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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nach kont. Anstieg verharrt der PSA



W. Werner
10.10.2019, 10:14
Kann mir das jemand erklären: Seit RPE ist mein PSA langsam, aber kontinuierlich mit VZ zwischen 0,5 und 2 Jahren angestiegen, bis 0,28 im April diesen Jahres. Also PSA-Messung wieder vierteljährlich: Und die beiden nächsten Messungen liegen mit je 0,15 deutlich niedriger - also (vorerst noch) kein Rezidiv? Die nächste Messung werde ich wohl erst in 6 Monaten machen lassen.

Georg_
10.10.2019, 10:17
In den Studien von Amling (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11257657) und Toussi (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26721226/) wird beschrieben, dass der PSA Wert sich unter 0,4 ng/ml häufig stabilisiert. Da kannst also in Ruhe abwarten.

W. Werner
10.10.2019, 10:22
Danke für die Info. Urologe fs hat hier auch von solchen Erfahrungen berichtet. Ich hoffe, daß ich mich weiterhin zu dieser glücklichen Kategorie zählen darf.

LowRoad
10.10.2019, 11:22
Werner,
Du hast auch in der Vergangenheit schon Zeiten mit gleichbleibendem, und sogar mit leicht fallenden PSA Werten erlebt. Allerdings bist Du mit Gleason 8 und pT3a ein Hochrisikopatient, bei dem eine Stabilisierung des PSA Wertes unter 0.4ng/ml eher selten denn häufig wäre. Trotzdem besteht bei Dir vorläufig kein Handlungsbedarf, solange die PSADT sich nicht erheblich verkürzt, und/oder der PSA Wert 0.5ng/ml erreicht. Meiner Meinung nach, wird das aber irgendwann eintreten. Bis dahin: lebe!

Joachim_Bln
22.10.2019, 14:47
Ich lese die Studienzusammenfassungen von Amling (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11257657) und Toussi (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26721226/) etwas anders:

Ab 0,4 wäre regelmäßig von einem kontinuierlichen, weiteren Anstieg und systemischem Fortschritt auszugehen, während bei 0,2 oder 0,3 schon eher mal wieder ein Stillstand eintreten kann. Insoweit stimmen wir überein. Aber das sind meines Erachtens Werte, mit denen man Behandlungsergebnisse beurteilen und kategorisieren kann, nicht etwa Empfehlungen eines Thresholds für salvage-Therapien. Dazu gibt es keine Aussage. Die würde ja auch von anderen Faktoren abhängen, wie Alter, Verdopplungszeit und Zeitablauf nach der OP. Dass man bei über 0,4 handeln sollte, wenn es keine konkret entgegenstehenden Gründe wie hohes (PCa-normales) Alter gibt, kann man wohl indirekt ableiten, aber eine Empfehlung für oder gegen Therapie bei 0,3 oder 0,2 steht da nicht.

Toussi et.al.: "A prostate specific antigen cut point of 0.4 ng/ml or greater reflects the threshold at which a prostate specific antigen increase becomes durable and shows the strongest correlation with subsequent systemic progression. Consideration should be given to using a prostate specific antigen of 0.4 ng/ml or greater as the standard biochemical recurrence definition after radical prostatectomy."