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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zweitmeinungen per Onlinesprechstunde



Urologe
20.02.2018, 11:58
Bisher lagen Online-Sprechstunden in einer rechtlichen Grauzone.

Ab dem 1. April 2017 ist der Traum vom unkomplizierten Online-Arztbesuch ein gutes Stück näher gerückt:
Im Rahmen des sogenannten „E-Health-Gesetzes“ sind Video-Sprechstunden nun Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dann in bestimmten Fällen die Kosten für medizinische
Internet-Konsultationen (9,20 Euro pro Konsultation, aber budgetiert):

Wenn es sich dabei um einen Nachsorge-Termin bei festgelegten Indikationen handelt (zum Beispiel die visuelle Nachkontrolle
einer OP-Wunde) und der Patient sich zuvor persönlich in der jeweiligen Praxis vorgestellt hat.

„Endlich die notwendige Rechtssicherheit“

Für das Berliner Start-up Patientus, in Deutschland aktuell der führende Anbieter für Telemedizin, ist die Änderung des
E-Health-Gesetzes trotz aller Reglementierungen ein Grund zum Feiern: „Wir freuen uns, dass nun die Rahmenbedingungen
für die Anwendung der Online-Video-Sprechstunde in Deutschland geklärt sind“, sagt Geschäftsführer und Mitbegründer Nicolas Schulwitz.

Und zum Thema Zweitmeinung:

Diese ist inzwischen ebenfalls als Videosprechstunde erlaubt, denn die ursprüngliche Diagnose und den Therapievorschlag hat
ja ein Arzt vor Ort erstellt. So wird die Zweitmeinung als "Gutachten" und nicht als Fernbehandlung gewertet.
Daher muss der Patient auch nicht mehr zuvor persönlich in der Praxis gewesen sein.

RalfDm
20.02.2018, 15:30
Hallo lieber fs,

1. April 2017 oder 1. April 2018?

Gruß,

Ralf

Harald_1933
20.02.2018, 16:56
Eigene Recherche zum langsamen Anlauf:

https://www.conhit.de/media/cit/cit_dl_vortraege/archiv_vortraege_2016/Bales_Stefan_-_Stand_der_Umsetzung_des_eHealth_Gesetzes_Praesent ation_2016.pdf

Gruß Harald
(https://www.conhit.de/media/cit/cit_dl_vortraege/archiv_vortraege_2016/Bales_Stefan_-_Stand_der_Umsetzung_des_eHealth_Gesetzes_Praesent ation_2016.pdf)

Urologe
21.02.2018, 07:24
Ab dem LETZTEN Jahr - es gab aber noch Unsicherheiten bez. der Umsetzung.
Inzwischen hat unter Federführung Technikerkrankenkasse das Ganze Rechtssicherheit bekommen.
Bei gesetzlich Versicherten sind aber "Kassenbezahlt" die Indikationen noch eingeschränkt - Karzinome gehören noch nicht dazu (???).
Aber damit ist private Onlinesprechstunde nun auch kein abmahnfähiges Vergehen mehr (habe ich noch persönlich erlebt)

FlorianM
23.02.2018, 20:06
9,20 Euro pro Konsultation? Die lassen sich ja nicht Lumpen...
Bitter.

Hvielemi
24.02.2018, 17:27
Eine Konsultation für 9.20?

Was soll daran "bitter" sein, ausser dass das nie und nimmer genügen kann?