PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : mein Ehemann ist erkrankt Fragen!



Espera
22.02.2019, 21:09
Hallo zusammen,

nachdem vor 6 Jahren mein Vater an einem Prostatakarzinom verstorben ist, hat es jetzt meinen Mann erwischt.
Wir hatten das Glück, dass er sehr zeitnah zur Diagnose operiert werden konnte, die OP war vor einer Woche, es geht meinem Mann wirklich gut und er ist fast kontinent.
Nun warten wir auf die abschließende Histologie und hoffen, dass es kein Upgrading von Gleason-Score und TNM geben wird.

Mich würde nun zunächst interessieren, wann vermutlich die erste PSA-Messung erfolgen wird und ob dieser Wert schon unter der 0,1-Grenze sein sollte.

Und noch eine weitere Frage: Mir ist nicht ganz klar, welcher Faktor für die Heranziehung der Rezidivwahrscheinlichkeit eine größere Rolle spielt, der Gleason-Score oder das TNM-Stadium. Während z.B. bei meinem Mann in der Erstdiagnose ein Gleason 7b (4+3), sowie TNM Stadium 2cPn1 diagnostiziert wurde (auf die postoperative Histologie warten wir noch), habe ich im Profil anderer User die Kombination: Gleason 7a, aber TNM 3a entdeckt......wer hat da statistisch gesehen die bessere Prognose?

tritus59
22.02.2019, 21:50
Hallo Espera,
Die erste PSA Messung erfolgt in der Regel nach 6 Wochen, und sollte dann unter die Nachweisgrenze des Testverfahrens gefallen sein (je nach Testverfahren sogar < 0.01 ng/mL, bei Anfangswert unter 10 ng/mL). Ich rechne eher konservative mit einer Halbwertszeit von 3.5 Tagen.

Für eine weitere Prognose ist vor allem wichtig
-der PSA-Wert nach 6 Wochen, sowie ggf. der weitere Verlauf bzw. Anstiegsgeschwindigkeit
-der Gleason Score anhand der postoperativen Histologie
-der R Status, R0 bedeutet, alle Ränder sind tumorfrei, R1= der Tumor konnte nicht vollständig entfernt werden

dann spielt ein Upgrading von T2c auf T3a keine Rolle wenn alles raus ist. Ein T3b (Samenblasen befallen) würde wieder eine etwas schlechtere Prognose bedeuten unabhängig vom Gleason Score.
Also zuviel Spekulation macht zum jetzigen Zeitpunkt noch wenig Sinn.

Also fürs erste, scheint mal alles gut gelaufen für Deinen Mann. Melde Dich doch wieder wenn die postoperative Histologie vorliegt, dann können die Experten hier mehr dazu sagen.

Wünsche euch weiterhin alles Gute

Tritus

Niko52
22.02.2019, 22:52
Hallo zusammen,
...

Und noch eine weitere Frage: Mir ist nicht ganz klar, welcher Faktor für die Heranziehung der Rezidivwahrscheinlichkeit eine größere Rolle spielt, der Gleason-Score oder das TNM-Stadium. Während z.B. bei meinem Mann in der Erstdiagnose ein Gleason 7b (4+3), sowie TNM Stadium 2cPn1 diagnostiziert wurde (auf die postoperative Histologie warten wir noch), habe ich im Profil anderer User die Kombination: Gleason 7a, aber TNM 3a entdeckt......wer hat da statistisch gesehen die bessere Prognose?
Mit diesem Nomogramm https://www.mskcc.org/nomograms/prostate/post_op (https://www.mskcc.org/nomograms/prostate/post_op)
kannst du die verschiedenen Möglichkeiten durchspielen.

Alles Gute für deinen Mann.
Niko

Espera
23.02.2019, 06:46
Vielen Dank Niko und Tritus für eure Rückmeldung und Hilfe.
Am Montag sind wir hoffentlich etwas schlauer, wenn endlich die postoperative Histologie eintrifft.

Liebe Grüße, Christel

Espera
23.02.2019, 08:03
Noch eine Frage, Tritus, wie habe ich diesen Satz zu verstehen?
Da wir noch bei sind, muss ich mich erst ist in die fachlichen Begriffe einarbeiten.



Ich rechne eher konservative mit einer Halbwertszeit von 3.5 Tagen.

rolando
23.02.2019, 11:39
Hallo Christel,

mit Halbwertszeit hat Tritus den Zeitraum gemeint, in dem sich das PSA durch Abbauprozesse auf die Hälfte reduziert.

Ausgehend vom PSA-Wert 6,8 ng/ml deines Mannes vor der OP bedeutet dies, dass sich das PSA bei einer Halbwertszeit von 3,5 Tagen folgendermaßen reduzieren sollte (sofern kein PSA produzierendes Gewebe im Körper verblieben ist):
3,5 Tage/3,4 ng/ml -->7 Tage/1,7 ng/ml -->10,5 Tage/0,85 ng/ml -->14 Tage/0,425 ng/ml -->.... 35 Tage/~0,01 ng/ml.

Üblicherweise bestimmt man das PSA deshalb etwa 6 Wochen postoperativ.

Roland

tritus59
23.02.2019, 11:50
Ja genau. Diese sog. Halbwertszeit ist von Patient von Patient etwas verschieden, liegt aber in der Grössenordnung um 3 Tage rum.
Ich rechne gerne mit 3.5 Tagen, weil man dann nach jeweils 1 Woche den vorangegangenen Wert grad geteilt durch 4 machen kann.

Tritus

Espera
23.02.2019, 20:28
Vielen lieben Dank Rolando und Tritus für die Aufklärung.
Ich bin echt beeindruckt über euer Fachwissen, ich muss mich da auch erst mal einarbeiten.

Liebe Grüße, Christel

Espera
01.03.2019, 06:20
Kurzes Zwischen-Update:
Wir warten immer noch auf den postoperativen Biopsiebefund, haben lediglich das Ergebnis vom Erstschnitt, demnach seien die Schnittränder tumorfrei, also vermutlich R0, was schon mal ein erstes Aufatmen zur Folge hat.

Man hat uns nun gesagt, dass das abschließende Ergebnis bis zu 4 Wochen dauern könne. Vermutlich hängt es daran, dass mein Mann am 1. Februar noch in der Praxis des Urologen unmittelbar nach der Diagnose bereits eine Hormonspritze bekam. Der Professor in der Uniklinik war darüber nämlich nicht so begeistert, er sagte das könne die postoperative Biopsie (http://krebs-infozentrum.de/lexicon/index.php?entry/143-biopsie/) erschweren, weil der Histologie deutlich mehr Aufwand habe, um zu einem aussagefähigen Ergebnis zu kommen.

Ich hoffe natürlich, dass sich der Gleason-Score in der abschließenden Histologie nicht verschlechtert hat.
Dazu noch eine Frage: In einer hier veröffentlichten Statistik habe ich gelesen, dass ein Gleason-Score von 7b eine Rezidivwahrscheinlichkeit von 38% mit sich bringt. Hat man denn nach Auftreten eines Rezidivs noch eine Heilungschance, also damit meine ich nicht eine rezidivfreie Zeit von mehr als 5 Jahren, sondern die theoretische Wahrscheinlichkeit 100 zu werden.

Liebe Grüße, Christel
<footer class="messageFooter" style="caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); box-sizing: inherit; min-width: 0px; flex: 0 0 auto; font-family: &quot;Open Sans&quot;, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 14px;">

</footer>

Lothar M
01.03.2019, 07:09
Hallo Christel,
ja, auch bei einem Rezidiv nach einer OP hat man definitiv eine Heilungschance.
Nach der OP wird der PSA-Wert regelmäßig gemessen, in den ersten 2 Jahren alle 3 Monate.
Ein biochemisches Rezidiv liegt vor, falls der PSA-Wert bei zwei hintereinander folgenden Messungen über 0,2 liegt.
Bei mir ist das nach 6 Jahren passiert.
Dann wird in der Leitlinie empfohlen eine (IMRT-) Prostatalogenbestrahlung durchzuführen.
Die Heilungschancen hängen dann vom postoperativen PSA-Steigerungsverlauf, Gleasonscore, Randstatus (R) und Lymphknotenstatus (N) sowie von weiterer Diagnostik (z.B. PSMA-PET/CT) ab.
Vorteilhaft ist jedenfalls, wenn nur ein Lokalrezidiv vorliegt.
Vgl. mein Profil und meinen Thread zur Prostatalogenbestrahlung.

Viele Grüße

Lothar

rolando
01.03.2019, 09:34
Kurzes Zwischen-Update: ...Man hat uns nun gesagt, dass das abschließende Ergebnis bis zu 4 Wochen dauern könne. Vermutlich hängt es daran, dass mein Mann am 1. Februar noch in der Praxis des Urologen unmittelbar nach der Diagnose bereits eine Hormonspritze bekam. ...

Ich hoffe natürlich, dass sich der Gleason-Score in der abschließenden Histologie nicht verschlechtert hat.
Dazu noch eine Frage: In einer hier veröffentlichten Statistik habe ich gelesen, dass ein Gleason-Score von 7b eine Rezidivwahrscheinlichkeit von 38% mit sich bringt. Hat man denn nach Auftreten eines Rezidivs noch eine Heilungschance, also damit meine ich nicht eine rezidivfreie Zeit von mehr als 5 Jahren, sondern die theoretische Wahrscheinlichkeit 100 zu werden.
Hallo Christel,
wegen der "Spritze" ist zunächst auch Alles vom Tisch, was Tritus und ich zur postoperativen PSA-Entwicklung und der zu Grunde liegenden Berechnung von Halbwertszeiten geschrieben haben. Die früheste verlässliche PSA-Bestimmung dürfte sich damit etwas nach hinten verschieben. Denke mal 10-12 Wochen nach der OP dürfte es keinen verfälschenden Einfluss mehr durch die Spritze auf's PSA geben.

Ansonsten macht euch nicht jetzt schon mit irgendwelchen statistischen Werten verrückt - erst einmal gilt es den histologischen Befund abzuwarten.
4 Wochen Bearbeitungszeit ist allerdings ziemlich lang. Wüsste spontan keinen Zusammenhang mit der begonnenen Hormontherapie, der eine solche Verzögerung begründen könnte - es sei denn, der Pathologe hat deswegen von vornherein eine Zweitbegutachtung veranlasst, dann dauert's natürlich länger.

Roland

Espera
01.03.2019, 20:19
Vielen lieben Dank Lothar und Roland für eure Rückmeldung und Infos.



Hallo Christel,
wegen der "Spritze" ist zunächst auch Alles vom Tisch, was Tritus und ich zur postoperativen PSA-Entwicklung und der zu Grunde liegenden Berechnung von Halbwertszeiten geschrieben haben. Die früheste verlässliche PSA-Bestimmung dürfte sich damit etwas nach hinten verschieben. Denke mal 10-12 Wochen nach der OP dürfte es keinen verfälschenden Einfluss mehr durch die Spritze auf's PSA geben.

Roland



Der erste PSA soll am 2. April gemessen werden, das wären knapp 7 Wochen nach der OP, wie würde sich denn der Einfluss der Hormonspritze auswirken, wird der PSA dann vermutlich niedriger ausfallen, als er tatsächlich wäre?

tritus59
01.03.2019, 21:35
Hallo Christel,

Es gibt verschieden lang wirksame Spritzen von 1, 3 und 6 Monate.

Wenn es ein guter Urologe war, dann hat er Firmagon (Degaralix als Wirkstoff) verwendet, nur als 1 Monatsspritze verfügbar.
Alle anderen (Eligard, Pamorelin, Zoladex, Profact usw.) sind als 1 Monat, 3-Monat- oder 6 Monatsspritzen verfügbar), sollten aber nicht gespritzt werden ohne vorher 1-2 Wochen lang
ein Anti-Androgen zu schlucken (z.B. Bicalutamid). Sonst kann es anfangs zu einer PSA Erhöhung und vor allem zu einem vorübergehend verstärktem Krebszellwachstum kommen.

Eine 1 Monatsspritze wird nach 7 Wochen keine Wirkung mehr haben, bei allen anderen ist es auch nach 3 Monaten noch zu früh.
Nach einer OP ist es sowieso normal, dass man regelmässig den PSA Wert bestimmt, in der Regel mindestens alle 3 Monate im ersten Jahr. Also die Messung nach 7 Wochen ist
so oder so ok und dann einfach weiter verfolgen.

Tritus

PS. Will doch noch was ergänzen. Das mit der Hormonspritze finde ich doch sehr ungewöhnlich. Da kommt man in die
Uro-Praxis, kriegt die Krebsdiagnose und zack ist schon die Hormonspritze drin in der gleichen Sitzung und dann 3 Wochen später schon operiert.
Das geht ja wie der Blitz, da hat man ja gar keine Zeit zu überlegen, ob das alles das richtige ist. Also mein Fall wäre das nicht.

rolando
01.03.2019, 22:10
... Der erste PSA soll am 2. April gemessen werden, das wären knapp 7 Wochen nach der OP, wie würde sich denn der Einfluss der Hormonspritze auswirken, wird der PSA dann vermutlich niedriger ausfallen, als er tatsächlich wäre?
Hallo Christel,
nach sieben Wochen sollte der PSA-Wert - egal ob mit oder ohne Spritze - unter der Nachweisgrenze sein.
Das Problem ist, niemand kann unter dem Einfluss der Hormontherapie unterscheiden, ob die Nichtnachweisbarkeit von der vollständigen Entfernung des Tumor- und Prostatagewebes herrührt oder durch die Testosteronunterdrückung bewirkt wird.

Hat dein Mann eigentlich eine 1-Monats-Spritze oder ein 3-Monats-Depot erhalten?

Roland

rolando
01.03.2019, 23:12
Wenn es ein guter Urologe war, dann hat er Firmagon (Degaralix als Wirkstoff) verwendet, nur als 1 Monatsspritze verfügbar. Alle anderen (Eligard, Pamorelin, Zoladex, Profact usw.) sind als 1 Monat, 3-Monat- oder 6 Monatsspritzen verfügbar), sollten aber nicht gespritzt werden ohne vorher 1-2 Wochen langein Anti-Androgen zu schlucken (z.B. Bicalutamid). Sonst kann es anfangs zu einer PSA Erhöhung und vor allem zu einem vorübergehend verstärktem Krebszellwachstum kommen.
Tritus, bin der gleichen Meinung.
Allerdings wird die Anfangsmedikation mit einem Anti-Androgen vor Injektion eines GnRH-Agonisten von manchen Urologen nicht so streng gehandhabt. Es besteht bei ihnen die Meinung, eine Vormedikation mit Bicalutamid/Flutamid..., sei nur notwendig, wenn bei entsprechend grosser Tumormasse durch den vorübergehenden Testosteronanstieg und dem damit verbundenen Wachstum der Krebszellen ein erhöhtes Kompressions-/Schmerzrisiko besteht.

Ich persönlich sehe die anfängliche Provokation von Tumorzellwachstum durch GnRH-Analoga generell als kritisch an und würde deshalb auch nicht auf die "Pufferung" durch Anti-Androgene zu Beginn der Behandlung - im Sinne einer Risikominimierung der Krebsstreuung- verzichten wollen.



Eine 1 Monatsspritze wird nach 7 Wochen keine Wirkung mehr haben, bei allen anderen ist es auch nach 3 Monaten noch zu frühWäre mir da nicht so sicher, ob die Testosteronproduktion unmittelbar nach einem Monat wieder anspringt und auf Normalniveau hochgefahren wird. Insofern denke ich schon, dass die Spritze noch nachwirkt und somit zu diesem Zeitpunkt noch keine verlässliche Aussage zum Erfolg der RPE über den Marker 'PSA' möglich ist.

Roland

Espera
02.03.2019, 07:30
Hallo Tritus und Roland,

er bekam "Firmagon" gespritzt, .....also sollte der PSA nach 7 Wochen doch unbeeinträchtigt bleiben...oder?

Konditionsmäßig hat die OP ihn doch ziemlich geschlaucht, während mein Mann vor der OP immer voller Tatendrang und ständig in Bewegung war (hermwerkerisch aktiv), muss er nun schon nach kleinen Anstrengungen (kurzer Spaziergang) ruhen, bzw. schlafen....war das bei euch auch so? Bei vielen Männern ist es ja durchaus normal mittags zu schlafen, aber 2-3 Stunden Tiefschlaf am Nachmittag sind zumindest für meinen Mann schon sehr ungewöhnlich.

Schönes Wochenende und liebe Grüße
Christel

Optimist
02.03.2019, 08:32
Konditionsmäßig hat die OP ihn doch ziemlich geschlaucht, während mein Mann vor der OP immer voller Tatendrang und ständig in Bewegung war (hermwerkerisch aktiv), muss er nun schon nach kleinen Anstrengungen (kurzer Spaziergang) ruhen, bzw. schlafen....war das bei euch auch so? Bei vielen Männern ist es ja durchaus normal mittags zu schlafen, aber 2-3 Stunden Tiefschlaf am Nachmittag sind zumindest für meinen Mann schon sehr ungewöhnlich.

Schönes Wochenende und liebe Grüße
Christel

Hallo Christel,
durch Firmagon sinkt der Testosteronspiegel sehr schnell in den Bereich des Kastrationsniveaus. Und wenn der Testosteronspiegel nach unten saust, wird man schnell müde. Natürlich kann sich die Erschöpfung deines Mannes mit den Auswirkungen der kürzlichen OP zusätzlich überlagen.

Das Problem ist, das durch abnehmende Tätigkeiten/Spaziergänge/ Sport die Muskeln abbauen und alles wird noch anstrengender.

Mein Testosteronspiegel ist seit ca. 1,5 Jahren im Keller, am Anfang bin ich zeitweise im Sitzen eingeschlafen, da hilft nur energisch gegensteuern, auf tägliche Aktivitäten achten, sich bei jeden Wetter bewegen, notfalls Fitnessstudio.

Franz

adam 60
02.03.2019, 08:47
Hallo Christel,
durch Firmagon sinkt der Testosteronspiegel sehr schnell in den Bereich des Kastrationsniveaus. Und wenn der Testosteronspiegel nach unten saust, wird man schnell müde. Natürlich kann sich die Erschöpfung deines Mannes mit den Auswirkungen der kürzlichen OP zusätzlich überlagen.

Das Problem ist, das durch abnehmende Tätigkeiten/Spaziergänge/ Sport die Muskeln abbauen und alles wird noch anstrengender.

Mein Testosteronspiegel ist seit ca. 1,5 Jahren im Keller, am Anfang bin ich zeitweise im Sitzen eingeschlafen, da hilft nur energisch gegensteuern, auf tägliche Aktivitäten achten, sich bei jeden Wetter bewegen, notfalls Fitnessstudio.

Franz

Hallo mal,
ja ,ja das Testosteron,wenns fehlt ist eine Umstellung angesagt. Hauptsache es geht nach unten.
wie der Franz das schreibt ist es richtig.
ich hatte Anfang Dezember 20 Tage Lanzarote gebucht.
kam dort an als "Flasche leer ".
konnte am Anfang des Urlaubs noch nicht mal richtig laufen,musste mich nach ein paar hundert metern setzen.
Rückenschmerzen,kurzatmig.
konnt mich in 20 Tagen ganz toll aufbauen mit schwimmen,laufen,Fitnesstudio,Sauna und gute Ernährung.
also es geht,muss halt auch Spass machen.
@Franz das notfalls musst Du streichen !!

hier bei uns ist jetzt Fassnacht deshalb,
Helau,Helau,Helau

Adam

Espera
02.03.2019, 09:25
Hallo Franz,

vielen Dank für die Info, gut zu wissen, dass das hohe Schlafbedürfnis auch an der Hormonspritze liegen kann, dann sollte es sich doch in den nächsten Wochen bessern (Spritze war am 1.Februar) ...oder wie lange ungefähr wird der Testosteronspiegel brauchen, bis er sich wieder auf Normal eingepegelt hat?

Mein Mann ist zwar eher ein Sportmuffel, aber daher Hobbyheimwerker, normalerweise rund um die Uhr in und ums Haus aktiv. Da er ja in den nächsten Wochen nicht mehr als 5 Kilo heben darf, sind diese Tätigkeiten natürlich vorerst nur noch begrenzt möglich, bzw. begrenzen sich derzeit auf die heimwerkerischen Planungen nach der Rekonvaleszenz, aber ich werde ihn nun zu regelmäßigen Spaziergängen ermuntern.

Viele Grüße
Christel




ich hatte Anfang Dezember 20 Tage Lanzarote gebucht.
kam dort an als "Flasche leer ".
konnte am Anfang des Urlaubs noch nicht mal richtig laufen,musste mich nach ein paar hundert metern setzen.
Rückenschmerzen,kurzatmig.


Hallo Adam,

oh jeh....wir haben ab 13. April 20 Tage Bali geplant, wir sind Gast bei meiner Cousine und meinem Cousin, die dort ein schickes Hotelresort besitzen und betreiben, ich hoffe, dass wir die Reise antreten können. Nach 1o Tagen im Hotel meiner Cousine haben wir eine Rundreise bis nach Malaysia geplant, ich glaube, die werden wir wohl canceln müssen, um stattdessen die 20 Tage komplett in Bali zu bleiben. Aber zur Rekonvaleszenz wird der Urlaub meinem Mann sicher auch guttun.

LG Christel (bei uns ist auch Faaaasenacht!!!!)

Lothar M
02.03.2019, 10:55
Hallo Christel,

auch ich hing 3 Monate nach der OP „in den Seilen“.
Die OP ist überhaupt nicht ohne, deshalb auch die AHB, Arbeitsunfähigkeit und Wiedereingliederung.
Daher und von der Homonspritze kommt die Müdigkeit.

Ein anderes aber verwandtes Thema bei Krebserkrankungen ist die Fatigue.

Hier einige Hinweise:

https://www.krebsinformationsdienst....igue-index.php (https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/fatigue/fatigue-index.php)

https://www.krebsgesellschaft.de/onk...bei-krebs.html (https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/basis-informationen-krebs-allgemeine-informationen/fatigue-bei-krebs.html)

https://www.aerztezeitung.de/medizin...-wirklich.html (https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/article/932295/krebspatienten-hilft-fatigue-wirklich.html)

https://www.apotheken-umschau.de/Krebs-Fatigue

https://deutsche-fatigue-gesellschaft.de/

https://www.degro.org/krebsassoziier...andelt-werden/ (https://www.degro.org/krebsassoziierte-fatigue-chronische-erschoepfung-kann-behandelt-werden/)

https://www.multiples-myelom.ch/site...oschuere_0.pdf (https://www.multiples-myelom.ch/sites/default/files/downloads/downloads/Patientenbroschuere_0.pdf)

Viele Grüße und Spaß im Karneval

Lothar

rolando
02.03.2019, 11:03
... er bekam "Firmagon" gespritzt, .....also sollte der PSA nach 7 Wochen doch unbeeinträchtigt bleiben...oder?
Hallo Christel,

bei mir wird seit 2012 Firmagon eingesetzt. Wegen Urlaubsplanung und anderer organisatorischer Probleme zur Einhaltung des
4-wöchigen Injektions-Intervalls, habe ich direkt beim Hersteller Ferring nach der Wirkdauer der Spritze angefragt. Laut deren Aussage besitzt das Medikament einen 1-wöchigen Puffer über die deklarierte Wirksamkeit von 4 Wochen hinaus.

Dies bedeutet, die volle Wirkung der Spritze beginnt erst nach 5 Wochen nachzulassen. Wie lange es dann noch dauert bis das Depot vollständig abgebaut ist und die Testosteronproduktion wieder anspringt bzw. sich auf Normalniveau einpendelt, weiß ich leider nicht.

Ich denke aber, dies ist nach 7 Wochen noch nicht der Fall - damit dürfte auch ein gewisser Einfluss auf's PSA wohl noch möglich sein.

Noch was zu Antriebsschwäche, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, körperlicher Schwäche, Verlust an Muskelmasse, depressive Verstimmtheit,... in Zusammenhang mit einer Hormontherapie. Ich für mich habe festgestellt, dass es ein hohes Maß an Willensleistung und Disziplin braucht, um sich einem täglichen Sport- und Bewegungsprogramm zu unterwerfen. Nur so konnte ich die Nebenwirkungen der Behandlung einigermaßen in den Griff bekommen.

Roland

MartinWK
02.03.2019, 14:56
Nach einer sechsmonatigen Therapie mit Degarelix hat es in dieser Studie im Mittel 4 Monate gedauert, bis das Testosteron (wieder) über 0,5 anstieg:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0302283814005193
Entsprechend dürfte der PSA-Wert mindestens bis dahin stark verfälscht werden. Die Prognosebedeutung eines postoperativen PSA-Wertes unter 0,2 ist meines Erachtens dadurch so gut wie Null, egal wann er gemessen wird, außer jemand kennt dazu anderslautende Studien. Dadurch kann eine eventuelle Salvage-Bestrahlung nach hinten verschoben werden - ob das allerdings eine Bedeutung für das Gesamtüberleben hat, wäre noch zu beweisen.

Espera
02.03.2019, 20:08
Herzlichen Dank euch allen (Lothar, Roland und Martin) für eure wertvollen Tipps.

Wäre es denn möglich vor der Messung des ersten PSA-Wertes zunächst den Testosteronspiegel bestimmen zu lassen und den PSA-Wert erst dann zu messen, wenn das Testosteron wieder einen Normalwert erreicht hat?

tritus59
02.03.2019, 20:43
Ja, bei Testosteron Hormontherapien jeder Art ist es sehr sinnvoll, den Testosteronspiegel auch zu bestimmen, nur so kann
man feststellen, ob die Spritze auch gewirkt hat. Also in eurem konkreten Fall:

Testosteron kleiner als 0.5 ng/mL. Spritze hat zwar gut gewirkt aber PSA Wert ist nicht geeignet für Erfolgskontrolle der OP
Testosteron grösser als ca. 2.0 - 2.5 ng/mL: Dies wäre der Zielwert nach Abflauen der Spritzenwirkung.
Wenn danach über längere Zeit (mehr als 3 Monate) der PSA Wert immer noch < 0.1 ng/mL bleibt ist das ein gutes prognostisches Zeichen.

Aber: Wie auch anderswo geschrieben: Auch wenn der PSA wieder ansteigen sollte über 0.2 ng/mL, dies ist erst der Anfang weiterer erfolgreicher Therapien und Dein Mann
kann theoretisch immer noch 100 Jahre alt werden.

Tritus

Nebenbei: Ganz aktuell bei mir: Habe gestern erfahren, dass mein PSA Wert jetzt nach Bestrahlung nicht einfach 0.03 ng/mL sondern gar < 0.03 ng/mL ist !!
Was grad nochmals einen Freudensprung ausgelöst hat. Also auch ich bin zu den Optimisten übergetreten und erhoffe mir auch
wieder ein zumindest weiteres hundelanges Leben (grad heute einen Welpen gekauft).

MartinWK
03.03.2019, 08:25
Der "Zielwert" von größer 2,0 für Testosteron setzt voraus, dass das Testosteron vor der Behandlung mindestens ebenso hoch gewesen ist. Gibt es dazu Meßwerte? Leider schwanken die Werte auch gerne mal, selbst wenn vorschriftsgemäß morgens und nüchtern gemessen wird.

Espera
03.03.2019, 14:21
Ja, bei Testosteron Hormontherapien jeder Art ist es sehr sinnvoll, den Testosteronspiegel auch zu bestimmen, nur so kann
man feststellen, ob die Spritze auch gewirkt hat.


Gut zu wissen, das werden wir dann auf jeden Fall auch so tun.



Aber: Wie auch anderswo geschrieben: Auch wenn der PSA wieder ansteigen sollte über 0.2 ng/mL, dies ist erst der Anfang weiterer erfolgreicher Therapien und Dein Mann kann theoretisch immer noch 100 Jahre alt werden.

Schön zu lesen, das entspannt ja schon mal vorerst .


Ganz aktuell bei mir: Habe gestern erfahren, dass mein PSA Wert jetzt nach Bestrahlung nicht einfach 0.03 ng/mL sondern gar < 0.03 ng/mL ist !!
Was grad nochmals einen Freudensprung ausgelöst hat. Also auch ich bin zu den Optimisten übergetreten und erhoffe mir auch
wieder ein zumindest weiteres hundelanges Leben (grad heute einen Welpen gekauft).

Super Tritus, das freut mich sehr für dich.....und der Welpe wird sicher für viel Bewegung an der frischen Luft sorgen.


Der "Zielwert" von größer 2,0 für Testosteron setzt voraus, dass das Testosteron vor der Behandlung mindestens ebenso hoch gewesen ist. Gibt es dazu Meßwerte?

Nein Martin, die gibt es leider nicht, wir hatten ja bisher nie einen Grund solche Messungen vornehmen zu lassen.

Espera
07.03.2019, 18:38
Sooo....endlich haben wir den abschließenden Biopsiebefund.

pT3a pN0 (0/16) MX L0 V0 Pn1 R0 Gleason 7b (4+3)
Graduierungsgruppe (nach WHO 2016) 3

Ich bin nicht wirklich zufrieden damit, Gleason Score von 7b hat sich Gott sei Dank gegenüber des Erstbefundes nicht verschlechtert, verschlechtert hat sich aber das Tumostadium von 2c auf 3a.....mich beunruhigt auch Pn1...... und sehr merkwürdig und irritierend finde ich den Wert MX.

Mein Mann konnte nur kurz mit dem Urologen sprechen, dieser meinte, er sei zu unter den gegebenen Umständen zufrieden mit dem Ergebnis, wie allerdings MX zustande kommt, muss mein Mann noch klären.
Im Internet steht, dass in der aktuellen Version des TNM-Systems der Wert MX -im Unterschied zu früher- nicht mehr verwendet wird, die Aussagen zu Fernmetastasen stützen sich meist auf die klinische Untersuchung, also tastbare Veränderungen oder auf Röntgen- CT- oder MRT Bilder....und da wurden Fernmetastasen ausgeschlossen.

MartinWK
07.03.2019, 19:06
Der Histopathologe hat eine Prostata und Lymphknoten bekommen zur Begutachtung, insoweit kann er nichts über Fernmetastasen aussagen und sollte nur pT3a pN0 geschrieben haben, ein pMX oder cMX sollte er nicht angeben, es wäre ja auch offensichtlich ohne Bedeutung. Nach den Regeln hier https://cancerstaging.org/references-tools/deskreferences/Documents/Principles%20of%20Cancer%20Staging.pdf
wird MX nie vergeben, ebenso nicht pM0. Wenn eine verdächtige Stelle biopsiert wurde, wird im positiven Fall pM1 und im negativen Fall cM0 angegeben. cM0 schließt Metastasen nicht aus, sondern sagt nur, dass klinisch keine Anhaltspunkte vorliegen (klinisch: symptomatisch, nicht prognostisch aufgrund Risikoabschätzung). cM1 würde vergeben, wenn Bildgebung oder sonstige Untersuchungen den Verdacht auf Metastasen ergeben. Dazwischen gibt es keine Grauzone, also auch kein MX.
Allenfalls die Klinik könnte damit andeuten, dass sie keine entsprechenden Befunde dazu hat. Dann wäre das die Angabe im abschließenden Bericht der Klinik, und dem Arzt lagen die Befunde gerade nicht vor (und er ist nicht ganz auf der Höhe der Zeit, was TNM angeht).
Trotzdem bzw. gerade deswegen sollte das angesprochen und geklärt werden.

tritus59
07.03.2019, 19:10
Gut ist, dass der Gleason Score bei 7b blieb. pT3a oder pT2c spielt eigentlich keine Rolle, wenn alles raus ist.
Daher fehlt noch eine wichtige Kennzahl: R0 oder R1 ?
Über den M Status braucht ihr euch keine Sorgen zu machen. M0 oder auch MX bedeutet, es wurden keine Fernmetastasen nachgewiesen (das kann eine Prostata-OP auch nicht).

Wann man M0 oder MX schreibt können vielleicht noch andere besser erklären (schon geschehen, siehe oben, Martin und ich haben gleichzeitig geschrieben).

Bezüglich Pn1 gibt es meines Wissens keine verlässliche Statistik, was das auf die Prognose bedeutet. Aber auch hier können die Experten vielleicht noch etwas dazu ergänzen.
Es gibt im ersten Rat auch einige Infos zu Pn1 (siehe Seite 37 im Link unten), aber es scheint wirklich keinen wesentlichen Einfluss auf die Prognose zumindest bei GS < 8 zu haben.

http://www.prostatakrebse.de/informationen/pdf/Erster%20Rat.pdf

Also soweit alles gut, ausser eben der R Status, der noch wichtig wäre zu wissen.

Tritus

Espera
07.03.2019, 20:54
Vielen Dank, Martin, ja genau so sehe ich das auch, die Klinik war im Übrigen über die Befunde aus dem präoperativen MRT informiert, und da wurden Metastasen ausgeschlossen.

Danke auch dir, Tritus, das beruhigt schon mal sehr, was du schreibst.
R hast du im Befund oben überlesen, war Gott sei Dank 0

Bezüglich Urlaubsplanung werden wir uns zukünftig wohl darauf einstellen müssen, dass nur noch kurzfristige Planungen drin sind, abhängig von der PSA-Entwicklung.

Liebe Grüße
Christel

tritus59
07.03.2019, 21:27
Oh ja, entschuldige bitte Christel, steht ja deutsch und deutlich : R0
Ok, dann bleibe ich dabei. Man darf mit diesem Ergebnis sehr zufrieden sein.

Bezüglich Urlaubsplanung: Ich weiss zwar nicht wie weit ihr plant. Die routinemässige PSA Messungen nach OP wird ein 3-monatlicher Rhythmus sein für die nächsten 1-2 Jahre.
Die Messung selber kann auch mal in einem anderen Land erfolgen. Es gibt kaum ein PSA Ergebnis, das nach einem notfallmässigen Einschreiten innerhalb 3-6 Monaten schreien würde.
Von daher ist auch hier Entwarnung angesagt.

Jetzt wichtig ist mal sich von der OP erholen zu können, das kann man in Bali sicher auch genauso gut oder noch besser. Für das weitere Program ev. Rundreise ist dann halt die Abenteuerlust
von Deinem Mann massgebend.

Tritus

Espera
07.03.2019, 22:06
Bezüglich Urlaubsplanung: Ich weiss zwar nicht wie weit ihr plant. Die routinemässige PSA Messungen nach OP wird ein 3-monatlicher Rhythmus sein für die nächsten 1-2 Jahre.


Da ich Lehrerin bin, müssen wir schon im Januar den Dezemberurlaub planen, das wird wohl künftig nicht mehr möglich sein. Da werde ich vermutlich als Konsequenz einen vorzeitigen Ruhestand anstreben müssen, in den tristen Wintermonaten für längere Zeit in die Sonne flüchten zu können, wird sicher der Gesundheit meines Mannes sehr guttun.
Und die Bali-Reise entscheiden wir auch kurzfristig, sind aber angesichts der bisherigen gesundheitlichen Entwicklung nach der OP optimistisch, dass es klappen wird.

Auf die AHB hat mein Mann übrigens auf eigenen Wunsch hin verzichtet, die Beckenbodengymnastik wird ambulant 2 x pro Woche bei einer sehr erfahrenen Physiotherapeutin durchgeführt, insgesamt 10 Termine.

Gute Nacht und LG Christel

Hundefreund
14.03.2019, 21:55
Hallo zusammen,
mein Mann bekommt seit 1 Jahr Pamorelin, sein PSA ist rasant gesunken, anfangs. Jetzt hatte er einen Wert von 20. Und trotzdem ohne jede weitere Erklärung vor 14 Tagen wieder eine bekommen. Wir befinden uns am absoluten seelischen Tiefpunkt . Wenn ich darf würde ich gern bei euch mitlesen, und wenn der Kopf klarer wird, auch gezielt Fragen an euch richten.
Ich wünsche euch eine erholsame Nachtruhe mit herzlichen Grüßen!
Jana

RalfDm
14.03.2019, 22:11
Liebe Jana,

natürlich darfst Du hier mitlesen und auch mitschreiben und – wenn es sich ergibt – Honig aus den Beiträgen Anderer saugen.

Bezüglich der Behandlung Deines Mannes würde ich dringend empfehlen, dass er sich in einem zertifizierten Prostatakrebszentrum beraten lässt. Hier (https://www.oncomap.de/centers?selectedOrgan=Prostata) gibt es eine Suchfunktion zu solchen Zentren.

Ralf

Espera
05.04.2019, 08:49
Hallo zusammen,

2 Monate nach der Diagnose (mit gleichzeitiger Hormonspritze) und 7 Wochen nach der OP wurde nun die erste PSA-Messung durchgeführt.....und das Ergebnis ist genauso, wie hier im Forum bereits prognostiziert:
PSA zwar < 0,07.....aber nicht aussagefähig, weil der Testosteronspiegel nur 0,26 beträgt, also die Wirkung der Spritze immer noch anhält.

Wir verabschieden uns nun erstmal für 3 Wochen nach Bali (hoffentlich geht alles gut, mein Mann ist gerade immunmäßig nicht so wahnsinnig fit), und wenn wir zu Hause sind, werden wir eine weitere Messung vornehmen lassen.

Alles Gute euch allen
Christel

tritus59
05.04.2019, 22:06
Ja, da kann man euch erst einmal schöne Ferien wünschen.

Natürlich geht alles gut. Von der Prostataseite ist keine Störung zu erwarten, die Wirkung der Spritze wird weiter abnehmen und das Testo wieder ansteigen lassen, was zu mehr Unternehmungslust anregt und das Immunsystem wird durch weniger Stress und viel Sonne gestärkt.

Alles Gute
Tritus

Espera
06.04.2019, 09:23
......und das Immunsystem wird durch weniger Stress und viel Sonne gestärkt.



Hoffentlich, das ist wirklich dringend notwendig, er fällt gerade von einem Infekt in den anderen, Höhepunkt war letzte Woche eine großflächige Herpesinfektion im Gesicht, die ihn komplett entstellt hatte.

Vielen Dank Tritus, für die lieben Urlaubswünsche, wir hoffen es läuft alles glatt.

Liebe Grüße
Christel

W.Rellok
06.04.2019, 13:25
Liebe Christel,


eine großflächige Herpesinfektion im Gesicht, die ihn komplett entstellt hatte.

war das nicht eine Zosterinfektion (Gesichtsrose) ?

Herpes und Zoster (Gürtelrose) sind zwei verschiedene Erkrankungen.

Winfried

Espera
06.04.2019, 20:26
Hallo Winfried,

das haben wir auch befürchtet, weil’s wirklich extrem war, das ganze Gesicht angeschwollen bis zu den Ohren, die Lippen waren so dick, dass er fast nicht essen konnte, überall entzündete und blutende Wunden...... aber der Hausarzt hat gemeint, Zoster würde immer einseitig auftreten, bei meinem Mann waren dagegen beide Gesichtshälften betroffen. Die medikamentöse Behandlung war aber die gleiche wie bei Zoster, das Medikament war schon hammerhart, hat ihn völlig umgeworfen.

Der Hausarzt meinte, dass solche Infektionen häufig nach schweren OP’s auftreten würden, weil das Immunsystem dadurch doch sehr geschwächt wird.
Eine weitere Überraschung dieser Art können wir vor unserem Urlaub nicht mehr gebrauchen.

Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
Christel

W.Rellok
06.04.2019, 21:58
Hallo Christel,


https://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-erwachsene/guertelrose-herpes-zoster/

Zoster wird als sog. Zweitkrankheit nach einem in der Vergangenheit liegenden Kontakt mit Varicellen (Windpocken) möglich. Dagegen kann man heute impfen, auch Erwachsene.

Herpes sind völlig andere Viren. Dagegen gibt es keine Impfung.

Klinisch wird bei Zoster fast immer ein einseitiger Befall gesehen. Der Grund: die Varicellen befallen - meist im Kindesalter - den Köper. „Windpocken“ erscheinen als kleine Bläschen am ganzen Körper („Sternenhimmel“). Nach Abheilung verbleiben häufig einzelne Viren in den sog. Ganglien. Das sind die „Nervenwurzeln“ am Rücken, aus denen die Nerven (z.B. der Trigeminusnerv I, II, oder III) austreten. Diese Ganglien sind also auf beiden Seiten, also paarig. Da die Viren fast (!) immer nur auf einer Seite, also in einer Nervenwurzel schlummern und erst nach vielen Jahren eine Infektiion ausbricht, sieht man halt meist nur eine Körperhälfte mit Hautentzündungen (Pusteln und offene Stellen).

Wie du geschrieben hast, ist die Immunabwehr bei deinem Mann durch die Krebskrankheit geschwächt. Die Virusinfektion tritt massiv auf. Die Schmerzen sind extrem.

Man kann die Krankheit also verhindern durch Impfung, Das ist meine Botschaft.

Winfried

Hundefreund
06.04.2019, 22:42
Bekommt mein Mann zur Stärkung der Knochen....

https://www.carepet.de/collagile-human-2er-set (https://www.carepet.de/collagile-human-2er-set)

(http://dietutnichts.de/das-wunder-aus-der-dose-erfahrungen-mit-collagile-dog/)und zum Aufbau der Immunstärke....

https://www.lactopia.de/produkt/probio-immun/

es geht ihm deutlich besser.

Schaut es euch mal an.
Wir wünschen euch ein erholsames Wochenende!


https://www.lactopia.de/wp-content/uploads/2016/07/Probio-Immun_Produktfoto_neu.jpg

Espera
07.04.2019, 08:16
Danke Winfried für deine fachmännischen Tipps, ich habe erst jetzt in deinem Profil gesehen, dass du Mediziner bist.
Mein Mann hat übrigens 10 Tage lang die maximale Medikamentendosis gegen Zoster (Aciclovir 800 mg , 6 x am Tag) eingenommen, die machen nicht nur im Gesicht den Zoster und den Herpes platt, sondern auch den gesamten Körper, mein Mann fühlte sich wie ein 90-Jähriger.


#Hundefreund, danke auch dir für den Tipp zur Immunstärkung.....ich habe gerade gegoogelt, dass bei Hauterkrankungen jeder Art tatsächlich eine stark gestörte Mikroflora im Darm zugrunde liegt.
Deshalb scheint es wirklich eine gute Idee zu sein die Darmflora aufzubauen. Mein Mann hat zwar keine Antibiotika eingenommen, aber er die starken Medikamente gegen Zoster genommen, außerdem ist vermutlich schon durch die Krankheit an sich die Darmflora gestört.
Wir haben daher soeben "Bactisubtil" bestellt, ein anderes Medikament zum Aufbau der Darmflora mii ähnlichen Inhaltsstoffen, es wurde uns schon des Öfteren vom Hausarzt bei Antibiotika-Einnahme verschrieben, es enthält zusätzlich noch Zink und Selen......mal gespannt, ob es etwas hilft.

Euch allen einen schönen Sonntag
Liebe Grüße Christel

Espera
08.07.2019, 21:15
Hallo an alle,

nach längerer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen und ein Statusbericht:
Heute war wieder Stunde der Wahrheit, PSA < 0,07 /Testosteron wieder bei 5,65.....großes Aufatmen!!!!

Die Bali-Reise hat mein Mann super überstanden, die mörderische Hitze hat er wesentlich besser weggesteckt als ich, trotz geringer Immunität hat er sich keinen Keim eingefangen, wir haben natürlich ständig die Hände desinfiziert.
Mittlerweile ist er wieder ganz der Alte, er widmet sich wieder mit großem Eifer seiner Lieblingsbeschäftigung: Bauen und Renovieren.
Einzige Einschränkung zeigt sich beim Fahrradfahren, mehr als 30 Min, sind nicht drin, denn er hat dann Schmerzen im Schritt....aber damit können wir gut leben.

Ich wünsche auch euch solch gute Ergebnisse
Liebe Grüße
Christel