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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Adressen von Labors, die ultrasensitive PSA-Messungen durchführen können



RalfDm
12.05.2006, 11:20
Liebe Mitstreiter,

es gibt einen neuen "KISP-Text" (Nr. 22), eine Aufstellung von Labors, die in der Lage sind, PSA-Bestimmungen mit einem Assay der Dritten Generation durchzuführen. Die Liste wurde mir von der Firma DPC Biermann GmbH zur Verfügung gestellt, die diese Labors abgefragt hat.
Es mag noch mehr Labors geben, die einen Assay der Dritten Generation von DPC verwenden, die aber nicht ihr Einverständnis gegeben haben, dass sie auf dieser Seite genannt werden (oder auf eine diesbezügliche Anfrage nicht reagiert haben). Um wieviele es sich dabei handeln könnte, entzieht sich meiner Kenntnis.
Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei HelmutS, der den Kontakt zur o. g. Firma hergestellt, von Zeit zu Zeit dort nachgefragt und und so das Verfügbarmachen dieser Liste möglich gemacht hat.
Schön wäre es, wenn es noch mehr solcher unaufgeforderten Initiativen gäbe.

Ralf

astral
12.05.2006, 13:28
Hallo,
Fragen zu den PSA Bestimmungen:

Worin ist der Unterschied zu Zweiten Generation, evtl Link auf Infos im Internet?

Wo liegt bei der Dritten Generation der kleinste Messbare Wert?

Bei Ergebnissen, welche 0,008 ng / l aufweisen ist der Wert aus meiner Sicht zweifelhaft.
Sind die Geräte tatsächlich mit einer derart hohen Empfindlichkeit ausgestattet?
Astal

RalfDm
12.05.2006, 14:55
Hallo Astral,

Deine Fragen werden am besten von einem Fachmann beantwortet:
Dr. Jonathan McDermed: "Das intelligente Verwenden des PSA für das Management von Prostatakrebs", KISP-Texte, Nr. 51 (derzeit).

Ralf

HWLPORTA
13.05.2006, 12:58
Hallo Astral,
liebe Mitstreiter,

In einer Untersuchung der Klinik und Poliklinik für Urologie und des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin am Universitätsklinikum Münster zusammen mit der Charité Berlin wurde zum Thema "untere Nachweisgrenze bei ultrasensitiven PSA-Meßverfahren" u.a. ausgeführt:

Zitat:
"Was unter einen "ultrasensitiven" Meßverfahren für PSA zu verstehen ist, wurde bisher nicht definiert. Die Verwendung des Begriffes in der Literatur schließt jedoch meist diejenigen Meßverfahren ein, deren analytische untere Nachweisgrenze deutlich unter 0,5 ng/ml PSA liegt. Die klinische Bedeutung "ultrasensitiv" gemessener PSA-Werte nach radikaler Prostatektomie wurde bislang nicht bewiesen. Positive Vorhersagewerte für die Erkennungm eines Tumorrezidivs wurden bislang nicht angegeben oder ergaben nur bei einem Dritteln der Patienten vor meßbaren PSA-Konzentrationen im Standard-Meßverfahren Hinweise auf ein Tumorrezidiv, wobei bei einem weiteren Drittel der Patienten das "ultrasensitive" Testverfahren ein Tumorrezidiv anzeigte, das sich in der weiteren Verlaufsbeobachtung jedoch nicht bestätigte....."

In einer Graphik wurden zu einigen Meßverfahren untere Nachweisgrenzen angegeben.

AUN = analytische untere Nachweisgrenze (PSA ng/ml)
BUN = biologische untere Nachweisgrenze (PSA ng/ml)

Verfahren------------------AUN----------------------BUN

Tandem-E
Hybritech------------------0,5-----------------------0,5
Roche
Enzymun-------------------0,05----------------------0,3
Chiron
ACS------------------------0,09---------------------0,21
Cispack 2.US
CIS------------------------0,05----------------------0,27
Immolite
DPC------------------------0,04----------------------0,1
Immulite 3rd
Generation DPC--------------0,01---------------------0,03
Rosoh
Eurogenetics----------------0,07----------------------0,69

Vom Hersteller angegebene analytische untere Nachweisgrenze im Vergleich zur biologischen unteren Nachweisgrenze für sechs verschiedene Testverfahren (Gesamt-PSA).

Unter der Rubrik Analytische und biologische Nachweisgrenze "ultrasensitiver" Meßverfahren wird u.a.ausgesagt, daß für die klinische Interpretation die aussagekräftigere Beschreibung der unteren Nachweisgrenze die biologische untere Nachweisgrenze ist.

Anm.: Es ist möglich, daß sich die erwähnten Nachweisgrenzen nach Erscheinungsdatum der o.a. Studie bei einigen Herstellern verringert haben.

Interessenten für die vollständige Studie "Unterschiede zwischen Bestimmungsverfahen für das prostataspezifische Antigen" (Axel Semjonow et. al.) mit Graphiken und molekularen Abbildungen sende ich auf Wunsch gern zu. Bitte private eMail-Adresse angeben.

Viele Grüße
HWL

astral
13.05.2006, 14:40
Hallo, liebe Mitstreiter,

mein letzer Laborwert am 21.04.2006 war:

PSA (Roche) 0,00800 ng/ml

es stand aber erstmals bei dem Laborausdruck dabei:

Der vorstehende Test misst das Gesamt-PSA (frei und gebunden)!
Sensitivität: 0,002 ng/ml

des weiteren:

PSA frei (Roche) 0,010
PSA Quotient (*)
(*) nicht berechenbar


Damit gehe ich von einer Messapparatur der Dritten Generation aus.

Astral