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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Klinikaufenthalt nach OP



Puc68
13.02.2007, 08:40
Wie lange verbleibt man "normalerweise " nach einer OP mit Bauchschnitt
in der Klinik und wie " fit" ist man dann im günstigsten Fall? Ich bin 59 und sportlich fit.
Gruß Puc 68

Mistral1
13.02.2007, 09:51
Also, ich habe meine Op seit 3mon. hinter mir. Ich bin einen Tag vorher rein am nächsten OP. Am 7tg. wurde der Katheter gezogen und war sofort Kontinent bis zum heutigen Tag. Am 8tg. wurde ich dann entlassen. Es kommt natürlich darauf an, dass die Harnröhre dicht ist. Wenn dies der fall ist und Du sonst keine Probleme hast, wird das, denke ich bei Dir genauso ablaufen.
Solltest Du noch fragen habe melde dich. Wo wirst Du denn operiert?

vaukaa
13.02.2007, 10:09
@Puc
Nach Op dauert es meiner Erfahrung nach 3-4 Monate bis du wieder sporttechnisch auf der Höhe bist, radfahren geht z.B. erst nach 3 Monaten, joggen je nach früherer Fitness etwas früher. Aber - sei doch nach dann überstandener OP erst mal froh und glücklich und genieße auch mal totales Nichtstun, es muß doch nicht schon gleich Marathon sein!
Werde dir vor allen Dingen klar, was da in deinem Körper gewachsen ist - etwas, das dir an's Leben will- da mußt du nicht gleich fragen, wann du wieder fit bist. (Das wird schon wieder)
Laß dich nach der OP pflegen während einer guten AHB in einer schönen Gegend, genieße ein gutes Glas Rotwein oder Bier oder... und lebe!

Das wünscht: Volker

WinfriedW
13.02.2007, 10:11
Wie lange verbleibt man "normalerweise " nach einer OP mit Bauchschnitt
in der Klinik und wie " fit" ist man dann im günstigsten Fall? Ich bin 59 und sportlich fit.Das ist von Fall zu Fall und von Klinik zu Klinik etwas unterschiedlich. Manche Kliniken versuchen den Patienten möglichst schnell los zu werden.

Ich wurde am 12. 03. 06 stationär aufgenommen und am 13. 03. operiert. Am 27. 03 wurde der intraoperativ eingelegte Blasenkatheter gezogen und Entlassung war am 29. 03. 06. Bei Entlassung war die Operationswunde äußerlich verheilt.

Das ist eine relativ lange Liegezeit. In manchen Häusern wird der Katheder bereits nach einer Woche gezogen und es sind auch schon Fälle bekannt geworden, wo Patienten mit Blasenkatheter entlassen wurden.

Ich weiß nicht, ob eine mögl. kurze Liegezeit das vorrangige Ziel sein sollte. Wichtiger wäre mir das Operationsergebnis. Für ein gutes Operationsergebnis bleibe ich gerne eine Woche länger im Krankenhaus.

Zusätzlich solltest du auf jeden Fall 3- bis 4-Wochen Anschlussheilbehandlung (AHB) einplanen. Ich war bei Krankenhausentlassung weitgehend dicht und konnte die Reise zur AHB mit dem eigenen Auto antreten.

WW

wowinke
13.02.2007, 11:34
Hallo PUC,
der grenzende Faktor ist die Verheilung der Anastemosenaht, Stossstelle der beiden Harnröhrenstüpfe, dies muss dicht sein bevor der Katheter gezogen werden kann. Nach meinem Kenntnissstand ist die bereits nach ca. 7 Tagen erfolgt. Diese Zeit hat sich nach Erfahrungen meines Operateurs allerdings in Vergangenheit aus seiner Sicht als nicht ausreichend erwiesen, weshalb er auf 12 Tage Verbleib des Katheters geht. Allerdings muss dies Zeit nicht zwingen im Krankenhaus
verbracht werden, wenn die " Infrastruktur zu Hause" stimmt. Ich habe es dennoch vor gezogen dort zu bleiben.

Die OP war am 20.01.2005.
Ich war in der Lage ab dem 2 Tag auf stehen und zunächts 2x1/2h morgen und mittags spazieren zugehen was ich dann sukzesive auf 2Xh gesteigert habe. Ich habe mir für den Katheterablauf einen Beinbeutel geben lassen.
Im Grunde war ich nach dem Krankenhause für meinen Bürojob fit genug.

Bin dann anschliessende Ende Januar dennoch direkt 3 Wochen in AHB und habe dort sie Spaziergänge ausgebaut.

Ich habe die AHB Einrichtung so gewählt, dass ich von dort einfach zu wichtigen Besprechungen im Büro sein konnte. Ab Anfang März, bis dahni warens es dann 5,5 Wochen, war ich dann wieder voll im Einstatz.
Mitte April für eine Woche geschäftlich in den USA, und dort am Wochenende zu einer 3 Stunden Wanderung in den sleeping bear dunes am lake Michigan. Im Mai dann war ich für eine Woche in Südtirol mit täglichen Touren 3-5h.
In 2006 den im Juni wieder des Programm in Südtirol mit längeren Touren und die Teilnahme an Radtouristikfahrten an den Wochenenden mit Streckenlängen bis 120 Km (5-6 h).

Ich war 49 bei der Op.

Gruß und alles alles Gute

wowinke
13.02.2007, 11:35
Hallo PUC,
der grenzende Faktor ist die Verheilung der Anastemosenaht, Stossstelle der beiden Harnröhrenstüpfe, dies muss dicht sein bevor der Katheter gezogen werden kann. Nach meinem Kenntnissstand ist die bereits nach ca. 7 Tagen erfolgt. Diese Zeit hat sich nach Erfahrungen meines Operateurs allerdings in Vergangenheit aus seiner Sicht als nicht ausreichend erwiesen, weshalb er auf 12 Tage Verbleib des Katheters geht. Allerdings muss dies Zeit nicht zwingen im Krankenhaus
verbracht werden, wenn die " Infrastruktur zu Hause" stimmt. Ich habe es dennoch vor gezogen dort zu bleiben.

Die OP war am 20.01.2005.
Ich war in der Lage ab dem 2 Tag auf stehen und zunächts 2x1/2h morgen und mittags spazieren zugehen was ich dann sukzesive auf 2Xh gesteigert habe. Ich habe mir für den Katheterablauf einen Beinbeutel geben lassen.
Im Grunde war ich nach dem Krankenhause für meinen Bürojob fit genug.

Bin dann anschliessende Ende Januar dennoch direkt 3 Wochen in AHB und habe dort sie Spaziergänge ausgebaut.

Ich habe die AHB Einrichtung so gewählt, dass ich von dort einfach zu wichtigen Besprechungen im Büro sein konnte. Ab Anfang März, bis dahni warens es dann 5,5 Wochen, war ich dann wieder voll im Einstatz.
Mitte April für eine Woche geschäftlich in den USA, und dort am Wochenende zu einer 3 Stunden Wanderung in den sleeping bear dunes am lake Michigan. Im Mai dann war ich für eine Woche in Südtirol mit täglichen Touren 3-5h.
In 2006 den im Juni wieder des Programm in Südtirol mit längeren Touren und die Teilnahme an Radtouristikfahrten an den Wochenenden mit Streckenlängen bis 120 Km (5-6 h).

Ich war 49 bei der Op.

Gruß und alles alles Gute
wolfgang

HorstK
13.02.2007, 13:11
Hallo Puc68,

am 30.08.06 wurde ich operiert (Bauchschnitt).

Radikale Prostatovesikulektomie mit Nervenerhalt beidseits, nachdem sich dies intraoperativ angeboten hat und ohne Probleme möglich war.
Die Gabe von Fremdblut war nicht erforderlich.
Nach Entfernung des Dauerkatheters am 6. postoperativen Tag stellte sich sofort perfekte Kontinenz ein.

Am 09.09.06 Entlassung und die ca. 290 Km Heimreise mit dem Auto angetreten.

Eine AHB oder Reha war nicht erforderlich.
Ich bin 68 Jahre und altersentsprechend fit.

Gruß, Horst

Michael
13.02.2007, 16:40
Hallo Puc,
mein Klinikaufenthalt dauerte genau 2 Wochen, wobei auch ich am darauffolgeneden Tag nach der Aufnahme operiert wurde , allerdings haben schon vorher enige OP-Vorbereitungen stattgefunden.
Also insgesamt waren es bei mir 2 Wohen Klinikaufnethalt + 4 Wochen zu Hause zum Wiedereinfangen (die brauchte ich aber) also 6 Wochen nach der OP durfte ich voll arbeiten. Gut, ich habe dann meine Beschäftigungszeit um 2 Stunden täglich gekürzt. Eine AHB war nicht drin.





Eine AHB oder Reha war nicht erforderlich.
Ich bin 68 Jahre und altersentsprechend fit.

Gruß, Horst

Hallo Horst,
eine starke Leistung von Dir. Hut ab.
Allerdings wurde ich ein wenig umfangreicher und radikaler "angegangen", durfte dafür aber etwas jünger sein.

Alles Gute
Michael

wassermann
13.02.2007, 17:52
Hallo Puc68 und alle anderen,

auch wenn es kaum mehr Informationswert hat, gebe ich hier auch noch meinen Senf dazu. Mein Beitrag soll auch anderen Lesern, die sich für die OP entscheiden, die Angst davor etwas nehmen!

Im KH
- am 2. Tag Aufstehen und Gehen
- immer schmerzfrei (Schmerzmittelpumpe nicht benötigt)
- am 7. tag Kathederentfernung, völlige Kontinenz schon in der folgenden Nacht
- Entlassung am 8. tag, Heimreise alleine per Bahn

Nachher:
- keine AHB oder Reha, da kein Bedarf und Abraten durch versch. Ärzte
- Selbstversorgung ab 1. tag nach Entlassung
- ausgedehnte Spaziergänge und Autofahrten ab 3. Tag
- kleinere Bergtouren und Wanderungen ab 2. Woche
- Urlaubsfahrt in der 3. Woche (Auto)

-7 Wochen nach OP: Arbeit voll

- 2 Monate nach Entlassung: Bergtouren 5-7 Stunden
- 5 Monate nach Entlassung: Bergtouren 9-10 Stunden, Schwimmen etc

Nie Beschwerden igendwelcher Art; 1 Harnwegsentzündung bakteriell

Narbe kaum mehr sichtbar (11 Monate danach)

Fitnessgefühl (fast) besser als vorher!!!
Kleiner Nebeneffekt: mit dem neuen Strahl hast du wieder Chancen beim Weitpinkelwettbewerb!!!

Kurz: Empfehlenswert, wenn nur der Krebs nicht wäre..................

Alles Gute
Wassermann