PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rückfall nach 8 Jahren



David81
18.03.2007, 12:23
Hallo,

ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben.

Meinem Vater wurde vor 8 Jahren die Prostata entfernt (Krebs). Nach weiteren 4 Jahren musste er bestrahlt werden. Jetzt ist sein PSA Wert wieder von 0,08 auf 0,2 gestiegen. Sein Urologe empfiehlt nun eine Hormonbehandlung. Mein Vater ist sich nicht sicher was er machen soll, vor allem auch wegen der Folgen eine Hormonbehandlung. Eine weitere Bestrahlung, die meines Wissens vom Arzt nicht angesprochen wurde, möchte mein Vater nicht, wegen der Erfahrung mit den Nebenwirkungen vom letzten mal.

Stimmt meine Vermutung, was ich glaube aus den Beiträgen im Forum herausgelesen zu haben, dass ein kontinuierlicher Anstieg der PSA Werte, was hier eher der Fall sein dürfte, als ein schneller Anstieg nach der OP, dafür spricht, dass es sich um verbliebene Krebszellen in der Prostatahöhle (?) handelt?

Käme ein Bestrahlung dann doch in Frage?

Soll mein Vater auch eine weitere Meinung, vielleicht die eines Onkologen, einholen? Sein Urologe ist sehr kompetent und mein Vater ist dort sehr zufrieden.

Wenn man eine Hormonbehandlung beginnen würde, "verbaut" man sich dann andere Behandlungsmöglichkeiten?

Ich würde mich freuen, wenn es hier Menschen mit Erfahrungen gibt, die etwas hierzu beitragen können. Gerne wäre ich auch bereit, zu versuchen weitere Werte meines Vaters in Erfahrung zu bringen.

Ich freue mich über jede Antwort,

viele Grüße,

David

Urologe
18.03.2007, 12:42
Hallo David,
es fehlen noch sehr viele Angaben die wichtig zur Beurteilung sind.

Wie erstelle ich eine-PK-Geschichte
http://www.prostatakrebse.de/ihr_krebs/homepage.html

Wichtig wäre eine TRUS durchzuführen, vielleicht sieht man ein Lokalrezidiv und könnte ggf. auch lokal therapieren.
Zweitbestrahlungen werden wegen möglicher Fistelbildung nur äusserst ungern durchgeführt.
Ansonsten wäre eine DHB zu erwägen - Pat. in seiner Konstellation profitieren laut. Strum besonders davon.

Gruss
fs

David81
18.03.2007, 13:36
Hallo Urologe!

Danke für die Infos. Eine TRUS wurde ohne Erkenntnisse durchgeführt.
Ich werde versuchen, möglichst bald eine PK-Geschichte zu erstellen und hoffe dann auf weitere Hinweise...

viele Grüße,

David

PS. Leider streiken Hausärzte und Urologen. Daher komme ich nicht an Informationen. Werde sie nachiefern..

Klaus (A)
18.03.2007, 17:42
Hallo David,

es gibt keine eindeutige Antwort zu Deiner Frage. Ob HB, DHB, Wait&See ---- es ist nicht vorhersagbar, was die beste Option ist (Las Vegas lässt grüssen).

Ich selbst wurde vor über 12 Jahren operiert, als mein PSA 6 Jahre nach OP den Wert von 0,2 erreichte, stand ich vor der gleichen Frage.

Einzelheiten meiner PK Karriere kannst Du meinem Profil entnehmen. Nach vergeblicher Bestrahlung der Loge ("Hoffnung" auf lokales Rezidiv), nach Bestrahlung einer kleinen Knochenmetastase vor über 2 Jahren habe ich heute ein PSA zwischen 1.2 und 1,5 schwankend und habe immer noch keinerlei HB gemacht. Durch regelmässige C-11 und F18 PET/CT Untersuchungen werde ich weiterhin sicherheitshalber prüfen, dass keine wenig PSA ausscheidenden Metastasen irgendwo wachsen.
Die ganzen vielen Jahre war es immer mein Bestreben, eine HB möglichst lange hinauszuschieben - eine HB ist für mich eine Art "letzter Pfeil im Köcher".

Wenn ich selbst in der Situation Deines Vaters wäre, ich würde
-- auf meine Ernährung und viel Bewegung achten;
-- ich würde in den nächsten Monaten erst einmal nur PSA Verlauf beobachten; villeicht würde es noch Jahre dauern, bis PSA von z.B. 1,0 erreicht ist.
-- ich würde mir eine "Schwelle" vorgeben, wie z.B. bei PSA von 1,5 und würde dann ein C-11 PET/CT machen lassen;

Das wäre meine Vorgehensweise - aber, wie gesagt, eine letzendlich mit Sicherheit richtige Antwort gibt es nicht.

Freundlicher Gruss -- Klaus

David81
06.04.2007, 16:50
Vielen Dank an alle, die mir mit den Antworten weitergeholfen haben. Ihr seid Super! Es ist gut, dass es dieses Forum gibt.

David81