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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 2007



christinew
27.12.2006, 23:36
Die Zeit rennt nur so dahin, es ist mir nicht gelungen, allen frohe Weihnachten zu wünschen, ich möchte aber nicht versäumen, allen Mitstreitern einen wirklich frohen, besinnlichen und harmonischen Jahreswechsel zu wünschen.
Wir genießen die Zeit auf Mallorca, mein Mann sieht schon fast wieder aus wie der Alte, nach einigen Tagen Regen können wir jetzt Strandspaziergänge genießen, anschließend einen Cafe Solo oder auch den Vino Tinto in der Sonne draußen am Meer , es war die richtige Entscheidung hierhin zu fahren, diese Zeit kann uns niemand nehmen.
Wir wissen nicht, was das neue Jahr bringt, das weiß niemand, aber ich habe das Gefühl, wir haben noch niemals so bewußt gelebt.
Was auch immer der Herrgott mit uns vorhat, wir nehmen es an, aber er muß sich darauf einstellen, das ich weiter mit ihm kämpfen werde um jedes Stündchen.
Auch im Namen meines Mannes viele Grüße, alles Gute und Danke an alle , die uns durch ihre Informationen und Rat dahin geholfen haben, wo wir heute stehen.
Im nächsten Jahr sehen wir weiter.
Viele Grüße Christine

Michael
28.12.2006, 00:57
Wir wissen nicht, was das neue Jahr bringt, das weiß niemand, aber ich habe das Gefühl, wir haben noch niemals so bewußt gelebt.
Was auch immer der Herrgott mit uns vorhat, wir nehmen es an, aber er muß sich darauf einstellen, das ich weiter mit ihm kämpfen werde um jedes Stündchen.


Hallo Christine, das einzig Richtige, was Ihr macht. Deine Einstellung finde ich prima, mach weiter so. Dein Mann kann froh sein, dass er Dich hat.

Alles Gute
Michael

Schorschel
28.12.2006, 14:14
Deine Einstellung finde ich prima, mach weiter so. Dein Mann kann froh sein, dass er Dich hat.

Hallo Christine,

dem ist nichts hinzuzufügen.

Euch alles Gute wünscht von Herzen

Schorschel

Siegbert
28.12.2006, 22:30
Hallo Christine,

nehmt bitte bei Eurem Kampf den richtigen Gegner ins Visier, also den nicht erbetenen "Gast" Deines Mannes. Dann kämft sich besser.
Wenn "der Herrgott" hilft, umso besser.
Übrigens - Dein Mann muss mitkämpfen und tut das sicher !

Wenn man sich auf einen Kampf einlässt, muss man seinen Gegner möglichst gut vorher und im Kampf kennenlernen.
Im Forum findet ihr helfende Mitkämpfer. Nicht´s wie ran an den Mitbewohner.
Man kann ihn beachtlich zurückwerfen und aufhalten, aber leider selten besiegen.

Alles Gute und viel Glück dabei auch in 2007 !

Siegbert

Heribert
29.12.2006, 12:49
Hallo Siegbert et all



Im Forum findet ihr helfende Mitkämpfer. Nicht´s wie ran an den Mitbewohner.


Diese Einstellung macht uns stark



Man kann ihn beachtlich zurückwerfen und aufhalten, aber leider selten besiegen.


Deine Eltern haben Dir nicht von ungefähr den Namen "glänzender Sieger" gegeben, also warum die Einschränkung.
Meine Eltern gaben mir einen ähnlich positiven Namen: "glänzender Kämpfer".
Mit diesen Vorgaben und dem Vertrauen auf Gottes Hilfe gehen wir in die nächste Runde, dem Jahr 2007.

Hierzu wünsche ich uns allen viel Glück.
Liebe Grüße, Heribert

Reinardo
29.12.2006, 14:57
Hallo Christine.
Eure Freude am Aufenthalt in Spanien teile ich ebenso. Wenn ich bei der Ankunft in Calpe den Ifach sehe, denke ich: Das hast Du noch einmal geschafft. Hoffentlich noch oft. Da komme ich in eine heitere Stimmung. Es ist, als ob sich mir jedesmal in Spanien ein neues Leben auftut, wo ich Sonne, Licht, Freude, Glueck und Vergessen finde - und gewiss keinen Krebs. Ich besuche dann in den ersten Tagen die altbekannten Staetten: Die Morgen- und Abendspaziergaenge am Strand, zum Chinesen mein Lieblingsgericht essen, Mittwoch-abend Schnitzel essen ad infinitum, Fahrt nach Cap de la Naou, Flohmarkt in La Nucia, Donnerstag abend Jazz-Konzert im Bolero, Einkaufen im englischen Troedelladen in Moraira, Café Americano trinken im Strandcafé von El Portet. - So wie die Hunde, wenn sie nach langem Fortsein wieder zu Hause erst einmal all die alten Plaetze ablaufen, die sie als ihr Revier betrachten.

Zu den Spaniern habe ich eine freundliche, eine unerschuetterlich freundliche Grundeinstellung. Als Ueberlebender der Kriegsgeneration vergesse ich nicht, dass die Spanier in guten und in schlechten Zeiten zu uns Deutschen freundlich gestanden haben. Sie haben nicht unser Land geraubt, haben uns nicht vertrieben und misshandelt, unser danieder liegendes Land nicht gefleddert. Warum sollte ich in ein Land fahren, wo ich das nicht sagen kann?

Zum zweiten und wohl letztenmal bin ich mit GANDIA Tours (preiswert und gut organisiert) nach Granada gefahren. Granada ist auf neu gebauten und versorgten Schnellstrassen jetzt gut zu erreichen. Vor Jahren bin ich noch auf Landstrassen stundenlang durch einsame Steinwuesten mit bizarren Felsgebilden mit dem Auto gefahren, in staendiger Angst vor Strassensperren durch Raeuber.
Noch einmal wollte ich die Alhambra und die Gaerten der Generalife sehen.
Granada, wie ganz Suedspanien, hat einen ungeheuren Aufschwung erlebt.In meinem Reisefuehrer (Les Editions Nagel 1953) lese ich: "Der Besucher wird erstaunt sein ueber die Anzahl der Esel in Granada. Es scheint dort fuer alles eigene Esel zu geben: Brot-Esel, Kohlen-Esel, Abfall-Esel usw." Davon natuerlich heute nichts mehr. Granada ist eine Universitaetsstadt. Das Stadtbild ist gepraegt von vielen jungen Leuten im Studentenalter. Die Besichtigungen sind allseits gut organisiert.
In der Ferne die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada, die landschaftliche Einbindung der Alhambra, die Architektur und Ornamente der Gebaeude, die totale Harmonie zwischen gaertnerischer Gestaltung und Natur in den Gaerten der Generalife! Ich will nicht Beschreibungen in den Reisefuehrern wiederholen.
Es gibt sie noch: richtige Zigeuner, wie wir sie aus den Operetten kennen (keine politisch korrekt benannten Sinti und Roma). Man hatte uns im Bus und im Hotel gewarnt: die koennen Euch beim Laufen die Schuhe ausziehen, ohne dass Ihr es merkt! Mir ist nichts passiert (aber anderen). Eine Zigeunerin hat mir die Hand gelesen. Langes Leben. = trifft zu, dank der Therapie von Bob Leibowitz. Glueck in der Liebe. = trifft auch zu. Ich habe meine erste Jugendliebe gesucht und wiedergefunden, und wir leben zusammen die gluecklichste Zeit unseres Lebens. Viel Geld. = kommt wohl noch. Das kann ich erwarten bei so viel Richtigkeit. 10 Euro wollte sie fuer die Weissagung haben, musste sich mit 4 Euro begnuegen.
Abends den Zigeuner-Flamenco in einem kleinen Theater im Albaicin, am Fusse des Sacromonte. Ein Tanz der Zigeuner bis hin zur Extase und totalen Erschoepfung.

Dann waren da die Huetchen-Spieler in Benidorm. 70 Euro verspielt, trotz allem Wissen und Aufgeklaertheit. Noch froh, so weggekommen zu sein. Es haette viel schlimmer enden koennen. Zu gross war die Suggestivkraft der um uns herum taenzelnden Maedchen. Aber bitte: In den clubs de alterne längseits der Landstrassen Spaniens wechseln viel groessere Geldbetraege ihre Besitzer.

Dann war da unsere Fahrt nach Valencia. Eine wunderschoene alte Stadt umgeben von einem haesslichen Industrieguertel mit Schnellstrassen und schlechten Orientierungs- und Wendemoeglichkeiten.
In der Innenstadt die Kathedrale mit reicher, noch nie gesehenem Reichtum an Ausgestaltung der Ornamente. Zufaellig einer "Wasserverhandlung" der Ratsherren am Eingang der Kathedrale beigewohnt, frueher wohl eine wichtige Beschwerdeinstanz bei der Verteilung des Trinkwassers. Heutzutage aber eine Touristenposse, die regelmaessig ausgeht wie das Hornberger Schiessen.
Und dann geschieht etwas Entsetzliches: Fahrt entlang dem alten Bett des Flusses Turia. Man hat den Fluss auf ausserhalb Valencia umgeleitet, weil wohl mal eine Ueberschwemmung war. Man stelle sich vor, Paris wuerde die vielbesungene Seine umleiten, oder London die Themse. Eine kulturelle Barbarei! In das leere Flussbett hat man Sport- und Spielplaetze und sonstige Amusements fuers gewoehnliche Volk angesiedelt. Im oberen Teil des alten Flussbettes ist die Ciudad de las Artes y las Ciencias erbaut worden. Ein Muss fuer alle Besucher. Alle Reiegruppen fahren dort hin. Aber ich fand die Architektur einfach scheusslich. Der Opernbau ein Dach, das mich an den Panzer einer Schildkroete erinnert, oder an einen Etrusker-Helm. Hier haben einige jener "modernen" Architekten sich selbst verwirklicht, welche in Ermangelung kuenstlerischer Vorgaben und Phantasie ihr fehlendes Talent durch burleske und gigantomanische Dimensionen zu ersetzen versuchen. Auftragsvergabe durch zwar demokratisch gewaehlte aber mittelmaessige Kunstbuerokraten in Gremien von Stadtverwaltungen. Die Eintritte viel zu teuer fuer Valencianer mit Kindern.
Im Gebaeude der Oper steht La Bohème auf dem Spielplan. Aber kann man sich das antun, ohne den Regisseur zu kennen ? (was heutzutage wichtiger ist als das Stueck selbst). Der laesst gar die Mimi (= modern) im Krankenhaus sterben. Horroroso!

Ich freue mich auf meinen naechsten Spanien-Aufenthalt. Ich will das Santa Cruz del Valle de los Caidos nahe Madrid besuchen, der zentralen Gedenkstaette fuer die Gefallenen des spanischen Buergerkriegs. In katholisch gepraegter Ausgestaltung sind hier Gefallene beider Seiten, also auch der Republikaner, begraben. Es ist ein Denkmal zu Ehren der Toten, kein Mahnmahl zur Disziplinierung der Lebenden. Zwar wurde es unter der Regie Francos erbaut, aber das ist kein Makel, eher ein Vorteil, weil es klare Vorgaben gab. Auch die grossen Kunstwerke in Florenz wurden unter absolutistischer Herrschafft der Medici konzipiert.
Die Flugtickets habe ich heute gebucht.

Gruss bis zum naechsten Erlebnisaustausch. Guten Rutsch! Viva Espana!
Reinardo

christinew
30.12.2006, 00:15
Hallo. Antwort an alle: Danke, für Eure Mails, und Grüße an meine speziellen Freunde (Hi Schorschel, Hi Michael , Jürg und natürlich auch alle anderen), jeder mag seinen Kampf auf seine spezielle Art angehen, und trotzdem werde ich den da oben immer einbeziehen, als wir vor 1 Jahr unser Ferienhäuschen verkauften und einen Neubau planten, von vielen ungläubig gefragt wurden, ob wir uns das in dem Alter noch antun wollten , haben wir immer geantwortet, wenn der Herrgott will, können wir hier noch 15 schöne Jahre erleben, er wollte nicht!!!!!!!!!!
Für alle, die meinen Mann vermissen: die Computerspielchen kann er nicht
Feliz ano`
Christine´
PS. der feindliche Untermieter wird garantiert nicht vergessen, klar, zum Schluß können wir vielleicht nicht gewinnen, aber wir können dem jetzigen Leben noch so vieles abgewinnen.