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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schocktherapie!!



kvkalle
06.01.2007, 18:03
2007ffice:office" /><O:p></O:p>
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Universitätsklinikum Innsbruck; aktuelle Einschätzung der gegenwärtigen Diagnose etc. durch den leitenden Professor der Urologie<O:p></O:p>
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Termin: Freitag, 05.01.2007 um 13.30 h<O:p></O:p>
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Eintreffen um 13:15 h auf der Station<O:p></O:p>
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Anmeldung im Sekretariat gg. 13:15<O:p></O:p>
Gegen 13:26 aufgerufen, meine Frau hat mich begleitet<O:p></O:p>
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Der sinngemäße Dialog in Kurzform niedergeschrieben<O:p></O:p>
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Von Stationsschwester in ein Behandlungszimmer begleitet<O:p></O:p>
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Im Behandlungszimmer eine Person im weißem Kittel fixiert, welche auf einem Stuhl saß, sich selbst namentlich aber uns nicht vorstellte. Ohne weiter nachzufragen nahmen wir glaubwürdig an, dass es sich um Professor B. handeln sollte. <O:p></O:p>
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Links neben ihm an einem PC sitzend eine weiblich Mitarbeiterin, offensichtlich Sekretärin oder aber auch womöglich Krankenschwester<O:p></O:p>
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Schlichte Begrüßung ohne detaillierte namentliche Vorstellung<O:p></O:p>
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Dann Vorlage meiner Unterlagen und kurze Erörterung, warum ich heute hier bin <O:p></O:p>
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Danach stumme und wortlose Betrachtung meiner vorgelegten 3-Blatt-Sammlung auf der meine Anamnese niedergeschrieben war durch den Herrn Professor<O:p></O:p>
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Kurz darauf läuten des Telefons<O:p></O:p>
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Schwester/Sekretärin nimmt Gespräch entgegen und übergibt den Hörer weiter an den Professor<O:p></O:p>
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Minutenlanges Gespräch zwischen dem Professor und dem Anrufer<O:p></O:p>
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Offensichtliches Gesprächsthema: zurückliegender Urlaub; Informationsaustausch<O:p></O:p>
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Professor erörtert ausgiebig und detailliert seine Urlaubseindrücke über Botswana und Namibia, also er war in Afrika, auch Elefanten wurden gesprächsweise erörtert<O:p></O:p>
Es war landschaftlich einfach absolut wunderbar ..so seine Ausführungen<O:p></O:p>
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Meine Frau und ich schauen uns an, wird sind sprachlos, sind wir doch zu einem so für mich wichtigen Gespräch von Garmisch-Partenkirchen nach Innsbruck gefahren<O:p></O:p>
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Gespräch dauert immer noch an<O:p></O:p>
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Wir trauen uns nicht, etwas zu sagen oder gar das Gespräch mit einer Frage zu stören, wollen ja nicht unhöflich sein<O:p></O:p>
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Hören zunächst verständnislos und kopfschüttelnd zu, dann, je länger das Gespräch dauerte verspürten wir eine gewisse Neugier, waren ja beide noch nicht in Afrika !!!<O:p></O:p>
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Dann, ende des Telefonats nach ca. 4 – 6 Minuten, schade, fing an richtig interessant zu werden, sah die Elefanten schon an uns vorbeilaufen<O:p></O:p>
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Ach so, ein Bild wurde noch erwähnt welches in einem Zimmer entweder in der Klinik oder bei ihm zuhause aufgehängt werden sollte oder bereits hing, passt dort wie die Faust aufs Auge, was dem Professor sehr freute <O:p></O:p>
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Nach Beendigung des Telefonats kurze formlose und wortkarge Entschuldigung des Professors<O:p></O:p>
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Dann weiter im Thema und weiterhin kommentarloses Ablesen der ihm vorgelegten 3 Blätter<O:p></O:p>
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Dann die kurzgefaßte ärztliche Einschätzung in nur ein paar Wörtern <O:p></O:p>
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Chemotherapie, es gibt nicht anderes als wie Chemotherapie, das war schon vom Zeitpunkt der Diagnose klar, da können sie in eine Klinik in Amerika z.B. New York oder wo auch immer anfragen, alle werden ihnen das gleiche antworten, sofort Chemo <O:p></O:p>
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Meine Frau und ich waren „Platt“ und zunächst sprachlos, haben die anderen Ärzte und Professoren, die ich bisher aufgesucht hatte, denn alles falsch gemacht ?? Wir erlaubten uns dann noch einige Fragen zu stellen deren Beantwortung sich sinngemäß wie folgt anhörte <O:p></O:p>
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In Deutschland gibt es nur eine Klinik, die von Prostata Ahnung hat und die ist in Hamburg<O:p></O:p>
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Sie werden doch ihren Arbeitskollegen auch nicht in die Pfanne hauen (in Bezug auf falsche Therapie durch Ärztekollegen)<O:p></O:p>
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Die Hormonpräparate sprechen bei ihnen nicht mehr an, egal welche sie auch nehmen, keines wird ansprechen<O:p></O:p>
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Betreffend das Medikament Satraplatin …. Sie sind noch jung, ich stecke sie doch nicht in eine Versuchsstudie<O:p></O:p>
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Ich blicke auf eine weit über 30 Jahre zurückliegende Erfahrung<O:p></O:p>
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Nachdem keine Frage mehr gestellt worden war erhob sich der Professor und war im Begriff das Behandlungszimmer zu verlassen, ach so, eine Visitenkarte wurde mir ausgehändigt und ich sollte meine Entscheidung über eine Chemotherapie seiner Sekretärin baldmöglichst mitteilen.<O:p></O:p>
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Mit freundlichen Grüßen<O:p></O:p>
kvkalle aus Farchant bei Garmisch-Partenkirchen im Bayerischen Zugspitzland<O:p></O:p>
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Dieter1
06.01.2007, 19:56
also dieser Arzt besuch ist echt heftig gewesen....das baut einen so richtig auf :-(

Reinardo
06.01.2007, 21:46
Hallo kvkalle. So unschön das Gespräch verlaufen ist, stellen sich allerdings auch einige Fragen: Mit welchem Anliegen habt Ihr den Professor aufgesucht? Hattet Ihr nach einem Weg gesucht, die Chemotherapie zu vermeiden?
Bei einem aPSA von 31,7 und Gleason 3+4 war bereits die Operation ein fragwürdiges Unterfangen und das Rezidiv vorprogrammiert. Die Bestrahlung danach hat zu kurz gegriffen. Hormontherapie ist konzeptionslos verordnet worden.
Der genannte Professor in Hamburg hätte bei den Ausgangswerten gar nicht operiert.
Das alles hat der Professor in Innsbruck wohl richtig erkannt und Euch kurz und bündig den einzig richtigen Rat gegeben, der in dieser Situation möglich ist: Chemotherapie. Hoffentlich habt Ihr bei der Wahl der Chemotherapie nun eine glücklichere Hand.
Gruss und alles Gute, Reinardo

keha
07.01.2007, 00:22
reinardo..kannst du mir per PIN mitteilen welcher guter professor in HH sitzt??? danke keha

Reinardo
07.01.2007, 21:49
Professor Dr. Hartwig Huland, Hamburg-Eppendorf
Gruss, Reinardo

Urologe
08.01.2007, 11:56
... genauer PD. Graefen, sein Kollege. Prof. Huland betreut eigentlich nur OP-Patienten ...

keha
08.01.2007, 23:07
danke---leider als kassenpatient wohl nicht machbar .-( lg keha
aber mein Pa fährt nächste woche nach celle :-)

WinfriedW
09.01.2007, 14:13
Die Martini-Klinik ist eine Tochtergesellschaft des UKE. Zusammen kommen beide Kliniken auf 1000 Prostataoperationen im Jahr. Während die Urologische Klinik des UKE für Patienten aller Krankenkassen offenstehen, werden in der Martini-Klinik hauptsächlich Privatpatienten behandelt, es gibt aber mit einer gesetzlichen Krankenkasse, der DAK, einen Behandlungsvertrag, weitere sollen folgen. Nach Hulands Überzeugung sollten sich Patienten mit Prostatakrebs in einem spezialisierten Zentrum behandeln lassen. Je mehr Operationen die Ärzte dort ausführen, desto größer sei ihre Erfahrung. In der Martini-Klinik erfassen "die Operateure Jahr für Jahr die Daten und Ergebnisse ihrer Patienten und verfügen somit über die beste Datenbank in Europa".
Nunmehr stehen 17 Komfortbetten mit Multimediaterminal und Internetzugang zur Verfügung.
....

Deshalb bieten wir einen Komfort, der höchsten Ansprüchen gerecht wird. Bereits in der Eingangshalle sorgen dunkle Ledersessel und warme Erdtöne an Wänden und Säulen von der ersten Minute an für eine Atmosphäre, die Geborgenheit und Vertrauen schafft. Wir haben bewusst einen Hotelcharakter gewählt, um die Erholungsphase so angenehm wie möglich zu gestalten. Selbstverständlich verfügt die Martini-Klinik ausschließlich über Einzelzimmer mit Komfortbetten und eigenem Duschbad.Na ja, wer's braucht.

Ich denke, die Zuwendung der Martini-Klinik gilt dem zahlungskräftigen internationalen Publikum oder ersatzweise dem privat versicherten beamteten Grundschullehrer. Für den gemeinen Kassenpatienten oder auch den freiwillig versicherten Diplom Ingeneure dürften PD Dr. Markus Graefen und Professor Dr. Hartwig Huland weitestgehend verloren sein.

WW

keha
09.01.2007, 21:33
@ dieter ja die kasse heißt AOK..aber im Bericht von Winfried heißt es ja DRK.....wie gesagt nun steht erstmal celle an..und da ich in Kassel wohne könnte man also ab und an auch ein besuch in Celle einlegen wenn mein pa seine Enkelkinder besucht :-)
gruß keha die freiwwillig bei der TKK versichert ist und rund 700 eur monatl bezahlt und sich manchmal über ein 2. klassenmedizin ärgert........

WinfriedW
10.01.2007, 10:41
... die freiwwillig bei der TKK versichert ist und rund 700 eur monatl bezahlt und sich manchmal über ein 2. klassenmedizin ärgert........@keha

Die Zweiklassenmedizin ist nicht nur ärgerlich, sie ist ein handfester Skandal. Sie ist m. E. mit ein Grund dafür, dass in Deutschland die Mortalität bei verschiedenen Krankheiten, so auch bei PK, vergleichsweise hoch ist. Auch wenn dein Vater bei der DAK versichert wäre, nützte ihm dies nur begrenzt viel. Dann würde er vielleicht in der Martini-Klinik empfangen, Herrn PD Dr. Markus Graefen oder Herrn Professor Dr. Hartwig Huland bekäme er mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit dennoch nicht zu Gesicht. Selbst an den mit unseren Steuergeldern finanzierten Unikliniken interessieren sich die dort auf den Gehaltslisten stehenden Professoren in sehr vielen aber nicht allen Fällen weniger für die Befunde als für die Versicherungszugehörigkeit des Patienten. Manchmal wäre ich geneigt, hier öffentlich Ross und Reiter zu nennen. Wenn ich nicht als Einziger stänkerte, dann würde sich die Situation vielleicht mittelfristig verbessern. Dabei kann ich gut auf Ledersessel in der Eingangshalle, Einzelzimmer im Hotelcharakter und internetfähige Komfortbetten verzichten. Im Gegenteil, ich war stationär im Dreibettzimmer und wir haben uns nett unterhalten.

Allerdings hat ein Einzelzimmer mit eigener Nasszelle bei frisch operierten Patienten und solchen mit angeschlagenem Immunsystem einen hygienischen Vorteil. Nach Hochrechnungen des Robert Koch Instituts gibt es in Deutschland jährlich 500.000 bis 800.000 Krankenhausinfektionen, davon 40.000 mit Todesfolge. Ich bin in diesem Zusammenhang auf folgendes (http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/krankenhausinfektionen.htm) gestoßen:
Die wichtigste Einzelmaßnahme stellt allerdings die Händedesinfektion dar. Die Hände des Personals gelten als wichtigster Übertragungsweg für Krankenhausinfektionen. Seit vielen Jahrzehnten ist deshalb versucht worden, eine konsequente Händehygiene durchzusetzen. In einem mehrjährigen Programm konnte beispielsweise durch Verbesserung der Händehygiene die Infektionsrate in einer Klinik von 16,9 auf 9,9 % gesenkt werden. Besonders das Pflegepersonal konnte durch die Aktionen erreicht werden, die Ärzte änderten ihr Verhalten eher weniger.Da langt sich der gemeine Kassenpatient auch an den Kopf.

Im Gegensatz zu deinem Vater befinde ich mich in einer akut lebensbedrohlichen Situation. In dieser Situation wird mir manchmal der eine oder andere Spezialist (Prof.) genannt, den ich dann gerne kontaktieren würde. Die typischerweise allererste Frage ist: „Sind Sie privat versichert“. Da fällt mir am anderen Ende der Leitung regelmäßig die Kinnlade runter. Das geht schon damit los, dass bei den meisten Unikliniken für Privatpatienten eigene Telefonleitungen geschaltet sind.

Nachdem hier im Parallelthread (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?t=1124) die Erlanger Strahlenklinik diskutiert wird: Ich war dort wochenlang täglicher Gast. Während der Strahlentherapie kam es bei mir zum PSA-Progress (siehe Profil). Der dortige Assistenzarzt nannte mir schließlich einen Onkologen (Prof.) am Nürnberger Klinikum. Empfangen wurde ich dort nicht. Es scheiterte an der Versicherungszugehörigkeit. Später erbat ich mir ein Gespräch beim leitenden Oberarzt Prof. Dr. med. Gerhard Grabenbauer (http://www.strahlenklinik.klinikum.uni-erlangen.de/e1585/e22/e190/index_ger.html). Auch dieses Gespräch kam nicht zu Stande. Sein Büro rief schließlich meine Frau an, der Patient sei austherapiert, ich solle mich an meinen Urologen wenden. Wie kann Prof. Grabenbauer Erfahrungen aufbauen, wenn er nicht mit den Patienten redet und sie schon gar nicht nachbeobachtet? Oder hat Prof. Grabenbauer Angst vor seinen Patienten? So kommt es, dass ich mich jetzt 200km entfernt in Frankfurt in Behandlung begeben habe. Im Gegensatz zu deinem Vater, keha, bin ich sehr mobil. Ich würde auch nach Hamburg fahren, wenn ich mir davon etwas verspräche.

WW

keha
10.01.2007, 13:47
WW...bin ja selber in der Therapiebranche..allerdings bekommt man als privatpatient in meiner Praxis nicht schneller einen termin :-)...aber so mancher privatpatient hofft darauf. Wir im therapeutischen sektor haben übrigens mit den privatkassen fast mehr ärger als mit den gesetzl kassen da die Privatkassen sich weigern den 1,8 fachen satz zu bezahlen und neuerdings ihre versicherten auf den kosten hängen lassen. Aufgrund dessen bin ich immer noch freiweillig gesetzl versichert mit privat zusatzversicherung für den stationären bereich und freier Arztwahl das war für mich ein guter Kompromiß...aber auch ein teurer schmerzlicher. Und da der Umsatz in der medizinbranche für uns kleinen fische stehts sinkt auch ein erschwerlicher. ja ich weiß was du meinst--wähle auch oft lange wege um zu einen guten Arzt zu kommen auch wenn der nicht in der Nähe ist...von Norderney aus ohne auto aber alles wirklich schwieriger...ich selber wohne ja in Kassel von dort kommt man überall gut hin. So habe ich meine Tochter an den Augen an der Uni Münster operieren lassen...hauttechnisch wird sie auf Norderney behandelt..und den Kollegen meines manes hab ich zum hautarzt nach München vermittelt...denka auch immer wir wohnen in D nicht in Australien also alles gut machbar .-) ...übrigens hatte ich vor ca 13 jahren al selber eine etwas schwierige urologische Angelegenheit und habe 3 Urologen h8er in der gegend verschlissen...operiert hat mich dann damals noch als ganz normaler kassenpatient der chefarzt selber..das war in bad wildungen - der machte sogar tägl visiten ..aber eben vor 13 jahren ob das heut noch so ist?? :-)lg keha

HansiB
11.01.2007, 09:29
Hallo Winfried,

auch ich plaudere und schimpfe ein bischen mit. Als Kind und Jugendlicher war es für mich sehr angenehm, als Privatpatient behandelt zu werden. Man hatte ein extra Wartezimmer und kam gleich dran. Später gab es für Techniker halt eine Kasse, ich zahlte nur ein und brauchte sie kaum (das ist Solidarität). Jahrzehntelang als freiwilliger Höchstzahler, so wie du auch. Man hat sich ja nicht beraten lassen und ist nicht zu einer Privatkasse gewechselt - selbst dran schuld. Ich war früher nie als Patient im Krankenhaus, in einer Reha oder Kur, nie Arbeitslos und habe mit meiner Krankheit bis 64 gearbeitet, dafür konnten andere profitieren und die Kassen sich Glaspaläste bauen und die Verwaltung aufblähen - auch selbst dran Schuld. Ich glaube meine Kasse weiß gar nicht, dass ich PK habe.

Auf die Prof. kann ich nicht schimpfen, mein Vater war einer, Naturwissenschaftler, immer bis ins hohe Alter für Studenten und Doktoranten auch daheim da. Das waren andere Zeiten. Mit dem Prof, den ich bisher brauchte zum Staging im J. 2005 kam ich gut klar, er Kam zur Visite - die ich nicht bauchte und hat mich verschont vor der Bestrahlung des 5. Lw. der größten Metastase und wusste warum (eine Flächendeckende Bestahlung ist nicht möglich was bringt da 1 Metastase).
Auf eine Prof. Beratung und Therapie kann ich bisher verzichten.

Was micht stört ist das die simpelsten irgend wann notwendogen Medikamente und Blutuntersuchungen nicht verschrieben werden. Und das einige anscheinend Privatpatienten regelmäßig alle wünschenswerten Medikamente und Blutwertuntersuchungen bekommen, von denen wier GKler nur träumen können oder selbst Zahlen müssen wenn nicht verschreibungspfichtig. Meine Kasse hätte sicher kein Problem diese Peanuts zu zahlen wenns jemand verschreiben würde - das iat das Problem.
Ich möchte bei der Gelegenheit einige Preise nennen: Blutentnahme EUR 1,63, alle Leberwerte je 1,30, alle Cholesterinwerte je 1,30, PSA 12,80, CEA und andere 17,90, DHT als das Teuerste 30,60, Eisen 1,30, Fettsäuren je 18,10, Somatomedin 23,00, Blutbild 5,10. Das sind wirklich Minimalbeträge gegenüber einer unnötigen oder zu erwartenden misslungenen OP.
Mich stört auch dass die Ernährung nicht einmal im Krankenhaus und bei vielen Ärzten kein Interesse findet. Es fehlt die Ausbildung und das Verständniss. Die Medizin braucht Herz/Kreislaufkranke, Rheumatiker, Zuckerkranke, und Autoimmunkranke um nur einige zu nennen als Klientel. Gesunde sind anscheidnend nicht erwünscht. Genau so geht es mit der Gesundheitspolitik, die brauchen auch ihr Klientel, viele Kranke (siehe Zigarettenverbotsdebatte) die erhöhen das Budget, die Macht und den Einfluss.
Noch eine andere Erhebung zu der Hygienestory von den 40 000 Toten: Wenn weltweit Ärzte und Krankenhäuser längere Zeit streikten, sanken die Todesfälle.
Ich wünsche uns allen alles Gute bei der Arzt- und Therapiewahl.

Patrick
12.01.2007, 21:33
Ich bin auch Privatpatient und als "Kassenpatient" wäre meine gesamte Behandlung wohl total anders abgelaufen.
Auch ich hatte nach meinem Befund und nachdem ich mich in verschiedenen
Foren "kundig" gemacht hatte diverse Gespräche bei renomierten Ärzten und Kliniken in ganz Deutschland. Und in fast jedem Fall kam als erstes die Frage
"Wie sind sie versichert ?" Oder gleich der Hinweis: Wir sind eine Privatklinik, sollten sie nicht Privat versichert sein aber eine Behandlung bei uns wünschen müßten wir auf Vorauszahlung bestehen."
Irgendwann hatte ich dann mal wieder das Sekretariat eines bekannten Strahlentherapeuten ( Chefarzt im Krankenhaus ) am Telefon. Termin 3 -4 Wochen. Mein Hinweis auf Privat, aber nichts zu machen 3 -4 Wochen. Erst als ich sagte das bei mir schon ein Karzinom festgestellt wurde konnte ich einen Termin binnen 4 Tagen bekommen.
Am nächsten Tag rief ich dort noch einmal an, gab mich als AOK-Patient aus und wollte einen Termin haben. Habe alles versucht, war nichts zu machen, frühester Termin in 5 Wochen. " Wir haben soviele Patienten die das gleiche Schicksal haben wie sie, der Herr Professor ist vollkommen ausgelastet.."

Bzgl. meiner Behandlung habe ich dann oft genug gehört: Wir verschreiben Ihnen dies und das.... ist ja kein Thema.. sie sind ja Privat versichert. Irgendwann sagte mal mein Hausarzt zu mir: Mit der Summe die ich im viertel Jahr an Medikamenten hätte, müßte er bei 15-20 Kassenpatienten seine Jahresleistung abdecken.... ?
Es ist traurig das es soetwas in einem Land wie Deutschland gibt....

Eigentlich war es mir vor meiner Erkrankung immer egal ob ich Privatpatient
war oder nicht... klaro wenn man nicht Krank ist, tangiert einen das nicht.

Dann aber hatte ich gleich 2 Schockerlebnisse hintereinander wo ich mir sagte.. " Gut das du nicht bzw. nie mehr in diese Lage kommen wirst "
Ich weiß das ich wenn ich noch entscheiden kann, immer nur noch auf ein Einzelzimmer gehen werde... Unterhaltung hin oder her.

Mein Vater wurde nach einer HerzOP die in einem HerzZentrum durchgeführt
wurde wieder in sein "Stammkrankenhaus" verlegt, auf ein 3-Bett Zimmer.
Einer der Mitpatienten war türkischer Nationalität ( hätte auch jeder andere sein können ) Aber dieser Patient bekam ab ca. 09.00 Uhr morgens Besuch,
Frau ( ganztags ) Brüder, Freunde, Kinder t.w. auch ganztags ) t.w. erschienen Leute, die wechselten mit ihm paar Worte und lasen dann Stundenlang Zeitungen. Es war ständig Lärm und Unruhe im Zimmer. Auf meine Intervention wurde mir gesagt: Da könne man nichts machen, es gäbe halt die Durchgängige Besuchszeit !

Als ich dann doch einmal ins Krankenhaus musste ( Leistenbruch ) kam ich
auf ein 2-Bett Zimmer. Und nun bitte nicht lachen. Mein Mitbewohner war ein 92-jähriger Mönch, der Nachts im Kloster Hunger bekommen hatte und
sich in der Küche noch einen "Snack" holen wollte und dabei eine Treppe
hinunter stürzte und sich innere Verletzungen zugezogen hatte.
Er war ein sehr lieber Mann, aber leider Schwerhörig. Ausserdem war er schon Nachts um 3 wieder Fit. Ständiges Aufstehen, Hinlegen, Stöhnen udn und und. Dann bekam er ständig Besuch und da er Schwerhörig war wurde er immer nur angeschrien... das ist sehr erquicklich wenn man frisch operiert
auf`s Zimmer gebracht wird und man schon auf dem Flur hört was im Zimmer gesprochen wird.
Da habe ich mir geschworen: Nur noch Einzelzimmer ! Wenn ich Unterhaltung will kann ich auf den Flur gehen. Aber ich entscheide einzig und allein wann ich schlafen will, ob und welches Fernsehprogramm ich schaue ob das Fenster auf oder zu ist usw. Und ganz Wichtig. Wenn ich auf
Toilette will kann ich gehen. Und nicht wie bei einem Freund, Vorbereitung zur Darmspiegelung, Zimmertoilette besetzt, er raus, auf die Stationstoilette
und da ist die Tür wegen einer Verstopfung der Toilette zu... benutzen sie
die Toilette...auf xx bis dahin hat er es dann nicht mehr geschafft.

Dies nur mal am Rande zum Thema 2-Klassen Medizin. Nochmals, ich finde es traurig das wir in unserem Lande solche Dinge erleben.. aber da gehört evtl. auch folgendes zu:
Wir Privatpatienten erhalten ja die Rechnungen direkte und leiten sie dann an die Kasse weiter. So sehen wir genau was in Rechnung gestellt wird.
Nun bei mir, letzter Tag ( nach der Leistenbruch-OP ) ich stehe gerade im Bad und rasiere mich. Da klopft es. Der Chefarzt, der mich auch operiert hat, steht da und sagt. "So, bei ihnen ist ja alles klar und wie besprochen könenn sie jetzt nach Hause. Alles Gute... Händeschütteln und Tschüss..
Dieser "Akt" hat max. 1 Minute gedauert. Bei der Rechnung dachte ich, ich träume.. es war ja schön ersichtlich da es mein letzter Tag war. Berechnet wurde Visite, eingehende Untersuchung, Beratung und was weiss ich nicht noch alles.
Hatte dann mal bei der Kasse nachgefragt ob dies alles so Rechts wäre und scheinbar ist es so, wenn sich der Herr Prof. vor dem Besuch bei dir deine Krankenakte noch mal anschaut / durcharbeitet *lol* kann er dies auch schon abrechnen und das wäre dann in dem Punkt Visite / Beratung enthalten, egal ob ich ne Auskunft will / kriege oder nicht.

Sooo genug geschwafelt... schönes WE. Und wenn das mit der Gesundheitsreform so weitergeht werden wir alle ( Kasse oder Privat ) bald nur noch ne Grundversorgung kriegen und alles andere zahlst du dann wirklich "Privat"

WinfriedW
13.01.2007, 23:19
Ich will hier keine allgemeine Professorenbeschimpfung betreiben, aber mich stört z. B. folgendes Bild.

Es ist Frau Wilds vornehmste Aufgabe, unabhängig von den Befunden Kassenpatienten von Herrn Professor fern zu halten.

Schon beim Anblick des Internetauftritts erfährt der Kassenpatient, dass er hier nicht wirklich willkommen ist..



http://freenet-homepage.de/Winfried.Wacker/Prostata/Wilhem.JPG




Auch hier meidet Herr Professor den Kassenpatienten.

Was in Nürnberg Frau Wilds Aufgabe ist, übernehmen in Dresden die Frauen Berbig und Marschner.

Das allerschärfste finde ich, dass in Dresden die Visite nicht nach medizinischer Notwendigkeit sondern nach Kassenzugehärigkeit geregelt wird..



http://freenet-homepage.de/Winfried.Wacker/Prostata/Wirth.JPG



WW

WinfriedW
13.01.2007, 23:22
Es geht übrigens, das will ich lobend hervorheben, auch anders.
Auf dieser Internetseite gibt es nur Patienten, keine Privatpatienten und keine Kassenpatienten.



http://freenet-homepage.de/Winfried.Wacker/Prostata/Jaeger.JPG



Auch hier fühlt sich Kassenpatient nicht diskriminiert, möchte ich lobend erwähnen.



http://freenet-homepage.de/Winfried.Wacker/Prostata/Reske.JPG



WW

Reinardo
14.01.2007, 07:18
Lieber Winfried. Super, Deine nächtlichen Recherchen über die Diskriminierung von Kassenpatienten. Man könnte das in den Katalog verbotener Diskriminierungen des Anti-Diskriminierungsgesetzes mit aufnehmen.
Leider sprichst Du ein unendliches Thema an. Diskriminiert wird überall und immerzu im Leben. Ich werde z.B. von Banken und Versicherungen wegen meines Alters diskriminiert, Männer oder Frauen werden vom anderen Geschlecht diskriminiert, weil sie vielleicht nicht hübsch sind, der Obdachlose wird bei der Wohnungsvergabe diskriminiert, als Weisser werde ich von Schwarzen diskriminiert, usw. usw. Das ist das Leben. C'est la vie. C'est la vie.
Die Diskriminierung in den Krankenhäusern mag ärgerlich sein, aber auch Kassenpatienten bekommen doch ordentliche Behandlung. Wenn man wie ich sich mit der Geschichte der Chirurgie beschäftigt, ist man überwältigt von den in den letzten Jahrhunderten und Jahrzehnten gemachten Fortschritten, und man wird bescheidener in seinen Erwartungen.
Und dann vergiss eines nicht. Der Berufsweg eines Arztes bis hinauf zum Professor ist lang und beschwerlich und dornenreich und hat auch viel Geld gekostet. Da kannst Du nicht erwarten, dass er in seiner begrenzten Zeit für die mickerigen Honorarsätze der gesetzlichen Kassen arbeitet. Nein, da muss Kohle kommen, sonst geht er ins Ausland. Und willst Du das?
So nun muss ich aber Schluss machen, will gleich zum Zentralfriedhof in Berlin-Lichtenberg, mir die Demonstration am Ehrenmal für Rosa Luxemburg ansehen. Will als Wessie mal richtige Kommunisten sehen, habe aber auch grosse Achtung vor kämpferischen Frauen, die wie die Wussow bei Brustkrebs laut zu sagen wagen: "Mit mir nicht!"
Gruss, Reinardo

spertel
14.01.2007, 08:43
Guten Morgen Reinardo

Mensch,... hätteste mal vorher Bescheid gesagt, da wäre ich mitgekommen; die Kommunisten habe ich auch noch nicht gesehen. Im Osten die Gestrigen, im Westen nun "Scientology", sage doch einer, unsere Stadt hätte nicht´s zu bieten.

Schönen Sonntag für alle

Spertel, Berlin

Herrmann
14.01.2007, 11:21
Liebe Mitbetroffene,

ich staune immer wieder darüber, wie unsachlich und ungerecht über dieses Thema diskutiert wird.

Seit mehreren Jahrzehnten habe ich eine private Zusatzversicherung auf Chefarztbehandlung, Einzelzimmer und Tagegeld, und zwar aus folgenden Gründen:

1. Mein Beruf brachte es mit sich, dass ich nicht wie ein "normaler"
Angestellter während meiner Arbeitszeit zum Arzt gehen konnte. Jede
Wartestunde kostete mich daher auch eine Stunde meiner knappen
Freizeit. Mit dem persönlich getragenen Extraaufwand für die
Privatbehandlung habe ich somit versucht (wenn auch nicht immer erfolgreich) etwas schneller behandelt zu werden und damit Freizeit zu retten.

2. Als ich nach einem Unfall längere Zeit im Krankenhaus liegen musste, konnte ich sehr bald Geschäftsbesuch bekommen und ungestört an meinen Projekten weiterarbeiten.

3. Da ich schwerhörig bin und ausserdem schnarche, würde andererseits meine Anwesenheit in jedem Mehrbettzimmer zu Belästigungen der Mitpatienten und damit voraussehbaren Ärgernissen führen.

Inzwischen bin ich Rentner und man könnte meinen, das geschilderte Zeitproblem wäre nun weggefallen. Mitnichten! Mir ist inzwischen bewusst geworden, dass meine Lebenszeit immer knapper wird, so dass sie mir viel zu wertvoll ist, um sie stundenlang inWartezimmern zu verbringen. Daher zahle ich lieber von meinen (keineswegs besonders hohen) Renteneinkünften weiterhin meine Zusatzversicherung. Das sind inzwischen jeden Monat stolze 460,- € für meine Frau und mich! Davon könnten wir wochenlang nach Mallorca, was andere Rentner ja auch wohl vorziehen. Und schließlich finanzieren solche freiwilligen Zusatzversicherungen auch noch einen guten Teil der Arztpraxen und entlasten damit die gesetzlichen Kassen (in die ich selbst im übrigen natürlich auch noch einzahle).

Und, als allerletztes, wie ist es denn sonst in unserem Alltag? Wenn ich einen Verteidiger brauche, kann ich jeden Rechtsanwalt nehmen. Kann ich ihn selbst nicht bezahlen, bekomme ich Prozesskostenhilfe und einen Anwalt gestellt. Niemand bleibt also ohne juristischen Beistand, und für jeden ist insofern die "Grundversorgung" gesichert. Will ich mir aber einen besonders guten Anwalt aussuchen, muss ich dafür ggf. die Mehrkosten selbst tragen. Und so ist das in allen unseren Lebensbereichen, und warum eigentlich nicht im Gesundheitswesen?

Beste Grüße an alle,
Herrmann

Michael
14.01.2007, 11:31
Die Diskriminierung in den Krankenhäusern mag ärgerlich sein, aber auch Kassenpatienten bekommen doch ordentliche Behandlung. Wenn man wie ich sich mit der Geschichte der Chirurgie beschäftigt, ist man überwältigt von den in den letzten Jahrhunderten und Jahrzehnten gemachten Fortschritten, und man wird bescheidener in seinen Erwartungen.


Ich bin und war immer schon Kassenpatient und seit 1983 mit einer privaten Zusatzversicherung nur für die K´hausbehandlung. Damit bin ich immer ganz gut gefahren. Ich weiß, dass sich auch nicht jeder diese Zusatzversicherung leisten kann. Unser Versicherungssystem ist ungerecht und fördert die Zweiklassenmedizin.
Ich bin für (wie schon mal erwähnt) die Bürgerversichrung, die ein großes Grundversorgungsspektrum abdeckt und in die jede nach seinem Einkommen einzahlen soll, wodurch der Solidartopf gigantisch groß wäre und wir uns auch eine qualifizierte Medizin leisten könnten, ohne die Leistungserbringer zu schröpfen.
Ich glaube manchmal, das ginge am besten, wenn man die Privaten ganz abschafft und den Gesetzlichen mehr Selbständigkeit zubilligt, damit sie auch untereinander im Wettbewerb stehen könnten, was dann die ehemaligen Zustände, wie sie z.B. im Osten waren, verhindern würde.
Dieses wäre eine Riesenreform, die wahrscheinlich nicht durchzuführen ist, da wir Menschen, doch in erster Linie zuerst an uns selbst und unsere Vorteile denken.
Hört sich fast kommunistisch an, oder? :-)

Gruß
Michael

ruggero1
14.01.2007, 12:07
Grundsätzlich diskutieren wir offensichtlich die Frage, welche Bedingungen in unserem Gesundheitssystem geschaffen worden sind bzw. nun geschaffen werden. Dabei stellt sich natürlich die Frage, was dies mit unserem gemeinsamen Problem, dem PCa, direkt zu tun hat.
Im vollen Bewusstsein dieser Frage beteilige ich mich nun allerdings trotzdem und gern an dieser allgemeinen Diskussion:
WW hat folgendes zitiert:
Zitat von Bayrisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Die wichtigste Einzelmaßnahme stellt allerdings die Händedesinfektion dar. Die Hände des Personals gelten als wichtigster Übertragungsweg für Krankenhausinfektionen. Seit vielen Jahrzehnten ist deshalb versucht worden, eine konsequente Händehygiene durchzusetzen. In einem mehrjährigen Programm konnte beispielsweise durch Verbesserung der Händehygiene die Infektionsrate in einer Klinik von 16,9 auf 9,9 % gesenkt werden. Besonders das Pflegepersonal konnte durch die Aktionen erreicht werden, die Ärzte änderten ihr Verhalten eher weniger.


Im Folgenden meine Meinung dazu; leider gelingt es mir nicht, ein unterschiedliches Schriftbild herzustellen:
Das Problem, das sich jetzt stellt, ist der Mangel an Pflegepersonal. Im Zuge der Gesundheitsreform wird der Leistungsdruck auf die Krankenschwestern immer größer, da die Patientenzahlen zwar erhöht werden, nicht aber das dafür auch notwendige Personal. So wird ein Patient mit MRS zwar in ein Einzelzimmer in Quarantäne gelegt, gleichzeitig aber von einer Schwester versorgt, die zusätzlich noch ihren normalen Dienst verrichten muss, weil die Station sonst nicht ihr Arbeitspensum schafft. Ich wundere mich schon die ganze Zeit, warum zwar Ärzte und Apotheker auf die Straße gehen, nicht aber das Pflegepersonal, das ja ebenfalls unter teilweise katastrophalen Arbeitsbedingungen leidet.
Ruggero

spertel
14.01.2007, 14:12
Hallo Herrmann

Ich stimme Dir mit Deinem Beitrag hundertprozentig !! zu. Die Frage ist doch eigentlich,

"Was ist mit meine eigene Gesundheit wert ?"

In vielen persönlichen Gesprächsrunden bezüglich (Prostata)-Früherkennung und allgemeiner Kostenentwicklung im Gesundheitswesen bin ich fast immer auf wahrnehmungsresistente Personen getroffen, die mehr gesteigertes Interesse an der Lebensführung eines Dieter Bohlen haben, als an der weiteren Entwicklung im Gesundheitswesen und die finanziellen Folgen für jeden Einzelnen. Offensichtlich ist dies gesunden oder zumindest beschwerdefreien Personen schwer zu vermitteln. Nur beim Beklagen der Zustände, z. B. Praxisgebühr, Eigenleistungen für Medikamente etc. sind sich immer alle einig. "Keiner kann es sich leisten", so immer der gleichlautende Tenor. Und die am lautesten jammern rauchen täglich mindestens 2 Schachteln Zigaretten, haben immer das neueste Fotohandy, einen Plasmafernseher und sind ständig bei ihrem Stamm-Italiener zum Essen. Die Bereitschaft zur Eigenbeteiligung ist gleich Null, die Ansprüche an die Allgemeinheit, wenn man dann doch mal kränkelt, umso größer. Man hat ja schließlich auch eingezahlt.
Leider habe ich diese Tendenz auch bei dem Besuch der hiesigen Selbsthilfegruppe feststellen müssen. Diese ständigen Forderungen nach Kostenübernahme des PSA-Testes haben schon manchmal etwas peinliches an sich. Hier geht es um 20 €, obwohl es hier sicherlich nicht um diese 20 € geht, sondern um die daraus resultierenden Folgekosten wie (unnötige) Biopsien.
Obwohl ich Beamter war und dementsprechend privatversichert bin, leider ohne Zusatzversicherung für -2- Bett-Zimmer, Chefarztbehandlung etc., habe ich mir für meinen Eingriff einen erfahrenen Chefarzt ausgesucht und aus eigener Tasche bezahlt. Hinzu kamen Kosten für Anästhesie, Pathologe und DRK (für "Bereithaltung" einer Blutkonserve). Ich habe auf diese Zusatzversicherungen verzichtet, weil ich immer glaubte, die sei nicht nötig; daher habe ich diese Tatsachen selbst zu verantworten. Klar dürfte auch sein, dass ich diese "Knete" liebend gerne für etwas anderes ausgegeben hätte.
Wenn morgen meine Wohnung abbrennt und ich habe keine Hausratversicherung, trage ich auch das volle Risiko.
Eher skandalös war die Tatsache, dass mir das DRK trotz Fallpauschale
(ca. 6000.-€) ca. 120.- € für die sogenannte "Bereithaltung einer Blutkonserve" in Rechnung gestellt hat. Diese lag irgendwo im Kühlschrank
und wird jedem Selbstzahler in Rechnung gestellt. Bei einer Transfusionsrate von ca. 3 % für das "gemeinützige DRK" ein einträgliches Geschäft, aus dem es trotz Beschimpfungen meinerseits kein Entrinnen gab.
Diese mafiaähnlichen Zustände im Gesundheitswesen gilt es zu beseitigen; keine leichte Aufgabe für unsere Ministerin, die Besitzstände der Gesundheitslobby zu beschränken.
Im übrigen sehe ich mittelfristig auf die private Krankenkasse ähnliche Probleme zukommen, wie auf die GKK. Dies dürfte m. E. an der demographischen Entwicklung liegen, denn wo keine Beitragszahler nachkommen, können auch im privaten Gesundheitswesen die bisherigen Leistungen nicht mehr erbracht werden.
Wenn meine Generation ins "normale Prostatakrebs-Alter" kommt, so in etwa 20 Jahren, wird mit Sicherheit noch weniger für den normalen Beitragszahler erstattungsfähig sein.
Aber wer will sich schon 20 Jahre vorher mit dieser Problematik auseinandersetzen ?

Schönen Sonntag

Spertel,Berlin

WinfriedW
14.01.2007, 15:39
.... Nein, da muss Kohle kommen, sonst geht er ins Ausland. Und willst Du das? ...Ich befürchte ehrlich gesagt nicht, dass unsere Chefärzte geschlossen ins Ausland abwandern. Das Problem ist eher, dass diejenigen Oberärzte und Profs. gehen, die keine Chefarztstelle bekommen. So ein durchschnitt-licher Chefarzt verdient ungefähr das Fünffache von dem seiner Oberärzte. Da ist die Schere sehr weit offen.

Es ist auch nicht so, dass die Privatpatienten die Kassenpatienten subventionieren, wie Hermann meint. Das steckt sich der Chefarzt ein. Die besser ausgestatteten Zimmer und bessere Pflege, die die Privatpatienten unbestritten erhalten, gibt's ja auch nicht umsonst. Wenn hier jemand andere subventioniert, dann sind es die freiwillig versicherten Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse.

Ich habe es oben (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showpost.php?p=6946&postcount=13) schon mal erwähnt. Ich durfte als Patient der Erlanger Strahlenklinik (Uniklinik) erleben, wie es während der Strahlentherapie zum PSA-Progress kam und zwar in zweifelsfrei lebensbedrohlicher Form. Mein dortiger Ansprechpartner war ein Assistenzart. Den bat ich, mir einen gestandenen Onkologen zu nennen. Er nannte mir schließlich Prof. Wilhelm am Nürnberger Klinikum. Meine Vorgehensweise war dann so, dass ich Herrn Prof. Wilhelm, damit er weiß, wovon wir reden, meine Befunde, also im Wesentlichen das was in meinem Profil steht, auf elektronischem Wege zuschickte und ihn um einen Gesprächstermin bat. Dies blieb unbeantwortet. Schließlich rief ich in seinem Sekretariat an. Dort wurde ich abgewimmelt und auf die dortige Ambulanz verwiesen. Dieses Angebot habe ich dann wohlweislich nicht angenommen, denn es war völlig unklar, wen ich dort angetroffen hätte.

Wie hätte es anders laufen können? Z. B. hätte Prof. Grabenbauer, seines Zeichens Oberarzt an der Strahlenklinik, das Telefon in die Hand nehmen und mir den Weg bahnen können. Dummerweise spricht Prof. Grabenbauer auch nicht mit mir.

Ich habe mich dann in gleicher weise an Frau Prof. Jäger gewand. Ihr Sekretariat hat mir daraufhin binnen weniger Stunden einen Termin angeboten. So geht es auch. Nun ist es keineswegs so, dass ich in Frankfurt ausschließlich oder auch nur überwiegend von der Chefärztin behandelt werde - ganz im Gegenteil. Ich weiß aber, dass ich sie, wenn ich ein Problem habe, problemlos ansprechen kann, ohne dass ich nach meiner Kassenzugehörigkeit gefragt werde. Das ist der Unterschied.

Deshalb hat Frau Prof. Jäger bei mir einen Stein im Brett und deshalb habe ich Herrn Prof. Wilhelm auf dem Kicker.

Ich habe mich in ähnlicher Weise mit etwas anderer Fragestellung an Herrn Prof. Reske gewand. Prof. Reske hat den Ernst der Lage sofort erkannt und mich binnen einer Stunde übers Handy zurückgerufen. Deshalb hat auch Prof. Reske bei mir einen Stein im Brett!

Mit Prof. Wirth in Dresden hatte ich ein ähnliches Erlebnis wie mit Prof. Wilhelm. Auch in diesem Falle wurde mir Prof. Wirth ausdrücklich empfohlen. Ich hätte an der dortigen Poliklinik einen Termin bekommen können. Nun ist es so, dass ich nicht 250km nach Dresden fahre, um dort auf einen X-beliebigen Arzt zu treffen.

Das eigentliche Problem liegt m. E. am Vergütungsmodell nach dem viele Chefärzte bezahlt werden. Es gibt allerdings zunehmend Kliniken, die ihren Chefs das Recht absprechen, privat zu liquidieren (das gibt's in keiner anderen Brange) und sie stattdessen am Gesamterfolg beteiligen. Diese Kliniken entdecken dann plötzlich auch wieder die Kassenpatienten als Kunden.

http://freenet-homepage.de/Winfried.Wacker/Prostata/Chefarztsystem.JPG


WW

Herrmann
15.01.2007, 16:21
Zitat WinfriedW: "Es ist auch nicht so, dass die Privatpatienten die Kassenpatienten subventionieren, wie Herrmann meint. Das steckt sich der Chefarzt ein."

Und doch ist es richtig; denn was WinfriedW hier anspricht, gilt ja nur für Krankenhäuser und Kliniken. Ich meine aber die Praxen der niedergelassenen Ärzte, meinen Hausarzt, Internisten, Ohren- und Augenarzt. Sie alle berechnen mir für die gleiche medizinische Leistung ein Mehrfaches des Kassensatzes und können damit entsprechend leichter in Praxisausstattung und mediz. Geräte investieren, die wiederum allen ihren Patienten zugute kommen.

Reformbedürftig ist allerdings das Chefarzt-System an Krankenhäusern und Kliniken. Wenn ich mir als Privatpatient bewusst einen Operateur meines Vertrauens aussuche, bin ich auch bereit, seine Rechnung zu bezahlen.
Unakzeptabel finde ich aber, dass es daneben eine ganze Abrechnungskette gibt. Ich erhalte für die präoperative Röntgenaufnahme die Privatrechnung des Chefarztes der Radiologie, für die Blutuntersuchung des Chefarztes der Labormedizin, der Gewebeuntersuchung des Chefarztes der Pathologie. Alle diese Herren habe ich aber nie zu Gesicht bekommen.

Herrmann

WinfriedW
15.01.2007, 17:28
... Und doch ist es richtig; denn was WinfriedW hier anspricht, gilt ja nur für Krankenhäuser und Kliniken. Ich meine aber die Praxen der niedergelassenen Ärzte, meinen Hausarzt, Internisten, Ohren- und Augenarzt. Sie alle berechnen mir für die gleiche medizinische Leistung ein Mehrfaches des Kassensatzes und können damit entsprechend leichter in Praxisausstattung und mediz. Geräte investieren, die wiederum allen ihren Patienten zugute kommen.Wobei letztendlich auch das, wenn überhaupt, nur mit Einschränkung stimmt. Die freiwillig versicherten Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen finanzieren über den Solidarausgleich die Geringverdiener mit. An diesem Solidarausgleich sind die privat versicherten nicht beteiligt. Man kann berechtigte Zweifel haben, ob dieses System auch nur nährungsweise gerecht ist. Der niedergelassene Arzt kassiert aber bei allen gesetzlich Versicherten gleiche Sätze. Müsste er auf die Geringverdiener, die aus eigener Kraft ihre Behandlungskosten nicht bezahlen könnten, als Kunden verzichten, dann müssten viele Praxen geschlossen werden.

Insbesondere in ländlichen Bereichen und in den zunehmend dünner besiedelten neuen Bundesländern kommt es vor, dass Praxen wegen Unwirtschaftlichkeit schließen. Das Problem ist in diesen Fällen aber nicht wirklich, dass in diesen Praxen zu wenig Privatpatienten verkehren. Das Problem ist vielmehr, dass der Praxisumsatz insgesamt zu niedrig ist.

Und dann gibt’s natürlich noch die Fälle von Privatkliniken und Ärzten die gar keine Kassenzulassung haben bzw. diese zurückgegeben haben. Da haben sich dann nicht nur deren Patienten sondern auch die Ärzte aus der Solidarität mit den Schwächeren der Gesellschaft ausgeklinkt. Wenn die Ausstattung der eigenen Klinik oder Praxis nicht ausreicht, kann man sich ja immer noch der Infrastruktur der öffentlich finanzierten Häuser bedienen. Nur wenige frei praktizierende Ärzte können sich das allerdings leisten. In der Regel generieren die gesetzlich Versicherten den Hauptumsatz.

Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob die bei uns so verbreitete Einzelpraxis der Weisheit letzter Schluss ist. Vielleicht wären Interdisziplinäre und/oder themenbezogene Behandlungszentren, in denen die Ärzte in Teams zusammenarbeiten, viel effektiver - weg von allwissenden Chefarzt oder Halbgott in Weiß.

Mit den frei praktizierenden Ärzten habe ich übrigens das geringste Problem. Zumindest bei den Ärzten, bei denen ich verkehre, erfahren die Privatpatienten keine Vorzugsbehandlung. Vielleicht ist der Arzt bei der Medikamentenverschreibung etwas großzügiger, aber wir Kebspatienten unter antiandrogener- oder Chemotherapie sind ohnehin extrabudgetär.

WW

WinfriedW
16.01.2007, 12:41
... oder, wer subventioniert hier wen?


aerzteblatt.de (http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=50460)


Börsebius
zu Gesundheitsaktien: Brandgeruch
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 9 vom 03.03.2006, Seite [56] / [56] / [56]
VARIA: Schlusspunkt

Euromed, welch ein Name, welche Erwartungen. Als die Fürther Klinik vor ein paar Jahren, genau war das der 16. 6. 1999, an die Börse ging, wurde ein Halleluja nach dem anderen in die Börsensäle geblasen, und etliche Bankberater jubelten die Gesundheitsaktie in die Depots ihrer Anleger. Den sehr ambitionierten Emissionspreis von neun Euro erklärten die Gründer Jochen Schreier und Michael Wünsche mit dem Konzept der „integrierten Patientenversorgung“, gemeint war damit wohl die Verknüpfung von stationärer und ambulanter Versorgung.

Die Fokussierung auf Privatpatienten und Selbstzahler sollte es erlauben, Leistungen entsprechend tatsächlich anfallender Kosten zu vermarkten. Die Entwicklung von Strategien zur erfolgreichen wirtschaftlichen Führung von Kliniken war die Leitidee der Euromed AG, und die Anleger folgten dem Lockruf willig und gaben gerne ihr Geld für den zu erwartenden Reichtum.

Wie schwierig jedoch Vision und Alltag gerade im deutschen Gesundheitswesen miteinander vereinbar sind, bemerkten die Euromed-Macher recht schnell, die Anleger übrigens auch, der Aktienkurs fiel quälend tief. Da halfen auch neue Geschäftsfelder nicht weiter, wie etwa im Jahr 2001 die Errichtung einer Adipositasklinik oder ein Anti-Aging-Institut, solche Ideen hatten schließlich viele andere auch.

Was sich nicht änderte, waren hohe Infrastrukturkosten bei gleichzeitigen rückläufigen Belegungszahlen, und so kam im Juli letzten Jahres der offenbar unausweichliche Konkursantrag, der Aktienkurs reagierte auf dieses Fallbeil mit einem drastischen Rückgang von schon mickrigen 1,50 auf 0,50 Euro.

Wer sich allerdings Hoffnungen macht, der Insolvenzverwalter Michael Jaffé könnte doch noch rettendes Ufer erreichen, kann sie wohl endgültig begraben. Der Geschäftsbetrieb der „EuromedClinic“ in Fürth sowie das Anlage- und Umlaufvermögen der „Euromed AG“ wurden auf dem Wege eines „Asset Deals“ an die neue Betreibergesellschaft „Privatklinik Europaallee Fürth GmbH“ übertragen. Das heißt in dürren Worten, da ist nichts mehr zu holen, der Anleger kann sich seine Aktien genauso gut an die Wand kleben oder wegwerfen, sie sind nichts mehr wert.

So weit sind wir bei den Aktien der „MATERNUS-Kliniken AG“ (WKN 604400) noch nicht, aber Sorgen mache ich mir doch. Daran ändern auch immer wieder zu lesende Gesundbetungen nichts. Anfang 2002 schätzte das Analysehaus „HPS Research“ auf der damaligen Kursbasis von rund 3,30 Euro die Aktie als attraktiv ein, eine Verdoppelung sei möglich. Im Dezember letzten Jahres legte ein Börsenbrief mit dem verblüffend aussagekräftigen Namen „Der Kursmacher“ kräftig nach. 6,90 Euro seien locker drin. Dass der aktuelle Kurs bei 2,30 Euro liegt, stört offenbar keinen, dass sich der Anleger kräftig die Finger verbrennen kann, vermutlich erst recht nicht.

© Deutscher Ärzte-VerlagHierzu auch dieses (http://www.finanzen.net/news/news_detail.asp?NewsNr=374476).

Das Geld, das hier verbrannt wurde und an anderen Privatkliniken weiterhin verbrannt wird fehlt letztendlich an den öffentlichen Kliniken, die allen Patienten offen stehen.

Die dort tätigen Urologieprofessoren (Prof. Dr. Bernd Jürgen Schmitz-Dräger, Prof. Dr. Lothar Weißbach, Prof. Dr. Thomas Ebert) sind trotz des Desasters übrigens geschlossen nicht ins Ausland abgewandert. Nein, sie haben sich jetzt eine Kassenzulassung besorgt, offerieren Leistungen fürs hundsgewöhnliche Fußvolk und mieten Belegbetten beim St. Theresienkrankenhaus (http://www.theresien-krankenhaus.de/?Rpage=fachbereiche/?Rpage=belegaerzte.html) an. Dort dürfte insbesondere die mit öffentlichen Mitteln finanzierte Infrastruktur besser sein als an der notleidenden Euromedclinic auf deren aktueller minimalistischer Homepage (http://www.euromedclinic.de/) Privatpatienten überhaupt keine Erwähnung mehr finden.

Bezogen auf die oben erwähnte Martini-Klinik (http://www.martini-klinik.de) ist meine Sorge, dass man sich dort einerseits der Infrastruktur des Uniklinikums bedient und andererseits die Gelder der Privatversicherten abzweigt. Kassenpatienten und Steuerzahler bezahlen am Ende die Zeche.

Das Nürnberger Klinikum hat ebenfalls ein exklusives Angebot (http://www.medizinplus.com/de/Aerzte.php) für privat zahlende Patienten. Dort findet man übrigens auch die E-Mail-Adresse von Herrn Prof. Wilhelm, die man auf der Seite des Klinikums vergeblich sucht. Kein Wunder, dass er für Kassenpatienten keine Zeit mehr findet. Auch hier besteht das Erfolgsrezept darin, dass man sich der durch Kassenpatienten und öffentliche Hand finanzierten Infrastruktur bedient.

WW

RalfDm
16.01.2007, 13:03
Hallo Winfried,

ich, und wahrscheinlich auch viele andere Forumsteilnehmer, die sich die Beiträge per e-Mail zusenden lassen, währen Dir außerordentlich verbunden, wenn auch Du Deine Beiträge erst dann absenden würdest, wenn in ihnen alles gesagt ist, was Du mitzuteilen hast, und Du Deine Tipp- und sonstigen Fehler korrigiert hast, statt jeden Beitrag nach dem Absenden mehrfach zu ändern. Dein Beitrag von 13:41 Uhr kam achtmal an (bisher). Es nervt!
Es gibt die sehr nützliche Vorschaufunktion, in der man seine Beiträge in Ruhe noch editieren kann, bevor man sie auf die Menschheit loslässt.

Ralf

HorMuch
16.01.2007, 16:41
Hallo Winfried,

ich, und wahrscheinlich auch viele andere Forumsteilnehmer, die sich die Beiträge per e-Mail zusenden lassen, währen Dir außerordentlich verbunden, wenn auch Du Deine Beiträge erst dann absenden würdest, wenn in ihnen alles gesagt ist, was Du mitzuteilen hast, und Du Deine Tipp- und sonstigen Fehler korrigiert hast, statt jeden Beitrag nach dem Absenden mehrfach zu ändern. Dein Beitrag von 13:41 Uhr kam achtmal an (bisher). Es nervt!
Es gibt die sehr nützliche Vorschaufunktion, in der man seine Beiträge in Ruhe noch editieren kann, bevor man sie auf die Menschheit loslässt.

Ralf

Hallo Ralf -

ein Profi-Programmierer könnte das mit einem Script lösen.
Aber leider habt Ihr da keinen.


HorstMUCH

Schorschel
16.01.2007, 21:21
...Dein übertriebenes Gekreische...

...mit Deiner Schulmeisterei zu belästigen...



Lieber Horst,

ich pflege zwar selber ab und zu eine deutliche Aussprache, aber ich finde, Du liegst hier in Sache und Diktion ziemlich daneben.

Viele Grüße nach München

Schorschel

HorMuch
16.01.2007, 23:08
Hallo Schorschel -


korrigiert - jetzt besser?


Horst

Helmut.2
16.01.2007, 23:34
Horst, Horst, Horst

ich sehe es noch kommen, eines Tages bekommst Du noch Haue!

Wir müssen uns mal wieder ans Telefon hängen und uns was von der Leber reden Übrigens, ich war Heute in der Sonnen Str 11 hier wurde ein CT Abdomen gemacht, Ganzkörperszintigrafie und Knochendichte per Q-CT!

1. bei Q-CT ist die Knochendichte O.K. liegt bei 113,7 mg/ml Calzium-Hutroxyl-Apatit Gehalt entspricht 114 % in meinem Alter gut genug.

2 CT bei Abdomen, liegt in der Prostataloge eine verdächten Wulst der möglich wieder einen Lokalrezitiv hervor bringt am 19.06.06 0,398 ng/ml, 13.09.06 0,516 ng/ml u. 09.01.07 0,728 ng/ml das entspricht 6 - 7 Mon. VZ. Meine li. Nierenzyste ist in 2 Jahren von 2 auf 3 cm gewachsen.

3. Szintigrafie Aufnahmen in in allen Geleken mehr oder weniger angereicher jedenfalls sind die Anreichrungen mehr als das vor einem Jahr.

Mach es Gut und reg mir die Gemeinde nicht so auf!
Helmut

WinfriedW
17.01.2007, 08:32
3. Szintigrafie Aufnahmen in in allen Geleken mehr oder weniger angereicher jedenfalls sind die Anreichrungen mehr als das vor einem Jahr.Anreicherungen in den Gelenken sieht m.E. eher nach degenerativen Veränderungen und weniger nach Metastasen aus - oder?

WW

Harro
17.01.2007, 09:18
Hallo Horst,

auch ich war etwas entsetzt über Deine drastische Ausdrucksweise, kenne ich doch Ralf als gutmütigen, ausgleichenden und hilfsbereiten Meschen.

Danke, daß man diese häßliche Worte nicht mehr lesen muß.

Gruß Hutschi

Schorschel
17.01.2007, 09:39
Hallo Schorschel -


korrigiert - jetzt besser?


Horst


:-))


Schorschel

WinfriedW
17.01.2007, 13:20
Für onkologische Kassenpatienten im dem Raum Nürnberg bzw. Mittelfranken, die sich am Nürnberger Klinikum nicht willkommen fühlen und die nicht unbedingt bis Frankfurt fahren wollen, tut sich möglicherweise am Martha-Maria-Krhs. eine Alternative auf.:)

Nachdem ich mit dem Erlanger Onkologen (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?p=6771) über Kreuz liege, habe ich mich kurzfristig in Frankfurt (http://www.krankenhaus-frankfurt.de/nwk/fk_med_klinik_2.htm) in Behandlung begeben. Gleichzeitig besorgte ich mir einen Termin in der onkologischen Praxis Dr. Anselstätter. Dr. Anselstätter war mir in sofern ein Begriff, als Carola-Elke ihn mir früher mal empfahl. Eine in der Zwischenzeit an Brustkrebs verstorbene Freundin von ihr war dort in Behandlung - keine gute Werbung.:( Dennoch lobte sie ihn über den grünen Klee. Ich lasse dort z. Zt. meine Blutwerte machen. Das Angebt, dass ich dort mein Taxotere bekomme, besteht auch. Ich will nun aber auch mit den Frankfurtern im Gespräch bleiben.

Die Praxis Dr. Anselstätter ist mit Wirkung vom 1. Januar 07 im neu am Martha-Maria-Krhs. entstandenen medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) (http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=596242&kat=10&man=7) aufgegangen, zunächst noch in provisorischen Räumen. So schließt sich der Kreis. Nun ist meine Krankenakte wieder am Martha-Maria gelandet. Plötzlich kann das Martha-Maria-Krhs. ambulante Chemotherapie verabreichen und muss die Patienten dazu nicht mehr stationär aufnehmen. Hoffentlich reden die dortigen Urologen dann auch mit den Onkologen. Nun müssten sie dort nur noch eine Möglichkeit schaffen, ihre urologischen Patienten ambulant betreuen zu können. Das würde meinem Urologen vielleicht weniger gut gefallen, aber ich denke das Konzept der integrierten Patientenversorgung in interdisziplinären Kompetenzzentren muss für Schwererkrankte die Regel werden. Am Martha-Maria-Krhs. werden z.B. viele Prostatabiopsien vorgenommen. Dazu werden die Patienten regelmäßig stationär aufgenommen. Ich denke, man könnte auch dieses ambulant durchführen, nur es fehlt wieder mal die Kassenzulassung. Da ließe sich auch noch Geld sparen.

Auch andernorts (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?p=6597) werden Patienten wg. Taxotere stationär festgehalten. Das grenzt an Freiheitsberaubung. Da ließe sich auch noch einiges Geld sparen (http://www.nordbayern.de/dpa_art2.asp?art=915928&kat=8098&man=3).:confused:

Ich will jetzt nicht meinerseits das neu entstandene onkologische MVZ mit dem ärztl. Direktor Dr. Anselstätter über den grünen Klee loben. Bevor ich mir eine abschließende Meinung bilde schaue ich mir das eine Weile an.

WW

Carola-Elke
17.01.2007, 14:58
Gleichzeitig besorgte ich mir einen Termin in der onkologischen Praxis Dr. Anselstätter. Dr. Anselstätter war mir in sofern ein Begriff, als Carola-Elke ihn mir früher mal empfahl. Eine in der Zwischenzeit an Brustkrebs verstorbene Freundin von ihr war dort in Behandlung - keine gute Werbung.:( Dennoch lobte sie ihn über den grünen Klee. Ich lasse dort z. Zt. meine Blutwerte machen. Das Angebt, dass ich dort mein Taxotere bekomme, besteht auch. Ich will nun aber auch mit den Frankfurtern im Gespräch bleiben.
WW

Hallo Winfried,

"über den grünen Klee" habe ich den Dr. Anselstätter gelobt? Kann ich mich nicht dran erinnern, würde jedoch angesichts der Onkologenmisere im Nürnberger Raum und meinem Erinnerungsvermögen wegen behaupten, dass er sich sehr engagiert und aktive Weiterbildung betreibt. Das ist doch ein Lichtblick für den onkologischen Patienten, obwohl die zwischenmenschliche Komponente wegen des offensichtlichen Zeitdrucks dabei manchmal auf der Strecke bleibt.

Deine Informationen finde ich sehr vielversprechend und ich glaube weiterhin, dass Du bei ihm gut aufgehoben bist, wenn Du es möchtest.

Alles Gute und liebe Grüsse,

Carola-Elke

Helmut.2
17.01.2007, 16:49
Ja, Lieber Winfried,
Du hast ja recht, es ist Arthrose aber dennoch traue ich dem Burgfrieden nicht!

Am 16.02.07 habe ich einen neuen Urologen, Er hielt in unserer Selbsthilfeguppe einen Vortrag über "Chemotherapie bei hormonenresistenten Prostatakarzinom" Er machte einen guten Eindruck.
Die Gemeinschaftspraxis liegt in Fürstenfeldbruck, mal sehen was daraus wird.
Gruß Helmut

ruggero1
19.01.2007, 14:03
[quote=Helmut.2;7174]Ja, Lieber Winfried,
Du hast ja recht, es ist Arthrose aber dennoch traue ich dem Burgfrieden nicht!

Lieber Helmut,
es kann zwar auch bei mir eine Ausnahme sein, aber ich habe ebenfalls diese Anreicherungen in den Gelenken. Sie wurden allerdings schon in der Zeit vor der Entdeckung meines PK festgestellt. Also sind wir jetzt schon mindestens zwei mit diesem Zustand, was vielleicht deine "Traute" etwas verbessert :-))
Ruggero

Helmut.2
19.01.2007, 19:39
Hallo, Grüß Dich Ruggero,

ich danke Dir, daß Du mich beruhigen möchtest wegen der Anreicherung im Szintigram wegen der Arthrose in den Gelenken aber wenn man schon das 3. Rezitiv innerhalb 8 Jahren nach OP erhält, geht es schon etwas an die Psyche!

Dabei kann ich noch froh sein denn es ist ja noch lange nicht so schlimm wie bei einigen hier im Forum.

Ich wünsche Dir und allen Anderen das Beste
Helmut

ruggero1
21.01.2007, 15:41
Lieber Helmut,
danke für deine guten Wünsche, die ich natürlich genauso herzlich erwidere! Leider scheint meine Situation nicht ganz übertragbar auf die deinige zu sein. Trotzdem: So lange nicht das Gegenteil bewiesen ist, sei Optimist!
ruggero