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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Knochenmetastasen bei PSA < 1



stehl-hofer
28.03.2007, 22:53
Hallo,

nachdem meinem Mann in 2001 die Prostata einseitg nervschonend entnommen wurde und in 2005 ein vermeintliches Rezidiv bestrahlt wurde, besteht nun im Knochenszintigramm der Verdacht auf 2 Knochenmetastasen in den Rippen.
Der PSA-Wert war nie höher als 2 und lag zuletzt weit unter 1.
Die Ärzte empfehlen jetzt zunächst ein CT, man glaubt wegen des niedrigen PSA-Wertes nicht an einen Zusammenhang mit Prostatkrebs.
Ich selbst bin da anderer Meinung und denke vielmehr, es handelt sich um einen besonders aggressiven Krebs, was nicht heißt, dass ich die Hoffnung aufgebe, sondern kämpfen will. Mein Mann, 54 Jahre, wir haben noch 2 schulpflichtige Kinder, ist nicht ansprechbar und verlässt sich auf die Ärzte. Noch geht es ihm auch sehr gut.
Welche Erfahrungen haben Betroffene hier mit ähnlichem Krankheitsbild gemacht? Und welche Therapien wurden eingeleitet? Ist eine Hormonblockade noch sinnvoll? Welche Rolle spielt der Testosteronwert?
Ich bin für jede Antwort dankbar.
Liebe Grüße,
Sonja

Michael
29.03.2007, 00:20
....man glaubt wegen des niedrigen PSA-Wertes nicht an einen Zusammenhang mit Prostatkrebs.
Sonja

Hallo Sonja,
ich beunruhige Dich nur ungern, aber bei mir wurden im Sept. 2006 durch CT und Knochenszintigramm Metastasen nachgewiesen bei einem damaligen PSA-Wert von 1,8 ng/ml. Allerdings hatte ich damals unerträgliche Schmerzen s. das Thema "Metastasenschmerzen???" unter Diagnostik, Therapien und Co. (http://forum.prostatakrebs-bps.de/forumdisplay.php?f=14)
Seit dem kämpfe ich mehr recht als schlecht ( s.mein Profil).
Dein Mann soll bloß nicht warten, bis es schmerzt.

Herzliche Grüße und allse Gute
Michael

PeterP
01.04.2007, 00:34
Hallo Sonja,
Deine Ängste sind natürlich nicht ganz unbegründet, aber es erheben sich ein paar Fragen zur Vergangenheit:
Was sagte der Befund nach der Operation in 2001 aus? Hat es sich damals schon um eine außergewöhnliche Krebsform wie kleinzellig oder neuroendokrin gehandelt, die kein oder wenig PSA erzeugt? Wenn der PSA-Wert damals nicht größer als 2 war, müßte das ja auch schon verdächtig gewesen sein.
Das entnommene Gewebe befindet sich noch beim damaligen Pathologen und kann problemlos in einem (besseren) Labor nachuntersucht werden. Ein Referenzpathologe ist z.B. Prof. Bonkhoff in Berlin. Bei einer solchen Untersuchung sind auch weitere Gewebemarker feststellbar, die die jetzt vorliegenden Fragen beantworten und für die weitere Behandlungsstrategie wesentlich sein können.
Unabhängig davon sollten die Blutserumsmarker CGA, NSE und CEA bestimmt werden, die einen Anhalt für das Vorliegen eine dieser Krebsarten liefern können.
Aber auch etwas grundsätzliches zur Skelett-Szintigraphie. Diese zeigt erhöhte erhöhte Stoffwechselvorgänge, die auch bei Entzündungen oder zurückliegenden Verletzungen vorliegen. Z.B. kann eine unentdeckte Rippenfraktur noch nach vielen Monaten eine Metastase vortäuschen. Insofern ist die Durchführung einer CT völlig richtig.
Wie hoch waren die PSA-Werte in der Vergangenheit? War das Szintigramm Routineuntersuchung oder wurde es wegen eines Anstiegs veranlaßt?
Gruß
PeterP

christinew
01.04.2007, 19:16
Hallo, Sonja, ich habe Dir eine Mail geschrieben, weil ich gesehen habe, dass Ihr aus Frechen kommt.
Gruß Christine