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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Taxotere



Roland M
14.01.2007, 15:28
Hallo Mitstreiter,bei mir wurde am 09.01.07 die Therapie mit Taxotere begonnen<?XML:NAMESPACE PREFIX = O /><O:p></O:p>
Vorbereitung am 08.01. abends 8mg Dexamethason<O:p></O:p>
09.01. Morgens 30 Tro.MCP<O:p></O:p>
30 Min vor der Infusion 30 Tro. MCP+8mg Dexametason<O:p></O:p>
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154,5mgTaxotere<O:p></O:p>


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Abends 30 Tro. MCP+8mg Dexametason<O:p></O:p>
10.01.07 8mg Dexametason<O:p></O:p>
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Am Infusionstag hatte ich nur Schlafstörungen und vermehrt Hitzewallungen,am 2. +3. Tag Knochenschmerzen von besonderer Güte,so das ich Schmerzmittel nehmen musste um halbwegs über die Runden zu kommen.Es ist heute der fünfte Tag nach Infusion und noch keine Besserung.Wer hat ähnliches erlebt und kann mir eventuell mit einen Rat behilflich sein
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Mit besten Grüssen Roland M

PeterP
14.01.2007, 20:51
Hallo Roland,
es ist natürlich wieder einmal bezeichnend für die eingefahrene deutsche Schulmedizin, daß man Dir die ganze Monatsdosis auf die harte Tour auf einmal hineingepumpt hat! Angeblich soll das dann besser wirken - vielleicht nach dem Motto Vogel friß oder stirb.
Die alternative Methode ist die die sogenannte "Low Dose Chemo", bei der aber lediglich die Monatsdosis auf 3 Wochendosen aufgeteilt und wöchentlich verabreicht wird.
Über die Wirksamkeit läßt sich streiten - es wurde von beiden Seiten bisher kein Vorteil nachgewiesen - nur wäre in Deinem Fall die andere Methode 100%-tig die bessere gewesen. Es wären mit Sicherheit geringere Komplikationen aufgetreten.
Das Medikament ist jetzt aber im Körper und läßt sich nicht mehr neutralisieren. Es wird wahrscheinlich keine andere Lösung geben wie weiter Schmerzmittel zu nehmen. Was sagt Dein Onkologe zu der Sache?
Bei meiner Chemo traten Knochenschmerzen nur ganz minimal auf, kaum der Chemo zuzuordnen. Allerdings hatte ich auch Wocheninfusionen bekommen.
Ich habe im Bekanntenkreis einen Fall wie bei Dir erlebt und kann sehr gut mitfühlen, was Du empfindest. Leider kann ich Dir im Moment nur den Rat geben, nicht die Flinte ins Korn zu werfen und im nächsten Monat mit allem Nachdruck auf die Infusion mit wöchentlichen Dosen zu bestehen. Lasse Dich nicht mit faulen Ausreden abspeisen oder irgendwelchem Geschwätz, diese Verabreichung ist mit keinerlei Problemen verbunden - außer das sie mit einen gewissen Mehraufwand bedeutet.
Ich denke, daß die Fortführung der Chemo für Dich sehr wichtig ist. Falls es aber wegen der Nebenwirkungen wirklich nicht gehen sollte, besteht noch die Möglichkeit einer fortführenden Hormonbehandlung mit Ketoconazol + Kortison. Allerdings wird auch die von den meisten Onkologen als experimentelle Therapie abgetan, was allerdings nicht heist, daß man sie nicht bekommen kann.
Viel Erfolg
PeterP

jürgvw
14.01.2007, 21:45
Hallo Peter

HDK + Hydrocortison ist nicht in allen Fällen die beste Lösung. Wie Dr. E. im Forum mitgeteilt hat, wirkt Hydrocortison in gewissen Fällen kontraproduktiv; er empfiehlt daher Triamcinolon.

Wenn ich schon am Schreiben bin: Ich machte die low-dose-Therapie mit Taxotere und habe darüber im KISP (www.prostatakrebse.de) / Texte / Jürg berichtet. Die Nebenwirkungen sind bei der Dosierung, wie ich sie bekam, gering. Dafür war der Erfolg erfreulich.

Gruss

Jürg

Andrea
15.01.2007, 22:45
Hallo,

mein Vater hat immer einmal die Woche Docetaxel bekommen.
Es handelt sich um 2 Zyklen zu je 6 Wochen.
Dazu noch Infusionen, die die Nebenwirkungen vermindern.
Gegen Übelkeit, auch Selen, Spurenelemente und Vitamine.
Dexamethason 8 mg nimmt er auch. Das ist Pflicht bei dieser
Chemo, die aus den Wirkstoffen der europäischen Eibe stammt.
Sein PSA Wert ist von 59 auf 13 zurückgegangen nach 5
Chemos. Eigentlich ein sehr positives Ergebnis für solch eine
kurze Behandlungsdauer. Aber leider fühlt er sich sehr schlecht.
Er ist immer so furchtbar erschöpft. Und jetzt liegt er nur noch
im Bett. Jetzt soll erst einmal mit der Chemo pausiert werden,
weil sein HB-Wert unter 10 ist. Hoffentlich wirds wieder besser.
Aber oft siegt doch leider der Krebs. Ach, ich hasse diese
Krankheit.

Alles Gute für Euch alle...Andrea

Michael
15.01.2007, 23:01
Aber oft siegt doch leider der Krebs. Ach, ich hasse diese
Krankheit.


Hallo Andrea,
das tun wir doch alle, nur den Krebs stört es nicht.
Alles Gute für Deinen Vater
Michael

Roland M
16.01.2007, 11:35
Hallo Peter,Jürg,Andrea und Michael,
habt recht herzlichen Dank für Eure Anteilnahme.Habe gestern meine zweite Zometa Infusion erhalten,die Nebenwirkungen waren nicht ganz so heftig.Die Nebenwirkungen von Dexametason scheinen jetzt langsam zurück zu gehen.Man wird ja bescheiden und freut sich über jede noch so kleine Besserung.
Nach Rücksprache mit meinen Uro-Onkologen wird er die Infusionen reduzieren. Aus seiner Erfahrung kennt er eine so starke reaktion nicht.
Vielleicht liegt es auch daran;ich nehme ein Tag vor der Infusion 0,5mg Rocaltrol pro Kg Körpergewicht( es ist eine private Studie).
Mit dem Fenatyl Pflaster werde ich es auch mal versuchen,da ich mit den Magen probleme habe nehme schon seit Jahren Omeprazol..Oje strengt das an,wenn man als Praktiker Briefe schreiben muss.
Ich wünsche Allen eine erfolgreiche,schmerzfreie Woche im kampf gegen unseren Untermieter und verbleibe mit herzlichen Grüssen Roland M

Andrea
16.01.2007, 20:40
Hallo Roland,

mein Vater hat auch Omneprazol verschrieben bekommen, kommt aber
mit Pantozol 40 mg besser zurecht. Ist ja wichtig, wegen Magenschutz vor Kortison (Dexamethason). Er hat auch 8 mg eingenommen, er nimmt jetzt aber nur die halbe Tablette ein. Also 4 mg. Die 8 mg sind besser immer nur an den Tagen der Chemo. Also ein Tag vor der Chemo, am Tag der Chemo und danach. Frag deinen Arzt mal. Das geht nämlich auch, wenn man mit dem Magen Probleme bekommt bzw. hat.

Alles Gute für dich, und alles Schlechte für deinen Untermieter!!!

WinfriedW
20.01.2007, 14:31
... in der Ärzte- Zeitung- online stand am 06.11.06 ein Bericht über eine Chemo- Therapie- Studie "Docetaxel mono oder Docetaxel kombi mit hochdosierten Calcitriol".
Wenn Du willst kannst Du den Bericht nachlesen.
http://www.aerztezeitung.de/docs/200.../prostatakrebsJa schon, man muss aber wissen, dass es sich hierbei um eine Phase II Studie handelt und nicht um ein zugelassenes Protokoll. Ich hätte das vielleicht gemacht, dazu braucht's aber einen Onkologen, der mit macht. Den habe ich nicht gefunden. Darüber hinaus gibt es beim gemeinen Kassenpatienten Abrechnungsprobleme. Zumindest Calcitriol müsste wahrscheinlich privat bezahlt werden. Kalle ist Beamter und somit vermutlich privat versichert. Er könnte sich möglicherweise an Dr. F. E. wenden. Der macht offenbar alle möglichen Experimente, von denen andere Onkologen eher die Finger lassen. Für mich ist der Weg über Dr. F. E. verschlossen, denn ich kann hier nicht die Altersversorgung meiner Frau durch bringen. Ich habe mir erzählen lassen, dass Calcitriol in so hohen Dosen doch u. U. ganz erhebliche Nebenwirkungen hat, Bluthochdruck, Herzrütmusstörungen etc.

Roland M (71 Jahre) berichtet über erhebliche Nebenwirkungen von Taxotere. Hier räumt er ein, am Tag vor der Infusion 0,5mg Rocaltrol pro kg Körpergewicht einzunehmen:

... Vielleicht liegt es auch daran;ich nehme ein Tag vor der Infusion 0,5mg Rocaltrol pro Kg Körpergewicht( es ist eine private Studie).An diesem Beispiel kann man sehen, wie schwer es ist, in diesem Forum die ganze Wahrheit zu erfahren. Es ist gut denkbar, dass Rolands Beschwerden gar nicht von Taxotere sondern von Rocaltrol herrühren. 0,5mg Calcitriol pro Kg Körpergewicht ist schon sehr heftig. Ich selber nehme täglich 1,5mg Calcitriol und manchmal darunter, weil ich den Eindruck habe, dass mir der Keatininwert hierdurch ansteigt.

WW

WinfriedW
20.01.2007, 14:35
...Vielleicht liegt es auch daran;ich nehme ein Tag vor der Infusion 0,5mg Rocaltrol pro Kg Körpergewicht( es ist eine private Studie).Hallo Roland, verrate mir doch mal, welcher Arzt diese private Studie durchführt. Ich selbst habe mich für Taxotere plus hoch dosiertes Calcitriol interessiert, weil es m. E. gute Zahlen in Phase II-Sudien gibt. Allerdings habe ich keinen Onkologen gefunden, der da ran wollte.

WW

Roland M
20.01.2007, 19:05
Hallo Winfried,
meine Therapie ist eine Docetaxel monotherapie die von der Kasse getragen wird bei refraktären Pk. Das hochdosierte Calcitriol trage ich selber,da die Kasse dafür nicht aufkommt darum habe ich es erst nicht erwähnt ausserdem bin ich kein Profi,der auf sowas achtet.bin zufrieden wenn ich hier ein paar Zeilen zusammen stümpere.wenn Sie mehr erfahren möchten schicken Die mir eine Mail mit Ihrer Telefonn.,ich ruf Sie dann an.
mit besten Grüssen Roland M