 3 respectively (p=0.08).
Ist das so zu verstehen, dass in Gruppe 3 (also OP nach mehr als 6 Monaten) ein BCR am seltensten vorkommt (4,9%)? Dann wäre es ja gut, so lange zu warten :-).
Aber vermutlich rührt das daher, dass die Männer, die so spät operiert wurden, zwischenzeitlich hormonbehandelt wurden und deshalb am Ende besser dastehen.
Aus dem Abstract lässt sich nichts genaues herauslesen.
Immerhin findet sich unter Conclusions die Aussage: "While patients with high-risk pathology should receive prompt treatment,...". Es ist also für die Hochrisikopatienten nicht egal, wann die OP erfolgt.
Ich verlasse mich lieber auf meinen gesunden Menschenverstand als auf undurchsichtige Studien.

Detlef

Uli49D
09.11.2017, 23:39
Hallo,
ich lese gerade in der Diskussion.. Zwar erscheinen 2 oder 3 Monate Verschiebung nicht viel. Aus eigener Erfahrung her würde ich die Sache nicht weiter Aufschieben. D.h. baldmöglichst MRT bzw. Punktion zur Klärung. Zudem noch Afrika, wo noch weitere Belastungen durch Impfungen, Standby Medikamente (Malaria) usw. usw. dazu kommen könnten.
Mit freundlichem Gruß
Uli
http://de.myprostate.eu/?req=user&id=786

Georg_
10.11.2017, 07:22
Uli,

Du hast einen Gleason 9 mit Kapselüberschreitung. Bei Tom ist noch nicht mal klar, ob er überhaupt Krebs hat oder eine Entzündung.

Dass Impfungen und Malariamedikamente einen Einfluss auf Tumor haben, davon habe ich bisher noch nie gehört. Lass ihn doch die Reise machen, wenn er erst in den Mühlen des Medizinbetriebs ist, kommt es vielleicht nie mehr dazu.

Georg

Michi1
10.11.2017, 08:07
Georg, genau das ist auch meine Meinung. Ich bin auch Jahrelang 2x im Jahr in Urlaub gefahren, nnnnachhh einininer OPOP war das bei mir auch nicht mehr möglich. Erst nachdem mir nach 2,5 Jahren ein künstlicher Schließmuskel eingesetzt wurde werde ich alles nachholen. So lange wies mir so gut geht wie Momentan.

Carl70
12.11.2017, 10:09
Hallo,
ich lese gerade in der Diskussion.. Zwar erscheinen 2 oder 3 Monate Verschiebung nicht viel. Aus eigener Erfahrung her würde ich die Sache nicht weiter Aufschieben.
http://de.myprostate.eu/?req=user&id=786

Genau so ist es. Ab zum MRT und/oder zur Biopsie! Es besteht ein PCa-Verdacht, der sich nicht bewahrheiten muss. Aber den Verdacht kann man bestimmt nicht wegdiskutieren. Und ganz bestimmt lässt sich der Verdacht auch nicht wegwarten, egal wie gut die Argumente dafür sind.

Was würde ich hier tun? MRT sofort! Notfalls als Selbstzahler, dann kriegt man den Termin in zwei Tagen. Kostet nicht mehr als ein guter Flachbildschirm. Je nach MRT-Ergebnis dann die Biopsie nachlegen.

Georg_
12.11.2017, 11:47
Carl,

ich glaube die meisten Menschen sind bei Krebsverdacht für sofortiges Handeln. Wenn es aber nichts ausmacht, ob die Operation drei Monate früher oder später erfolgt, dann denke ich ist sofortiges Handeln nicht erforderlich. Bei mir lagen zwischen Anfangsverdacht und Operation neun Monate, das will ich aber nicht zur Nachahmung empfehlen.

Georg

tomhsv
12.11.2017, 12:06
Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Aber mein Fahrplan steht. 27.11. nochmal PSA messen, am 03.12.17 bis 23.13. ab in den Urlaub und danach, vorher will ich den Wert nicht wissen, entscheiden wie es weiter geht. Falls der Wert nicht signifikant runter ist, natürlich MRT und ggf. Biopsie. Es besteht ja auch der Verdacht einer Prostatitis, habe im Moment auch Beschwerden Druckgefühl in der Blase und brennen beim Wasserlassen und war vorher schon 1,5 Jahre wegen chronischer Prostatitis in Behandlung. Weiterhin hatte ich auch Blut im Sperma. Also ist es durchaus möglich, dass nur eine Prostatitis ist. Da ja der PSA Anstieg ungewöhnlich schnell und sehr hoch erfolgte, der letzte innerhalb von 75 Tagen von 2,37 auf 5,97. Ich hatte das Vorgehen auch mit einer Zweitmeinung abgesichert, hier wurde auch eher von einer Prostatitis ausgegangen. Mein PSA liegt seit 10 Jahren immer um 1,00 und steigt nun innerhalb von 9 Monaten um über 500 %. Was bringt mir jetzt das MRT und die Biopsie 1 Woche vor dem Urlaub, bei einem schlechten Ergebnis nur das Absagen. Ich denke die 1,5 Monate kann ich auch noch abwarten und falls es schlimm ausgeht, wovon ich durchaus 50/50 von ausgehe, bin ich wenigstens nochmal unbeschwert und voll funktionsfähig im Urlaub gewesen.

Lg
Thomas

Michi1
12.11.2017, 12:27
Ist dir das wert, das du im Urlaub Druckgefühl im der Blase und Schmerzen beim Wasser lassen hast ? Das ist doch nicht voll funktionsfähig ?

tomhsv
12.11.2017, 12:38
Das ist ja schon am abklingen und auch keine Schmerzen nur ganz leichtes Brennen, also sehr milde Form. Das habe ich schon seit 2 Jahren immer wieder, ist leider bei einer chronischen Prostatitis so. Bis zum Urlaub ist das wieder weg.

Carl70
12.11.2017, 19:32
Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Aber mein Fahrplan steht. 27.11. nochmal PSA messen, am 03.12.17 bis 23.13. ab in den Urlaub und danach, vorher will ich den Wert nicht wissen, entscheiden wie es weiter geht. Falls der Wert nicht signifikant runter ist, natürlich MRT und ggf. Biopsie. Es besteht ja auch der Verdacht einer Prostatitis, habe im Moment auch Beschwerden Druckgefühl in der Blase und brennen beim Wasserlassen und war vorher schon 1,5 Jahre wegen chronischer Prostatitis in Behandlung. Weiterhin hatte ich auch Blut im Sperma. Also ist es durchaus möglich, dass nur eine Prostatitis ist. Da ja der PSA Anstieg ungewöhnlich schnell und sehr hoch erfolgte, der letzte innerhalb von 75 Tagen von 2,37 auf 5,97. Ich hatte das Vorgehen auch mit einer Zweitmeinung abgesichert, hier wurde auch eher von einer Prostatitis ausgegangen. Mein PSA liegt seit 10 Jahren immer um 1,00 und steigt nun innerhalb von 9 Monaten um über 500 %. Was bringt mir jetzt das MRT und die Biopsie 1 Woche vor dem Urlaub, bei einem schlechten Ergebnis nur das Absagen. Ich denke die 1,5 Monate kann ich auch noch abwarten und falls es schlimm ausgeht, wovon ich durchaus 50/50 von ausgehe, bin ich wenigstens nochmal unbeschwert und voll funktionsfähig im Urlaub gewesen.

Lg
Thomas


...und schon bist Du wieder dabei, den PCa-Verdacht kleinzureden. Es mag ja nach Ansicht der Ärzte überwiegend wahrscheinlich sein, dass eine Prostatitis vorliegt. Die Leitlinien und Einschätzungen der Ärzte basieren allerdings meist auf Patienten, der 60+X Jahre alt sind. Und natürlich sind Gleason 8+X Tumore glücklicherweise selten.

Ich bin medizinischer Laie. Aber ich würde niemals meine Gesundheit durch monatelanges Zuwarten darauf verwetten, dass es schon eine Prostatitis ist. Ich wäre noch in der nächsten Woche beim mpMRT. Es gibt genügend Beispiele, auch hier zu lesen, bei myprostate.eu und bei yananow, die aus meiner Laiensicht zur Eile mahnen, gerade bei PCa-Verdacht im jüngeren Alter. Aber es ist Deine Gesundheit, nicht meine.

tomhsv
12.11.2017, 20:06
...und schon bist Du wieder dabei, den PCa-Verdacht kleinzureden. Es mag ja nach Ansicht der Ärzte überwiegend wahrscheinlich sein, dass eine Prostatitis vorliegt. Die Leitlinien und Einschätzungen der Ärzte basieren allerdings meist auf Patienten, der 60+X Jahre alt sind. Und natürlich sind Gleason 8+X Tumore glücklicherweise selten.

Ich bin medizinischer Laie. Aber ich würde niemals meine Gesundheit durch monatelanges Zuwarten darauf verwetten, dass es schon eine Prostatitis ist. Ich wäre noch in der nächsten Woche beim mpMRT. Es gibt genügend Beispiele, auch hier zu lesen, bei myprostate.eu und bei yananow, die aus meiner Laiensicht zur Eile mahnen, gerade bei PCa-Verdacht im jüngeren Alter. Aber es ist Deine Gesundheit, nicht meine.
Ich bin ja über jede Antwort dankbar, aber diese Panikmache bringt mich jetzt auch nicht weiter. Ich habe meine Vorgehensweise von 2. Seiten verifiziert und dabei handelt es sich um „gute“ Urologen. Es gibt natürlich zig Beispiele wo es sich im nachher als falsch rausstellt aber mind. genauso viele die sich als richtig rausstellen. Meine Entscheidung steht, ich werde dann berichten wie es ausgegangen ist.

highlander
13.11.2017, 13:30
Ich vesrtehe das auch, dass Du erst noch den urlaub geniesen möchtest....nehmen wir mal an beim mpMRT kommt was raus oder bei der Biopsie...dann ist der urlaub weg und vieleicht noch dieses jahr OP so kurz vor Weihnachten?
Geh im januar der Sache nach und ich drücke schon mal die Daumen dass da kein krebs ist.

tomhsv
13.11.2017, 15:49
Ja Danke genauso sehe ich es auch. Mittlerweile versuche ich da positiv ranzugehen, kann mir echt nicht vorstellen das da was ist, neige auch eher so wie du mich krankheitsmäßig in was reinzusteigern. Deshalb werde ich sachlich und ohne Panik nach dem Urlaub sofort abklären ob da was ist.

Vielen Dank für die guten Wünsche.

tomhsv
23.12.2017, 15:13
Hallo,


So nun bin ich aus dem Urlaub zurück, war alles sehr schön und beschwerdefrei.

Das schönste Weihnachtsgeschenk lag im Briefkasten, der Arztbrief meiner letzten PSA Messung. Starker Rückgang des Wertes auf jetzt 1,6 21 %.

Die vorher stark erhöhten Werte gehen laut seiner Aussage auf eine Prostatitis zurück oder einem Sekretstau. Er sieht kein Handlungsbedarf mehr, nächste Messung in 6 Monaten. Puhhhh bin ich erleichtert.

Wünsche noch allen Frohe Weihnachten und gesundes neues Jahr. Vielen Dank für die netten uns sehr informativen Antworten. Und alles gute für euch. Werde ab und zu mal hoffentlich nur passiv reinschauen.

Gruß Thomas

Georg_
23.12.2017, 17:24
Hallo Thomas,

das ist doch eine sehr erfreuliche Nachricht! Bleibt uns nur zu hoffen, dass der Kelch weiterhin an Dir vorbeigeht.

Ansonsten stehen wir weiter mit Rat und kontroverser Diskussion zur Verfügung!

Georg

uwes2403
24.12.2017, 11:19
Moin Thomas,

prima...entspannte Festtage somit.

Dann kannst Du vielleicht ja im neuen Jahr daran arbeiten, dass Dein Verein nicht immer im Süden der Tabelle zu sehen ist :-)

Grüße

Uwe

highlander
27.12.2017, 12:40
Na das ist doch super.Vor allembei demfreien PSA Wert vergiss den Kram und geh erst wieder in einem jahr zur Messung.das reicht!

Harald_1933
27.12.2017, 18:10
Moin Thomas,

folge bitte dem Vorschlag von highlander, und ansonsten:


"Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele, Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist`s! Reise, reise!


(Wilhelm Busch)