PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Habe auch PSA-Anstieg



Hans B.
08.01.2018, 18:10
Hallo,
ich habe auch einen sehr langsamen, in letzter Zeit allerdings beschleunigten PSA-Anstieg, so dass meine frühere Hoffnung auf ein Plateau eher schwindet.
Ich hatte 2003 die Totaloperation (T 3a, R0, Gleason 3+4), hatte dann ca. 1 Jahr PSA < 0,01, dann einen allmählichen Anstieg in den weiteren 13 Jahren seit OP bis auf zuletzt 0,28:
11/11 - 0,07
02/12 - 0,07
04/12 - 0,08
07/12 - 0,12
17/12 - 0,08
10/12 - 0,09
02/13 - 0,10
05/13 - 0,10
08/13 - 0,11
11/13 - 0,14
01/14 - 0,13
04/14 - 0,12
07/14 - 0,16
10/14 - 0,18
12/14 - 0,15
03/15 - 0,13
06/15 - 0,14
09/15 - 0,19
12/15 - 0,18
03/16 - 0,19
05/16 - 0,17
08/16 - 0,20
11/16 - 0,20
02/17 - 0,22
05/17 - 0,18
08/17 - 0,25
10/17 - 0,28
Dass der Anstieg von Restgewebe herrührt, glaube ich eigentlich nicht mehr.
Ich werde das Finasterid (5 mg täglich seit 2008) absetzen, dann auf Anraten meines Urologen nach 2 Monaten ein MRT machen lassen. Das Finasterid beeinträchtigt wohl die Aussagekraft von MRTs beträchtlich.
Vielleicht gibt es ja noch mehr Betroffene, die einen langsamen Anstieg haben oder hatten und die auf ein Plateau hoffen oder gehofft haben?
Herzliche Grüße
Hans B.

Georg_
08.01.2018, 21:27
Welchen Einfluss Finasterid auf ein MRT (SPECT) hat, ist mir nicht bekannt. Aber nach dem Absetzen von Finasterid wird der PSA Wert wohl deutlich ansteigen.

Ich fürchte Du wirst die Prostataloge bestrahlen lassen müssen.

Georg

W. Werner
08.01.2018, 22:38
N' Abend, Hans!

Deine Werte in myprostate.eu enden leider am 11.08.2010, so daß der weitere Verlauf und die VZ dort nicht erkennbar sind. Das wäre allerdings hilfreich für die Experten hier im Forum. Dumme Frage von mir: Warum schluckst Du nach RPE seit 10 Jahren Finasterid?

Hans B.
09.01.2018, 10:23
Hallo Georg_, hallo W.Werner,
Danke für Eure Antworten.
Ich gehe auch davon aus, dass meine PSA-Werte sich deutlich erhöhen werden nach dem Absetzen des Finasterid. Ich begann mit der Einnahme auf Rat meines damaligen Urologen; es gab eine Studie, die nahelegte, dass das Medikament möglicherweise auch ein Krebswachstum verlangsamen könnte.
Warum genau Finasterid sich negativ auf die Erkennbarkeit eines Rezidivs auswirkt, hat mir seinerzeit der Radiologe nicht im Einzelnen erklärt. Er meinte, dass die Unterscheidbarkeit von OP-Verwachsungen und evt. Rezidiv durch das Medikament herabgesetzt sei.
Zu myProstate: wie auch im Forum schon berichtet wurde, ist es nicht das erste Mal, dass myProstate Daten schreddert. Nicht nur meine. Ich habe nachgeschaut, beim ersten Aufruf fehlten die Daten ab 2002 bis 2009, beim zweiten Aufruf waren sie wieder da. Also bitte dort nachschauen bei Interesse.

Viele Grüße
Hans B.

Hvielemi
09.01.2018, 11:12
Lieber Hans
Deine PSA-Verdoppelungszeit liegt gemäss den heute bei myprostate vollständig
vorhandenen Daten etwa bei drei Jahren, sowohl seit 2011 als auch über die
letzten zwei Jahre, über die letzten 8 Messperiode sogar genau 2.95 - Zufall ;-))

Dieser Trend wird sich wohl über viele Jahre so fortsetzen, will sagen, in 16 Jahren,
wenn du 85 Jahre alt wirst, würde das PSA grad mal 10ng/ml erreichen.

Obige Abschätzung ist sehr weit in die Zukunft extrapoliert. Sie kann offensichtlich
allfällige Änderungen im Verlauf, aus welchem Grunde auch immer, nicht berücksichtigen.
Wie sich der Wegfall von Finasterid auswirken wird, werden die folgenden Messungen
zeigen, die jedenfalls weitergeführt werden sollten.
Dies gerade auch wenn vorerst keine Therapie vorgesehen werden sollte.


Carpe diem!
Konrad


Guck auch dies:

Solch langsamen Anstiege können u.U. viele Jahre so weiter gehen. In einer Studie von POUND et.al. war nach 15 Jahren OHNE Therapie kein Patient am Prostatakrebs verstorben