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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medikamente und Neuropathie



jürgvw
16.05.2006, 17:47
Hallo Mitstreiter!

Neuropathie bedeutet, stark vereinfacht ausgedrückt, eine Funktionsstörung oder eine krankhafte Veränderung von Nerven, welche ihre Fähigkeit, elektrische Impulse zu leiten, beeinträchtigt. Typische Zeichen sind Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Brennen in den Finger/Händen und/oder Zehen/Füssen, Muskelschwäche, Ausfall der Sensibilität und Schmerzen.
Mein Urologe hat in den letzten paar Monaten festgestellt, dass sechs seiner Patienten an Neuropathie leiden; alle sechs werden mit Zoladex behandelt. Das kann Zufall sein und braucht mit Zoladex nicht den geringsten Zusammenhang zu haben.

Trotzdem würde es meinen Urologen interessieren, ob auch andere mit Zoladex behandelte PK-Patienten solche Symptome festgestellt haben, ohne deren Ursache zu kennen. Ich erwarte gerne Rückmeldungen, sei es im Forum, sei es als private Nachricht.

Vielen Dank für die Mitarbeit!

Jürg

Günter 38
17.05.2006, 13:09
Hallo Jürg

Ich habe 2 Jahre Zoladex-3Monatsspritzen gemacht. Von den aufgezählten Symtomen ist nichts aufgetreten.

gruss Günter

eckoolk
30.09.2007, 16:27
Hallo Jürg!
Stichwort: Neuropathie
ICH habe die gleichen Funktonsstörungen wie angegeben.
Ich bitte Dich um Rat!
Danke Ecko

Harro
30.09.2007, 18:49
Fehl am Platz PCa

Hallo, Jürg, ich habe vor ein paar Tagen hier zu lesen bekommen, daß Neuropathie oder auch Polyneuropathie nichts in diesem Forum zu suchen hätten. Umso mehr freue ich mich, daß Du nun auch erfahren mußtest, in welchem Zusammenhang unser gemeinsames Problem PCa mit dieser Erkrankung steht. Ich weiß inzwischen daß es mehr als 1000 Möglichkeiten gibt, diese gefährliche Krankheit zu bekommen. Schlimm ist aber, daß man mir nach stundenlangen, teilweise sehr schmerzhaften Untersuchungen am Ende nur bescheinigt hat, daß es schon chronisch sei und man aber nicht habe ermitteln können, worauf das Kribbeln etc. zurückzuführen sei. Eine angebotene stationäre weitere Untersuchung mit einer Mindestdauer von 3 Tagen ohne eine verbindliche Garantie, die Ursache der Beschwerden herauszufinden, habe ich zunächst abgelehnt, obwohl meine Privatkrankenkasse das bezahlt hätte. Diese schleichende Krankheit ist so schwer zu behandeln, obwohl ein Forumsmitglied mit regelmäßigen Entnahmen von Nervenflüssigkeit eine gewisse Stabilität erreicht hat, daß ich selbst zunächst abwarten möchte, wie sich das weiter entwickelt. Allein mit B 6 + B 12 sowie Folsäure ist das wohl kaum in den Griff zu bekommen. Bitte, wäge das sorgfältig ab. Ich habe übrigens DHB mit Zoladex durchgezogen und dann IMRT.

"Auch in einer Glasscherbe spiegelt sich der Himmel"

Grut Hutschi

VThorsten
30.09.2007, 19:16
Hallo Jürg,
Hallo eckoolk,
ich habe die gleichen Funktionsstörungen wie angegeben. Nur das ich Eligard-3Monatsspritzen+Proscar+Casodex 150 nehme, und wegen der neurophatischen Symthome/Schmerzen nehme ich seit Okt-2006 Celebrex-200 (1-0-1 täglich).
Ich hatte vorher jeden Morgen total taube - steife Finger und Hände es dauerte teils 4-5h bis ich die Finger/Hände relativ normal bewegen konnte.
Mit der Einnahme von Celebrex hat sich das deutlich gebessert.

Grüsse aus Berlin
Veit

jürgvw
30.09.2007, 19:57
Hallo Ecko

vorweg muss ich einen Irrtum von Hutschi richtigstellen: Ich selber habe Glück und trotz jahrelanger Zoladexspritzen keine Neuropathie bekommen; mein ursprünglicher Beitrag beruhte auf einer Frage meines Urologen, dem aufgefallen war, dass sechs seiner Patienten an Neuropathie leiden. Ich habe übrigens auch nie behauptet, das Thema Neuropathie gehöre nicht ins Forum; bei chemotherapeutischer Behandlung ist dies nämlich eine der häufigsten Nebenwirkungen.

Dir, Ecko, kann ich leider keine Vorschläge im Hinblick auf eine Behandlung machen. Immerhin habe ich in einer Fachinformation (leider nur für Ärzte & Co. zugänglich) den Hinweis gefunden, dass bei neuropathischem Schmerz Antidepressiva und Antikonvulsiva hilfreich sein sollen. Gleichzeitig wird aber betont, die Behandlung von Neuropathien sei schwierig, und die Problematik werde oft unterschätzt. Immerhin hast Du ja von Veit schon einen Hinweis bekommen, der Dir weiterhelfen könnte.

Es ist möglich, dass Celebrex bei Dir versagt, oder dass Du Gründe hast, auf einen entsprechenden Versuch zu verzichten. In diesem Fall, so scheint mir, wäre es zweckmässig, ein Schmerzzentrum aufzusuchen; ich stelle mir vor, dass dort am ehesten Spezialisten anzutreffen wären, die sich in der heiklen Materie auskennen.

Deinen Hinweis werde ich, wie auch jenen von Veit, meinem Uro mitteilen - besten Dank für die Information.

Alles Gute wünscht Dir

Jürg

Harro
01.10.2007, 08:31
Richtigstellung

Hallo, Jürg


Ich habe übrigens auch nie behauptet, das Thema Neuropathie gehöre nicht ins Forum; bei chemotherapeutischer Behandlung ist dies nämlich eine der häufigsten Nebenwirkungen.

Diese Bemerkung kam nicht von Dir, wie Du irrtümlich angenommen hast. Das stand in einem anderem Beitrag, wo der Leser meinen Thread hierzu, den ich, weil ich selbst Rat benötigte, in die Rubrik "Erste Hilfe" gestellt hatte, in die Plauderecke verlegen wollte.

Übers Wochenende stieß ich aber nun auf einen Artikel in einer kleinen Sonderausgabe der Zeitschrift "Tithon", der sich so liest:
Besonders Ältere betroffen - Gene Schuld am Kribbeln in den Beinen
Jeder zehnte ältere Deutsche kennt das: Die Beine kribbeln. der Drang nach Bewegung wird übermächtig. Besonders in der Nacht treibt dieses sogenannte Restless Legs Syndrom (RLS) die Betroffenen aus dem Bett. Ein Team internationaler Forscher um Juliane Winkelmann vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München hat jetzt genetische Ursachen für diese Krankheit entdeckt. Die Wissenschaftler konnten drei Regionen des Erbguts identifizieren, die für das RLS verantwortlich gemacht werden. Veränderungen in diesen Regionen erhöhten das Risiko, an kribbeligen Beinen zu erkranken, um mehr als 50 Prozent, so die Forschergruppe.
Um dem Geheimnis des RLS auf die Spur zu kommen, hatten die Wissenschaftler das Erbgut von 401 betroffenen Patienten mit dem Erbgut von 1644 gesunden Kontrollpersonen verglichen, wobei rund 236000 Genom-Bausteine untersucht wurden. Dabei stießen die Forscher auf bestimmte Regionen, die bei den von RLS Betroffenen verändert waren. Diese Regionen sind unter anderem für die Entwicklung der Beine, der Muskeln und derjenigen Nerven zuständig, die Schmerz und Bewegung übermitteln. Ein weiteres identifiziertes Gen sei für die Produktion des Nervenbotenstoffes Dopamin verantwortlich, so die Experten. Dadurch lasse sich endlich erklären, warum ein synthetisches Dopamin-Präparat bei der RLS-Therapie anschlage. Das Restless Leg Syndrom, eines der häufigsten Nervenleiden in Deutschland mit steigender Tendenz, tritt besondersn im Alter auf.
Siehe hierzu auch : http://de.wikipedia.org/wiki/Dopamin

In dieser kleinen Ausgabe mit der Überschrift "Das Magazin für ein gesundes Leben" Ausgabe 1/07 ist auch ein Link vom UKE aus Hamburg
im Zusammenhang mit einer Werbung für das "Medizinische PräventionsCentrum Hamburg (MPCH) abgedruckt unter der Flagge
"Ganzkörper-Check-up in vier Stunden" www.mpch.de (http://www.mpch.de)



"Erst wenn die Klugheit ihre Verschlagenheit verliert, wird sie zur Weisheit" (Rabindranath Tagore)

Gruß Hutschi

Jürgen M.
01.10.2007, 10:57
Hallo Jürg und Forum,

ich kenne ebenfalls das Taubheitsgefühl und Kribbeln in Händen und Beinen (dort hatte ich noch zusätzlich schmerzhafte Wadenkrämpfe). Da ich auch THALIDOMID nehme, habe ich diese Störungen diesem Medikament zugeschrieben und die Dosis halbiert (alle 2 Tage 1 x 50 mg), was zu einer leichten Verbesserung geführt hat. Vor allem die Wadenkrämpfe sind unter der zusätzlichen Einnahme von MAGNESIUM (MAGNEROT CLASSIC) fast verschwunden.
Allerdings nehme ich auch seit ca. 1,5 Jahren ZOLADEX als 3-Monatsdepot. Ein Zusammenhang mit den Gefühlsstörungen ist dadurch auch möglich. Auf alle Fälle sind die Bestätigungen einzelner Forumsteilnehmer sehr interessant.

Schöne Grüße
Jürgen M.

Heribert
01.10.2007, 11:52
Hallo lieber Hutschi


Übers Wochenende stieß ich aber nun auf einen Artikel in einer kleinen Sonderausgabe der Zeitschrift "Tithon", der sich so liest:
Besonders Ältere betroffen - Gene Schuld am Kribbeln in den Beinen

Ich hoffe nicht, dass Du diesem Artikel zu viel Bedeutung beimisst. An RLS Erkrankte haben immer dann wenn sie zur Ruhe kommen, regelrecht zappelige Beine. Sie können nie durchschlafen, sind nach 30 Minuten wieder wach. Diese Menschen sind gegenüber denen mit Neuropathien wirklich zu bedauern.
Um die Polyneuropathie zu lindern oder sie vollständig in den Griff zu bekommen gilt: Vollständige Alkoholkarenz, Unterstützung mit Vit B Komplex, und viel chininhaltige Getränke zu sich nehmen. In Bitter Lemon ist Chinin enthalten, welches das Kribbeln und auch Schmerzen eindämmt. Solltest Du allerdings mit Tinitus zu tun haben, ist es nicht ratsam chininhaltige Getränge zu konsumieren.
Darüber hinaus noch alles das, was die geschätzte Ärzteschaft aufzubieten hat, wenn Vorgenanntes nicht reicht.

Im Übrigen neigen Menschen mit errheblichem Gesundheitsrisiko dazu, ständig in sich hinein zu horschen und jegliches Zwicken im Körper als ernsthafte Erkrankung zu sehen.

Der von mir als Original und aus dem Kohlenpott stammende, sehr geschätzte Jürgen von Manger, ließ sich nach einer Frage zu seinem Wohlergehen, folgenden Satz einfallen: "Wenn Du über 50 bist und dir morgens Früh überhaupt nichts weh tut, sollte Deine Frau ans Telefon gehen und den Totengräber bestellen."

Ich wünsche allen eine kribbelfreie Woche
Heribert

Harro
01.10.2007, 12:55
Kribbel-Deuter

Hallo, lieber Heribert, lange nicht mehr so spontan und ehrlich gelacht. Es stimmt schon, daß man ständig in sich hineinhorcht, ob da nicht was ist oder gerade eben was war. Im Moment gebe ich mich ziemlich gelassen trotz dieser Kribbel/Krabbel-Attacken. Das Unangenehme ist eben, daß man ständig darauf wartet, daß es plötzlich stärker wiederkommt.

"Das Motto "Bleib dabei" hat die Probleme des Menschengeschlechts schon immer gelöst und wird sie auch weiterhin lösen" (Calvin Coolidge)

Gruß Hutschi

Heribert
01.10.2007, 13:24
Nein, lieber Hutschi


Das Unangenehme ist eben, daß man ständig darauf wartet, daß es plötzlich stärker wiederkommt.

es liegt mir fern, Deine vor ein paar Wochen geschilderten Beschwerden (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?t=2334) mit Drehschwindel und weiteren unangenehmen Attacken zu verniedlichen. Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass so Manches, was als Krank gedeutet wird, zum normalen Alterungsprozess dazu gehört. - Übrigens, mir gefällt das auch nicht.

Heribert

helmut (i)
01.10.2007, 15:12
Hallo PNP-Betroffene!
<o></o>
Ich gehöre ebenfalls zum Kreis derjenigen, die von Polyneuropathie betroffen sind. Die ersten leichten Symptome traten allerdings bereits vor der PK – Diagnose (2000) auf; eine Ursache konnte – wie meist – nicht festgestellt werden. Die anschließend durchgeführte DHB (unter Einsatz von Zoladex) war mit großen Problemen hinsichtlich der Beine verbunden. Nach Therapie – Ende konnte ich durch konsequentes Training wieder eine deutliche Besserung erzielen. Allerdings wurde das vorherige Niveau trotz Fitness – Studio, häuslicher Gymnastik, Wandern und diverser Therapie – Versuche nicht mehr erreicht.

<o></o>Lange Zeit habe ich den Zustand wohl als lästig, aber nicht als ernsthafte Erkrankung betrachtet, umso mehr, als das Befinden schwankte, zwischendurch auch Phasen relativer Beschwerdefreiheit auftraten. Seit einiger Zeit muss ich allerdings eine deutliche Verschlechterung feststellen, für welche jegliche Erklärung fehlt. Ausgeprägte Muskelschwäche, Verspannungen, Gelenkschmerzen, Koordinations - Schwierigkeiten, Unruhe, gestörte Sensibilität etc. führen zu Bewegungs -Einschränkungen und Gangstörungen.
<o></o>
Da mir Bewegung immer sehr wichtig war, möchte ich alles tun, um den Zustand zu verbessern, mindestens aber, eine weitere Verschlechterung zu vermeiden. Diverse Untersuchungen wurden bereits durchgeführt, weitere folgen in den nächsten Wochen. Es gilt zunächst, abzuklären, ob außer der bekannten PNP weitere Ursachen denkbar sind. Sollte dies ausgeschlossen werden, ist wohl daran zu denken, dass es therapiebedingte Spätfolgen sein könnten. Auch als paraneoplastisches Syndrom wird PNP bei Krebserkrankungen diskutiert.
<o></o>
Natürlich bin ich auch an einem Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen sehr interessiert. Unter www.polyneuropathie-forum.de (http://www.polyneuropathie-forum.de/) gibt es Möglichkeiten hierfür. Im Moment bin ich dabei, meine eigenen Erfahrungen in einem Bericht zusammenzufassen, denke aber, dass er hier (im PK-Forum) auf wenig Resonanz stoßen dürfte. Wer an der naturgemäß laienhaften und subjektiven Darstellung interessiert ist, bitte unter helmutm@illini.de anfordern.
Viele Grüße
Helmut

eckoolk
01.10.2007, 16:01
Hallo Mitstreiter!
Danke für Eure Antworten.Das ist eine super Gemeinschaft ,schnell,informativ und
voller Lebenskraft.
Betreff: Atrophie
Nach 14 Monaten Pause mit Trenantone-Elegard stellte ich einen Stillstand meiner Beschwerden fest.
Grüße Ecko
50% kann 100% Leben sein.

otto hugo
01.10.2007, 18:50
Liebe Freunde, ich muss mich leider auch zu diesem Thema, eingeschlafene bis schmerhafte Hände, melden. Seit Anfang 07 muss ich eine Hormontherapie ertragen. Näheres bitte ich meiner PKG zu entnehmen. Ich habe jetzt die 4. 3 Monatsspritze in mir. Die ersten zwei waren Zoladex und die beiden letzten Profact. Seit einem Monat werde ich in der Nacht mit tauben Händen wach und es dauert 20 Minuten bis ich sie unter Schmerzen wieder normal fühle. Ich habe vor einer Woche meinen Urologen darauf angesprochen und ihn gefragt, ob das ev. etwas mit der Therapie zu tun habe. Er bezweifelte das und riet mir, das von einem Orthopäden abklären zu lassen. Er vermute, dass diese Beschwerden durch die Halswirbelsäule ausgelöst werde.
Ich strebe nach Ablauf der jetzigen 3 Monatsspritze ein Intermittierung an, mal sehen, ob sich dann etwas bessert.
otto hugo

Helmut
01.10.2007, 19:50
Hallo otto hugo,

kann denn bei diesen Symptomen ein Karpaltunnelsyndrom oder eine Überdehnug der Ellenbogennerven - z.B. feststellbar beim Neurologen durch eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit - ausgeschlossen werden?

Alles Gute
Helmut

otto hugo
02.10.2007, 10:06
Hallo Helmut, Du fragst mich vielleicht Sachen. Das wär ja wieder ein ganz neues Schlachtfeld. Ich danke Dir jedenfalls für Deinen Hinweis, aber da möchte ich doch noch etwas abwarten.
otto hugo

Harro
04.10.2007, 09:22
Selbsthilfegruppe Polyneuropathie

Hallo, lieber Helmut (i) vielen Dank für Deine Schilderungen über den Ablauf Deiner Beschwerden wegen PNP. Inzwischen verfüge ich auch über Deine umfangreichen Aufzeichnungen hierzu. Unter dem folgenden Link habe ich eine SHG für PNP entdeckt:

http://www.aschaffenburg.de/wDeutsch/buerger/start/selbsthilfe.php

Ich könnte mir vorstellen, daß man über diesen Kontakt auch Zugang zu SH-Gruppen findet, die näher zum jeweiligen Wohnort liegen.

"Demut ist die dem Menschen eigentümliche Würde vor Gott"
(Gertrud von Le Fort - deutsche Dichterin)

Gruß Hitschi

Harro
04.10.2007, 09:42
Karpaltunnelsyndrom

Hallo, Helmut, mit diesem Thema habe ich mich auch einmal beschäftigt als es um die sog. Sehnenverkürzung der Hände ging. Das kam aber hierfür nicht in Frage und hat wohl auch mit PNP nichts zu tun. Siehe hierzu auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Karpaltunnelsyndrom

Es handelte sich letztlich nur um die bei Männern häufiger vorkommende
Dupuytren-Krankheit. Siehe hierzu:
http://www.aerztlichepraxis.de/rw_4_Lexikon_HoleEintrag_13954_Eintrag.htm

@ Hallo Otto-Hugo, wegen der vermuteten Halswirbelsäule als Auslöser für die von Dir geschilderten Probleme habe ich auch etliche Untersuchungen bei Radiologen in den letzten Jahren vornehmen lassen. Alle ohne Befund. Diese Überprüfungen solltest Du Dir ersparen.
Ansonsten kann ich uns Betroffenen nur genügend Geduld wünschen, denn oft kommt am Ende eines Befundes nach einer zeitraubenden Untersuchung der Hinweis auf unklare Genese.

"Der Maßstab des Lebens ist das Wohlverhalten, nicht aber die Länge der Zeit" (Plutarch)

Gruß Hutschi

Harro
05.10.2007, 08:53
Untersuchungsbefund

Hallo, mit dem nachfolgenden Bericht möchte ich allen, die sich bislang in diesem Thread zu Wort gemeldet haben und auch die, bei denen sich ähnliche Symptome gezeigt haben, die hierzu erforderlichen Informationen zur Überprüfung von vermuteter PNP geben.

Nachfolgend berichte ich über die Ergebnisse Ihrer ambulanten Konsultation am 19.9.2007.
Diagnose: Sensomotorische axonale Polyneuropathie im chronischen Stadium.
Grund der neurologischen Vorstellung war der Ausschluss einer Polyneuropathie bei transientem Kribbeln in beiden Füßen vor 2 Wochen. Sie haben das Ereignis auf zu fest sitzende Schuhe zurückgeführt, nach einem Schuhwechsel verschwanden die Symptome gänzlich.
Klinisch neurologisch konnten keine wesentlichen Anhaltspunkte für eine Polyneuropathie festgestellt werden. Die Muskelreflexe der unteren Extremitäten waren beidseits nicht erhältlich. Es ließen sich aber keine Paresen oder sensible Defizite feststellen, die Vibrationsprüfung beidseits malleolär war sogar 8/8. Insbesondere ergaben sich keine Hinweise für eine sensible Ataxie. Im Gegensatz zum klinischen Befund fand sich in den motorischen Neurographien eine reduzierte EMAP-Amplitude und im mNLG bei verlängerter dml im N. peroneus rechts eine leicht reduzierte EMAP-Amplitude bei reduzierter mNLG im N.tibalis rechts und eine leicht reduzierte mNLG bei normwertiger EMAP-Amplitude im N. medianus rechts.
Darüber hinaus zeigten sich verlängerte F-Wellen-Latenzen im N. peroneus und N. tibalis rechts.
In den sensiblen Neurographien fanden sich deutlich reduzierte SNAP-Amplituden im N. suralis links. Hinweise auf eine Pyramidenbahnschädigung
fanden sich in den motorisch evozierten Potentiale nicht. In den sensorisch evozierten Potentiale der oben Extremität fand sich eine deutliche Seitendifferenz mit niedrigen Amplituden im N. medianus rechts, im Sinne einer affarenten Störung.
Insgesamt sprichtdie Befundkonstellation für eine beinbetonte sensomotorische axonale Polyneuropathie im chronischen Stadium ohne klinische Relevanz. Ich halte daher, bei fehlendem Hinweis auf eine akute Nervenschädigung und fehlender neurologischer Ausprägung der lediglich elektrophysiologisch feststellbaren Polyneuropathie, eine weitergehende stationäre Diagnostik nicht für indiziert. Eine neurologische Verlaufsuntersuchung in 1 Jahr wäre sinnvoll. Prof. Dr. S. Meairs

So weit, so gut. Weiter beobachten.

Gruß Hutschi

Tinka
15.10.2007, 17:53
Hallo lieber Jürg,

Michael bekam am 8.10. erstmals Zoladex und siehe da, in den letzten Tagen hat er "Blitze". Damit beschreibt er einen blitzartigen ziehenden Schmerz, der sich vom Beckenbereich zu den Beinen runterzieht und den er ziemlich unangenehm findet. Es ist nicht ständig vorhanden, eher in größeren Intervallen.

Ob's vom Zoladex ist? Keine Ahnung. Nach der Zometa-Infusion hat er auch immer Schmerzen im linken Kiefergelenk und auch ab und an diese "Blitze".

Lieben Gruß
Andrea

Klaus (A)
15.10.2007, 18:58
Hallo lieber Jürg,
Nach der Zometa-Infusion hat er auch immer Schmerzen im linken Kiefergelenk und auch ab und an diese "Blitze".

Lieben Gruß
Andrea


Hallo Andrea,

ich hatte in den letzten Monaten immer nach den Zometa Infusionen für ein paar Tage Schmerzen/Krämpfe in den Waden.

Beabsichtige, ab sofort auf Bondronat umzusteigen; überlege noch, ob Infusionen alle 4 Wochen oder Tabletten jeden Tag.

Schaue mal unter

http://www.docguide.com/news/content.nsf/news/852571020057CCF68525713B004EB2D4

http://www.druginfozone.nhs.uk/Record%20Viewing/vR.aspx?id=549458


http://www.pslgroup.com/dg/24dece.htm

Nebenwirkungen von Bondronat, vor allem was die Nieren anbelangt, sollen erheblich geringer sein bei gleicher Effektivität.

Grüsse --Klaus--

jürgvw
15.10.2007, 20:00
Hallo Tinka

Die von Dir beschriebenen Symtome sind mir neu; ich werde mich bemühen, darüber Näheres in Erfahrung zu bringen. Ein paar Unterlagen scheicke ich Dir direkt, weil ich im Forum keine Anhänge einfügen kann (es gibt Kollegen, die in dieser Hinsicht keine Probleme haben und vom Foto bis zum Dokument alles unterbringen - ich bewundere sie...).

Liebe Grüsse

Jürg

pkbach
27.02.2011, 13:39
Hallo an alle Betroffenen,
da diese Zeilen schon etwas älter sind, scheint es mir doch angebracht eine nebenwirkungsfreie Therapieform zu erwähnen.
Als physikalische Therapie wurden Polyneuropatiepatienten die sogenannten TENS-Geräte empfohlen, die einigen Patienten
etwas Hilfe brachten. In den letzten Jahren sind nun einige Studien gemacht worden, in denen die sogenannte HTEMS, also
"Hochtontherapie" bei Patienten mit Neuropathien getestet wurde. Die Erfolge waren überdurchschnittlich. Die Studien wurden zwar überwiegend
mit Diabetes II-Patienten durchgeführt, man hat aber erkannt, dass auch Patienten nach Chemotherapie oder nach Operationen
sowie Restless Legs von dieser Therapie profitierten.
Ausdrücklich möchte ich darauf hinweisen, dass nicht alle Patienten den Erfolg verspüren (ca. 80% laut Studien). Aber ein Versuch
sollte es allemal wert sein, zumal die Polyneuropathie lebensbegleitend ist.
unter www.hochtontherapie-koeln.de (http://www.hochtontherapie-koeln.de) kann man sich informieren.
Vielleicht ist dieser Hinweis ja doch ein Hoffnungsschimmer für viel Neuropathiepatienten.
Der Fairnis halber möchte ich darauf hinweisen, dass ich Vorträge zur Hochtontherapie bei Selbsthilfegruppen halte und fast täglich
mit Betroffenen zu tuen habe. Ebenso bin ich in Arztpraxen, Apotheken und in Kliniken zu Schulungszwecken.

Liebe Grüsse

pkbach