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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Steigender PSA



GünterD
13.01.2007, 14:55
Als Neuer hier im Forum suche ich Rat bei Erfahrenen:

Im Juni 2002 wurde mir die Prostata pT3apN1GIIIa, Gleason Score 7 bei einem PSA von 39 entfernt. Auch die Orchiktomie wurde gemacht. Der Krebs hatte schon gestreut und ich hatte 4 Metastasen, die entfernt wurden. Im März 2003 war der PSA bei 1 und ich bekam seitdem Casotex 50. Mein PSA ist von 11.1.06 3,4 - 8.4. 5,8 - 4.7. 6,4 - 10.11. 7,3 - 8.12. 12,1 - 11.1.07 auf 14,3 gestiegen. Durch CT am 14.12.06 wurden vergrößerte Lymphknoten von 1,8 cm x 0,9 cm und 1,7 cm x 0,7 cm im Prostatabereich festgestellt. Ein Knochenszintigramm im Oktober 06 war ohne Befund.
Mein Onkologe rät mir zur Bestrahlung.
Wo finde ich eine gute onkologische Kinik im Raum zwischen Nürnberg und Frankfurt. Ist die onkologische Universitätsklinik in Würzburg empfehlenswert.

Gruß Günter

jürgvw
13.01.2007, 21:32
Hallo Günter

Natürlich könnte man die befallenen Lymphknoten operativ entfernen. Aber: Wer garantiert Dir, dass neben den festgestellten Metastasen nicht noch andere vorhanden sind, die zu klein waren, um mit dem in Deinem Fall angewandten bildgebenden Verfahren erkannt zu werden? Sowohl bei einer Bestrahlung wie auch einer Operation verbleibt das Risiko, dass sich der PK weiterentwickelt – einfach an anderen Stellen.

Aus diesen Überlegungen würde ich mir sehr gut überlegen, was nun geschehen soll. Allerdings ist die Datenlage, die Du hier mitteilst, reichlich dünn – zu dünn, um Ideen zu skizzieren, wie man vorgehen könnte. Du solltest Deine Anfrage ergänzen mit den PSA-Werten seit März 2003 (das kann im Kontrollzentrum unter „Profil ändern“ oder aber hier im Forum erfolgen) und wenn möglich auch mit den PSAVZ (PSA-Verdoppelungszeiten). Von Interesse wäre es auch, zu vernehmen, mit welchem Verfahren die Metastasen ermittelt wurden, und ob ein Knochenszintigramm erstellt wurde. Übrigens: Was geschah im Juni 2002 mit den vier Metastasen? Wurden sie entfernt?

Gruss

Jürg

jürgvw
20.01.2007, 22:48
Hallo Günter

Leider habe ich erst jetzt bemerkt, dass Du Deine urspünglichen Angaben ergänzt hast. Ich bin gestützt auf Deine ergänzten Angaben sehr im Zweifel, ob Dir mit einer Bestrahlung geholfen wäre; das Gesamtbild der Entwicklung lässt befürchten, dass es mit den bisher entdeckten Metastasen kaum sein Bewenden hat. Vielmehr musst Du mit Mikrometastasen rechnen, die zu klein sind, um mit CT erkannt zu werden.

An Deiner Stelle würde ich einen Onkologen oder einen sehr erfahrenen Urologen, der auch onkologisch tätig ist, aufsuchen (Adressen bei KISP oder BPS), um abzuklären, ob zum Beispiel mit Casodex 150/Tag noch etwas zu holen wäre, oder ob eine leichte Chemotherapie am Platz sein könnte.

Der vorgeschlagenen Bestrahlung gegenüber wäre ich - wie gesagt - sehr skeptisch, weil die Wahrscheinlichkeit gross ist, dass damit nur ein Teil der Metastasen "erwischt" wird. Eine systemische Behandlung, also eine, die gegen alle Krebszellen gerichtet ist, wo sie sich auch befinden, vermeidet eine solche Behandlungslücke.

Alles Gute wünscht Dir

Jürg

GünterD
02.02.2007, 20:20
Hallo Jürg,

vielen Dank für deinen Rat. Wo kann ich bei KISP oder BPS gute Adressen für Onkologie finden.

Gruß Günter

jürgvw
02.02.2007, 23:07
Hallo Günter

Beim KISP kannst Du an Ralf-Rainer Damm eine private Mail schicken und ihn um Adressen bitten, die ihm bekannt sind. Bei BPS wendest Du Dich an das Sekretariat, dessen Telefonnummer auf der Homepage ersichtlich ist.

Du kannst aber auch die Frage ins Forum stellen, musst aber dabei (wie auch bei Anfragen beim BPS oder KISP) angeben, in welcher Gegend Du wohnst. Die Antworten solltest Du als private Nachrichten oder private Mail erbitten, da im Forum in der Regel keine Namen von Ärzten genannt werden..

Viel Erfolg bei der Suche wünscht Dir

Jürg