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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bestrahlung oder OP nach Rückfall..?



mireklh
21.03.2018, 16:30
Ich hatte vor 3 Jahren Brachytherapie (http://klinik-am-ring.de/westdeutsches-prostatazentrum/leistungen/prostatakarzinom/therapie/brachytherapie) und äusseren Strahlentherapie (http://klinik-am-ring.de/westdeutsches-prostatazentrum/leistungen/prostatakarzinom/therapie/externe-bestrahlung) im Westdeutschen Prostatazentrum Köln bekommen
. Alles gut verkraftet ohne Nebenwirkungen . Mein PSA Wert war bis heute zwischen 2,3 und 3,2 auch nach der Behandlung . Jetzt wurde PET gemacht und eine aktive Zelle wurde entdeckt . Sie ist wieder aktiv und wurde vor 3 Jahren wohl übersehen . Es ist noch sehr klein und alles in der Prostata und es wurde keine Metastasen gefunden . Man hat mir jetzt empfohlen eine neue Innen Bestrahlung oder Operation. Mir wurde gesagt dass die OP bis 80 % Chancen auf Nebenwirkungen nach der Bestrahlung hat und erneute Bestrahlung nur bis 30 % : Bin mir noch nicht sicher was ich machen soll . Die Entscheidung liegt bei mir. Bin 60 Jahre alt und sehr fit und sportlich aktiv.Beide Eltern sind am Krebs gestorben . Bin in Köln bei dr. Spira damals und jetzt im Behandlung . Ich habe ein Termin zum Besprechung in Hamburg bei Martini Klinik .Man sagt man operiert dort nur Falls ich bei der Bestrahlung bleibe soll die erste am 07.05 starten..Hat jemand schon sowas auch gehabt..? Danke für die Info.

Georg_
21.03.2018, 17:06
Ich antworte mal in diesem Thread. Dr. Spira hat Recht, eine Operation nach Bestrahlung hat ein sehr hohes Risiko von Nebenwirkungen, 80% ist noch niedrig, das geht bis 100%. Die Nebenwirkungen sind Inkontinenz und Impotenz, das würde ich, klar gesagt, nie riskieren.

Die Brachytherapie kann man sehr gezielt einsetzen und auch nach einer Erstbestrahlung mit Brachytherapie. Das halte ich für eine gute Option. Andernfalls kannst Du Dir die aktive Zelle mit CyberKnife an der Uniklinik Köln bestrahlen lassen, was möglicherweise noch weniger Nebenwirkungen hat als die Brachytherapie. Jedenfalls keine 30%, nach meiner Erfahrung Null Prozent. Allerdings würde ich vorher Goldmarker setzen lassen. Die aktive Zelle in der Prostataloge bewegt sich, u.a. abhängig vom Darminhalt, und ohne die Goldmarker muss man ein größeres Feld bestrahlen, in dem sich die aktive Zelle bewegt.

Georg

Hier eine Folie von Dr. Machtens zu diesem Thema, man kann also mehrfach bestrahlen und das kleinste Ziel ist 0,5 cm3 groß (wenn sich das Ziel nicht bewegt):

http://up.picr.de/31199363lb.jpg