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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bestrahlung bei hormonrefraktärem PK



BirgitMoetamedi
26.03.2007, 22:26
Hallo zusammen,

bei meinem Vater wurde im März 06 fortgeschrittener PK mit ossären Metastasen diagnostiziert (PSA 111, Grad 3, Gleason Score 5+4). Er wurde mit Eligard + Androcur therapiert.
PSA Juni 06: 3,25
PSA September 06: 2,45
PSA Dezember 06: 3,38

Den aktuellen PSA Wert von diesem Monat kennen wir noch nicht, da er nicht im Befund steht und meinem Vater nicht mitgeteilt wurde. Er ist aber wohl weiter gestiegen. Nun hat der Urologe eine Überweisung zur Bestrahlung ausgestellt.

Wie ich aus dem Forum entnehmen konnte, wäre doch die Standard-Therapie, wenn der PK hormonrefraktär geworden ist, eine Chemo mit Taxotere. Welchen Vorteil oder Sinn hat die Bestrahlung? Ist meine Schlussfolgerung, dass der PK nun hormonrefraktär ist, wahrscheinlich?

Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank.

P.S. Die gleiche Frage habe ich auch im Angehörigenformum gestellt, hier ist sie vielleicht besser aufgehoben?

Birgit
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Anonymous1
27.03.2007, 10:09
Hallo Birgit,

in der Tat ist Deine Anfrage hier auch richtig placiert. Deshalb auch hier meine Antwort:

Mit die wichtigste Behandlung für die ossären Metastasen Deines Vaters ist m.E. die Verabreichung von Zometa.

Weil Dein Vater ja schon ein ganzes Jahr die HB erhält und er die Metastasierung im Skelett bestimmt schon länger hat, könnte es sein, daß er bereits heftige Schmerzen in den Knochen hat. Dafür gibt es eine sehr wirksame, palliative Bestrahlung. Vermutungen auf andere Bestrahlungsformen machen keinen Sinn.

Unbedingt beim Urologen auf Bisphosphonat (Zometa) drängen. Über den relativ frühen Einsatz von Taxotere hat man unterschiedliche Ansichten. Hier im Forum hat sich dazu WinfriedW sehr viele gute Gedanken gemacht. Vielen seiner Gedanken dazu stimme ich zu und dehalb empfehle ich Dir, die entsprechenden Beiträge zu lesen.

Alles Gute Deinem Vater und nicht zuletzt auch Dir!
Gruß Dieter

WinfriedW
27.03.2007, 11:48
... Über den relativ frühen Einsatz von Taxotere hat man unterschiedliche Ansichten. Hier im Forum hat sich dazu WinfriedW sehr viele gute Gedanken gemacht. ...Wobei ein 78jähriger Mann möglicherweise größere Probleme mit den Nebenwirkungen von Taxotere bekommen könnte als ein 53jähriger.

Ich bin in der glücklichen Lage, erst 53 Jahre alt zu sein und niemals 78 zu werden :rolleyes:.

WW

Anonymous1
27.03.2007, 12:10
Wobei ein 78jähriger Mann möglicherweise größere Probleme mit den Nebenwirkungen von Taxotere bekommen könnte als ein 53jähriger.

Ich bin in der glücklichen Lage, erst 53 Jahre alt zu sein und niemals 78 zu werden :rolleyes:.

WW

Insbesonders vor dem Hintergrund Deines Alters möchte ich Dir wirklich nur als einzigstes Problem der Krankheit das Schwitzen wünschen

Gruß Dieter

shgmeldorf,Werner Roesler
27.03.2007, 13:27
Hallo zusammen,

bei meinem Vater wurde im März 06 fortgeschrittener PK mit ossären Metastasen diagnostiziert (PSA 111, Grad 3, Gleason Score 5+4). Er wurde mit Eligard + Androcur therapiert.

P.S. Die gleiche Frage habe ich auch im Angehörigenformum gestellt, hier ist sie vielleicht besser aufgehoben?

Birgit

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Hallo Birgit,

vielleicht sollten wir eher hier als im Angehörigenforum-Bereich versuchen, Eure Fragen zu diskutieren.
Schau aber dort nochmal mit Deinem Vater hinein.

Der Dieter hat "Zometa" angesprochen. Dein Vater hätte von Anfang an dieses Bisphosphonat erhalten sollen, eigentlich müssen. Hat er es bekommen?
Bei einem ossär metastasierten Prostatakarzinom ist das Standard!

So, Fragen über Fragen...

Bis dann!

Gruß Werner R.

BirgitMoetamedi
27.03.2007, 19:48
Hallo zusammen,

vielen Dank für die Antworten.

Zometa bekommt mein Vater nicht, ich habe aber am Montag ein Gespräch mit dem Urologen (den ich für sehr merkwürdig halte). Da werde ich Zometa ansprechen.

Nochmals lieben Dank und alles Gute für Euch!!!!

Birgit

Harro
28.03.2007, 18:28
Behandlung ossärer Metastasen

Hallo Birgit, bei meiner übereilten Antwort auf Deinen Thread hatte ich vor lauter Hektik wegen meines eigenen Therapieablaufes, nämlich IMRT, also intensitätsmodulierte Strahlentherapie, Deinen Hinweis auf osssäre Metastasen übersehen. Ich bitte um Nachsicht. Die Uni-Klinik Kiel für Nuklearmedizin bietet eine Therapie unter Verwendung von Rhenium 186 - HEDP + Samarium 153 EDTMP zur Behandlung ossärer Metastasen an. Auch eine Einbeziehung von Radio-Onkologie soll möglich sein.

Ein seriöser Radio-Onkologe würde mit Sicherheit vorher abklären wollen, was und wie bestrahlt werden soll. Daher mein Hinweis wegen Der Cholin-PET/CT. Ich bin bei Professor Wenz in der Uni-Klinik Mannheim in Behandlung. Ich kann nach meinen ersten Erfahrungen nur sagen, besser hätte ich es nicht treffen können. IMRT unter ständiger CT-Überwachung.
Falls Du Interesse hast, um ein erstes Kontakgespräch zu führen:
E-Mail frederik.wenz@radonk.ma.uni-heidelberg.de oder Privatsekretariat Tel. 0621-383-4960 Frau Ohlenberg

Viel Erfolg und beste Wünsche

"Die Art, wie man gibt, bedeutet mehr, als was man gibt"
(Pierre Corneille)

Gruß Hutschi