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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wo vergleichweiser drastischer PSA-Anstieg !



kvkalle
01.01.2007, 12:52
Hallo an alle<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p>
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Als neues Mitglied möchte ich mich gleich mit meiner persönlichen Anamnese vorstellen und verbinde hiermit auch die Frage an alle Mitglieder, ob unter euch jemand einen vergleichsweisen Krankheitsverlauf aufweisen kann und ggf. welche Therapie und Erwartungshaltung gegenwärtig beschrieben ist. <o:p></o:p>
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Über Eure Meinungen würde ich mich sehr freuen<o:p></o:p>
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Gruß kvkalle aus Farchant bei Garmisch-Partenkirchen<o:p></o:p>
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Onkologische Anamnese:<o:p></o:p>
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Fortgeschrittenes lymphogen metastasiertes Prostata-Ca<o:p></o:p>
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pT3a pN1 M0 L1 G3 Gleason 7 (3+4) <o:p></o:p>
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2003<o:p></o:p>
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Mai<o:p></o:p>
PSA-Wert 25,50 ng/ml<o:p></o:p>
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August<o:p></o:p>
PSA-Wert 35 ng/ml<o:p></o:p>
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21.Oktober<o:p></o:p>
PSA-Wert 31,7 ng/ml vor der OP<o:p></o:p>
Protatektomie mit pelviner Staging Lymphadenektomie (im Alter von 47 Jahren)<o:p></o:p>
St. Vincentius-Krankenhaus Landau am 21.10.03<o:p></o:p>
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Histologischer Befund: pT3a pN1 M0 L1 G3 Gleason 7 (3+4) <o:p></o:p>
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Medikation: Zoladex und Casodex 50 (1x1)<o:p></o:p>
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November <o:p></o:p>
Reha-Klinik Kassel 11.11.03 – 09.12.03<o:p></o:p>
PSA-Wert 0,34 ng/ml nach der OP<o:p></o:p>
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Aufgrund des positiven Lymphknotenbefundes wurde antiandrogene Therapie<o:p></o:p>
eingeleitet mit Zoladex und Casodex<o:p></o:p>
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2004<o:p></o:p>
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Januar – Dezember <o:p></o:p>
PSA im Bereich zwischen 0,10 – 0,25 ng/ml; im September PSA <0,05 ng/ml<o:p></o:p>
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2005<o:p></o:p>
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Januar<o:p></o:p>
PSA-Wert 0,18 ng/ml<o:p></o:p>
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April<o:p></o:p>
Diagnose: Osteoponie leichten Grades<o:p></o:p>
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Mai<o:p></o:p>
PSA-Wert 0,33 ng/ml<o:p></o:p>
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Juli <o:p></o:p>
PSA-Wert 0,80 ng/ml<o:p></o:p>
C-11 Cholin PET/CT Untersuchung Uni-Klinik Ulm<o:p></o:p>
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Nachweis eines Lokalrezidivs sowie eines kleinen pathologischen kleinen Lymphknotens iliacal rechts.<o:p></o:p>
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September<o:p></o:p>
PSA-Wert vor Bestrahlung 0,80 ng/ml<o:p></o:p>
strahlentherapeutische Behandlung vom 15.09. – 11.11.05 im Klinikum Rechts der Isar in München.<o:p></o:p>
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Strahlentherapie des Beckens3D mit 15-MeV Photonen bis zu einer Dosis von 45 Gy, ED 1,8 Gy; anschließend erfolgte ein Boost auf die Prostataloge sowie den Lymphknoten an der A. iliaca communis rechts bis zu einer Dosis von 54,0 Gy. Abschließend wurde der PET-positive Befund in der Prostataloge bis zu einer Gesamtdosis von 68,0 Gy, ED 2,0 Gy bestrahlt<o:p></o:p>
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Oktober<o:p></o:p>
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November<o:p></o:p>
PSA-Wert nach Bestrahlung 0,23 ng/ml; letzte Bestrahlungseinheit am 11.11.<o:p></o:p>
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Dezember<o:p></o:p>
PSA-Wert <0,25 ng/ml<o:p></o:p>
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2006<o:p></o:p>
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Januar<o:p></o:p>
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Februar<o:p></o:p>
Absetzung der Medikamente Zoladex und Casodex da PSA-Wert weiter <0,25 ng/ml<o:p></o:p>
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Mai<o:p></o:p>
PSA-Wert 1,30 ng/ml<o:p></o:p>
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Juli<o:p></o:p>
PSA-Wert 2,80 ng/ml<o:p></o:p>
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August<o:p></o:p>
PSA-Wert 6,30 ng/ml<o:p></o:p>
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CT/PET Untersuchung mit C-11 Cholin; Befund: 8-15 auffällige Lymphknoten (retrocrural rechts); auffällig viele vergrößerte Lymphknoten finden sich paraaortal/retroperitoneal vom Zwerchfellschenkel bis zur Aortenbifurkation. <o:p></o:p>
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Beurteilung: Retroperitoneal paraaortal von der Aortenbifurkation bis in das Mediastinum infracarinal reichend finden sich ca. 10 Cholin-positive Lymphknoten mit einem max. Durchmesser von 1,8 cm im Sinne von Lymphknotenmetastasen des bekannten Prostata-Ca.<o:p></o:p>
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September<o:p></o:p>
PSA-Wert 13,60 ng/ml<o:p></o:p>
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Oktober<o:p></o:p>
PSA-Wert 11,66 ng/ml<o:p></o:p>
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November<o:p></o:p>
PSA-Wert 13,90 ng/ml<o:p></o:p>
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Dezember<o:p></o:p>
PSA-Wert 15,90 ng/ml (aktueller Wert)<o:p></o:p>
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Zurückliegende Therapie/ Gegenwärtige Therapie:<o:p></o:p>
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Ab Oktober 2003 Zoladex (3-Monatsdepot) und Casodex 50 (1x1);<o:p></o:p>
Ab Februar 2006 bis August 2006 Aussetzen der Therapie mit Zoladex u. Casodex<o:p></o:p>
Nach erneuten Anstieg des PSA-Wert ab August 2006 Eligard (3-Monatsdepot) und Casodex ; ab November kein Casodex mehr as unten genannten Gründen:<o:p></o:p>

keha
01.01.2007, 15:13
hallo kvalle...zur Therapie kann ich dir leider nichts sagen da bin ich nicht firm..habe aber eine frage an dich..wo warst du zur Reha in Kassel?? Habichtswaldklinik?? oder woanders warts du zufrieden?? mein Pa hat ja Prostatak. und ich wohn in kassel so das eine Reha vielleicht hier eine Idee wär?? beim letzten mal war er in Bad Wildungen..lg keha

kvkalle
01.01.2007, 16:29
hallo keha

ich war in der habichtswaldklinik, war sehr gut, haben dort ein großes therapie-angebot

gruß
kvkalle aus farchant bei garmisch-partenkirchen

keha
02.01.2007, 01:20
danke und gruß aus kassels nähe .-) keha

Winni.da
02.01.2007, 18:50
Hallo kvkalle,

mit der Präzisierung deiner PK-Historie hast du meine Befürchtungen bestätigt, daß es sich um einen agressiven Krebs handelt. Der PSA-Anstieg von Mai bis August 2003 von 25 auf 35 paßt nicht so recht zu nur Gleason 3+4. Da wäre ein Zweitgutachten bzw. eine DNA-Zytometrie angebracht gewesen.

Wegen der lymphogenen Metastasierung hast du direkt nach der OP im Oktober 2003 bis zum Februar 2006 eine 2-fache HT erhalten. Dadurch sind aber alle PSA-Werte verfälscht und nur beschränkt aussagefähig. Daß sich aber im 1.Halbjahr 2005 eine Hormonresistenz entwickelte, konnte man am PSA-Anstieg von 0,18 auf 0,80 erkennen. Schon im Mai 2005, spätestens aber im Juli 2005 hätte man Casodex absetzen müssen.

Die ST im Oktober 2005 kam viel zu spät, immerhin hattest du unter Hormonblockade bereits PSA 0,80.
Die ST hat partiell gewirkt, aber wäre eine systemische Therapie (Chemo) nicht wirkungsvoller gewesen?

Mit dem Absetzen von Zoladex und Casodex im Februar 2006 ließ die Wirkung dieser Medikamente langsam nach und entsprechend stieg der PSA steil an. Damit hast du ein ähnliches Problem wie WinfriedW, mit dem ich mich an deiner Stelle kurzschließen würde.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir keine Therapie empfehlen, bisher bin ich mit OP und ST ganz gut über die Runden gekommen.

Ich wünsche dir eine erfolgreiche Therapie, wie immer sie auch aussieht.

Alles Gute Winni

Klaus (A)
02.01.2007, 19:00
Wegen der lymphogenen Metastasierung hast du direkt nach der OP im Oktober 2003 bis zum Februar 2006 eine 2-fache HT erhalten. Dadurch sind aber alle PSA-Werte verfälscht und nur beschränkt aussagefähig.



Hallo Winni,
Erkläre doch bitte einmal, warum wegen einer HB-2 alle PSA Werte verfälscht sein sollen!
Klaus

PeterP
03.01.2007, 00:05
Hallo kvkalle und Klaus,
das mit dem "verfälschten" PSA-Wert von Winni ist so gemeint, daß er durch die HB unterdrückt war und kein Rückschluß auf den Umfang des Befalls wie bei dem Ausgangs-PSA möglich ist. Unter Proscar-Behandlung muß der PSA-Wert z.B. auch verdoppelt werden, um die tatsächliche Höhe zu erhalten. Aber das ist alles im Moment weniger wichtig.
Tatsache ist, daß die HB in Form einer ADT2 mit 1x 50mg Casodex ziemlich vermurkst wurde. Ein PSA-Nadir unter 0,1 wurde nur kurzzeitig erreicht. In Anbetracht der Situation wäre eine agressivere ADT3 mit 150 mg Casodex und Proscar oder Avodart angebracht gewesen.
Aber hinterher ist man immer schlauer.
Die jetzige Situation erfordert aber auf jeden Fall eine sehr agressive Therapie. Standard ist Taxotere. Ob in Kombination mit anderen Medikamenten sollte ein guter Onkologe oder onkologisch tätiger Urologe wie z.B. Dr. Eichhorn in Bad Reichenhall entscheiden. Es ist auch eine finanzielle Frage, weil vieles nicht auf Kasse verschreibbar ist.
Ich rate Dir dringend, Dich bei der Arztwahl nicht von langen Anfahrtswegen abschrecken zu lassen. Die Onkologen in Provinzkrankenhäusern kennen sich selten mit Prostatakrebs gut aus.
Du kannst mich auch gerne abends anrufen oder eine private Mitteilung senden. Meine Tel.Nr. steht im Profil.
Ich wünsche Dir viel Erfolg
PeterP