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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : minimal-invasive Op



Puc68
24.01.2007, 19:06
Wer kann mir Erfahrungen mitteilen!!
PSA 4,3 pT2c Geason 3+4. G3, nicht tastbar,kein Ultraschallbefund

RalfDm
24.01.2007, 21:42
Hallo Puc68,

Du bist neu hier im Forum, aber trotzdem müsstest Du schon präzisieren, was Du wissen willst. Deine Frage lautet, auf den Punkt gebracht:
"Ich habe Prostatakrebs. Wer kann mir Erfahrungen mitteilen?"

Wir alle.

Ralf

Puc68
25.01.2007, 12:40
Hallo Ralf,
ich stehe vor der Wahl offene OP oder minimal-invasiv und möchte gerne wissen, welchen Vorteil bzw. Nachteil eine minimalinvasive Operation hat.
Puc68

WinfriedW
25.01.2007, 13:43
... möchte gerne wissen, welchen Vorteil ...Keinen, zumindest kann ich keinen erkennen.


... bzw. Nachteil eine minimalinvasive Operation hat.Naja, du musst auf den todschicken Bauchschnitt verzichten.

WW

helmut.s
25.01.2007, 13:54
Hallo Puc 68,

unter www.krankenhaus-frankfurt.de (http://www.krankenhaus-frankfurt.de) Urologie kannst du dir eine Prostata ektomie in minimal invasiver Technik anschauen.
Dort kannst du dich auch über eine Kryotherapie informieren die möglicherweise auch für dich interessant ist.
alles Gute

helmut.s

wowinke
25.01.2007, 14:20
Hallo PUC 68,
als vorteile bei der minimal invasiven Technik (Laproskopie)werden vorallem
folgende Punkte angeführte:
_sehr gutes Sichtfeld da Kameraeinsatz
-geringer Einriff da nur mehrer kleiner Schnitt, damit geringere Belastung
des Organismus und schneller Genesung.
-kürzer Eingriffszeiten.
- Kosmetik da nur kleiner Narben durch die kleineren Schnitte

Als Nachteil sehe ich persönliche, dass dafür besonder Instrumente die ,über die Schnitte eingeführt, werden zum Einsatz kommen deren Beherrschung und indirkete Führunge über den Monitor aus meiner Sicht ein sehr hohes Mass an Geschick erfordert. Insbesonder beim ablösen
des Nervenbündels (Erektion) sehe ich hier ein erhöhtes Risiko

Darüber hinaus fehlt der direkte "Kontakt" des Operateurs mit dem Gewebe und damit auch die Möglichkeit Gewebe schonend "auf die Seite zu schieben"

Ich habe mich für einen offen Bauchschnitt entschieden, mit bisher gutem Erfolg.

Gruß
Wolfgang

ganther
25.01.2007, 15:11
Hallo Puc 68,
zunächst müßte die Frage gestellt werden, welcher Operateur hat die bessere Professionalität? Z.B. Anzahl der Eingriffe: 2 pro Woche, oder 3 pro Tag!
Nach 10 Tagen konnte ich 2000 die Urologie-Station der Charité nach dem minimalinvasiven Engriff verlassen und mein Allgemeinzustand war danach mindestens so gut, wie bei Patienten die den konventionellen Bauch-, oder Dammschnitt ertragen mußten!
Der erfolgreiche Operateur ist schon seit einiger Zeit in den USA tätig.
Gruß,
ganther

ruggero1
25.01.2007, 21:10
Hallo PUC68,
mal eine grundsätzliche Frage: Bist du schon sicher, dass du eine OP machen willst? Wenn dem nicht so ist, dann wäre die Frage zunächst, wie deine Krankengeschichte denn jenseits deiner knappen Angaben aussieht und was sich daraus eventuell ergeben könnte. Das wäre allerdings eine andere Vorgehensweise und würde auch andere Antworten erbringen.
Ruggero

OliverB
25.01.2007, 22:50
Hallo Puc,
ich selbst habe mich einer RPE mit Bauchschnitt unterzogen, weil diese klassische OP-Methode am besten erprobt ist. Aufgrund Deiner Ausgangswerte würde ich mir nicht allzu viel Zeit lassen. Wenn Du Dich operieren lassen willst, was ich annehme, dann kommt es meiner Meinung nach in erster Linie darauf an, einen erfahrenen Operateur an einer Klinik, die auf PCa-Operationen spezialisiert ist, zu finden. Ich wünsche Dir, dass Du recht bald die für Dich richtige Entscheidung treffen kannst und drücke Dir für Deine Therapie alle Daumen.
Sei gegrüßt von Oliver aus Berlin

HorstK
26.01.2007, 14:40
Hallo Puc,

ich schließe mich Oliver`s Aussage uneingeschränkt an!

Gruß, Horst

Puc68
26.01.2007, 16:59
Kann mir denn auch schon jemand eine Empfehlung für eine Reha -Klinik geben? Wenn möglich in Norddeutschland( Niedersachsen).
OP werde ich auf jeden Fall machen lassen.
Bin froh, wenn ich Entscheidungen treffen kann. Egal ob Therapie oder Reha.
Das ewige Hin und Her macht mich nur noch unsicherer.

OliverB
27.01.2007, 21:23
Hallo Puc,
<O:p</O:p
für die Anschlussheilbehandlung würde ich Dir die Klinik Quellental in Bad Wildungen empfehlen. Bad Wildungen ist zwar in Hessen, aber - wie ich denke - Niedersachsen gut zu erreichen und ich habe ja sogar von Berlin aus hin gefunden ;-)

Der Kurort befindet sich südlich von Kassel – dort gibt es ca. 20 Kurkliniken. Die Klinik Quellental liegt im Orstteil Reinhardshausen und ist eine Spezialklinik für Anschlussheilbehandlungen (AHB, AR), uroonkologische Therapie und Präventivmaßnahmen mit den Behandlungsschwerpunkten Harninkontinenz, Blasenentleerungsstörungen und Erektile Dysfunktion.
</O:p
Ich war am 3. Januar 2006 in Hamburg operiert worden und habe meine Anschlussheilbehandlung dann in der Zeit vom 24.01. bis 14.02.06 in Bad Wildungen gemacht. In der Klinik Quellental wird zwar ein „Massengeschäft“ betrieben, aber mir hat es ganz gut gefallen, weil der überwiegende Teil der ca. 150 bis 200 Kurgäste PCa-Patienten waren, denen man nichts erklären musste, weil alle mit mehr oder weniger den gleichen Problemen und Ängsten zu kämpfen hatten.

Das Personal war ebenfalls wohltuend, ging total verständnisvoll und relaxt mit uns um und die Stimmung kann ich durchaus als gelöst bis heiter bezeichnen, obwohl es einigen sicher schlechter ging, als mir.

Bei Entlassung ging es mir besser als bei Antritt der AHB und so habe ich die Klinik insgesamt in guter Erinnerung.

Gruß OliverB aus Berlin

Helmut.2
27.01.2007, 23:23
Grüß Dich Lieber Puc,

was Dir Oliver scheibt kann ich voll bestätigen und kann es Dir auch bestens empfehlen.

Oliver meinte wohl Reinhartshausen, der Ort gehört zu Bad Wildungen und ist einer der schönsten Staatsbäder Hessens. Du kannst mit der Kurkarte als Fahrschein gültig von Reinhartshausen nach Bad Wildungen fahren und zurück.

Ich war selbst 2005 nach meiner Bestrahlung als AHB in der Quellental Klinik und vor ca 30 Jahren schon mal wegen meines Wirbelsäulen problems hier.

Solltes Du, was ich Dir nicht wünsche, nach der OP inkontinent werden, so wärst Du hier in dieser Kurklinik sehr gut aufgehoben wieder kontinent zu werden und Dich von deiner OP zu erholen denn es ist auch eine sehr schönen Landschaft mit der Edertalsperre in der nähe.

Ich wünsche Dir alles Gute
Helmut

cligensa
28.01.2007, 11:42
Hallo PUC68,
selbst bei den ganz geringen Angaben, die Du über Dich und Deine Krankheitssituation gemacht hast, sind schon Angaben enthalten, die noch unklar sind und nicht so recht miteinander schnabeln wollen:
1. Dein Gleason Score wurde mit 3+4=7 angegeben, das Grading aber mit GIII. Das paßt nicht so recht zueinander. Studien haben ergeben, dass der Gleason Score aus Gewebe der Biopsie in etwa 50% der Fälle falsch ist. Der GS kann also höher aber auch niedriger sein. Eine Zweitmeinung zur Überprüfung der Prostatagewebeproben (nicht noch eine Biopsie) einzuholen, erscheint überlegenswert.
2. Auch der geringe Ausgangswert von aPSA 4,2 ng/ml und die pTNM Klassifikation pT2c (Tumor befällt beide Lappen) mit GIII ist zwar durchaus möglich aber fügt sich nicht so recht in übliche Krankheitsbilder ein.
3. Weiterhin wissen wir nicht, wie alt Du bist. Das ist aber ein ganz wesentlicher Faktor bei der Frage nach der Primärtherapie.

Natürlich ist jeder Prostatakrebs so individuell wie wir selbst mit unserem Körper und seinen Reaktionen ganz individuell ausgelegt sind. Ein tieferer diagnostischer Einblick in unsere Krankheitssituation kann aber ganz wichtig sein und erhöht die Chance bei der immer gegebenen Unsicherheit einer Therapieentscheidung, vergleichbar mit Elementen eines Lotteriespieles, uns auf der Gewinnerstraße entlang zuhangeln.

Wenn die letzte Zahl bei PUC68 Dein Alter angibt, dann kann ich nur auf eine neuere (2005) wissenschaftliche Studie mit randomisierter Vergleichsgruppe aus Scandinavien verweisen, die belegt, dass die radikale Operation gegenüber "Wait and See" Vorteile hinsichtlich der Überlebenszeit bei jüngeren Patienten nachweist. In dieser Studie konnte jedoch kein Überlebensvorteil durch eine radikale Operation gegenüber "Wait and See" bei Prostatakrebspatienten erkannt werden, die älter als 65 Jahre sind.

Das Prinzp: Erst Status (also möglichst eindeutige Diagnose, was gar nicht einfach ist), dann Strategie (also Primärtherapie und Langzeitüberlegungen zur Kontrolle eines möglicherweise durch die Primärtherapie nicht geheilten Prostatakrebses mit Einbeziehung einer voraussichtlich zu erwartenden Lebensqualität), scheint mir bei Dir noch nicht ausgereizt zu sein.

Alles Gute und viel Kraft bei der Suche nach Deiner ureigenen Therapieentscheidung. Nimm Dir die Zeit dazu, mit großer Wahrscheinlichkeit hast Du sie ohne ein Risiko einzugehen. Es ist eine Entscheidung, mit der Du bis zum Ende Deiner Tage leben wirst, das Du hoffentlich in hohem Alter vielleicht mit dem Prostatakrebs aber nicht unbedingt wegen des Prostatakrebses erreichen wirst. Die Chancen dazu stehen nicht schlecht. Nahezu 100% aller Männer sterben in hohem Alter (wenn sie die 80 bis 90 und mehr erreichen) mit dem Prostatakrebs, nicht an ihm. Dazu gehören auch solche, bei denen in deren 60er und 70er Jahren PCa befallene Zellen gefunden worden sind. Aber natürlich gilt: Wachsamkeit unter allen Umständen.
Grüße
Christian

LudwigS
28.01.2007, 12:50
Hallo Christian, es gab vor paar Tagen schon 2 getrennte Threads zu PUC68, deren Zusammenführung sich nicht besser machen liess als das Nachstehende zeigt.

http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?t=1167

Gruss Ludwig

Wolfgang A.
28.01.2007, 19:38
Hallo Christian,

sehen und abwarten hat nichts mit dem Alter zu tun. Es ist eine Entscheidung von Dummköpfen, egal welchen Alters.


Gruß

Wolfgang A.

ruggero1
28.01.2007, 20:24
Lieber Wolfgang A.,
solltest du ausdrücken wollen, dass alle diejenigen, die "Wait and See" praktizieren, Dummköpfe sind, so gehöre ich ebenfalls zu diesen - und das aus gutem Grund (diploide PCa-Zellkerne). Ich halte mich allerdings keineswegs für einen Dummkopf. Derartig undifferenzierte Meinungsäußerungen wie die deinige sind dem Forum nicht angemessen; ich bitte dich, doch argumentativ zu schreiben oder das Forum zu verlassen.
Ruggero

Schorschel
28.01.2007, 20:38
Hallo Christian,

sehen und abwarten hat nichts mit dem Alter zu tun. Es ist eine Entscheidung von Dummköpfen, egal welchen Alters.


Gruß

Wolfgang A.


Etwas Dummköpfigeres habe ich selten hier im Forum gelesen...

Schorschel
(auch ein Dummkopf)

cligensa
28.01.2007, 22:36
Hallo Christian,

sehen und abwarten hat nichts mit dem Alter zu tun. Es ist eine Entscheidung von Dummköpfen, egal welchen Alters.


Gruß

Wolfgang A.

Hallo Wolfgang,
es ist schon schlimm, wenn Patienten untereinander sich schaden wollen. Das tut man nämlich dann, wenn aggressiv eine Meinung vertreten wird, die eindeutige und klare wissenschaftliche Studienergebnisse einfach zum Schaden von Patienten ignoriert. Nicht nur die skandinavische Studie sagt aus, dass Wait and See genau so viel zum Überleben der Männer über 65 Jahren beiträgt wie eine radikale Operation (was nicht heißt, dass das alles ist, was man machen kann), sondern die Europäische Studie zum PSA-Screening hat in ihrem Zwischenergebnis auf der Basis einer durch Zufallsverfahren ausgewählten (randomisierten) Vergleichsgruppe nachgewiesen, dass etwa ein Drittel aller neudiagnostizierten Patienten, bei denen befallene Prostatakrebszellen durch eine Biopsie gefunden worden sind, in ihrer Lebenszeit keine Therapie benötigen.
Aber Ignoranten gibt es halt überall und manchmal is es nicht Ignoranz sondern nur der Kampf ums Einkommen. Der Patient, der keine Therapie erhält, bringt auch kein Geld in die Kassen. So einfache Dinge tragen manchmal zur Meinungsbildung bei. Bei uns zieht das aber nicht.
Grüße
Christian

Puc68
02.02.2007, 18:34
Ich habe mich für eine RPE mit Bauchschnitt entschieden und suche schon mal eine geeignete Rehaklinik. War schon jemand in der Röpersbergklinik bei Ratzeburg oder hat jemand eine andere Empfehlung? Ich bin 59 Jahre und eigentlich sportlich noch recht gut drauf. Da ich aus Niedersachsen komme, wäre Süddeutschland nicht so angenehm. Wer hat Erfahrungen mit Bad Zwischenahn gemacht? Gibt es so etwas wie Klinikbewertungen im Internet??
Gruß Peter

Helmut.2
02.02.2007, 22:30
Lieber Puc68,

ich möchte mich ja nicht aufträngen aber Dir kann kein Operateur garantieren, daß Du nach der RPE kontinent bist. Gehe mal auf die Websit hier, da kanst Du dich besser über die Kurklinik informieren.

http://www.kliniken-hartenstein.de/quellental/default.htm

OliverB hat es Dir schon angetragen, WinfriedW was auch erst letztes Jahr da und viele ander aus dem Forum! Ich glaube nicht, daß Einer Negativ davon berichten kann.

Gehe mal in die Suchmaschine Google und gebe Quellentalklinik ein, da wirst Du auch KISP - www.prostatakrebse.de (http://www.prostatakrebse.de) darin finden! Na wenn das keine Info ist dann weiß ich nichts mehr und ich habe Erfahrung von über 8 (Acht) ReHa und AHB Kliniken!

Zu deiner OP wünsche ich Dir alles Gute und einen angenehmen AHB
Helmut

schicko
07.02.2007, 15:12
Ich bin neu in diesen Forum,drum möcht ich mich kurz einbringen.
Bei mir wurde ebenfalls die minimal-invasive Op (nEERPE) durchgeführt.
Die OP war anfang November 2006 anschliesend drei Wochen AHB.
Seither hab ich mit Inkontinenz und Erektionsstörung zu kämpfen.