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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zuckerfreie Ernährung



Martina1701
19.08.2019, 17:32
Hallo in die Runde
Hat jemand Erfahrungen mit zuckerfreier/ Zuckerarmer Ernährung? Wie wirkt sich das auf das Tumorgeschehen aus und bringt der Verzicht eine Lebensverlängerung?
Danke für Erfahrungswerte
Martina

reini99
20.08.2019, 08:35
Nach über 20 Jahren als Diabetiker,der Zucker weitestgehend vermeiden muss, kann ich nur sagen, dass es den Tumor nicht verhindert hat. Schon garnicht die ewig lange Einnahme von Metformin 1000.
Gruss
Reinhard

MartinWK
20.08.2019, 10:02
Verzicht auf Zucker alleine ist sinnlos. Alle Kohlenhydrate müssen weggelassen werden. Das Stichwort ist "ketogene Diät" (--> Internet). Die Experten streiten, ob das irgendwas bringt.

Martina1701
20.08.2019, 13:44
Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Wenn es nachweislich hilft....
Dann geht man viele Wege, nimmt Bemühungen auf sich....
Ich fürchte, sonst ist es für meinen Vater ein Verlust von Lebensqualität. Mit Mitte 70 und gute Hausmannakost gewohnt, abends mal Eis oder Schokolade( dunkle Schokolade) oder Kekse zum Fernsehen...
So würde ich ihm den Verzicht wohl eher nicht anraten...
Martina

Lothar M
20.08.2019, 16:21
Hallo Martina,
ich würde Dir zum Buch “Krebs mag keine Himbeeren“ raten!
Gruß
Lothar

Martina1701
20.08.2019, 22:20
Danke für die Empfehlung, Lothar
Martina

Reiner mit E
26.08.2019, 15:59
Hallo zusammen,
ich möchte gerne dieses Thema nochmal aufgreifen. Ich bemühe mich heute schon den ganzen Tag herauszufinden, welche Menge an Zucker beziehungsweise welche Menge an Fruchtzucker für fortgeschrittenen Prostatakrebs sinnvoll sind.
Bisher waren wir ( meine Frau und ich, meine Frau hatte sich hier ausführlich informiert ) der Meinung, wo es geht auf Zucker zu verzichten, Zucker aus Beeren, Feigen, Äpfeln etc. schadet nicht.
Nun bin ich aber auf sehr gegensätzliche Aussagen gestossen, in welchen sogar steht, Fructose , also der natürlich Fruchtzucker sei noch schädlicher ?
Das Buch Krebszellen mögen keine Himbeeren besitzen wir , allerdings stehen keine Aussagen in dem Buch wieviel Gramm Zucker sinnvoll sind.

Es wäre mir und meiner Frau wirklich geholfen ( Psyche spielt ein wenig verrückt ) wenn sich einige der schon länger von Prostatakrebs betroffenen äußern würden, wie sie sich betreffend Zuckeraufnahme verhalten und welche Rolle der industrielle und natürliche Zucker spielt.
Vielen Dank.

MartinWK
26.08.2019, 19:26
Spurenelemente (Selen, Zink, usw.) sind Atome und was oben reingeht wird innen aufgenommen oder kommt wieder raus. Der Körper kann keine Atome synthetisieren. Für diese Elemente gibt es einigermaßen begründete Mengenempfehlungen, und Mangel oder Überfluß läßt sich häufig im Blut nachweisen.
Kohlenhydrate (wie z.B. Zucker), Fette und Eiweiße sind Moleküle: was oben reingeht wird innen umgebaut und verwertet oder kommt verändert wieder raus. Dazu benutzt der Körper Enzyme. Die Art des Zuckers ist daher egal. Nimmt man wenig Zucker zu sich, werden Enzyme angeschaltet, die Eiweiß und Fett in Zucker verwandeln helfen. Also ist es ziemlich sinnlos (und von Buchautoren grob fahrlässig), Mengenangaben zum "gesunden" Zuckerkonsum zu machen, ohne zugleich auch deutlich Eiweiße und Fette zu reduzieren. Nämlich erst dann kommen Enzyme ins Spiel, die die Ketonkörper bilden, eine alternative Energieversorgung. https://de.wikipedia.org/wiki/Ketogene_Di%C3%A4t
Ob das allerdings gesund ist, ist Glaubenssache. Leider verfügen Krebszellen über die selben Mechanismen wie die gesunden Zellen und können ebenso von Glukose auf Ketonkörper umstellen. Es wird postuliert, dass Krebszellen empfindlicher sind (wegen ihrer beschädigten DNA), ohne dass das für die Ketonverwertung nachgewiesen ist. Aufgrund der hohen Teilungsrate findet nach neueren Forschungen eine Selektion hin zu Keton-verwertenden Krebszellen statt, die dann, da sie beide Energieträger benutzen können, noch gefährlicher sind, so daß manche Experten von dieser Diät abraten.

Wenn ich aus der Himbeere oder tausend anderen Pflanzen einen Stoff extrahiere und ihn in hoher Dosis auf eine Zelllinie tropfe und jene dann stirbt oder zumindest ein verringertes Wachstum zeigt, bedeutet das (leider) nicht, dass ich in den Mund die Himbeere, wie auch immer konzentriert, einführe und ihr Inhalt genauso bei den Krebszellen ankommt. Die Kunst ist ja gerade, die zelltötenden Stoffe (a) NUR an die richtigen Zellen (die Krebszellen) heranzuführen und (b) sie in diese eindringen oder an die richtigen Rezeptoren andocken zu lassen.

Reiner mit E
26.08.2019, 22:00
Danke für die ausführlichen Informationen MartinWK.
Leider bin ich wissenschaftlich nicht so versiert, aber ich denke , ich kann Deinen Ausführungen folgen.
Mir war bisher nicht bekannt, das der Warburg Effekt wohl nur im Labor erkannt wurde, Wie ich gelesen habe , haben Forscher 9 Jahre lang Untersuchungen in Bezug auf den Warburg Effekt betrieben und festgestellt, das Zucker das Tumorwachstum stimuliert. Allerdings wie ich es verstanden habe, eben auch nur im Labor.
Wenn jetzt also in einer Petri Schale Krebszellen sind und in einer anderen gesunde Zellen dann wurde festgestellt , das Krebszellen mehr Zucker verstoffwechseln.

Und da glaube ich , Deinen Ausführungen zufolge, welche logisch klingen, hinkt der Vergleich Petri Schale mit dem Organismus eines Körpers, denn wie Du beschreibst , sollte kein Zucker zugeführt werden, holt sich der Stoffwechsel seinen Zucker durch Umwandlung von Fett und Proteinen.

Somit mag es wohl richtig sein, wenig Zucker aufzunehmen, weil er ja auch nicht unbedingt gesund ist, ( Übergewicht , Zahnprobleme etc. ) aber zur Bekämpfung von Krebszellen bringt es wohl nichts.

Reiner

lion737
01.09.2019, 09:00
Warburg hatte auch nie behauptet, man könnte Krebs mit Zuckerreduktion bekämpfen. Aber er hatte mit allen seinen Forschungen recht behalten. 1966 hatte er mit 82 Jahren bei der Nobelpreisträgerversammlung in Lindau noch gesagt:
Ich bin zu alt Euch noch zu überzeugen, aber Ihr werdet es irgendwann selbst herausbekommen.
Allein seine Schüler haben nochmal 5 Nobelpreise bekommen. Er war der genialste Biochemiker aller Zeiten.

Und wo stehen wir heute ? 2012 wurde das milliardenteure Krebsgenomprojekt mit dem Ergebnis beendet, dass kein Zusammenhang zwischen Krebs und Genmutationen besteht. Krebs ist eine Stoffwechselerkrankung. Das Mutieren der Gene ist Symptom, aber nicht die Ursache. Warburg hatte recht, und 70 Jahre Krebsforschung waren für die Katze.

lion737
01.09.2019, 09:12
Apropos Warburg: Er hat auch gesagt, keine Krankheit gedeiht im alkalischen Milieu - auch kein Krebs.
Und welche Gesellschaften glänzen mit immer dramatischeren Krebsraten ? Die völlig übersäuerten Wohlstandsgesellschaften.

Michi1
01.09.2019, 09:18
Was sollen die ganzen Aussagen wenn es bei einem wie bei mir überhaupt nicht passt. Ich habe kein Übergewicht und trotzdem vor 20 Jahren einen Tumor (i, Kopf) und vor 4 Jahren Prostatakrebs. Da kann geschrieben werden was andere gerne Lesen. Stimmen tuts ja sowieso nicht.
Dann möchte ich noch sagen ich habe immer nur das gemacht was mir die Ärzte empfohlen haben. Sie haben mir auch nicht verboten und ich Lebe immer noch, sogar sehr gut. Ich lasse kein Fest aus. Heute Mittag geht es z.B. auf ein Volksfest.

Lothar M
01.09.2019, 12:57
Die Reduzierung von Übergewicht ist für die Wirksamkeit (Dauer) bei der Hormontherapie von Vorteil.
Vgl. entsprechende Threads von Georg und mir.
Auch wird Fasten und die Einnahme von Metformin vor der Bestrahlung als vorteilhaft diskutiert und untersucht.

Lothar

lion737
01.09.2019, 13:01
Mein Vater starb nur 2 Jahre nach der Prostatakrebsdiagnose (Gleason 9). Er war erst 72, und bis dahin nie krank.
Er war auch nicht übergewichtig, sondern sportlich (Judo, Segeln, Skifahren etc). Seit seiner Diagnose bin ich hier angemeldet und habe nun 2 Jahre Krebs studiert. Ich treffe überall nur auf Ignoranz (zB der Onkologie Prof meines Vaters kannte noch nicht mal das Krebsgenomprojekt). Warum soll es hier anders sein ?

Georg_
01.09.2019, 21:25
Hier ein Artikel zu diesem Thema:

Nur nicht sauer werden
Belege für die basische Medizin fehlen

Ist eine „Übersäuerung“ des Körpers an schweren Krankheiten schuld, etwa an einer Arterienverkalkung oder Krebs? Und führt eine solche Azidose zu Übergewicht und anderen Problemen? All das behauptet zumindest die „basische Medizin“. Doch die Theorie dahinter ist wenig plausibel. Und wie sieht es überhaupt mit dem Nachweis eines Nutzens aus?

https://gutepillen-schlechtepillen.de/nur-nicht-sauer-werden/?doing_wp_cron=1567365535.7757480144500732421875

MartinWK
01.09.2019, 21:53
Und wo stehen wir heute ? 2012 wurde das milliardenteure Krebsgenomprojekt mit dem Ergebnis beendet, dass kein Zusammenhang zwischen Krebs und Genmutationen besteht. Krebs ist eine Stoffwechselerkrankung. Das Mutieren der Gene ist Symptom, aber nicht die Ursache. Warburg hatte recht, und 70 Jahre Krebsforschung waren für die Katze.
Da würden mich die Quellen für diese Behauptungen interessieren.
Unabhängig davon wird der Stoffwechsel unter anderem durch die genetische Ausstattung bestimmt. Um im Bild zu bleiben: da beißt sich die Katze in den Schwanz. Oder hofft will die Frage "Henne oder Ei, was war zuerst?" beantworten.

lion737
02.09.2019, 23:19
https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(18)30302-7?utm_campaign=STMJ_1522958526_SC&utm_channel=WEB&utm_source=WEB&dgcid=STMJ_1522958526_SC

https://www.cancer.gov/about-nci/organization/ccg/research/structural-genomics/tcga/history

https://www.nature.com/articles/nature15394

https://www.nature.com/articles/nature15394#discussion

Natürlich feiern die Wissenschaftler sich selbst. Für die vielen Milliarden haben sie ja auch wenigstens eines erreicht: Das Auslesen der DNA wurde viel billiger. Das Ziel des Projektes war jedoch, Genmutationen zu identifizieren, die Krebs verursachen.
Wie kann es nun sein, dass obwohl Millionen von Krebszellen komplett ausgelesen wurden, in Supercomputern gespeichert, verarbeitet und verglichen, absolut nichts Zählbares rauskam ?

Die Vorgänge in einem Krebstumor sind hoch komplex. Es müssen neue Blutgefäße zur Versorgung gebildet werden. Die Zellen ändern ihre Energieversorgung. Glukose wird vorwiegend fermentiert, anstatt oxydiert. Die Zellen reagieren nicht mehr auf die Hormonsignale des Körpers etc etc. Und das soll durch zufälliges Mutieren von Genen passieren ? Und jede Zelle hat dabei auch noch eine andere Mutation. Ein Physiker hat mit den Wahrscheinlichkeiten der Genmutation errechnet, wieviele funktionierenden Krebszellen im Menschen entstehen würden: eine Zelle in dreihundert Jahren !
Und warum haben wir keinen Muskelkrebs, obwohl wir mehr Muskelzellen als Prostatazellen haben ? Zufällige Genmutationen treten in allen Zellen mit der gleichen Wahrscheinlichkeit auf. Falls nicht, kann nicht die Mutation die Ursache sein, sondern eine andere Ursache verursacht die Mutation.

Und nochwas aus der Epidemiologie und Migrationsstudien: Japanische Männer mit traditioneller Ernährung im Jahr 1950 hatte weniger als ein Hundertstel an Prostatakrebserkrankungen als ein Europäer heutzutage. Wanderte er aber nach Hawaii aus, vervielfachte sich das Risiko innerhalb weniger Jahre. Erstaunlich, wie Gene bei einer Reise über den Pazifik mutieren können. Gleiches gilt für thailändische Frauen und Brustkrebs bei ihrer Reise nach Amerika, oder schwarze Männer von Afrika nach USA etc etc

Wie groß muss der Elefant im Raum denn noch werden ?

lion737
02.09.2019, 23:34
Hier ein Artikel zu diesem Thema:

Nur nicht sauer werden
Belege für die basische Medizin fehlen

Ist eine „Übersäuerung“ des Körpers an schweren Krankheiten schuld, etwa an einer Arterienverkalkung oder Krebs? Und führt eine solche Azidose zu Übergewicht und anderen Problemen? All das behauptet zumindest die „basische Medizin“. Doch die Theorie dahinter ist wenig plausibel. Und wie sieht es überhaupt mit dem Nachweis eines Nutzens aus?

https://gutepillen-schlechtepillen.de/nur-nicht-sauer-werden/?doing_wp_cron=1567365535.7757480144500732421875

Ich habe leider keine Ahnung von "basischer Medizin". Ich habe mich da wohl missverständlich ausgedrückt. Ich hätte besser schreiben sollen: Ein massives Übermaß an Proteinkonsum und Zucker bringt den Körper dazu, pausenlos seinen Zellen zu sagen: teilt euch. Und schwefelhaltige Aminosäuren (die in tierischem Protein überwiegen) wird nun mal im Harnstoff-Homocysteinzyklus sauer abgebaut:

Eine zentrale Rolle nimmt im Aminosäurestoffwechsel der Harnstoffzyklus (https://www.amboss.com/de/wissen/Aminos%C3%A4urestoffwechsel#xid=Mp0MJS&anker=Z63cf6633d0fd53bc5293398f5a2a4cbb) ein – denn die Aminogruppen (https://www.amboss.com/de/wissen/Grundlagen_der_organischen_Chemie#xid=4o03XS&anker=Z0f5fd02cb023bc6f5cfd26b9628ca5ef) werden häufig in Form des zytotoxischen Ammoniaks (https://www.amboss.com/de/wissen/Aminos%C3%A4urestoffwechsel#xid=Mp0MJS&anker=Z89a38597385bedd5f2b33a1e174d59ba) abgespalten. Dieses wird im Harnstoffzyklus (https://www.amboss.com/de/wissen/Aminos%C3%A4urestoffwechsel#xid=Mp0MJS&anker=Z63cf6633d0fd53bc5293398f5a2a4cbb) zu Harnstoff (https://www.amboss.com/de/wissen/Laboratoriumsmedizin#xid=Ln0wFg&anker=Z9a980dc6fc8b9c1966973f61ea254eb7) umgewandelt, der mit dem Urin ausgeschieden werden kann.

Das Problem ist, dass die Nieren nur ein bestimmte Menge ausscheiden können. Der Wohlstandsbürger nimmt aber ein Vielfaches davon auf. Gesundheitsförderlich kann der toxische Ammoniak nicht sein.
Hohe Homocystein Konzentrationen findet man auch bei Alzheimerkranken.

MartinWK
03.09.2019, 09:17
Wie kann es nun sein, dass obwohl Millionen von Krebszellen komplett ausgelesen wurden, in Supercomputern gespeichert, verarbeitet und verglichen, absolut nichts Zählbares rauskam ?
Weil die Analyse der Reihenfolge der Bytes in einem Computerprogramm ohne genaue Kenntnis der Schaltpläne der Maschine, die das Programm verarbeitet, einem fast nichts über das Resultat sagen wird. Andererseits nützen alleine die Schaltpläne nichts, wenn ich das Programm nicht habe.
Krebs ist deswegen schwer heilbar, weil positive Fähigkeiten der Zellen (nämlich ihre Anpassungs- und Teilungsfähigkeit) ins Extreme gesteigert werden.


Ein Physiker hat mit den Wahrscheinlichkeiten der Genmutation errechnet, wieviele funktionierenden Krebszellen im Menschen entstehen würden: eine Zelle in dreihundert Jahren !
Wer war das?


Und warum haben wir keinen Muskelkrebs, obwohl wir mehr Muskelzellen als Prostatazellen haben ?
Muskelkrebs gibt es sehr wohl:
https://europepmc.org/abstract/med/8179071
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/bjs.1800710810
Warum manche Organe oder Gewebetypen eher zu Neoplasien neigen ist natürlich eine interessante und noch nicht ausreichend beantwortete Frage.


Zufällige Genmutationen treten in allen Zellen mit der gleichen Wahrscheinlichkeit auf.
Wenn Mutationen zum Beispiel durch Strahlung ausgelöst werden, treten sie an zufälligen Stellen im Genom auf, sind jedoch nicht zufällig (weil Ursache und Mechanismus bekannt). Auch die Verteilung auf Körperzellen ist nicht zufällig, sondern hängt von der Eindringtiefe usw. ab. Manche Zellen sind empfänglicher für Mutationen, alleine schon deswegen, weil nicht alle Zellen identische DNA haben:
https://www.openscience.or.at/de/wissen/genetik-und-zellbiologie/2016-02-18-unterschiedliches-erbgut-in-koerperzellen-des-menschen/
https://www.deutschlandfunk.de/genom-in-aufruhr-der-mensch-ist-genetisch-instabil.740.de.html?dram:article_id=372348


Wanderte er aber nach Hawaii aus, vervielfachte sich das Risiko innerhalb weniger Jahre.
Mir sind nur Statistiken bekannt, die die Emigranten-Population untersucht haben, nicht Einzelfälle. Hier ist eine zugehörige Studie, die deswegen interessant ist, weil sie nicht die Inzidenz der Diagnosen, sondern die pathologische Inzidenz zugrunde legt (es werden Prostatae Verstorbener untersucht, gegenüber der bloßen Ermittlung von "Erkrankungsraten"; jene hängen von der Qualität und Quantität medizinischer Versorgung/Früherkennung ab): https://academic.oup.com/jnci/article-abstract/50/5/1137/926573
Es wird aus den Zahlen ein Umwelteinfluss abgeleitet. Ob das die viel beschworene asiatische Küche ist bleibt offen.