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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hyperthermiebehandlung oder Reha



Pepedabbelju
18.01.2007, 07:22
Ich bin 62 Jahre alt. Im Oktober 2006 wurde bei mir anlässlich einer Vorsorgeuntersuchung ein erhöhter PSA Wert von 9,2 festgestellt. Die Biopsie im November ergab eine positive Stanze von 8. G2 und Gleason 3+3. PET/CT ergab keine Hinweise auf Metastasen oder Befall der Lymphknoten.Ich habe mich im Dezember mit mehreren Ärzten beraten, welche Therapie für mich die richtige sein könnte. Ich habe mich für die OP entschieden. Mir steht in 4 Tagen eine Prostataoperation minimal-invasiv nach der da Vinci Methode im Prostatazentrum Nordwest in Gronau bevor. Sollte dabei alles nach den durchschnittlichen Erfahrungen verlaufen , würde ich nach 10 Tagen nach Hause entlassen. Üblicherweise findet in Deutschland eine REHA als Anschlussbehandlung statt. Niederländische Patienten in Gronau kennen diese Maßnahme nicht und kehren bald nach der Entlassung ins Berufsleben zurück. Ich erwäge, an Stelle einer REHA eine Hyperthermiebehandlung mit Misteltherapie zur Stärkung des Immunsystems durchführen zu lassen. Die Behandlung wird 6 mal in Abständen von drei Monaten durchgeführt. Ist meine Entscheidung sinnvoll. Bei mir kommt als Vor - und Begleiterkrankung Arteriosklerose vor.
Kann mir jemand mit eigenen Erfahrungen oder Tips zu REHA und /oder Hyperthermiebehandlungen weiterhelfen ?

WinfriedW
18.01.2007, 09:18
Nach der OP musst du erst mal wieder kontinent werden, wobei mein persönlicher Eindruck ist, dass minimal-invasiv operierte Patienten diesbezüglich eher größere Probleme haben als konventionell operierte. Bei der Bewältigung dieses Problems hilft dir m. E. Hyperthermie und Mistel nicht weiter.

WW

Jürgen M.
18.01.2007, 11:52
Ich kann die Aussage von Winfried bezüglich der Probleme nach minimal-invasiver OP nur unterstreichen:
ich bin vor ca. 2 Jahren operiert worden, bin immer noch inkontinent, bin zu 100% impotent und kämpfe immer noch gegen produzierendes PSA. Ich kenne einige Betroffene (Hochrisiko), die wurden in München konventionell mit Bauchschnitt operiert, waren auch nach max. 10 Tagen wieder zuhause, sind voll kontinent und wurden wohl "sauber" operiert, so dass nichts zurückblieb und der PSA erstmal kein Thema ist. Kann man bestimmt nicht verallgemeinern, stimmt mich aber nachdenklich. Man hatte mir damals die minimal-invasive Methode regelrecht schmackhaft gemacht, vor allem in Bezug auf die nervenschonende Behandlung- war aber leider nix!!

Gruss Jürgen M.