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ottogerd
01.04.2007, 17:06
Ich bin 55 Jahre. Bei der Routineuntersuchung vor einem Monat hat der Urologe einen auf 2,54 (verdoppelt zum Vorjahr) gestiegenen PSA festgestellt, konnte aber nichts tasten oder mit dem Ultraschall sehen. Eine Wiederholung nach 4 Wochen brachte das gleiche Ergebnis und letzte Woche wurde eine Biopsie durchgeführt.

Ergebnis:
8. Prostatazylinder links medial apikal:noch gut differenziertes Prostatakarzinom.(histologisch pluriformes glanduläres Karzinom mit geringer Kernatypie-Malignitätsgrad1, Gleason pattern 2.3:Score 5)

In den pübrigen sieben Gewebszylindern eine sekretorische Hyperpalsie und segmentale tubulo-zystische Atropie.


Mein Arzt rät zur Entfernung der Prostata. Er hat am nächsten Tag gleich Röntgenaufnahmen gemacht und die nächste Tage soll ein Knochenszintigramm erstellt werden.

Nach Abheilen der Biopsiewunden dann die OP innerhalb der nächsten 1-3 Monate.

Ich bin völlig deprimiert und Fragen über Fragen drängen sich auf.

Kann mir jemand zu dem Befund was sagen, wie stark die Aussicht auf vollständige Heilung ist, ist die OP richtig ist, Nachwirkungen, etc.

Ich bin ziemlich down und je mehr ich im Internet lese umso schlimmer. Danke für eine 1. Hilfe

Helmut.2
01.04.2007, 17:26
Hallo, lieber Ottogerd,

jetzt mal ganz ruhig Blut! Lese mal diese Seiten mit Ruhe durch und wenn es sein muß 10 mal aber mit Ruhe und Aufmerksamkeit also so als würdest Du über dem Geschehen stehen dann wirst Du auch das Gelesene besser verstehen!

http://www.prostatakrebs-bps.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=92&Itemid=108

Es ist natürlich besser gesagt als getahn, es ist wirklich noch nicht so schlimm wie Du es Dir vorstellst.

Weiter Tipps wirst Du noch von Anderen erhalten!

Mach es Gut und komme von der Aufregung runter
Helmut

Litima
01.04.2007, 17:34
Lieber Leidensgenosse,
nur keine Panik! Die Daten sind nicht unbedingt dramatisch. Bitte mehrere ärztliche Meinungen einholen. Ich hatte mir vier Meinungen eingeholt. Bis zu drei Meinungen spielen die Kassen mit. Ich bin Privatpatient und habe auch die vierte bezahlt bekommen. Von Hormonbehandlung, über Bestrahlung innen und außen oder auch Operation ist alles möglich und muss in Ruhe nach Möglichkeit mit mehreren Fachleuten besprochen werden. Also viel Erfolg.
MfG
Litima

OliverB
01.04.2007, 18:25
Hallo OttoGerd,

aufgrund des recht günstigen Ausgangsbefundes (Gleason 3+3=5, falls ich das richtig deute) und Deines für PCa-Patienten noch relativ geringen Alters sollte ein kurativer, d.h. ein heilender Therapieansatz (OP, Bestrahlung) im Vordergrund stehen, sofern dies möglich und erfolgversprechend erscheint.

Voraussetzung für eine vernünftige Therapieentscheidung ist natürlich eine sorgfältige Befunderhebung und Abklärung, ob bereits eine Kapselinfiltration vorliegen könnte. Ob die Röntgenaufnahmen und das Knochenszintigramm in Deinem Fall hilfreich sind, wage ich aber zu bezweifeln.

Bei guten Erfolgsaussichten würde ich unbedingt eine RPE (OP) oder Strahlentherapie in Betracht ziehen, da diese Therapieansätze eine vollständige Heilung zum Ziel haben.

Was den Rat Deines Arztes zur Entfernung der Prostata angeht, folgendes: Eine erfolgreiche RPE hängt vor allem davon ab, dass man sich in die Hände eines erfahrenen Operateurs und eines professionellen Teams begibt, möglichst an einer spezialisierten Schwerpunkt-Klinik für PCa. Ein guter Operateur wird auch – sofern die Voraussetzungen vorliegen – versuchen, zum Erhalt der Erektionsfähigkeit nervschonend zu operieren.

Ich wünsche Dir alles Gute und ein glückliches Händchen bei Deiner Therapieentscheidung.

Gruß OliverB aus Berlin<O:p></O:p>

Schorschel
01.04.2007, 19:01
Hallo Ottogerd,

alles was die Kollegen geschrieben haben ist völlig richtig, vor allem auch der Appell, Ruhe zu bewahren. Um Deine Ausgangssituation beneiden Dich die meisten hier im Forum. Also Ruhe!!!

Schaue bitte auf der KISP-Startseite den Reiter "Erster Rat" an und lies' das sehr aufmerksam durch. Dann weißt Du schon sehr viel besser über Deine Situation Bescheid.

Ich würde an Deiner Stelle eine sog. Zweitmeinung zu Deiner Biopsie-Analyse einholen (z.B. bei Prof. Bonkhoff oder Prof. Helpap). Weiterhin würde ich eine DNA-Zytometrie bei Prof. Böcking machen lassen. Danach weißt Du alles, was Du im Moment über Deinen Krebs erfahren kannst.

Die Zeit für diese Maßnahmen hast Du allemal. Lass' Dich nicht zu einer kurzfristige Entscheidung drängen!

Alles Gute und viel Ruhe wünscht Dir

Schorschel

Reinardo
01.04.2007, 19:05
Hallo. Es handelt sich bei Gleason 2+3 und den niedrigen PSA-Werten doch um den klassischen Fall eines low-risk-Karzinoms, wo eigentlich jede Therapie eine Übertherapie darstellt, insbes. aber Operation, Bestrahlung und dgl. Das Knochenszintigramm ist nutzlos, wird nichts bringen, denn diese Krebse streuen nicht. Die angemessene "Therapie" wäre Kontrolliertes Abwarten. Das konzedieren sogar die Professoren, abhörbar unter www.krebsgesellschaft.de (http://www.krebsgesellschaft.de), weiter zu AUA 2006 Video Expertenrunde. Wer aufgrund der in diesen Fällen völlig unbegründeten Krebsangst-Psychose die Nerven zum Nichtstun nicht hat, kann eine zeitlich begrenzte Hormonblockade wie die DHB nach Leibowitz machen. Dann hat er viele Jahre Ruhe und hält sich trotzdem für später alle anderen Therapie-Optionen offen. Informationen finden sich im mit diesem Forum hier verlinkten KISP www.prostatakrebse.de (http://www.prostatakrebse.de) unter Erster Rat.
Alles Gute, Reinardo

ottogerd
02.04.2007, 07:26
Zu viel geht mir noch durch den Kopf und zu neu ist das Thema um auf euere Beiträge richtig antworten zu können, ja um sie zum Teil überhaupt zu begreifen.

Daher einfach mal nur "Danke" für die bisherigen und vielleicht noch kommenden Beiträge.

Helmut.2
02.04.2007, 08:16
Grüß Dich Ottogerd,

das Glauben wir Dir gerne denn uns ist es genau so gegangen, wie viele andere lebe ich auch schon seit Jahren mit unserm sogenannten "Untermieter".

Vorallendingen solltest Du mal zur Ruhe kommen und alles mehr mal mit Ruhe durchlesen damit Du auch verstehst wenn Dir Jemand aus dem Forum Tipps und Ratschläge unterbreitet. Die OP würde ich mal nicht machen, denn es sind noch einige Dinge zu klären so wie Dir schon angeraten wurde.

Komme zuerst mal zur Ruhe und mach es Gut
Helmut

spertel
02.04.2007, 11:04
Hallo Ottogerd

Du solltest den Ratschläge Deines Arztes bzw. den Ausführungen von OliverB folgen, den ich mich inhaltlich voll anschließen möchte.

Du bist, wie OliverB und auch ich, deutlich jünger als der Durchschnitt hier in diesem Forum. Daher sollte bei Dir der kurative Ansatz durch eine OP gesucht werden. Diese war bei mir völlig schmerzfrei und ist ohne jegliche Komplikationen verlaufen.
Bei Dir scheint die Erkrankung in einem frühen Stadium entdeckt worden zu sein, der niedrige Gleason-Score und der günstige PSA-Wert suggerieren dieses.
Halte Dich nicht mit überflüssigen Maßnahmen zur Diagnostik auf, selbst ein Knochenzyntigramm dürfte bei Dir mit 99 % Sicherheit negativ ausfallen. Selbstverständlich kann man die eine oder andere Maßnahme zur Sicherung der Diagnose veranlassen, nur gibt es die 100 % Aussagen, die man gerne hätte, eben nicht. Und weil es die nicht gibt, sind diese meines Erachtens überflüssig.

Wenn man hier allerdings einem 55-jährigen Betroffenen im höchstwahrscheinlich kurativen Stadium eine "abwartende Haltung" oder eine primäre Hormontherapie empfiehlt, ist dies für mich mittlerweile nicht mehr recht nachvollziehbar.
Ähnlicher Unsinn wird auch in den Selbsthilfegruppen propagiert, die ich, dem Herrgott sei Dank, erst nach meiner Therapieentscheidung bzw. Op aufgesucht habe.

Zu Deinem Anliegen hatte ich Dir eine private Nachricht zukommen lassen; bei weiteren Fragen stehe ich Dir jederzeit zur Verfügung.

Alles Gute bei Deiner Entscheidungsfindung

Spertel, Berlin

Patrick
02.04.2007, 11:14
Hallo Otto-Gerd,

ich kann dich momentan voll verstehen !

Diagnose KREBS ( egal wo ) ist immer etwas, dass das Leben zuerst vollkommen auf den Kopf stellt. Gestern hat man ggf. noch die Weltreise
geplant und nun geht es um`s Überleben.

Aber Otto-Gerd, um dich etwas zu beruhigen.. du hast sehr sehr große
Chancen wieder vollkommen Gesund zu werden und das vieleicht sogar ohne
große Einschränkungen deiner bisherigen Lebensqualität !

Denn deine Werte bieten wirklich die Möglichkeiten für alle zur Zeit anwendbaren Therapien.

Allerdings wird man wohl jetzt nicht feststellen können ob Metastasen vorliegen, aber bei den geringen Werten kann man das fast schon ausschliessen.

Zur Behandlung selbst könnte eine OP, die ggf. Nerverhaltend durchgeführt werden kann, in Frage kommen.
Weiterhin wäre wohl dein Tumor auch mit einer Strahlentherapie
( SEEDS oder HDR-Brachy ) zu bekämpfen.

Sicher bestünde hier auch die Möglichkeit einer Hormonblockade und Abwarten.
Dies wäre für mich ( MEINE EIGENE MEINUNG ) allerdings keine Alternative,
denn ich glaube die psychische Belastung ist doch sehr sehr hoch.

Berate dich mit deinem Urologen, frage ggf. hier noch einmal nach. Du brauchst keine Angst haben das du jetzt Hals über Kopf handlen musst.

Wünsche dir für deine Entscheidung und alle Auswirkungen viel Glück, aber
wie gesagt, Kopf hoch. Du hast sehr gute Aussichten die gesamte jetzige
Situation irgendwann nur noch als böse Erinnerung zu sehen !

wowinke
02.04.2007, 13:04
Hallo Otto-Gerd,
aus Deinen Daten läßt sich eine eine hohe Wahrscheinlichkeit ableiten, dass kurativ (heilden) behandelt werden kann. Bei diesem niederen PSA-Wert als auch der niedere Gleasonscore würde ich vor einer RPE, obwohl ich selbst (50 Jahre) damit sehr gute Erfahrungen habe. Die Brachytherpie mit seeds intensiv prüfen.

Gruß
wolfgang

ottogerd
02.04.2007, 14:17
Danke nochal für die aufmunternden Worte. Habe inzwischen mit einem Freund gesprochen, der ein ärztl. Labor hat und meint die Werte seien nicht anzuzweifeln.

Um das schnell loszuwerden empfehlen mir mehrer Ärzte eine OP, zu der ich jetzt auch tendiere und das nicht lange herausschieben möchte.

Morgen habe ich ein Knochenszintigramm und am Mittwoch einen Termin mit einem der hier schon mal als einer der führenden nervenschonenden Operateure Süddeutschland bezeichnet wurde.

Vielleicht ist das alles etwas schnell, aber Abwarten mit einem ungewissen Gefühl im Bauch empfinde ich als noch schlimmer.

Mache ich es richtig. Ich weiß es nicht.

Schorschel
02.04.2007, 14:35
... mit einem Freund gesprochen, der ein ärztl. Labor hat und meint die Werte seien nicht anzuzweifeln.

...empfehlen mir mehrer Ärzte eine OP, zu der ich jetzt auch tendiere und das nicht lange herausschieben möchte...

Vielleicht ist das alles etwas schnell, aber Abwarten mit einem ungewissen Gefühl im Bauch empfinde ich als noch schlimmer.

Hallo Ottogerd,

es gibt bei Dir keinen wirklichen Grund zur Eile, außer Du setzt Dich selber unter Druck.

Es kann durchaus sein, dass die OP das Richtige für Dich ist, aber Du solltest m.E. mehr über Deinen Krebs wissen, bevor Du Dich unters Messer begibst (siehe meinen ersten Beitrag hier in diesem Thread).

Bei allem Respekt: Dein Laborarzt-Freund kann mit Sicherheit nicht beurteilen, ob die Pathologie (einschl. Gleason-Score) korrekt ist. Und wenn Du den klassischen Arzt fragst, der rät Dir praktisch immer zur OP. Insofern sind die von Dir genannten Argumente für die OP für mich nicht so fürchterlich überzeugend.

Es gibt allerdings Betroffene, die mit dem Gedanken, Krebs in sich zu tragen, einfach nicht leben können. Für die ist die OP dann die einzig infrage kommende Methode. Vielleicht gehörst Du zu diesem Typus?

Ansonsten, wie gesagt, halte ich Deine Eile für nicht erforderlich, aber definitiv für hinderlich, vor irreversiblen Maßnahmen Deine wirkliche Ausgangssituation festzustellen.

Was immer Du tust: Viel Erfolg!!!!

Das wünscht Dir

Schorschel

P.S.: Sollen wir wetten, was der Operateur Dir am Mittwoch rät? :-))

Wolfgang A.
02.04.2007, 15:05
Hallo Ottogerd,

Glückwunsch zu Deiner Entscheidung. Ich bin froh, dass Dich die positiven Stellungnahmen von OliverB und Spertel, denen ich mich vollinhaltlich anschließe, überzeugt haben. Wenn Du Dir unsere Profile ansiehst, soll es Dir weitere Zuversicht geben. Alles Gute für Dich.


Herzliche Grüße

Wolfgang A.

Ironman
02.04.2007, 16:35
Hallo Ottogerd,
auch ich habe mich mit 46 Jahren im Dez. 2006 zur Op (laposkopisch) entschlossen. Laß Dir von keinem Vorschriften machen, sondern entscheide selber (Bauchgefühl). Eines solltest du dir klar machen, jede von Ärzten oder Betroffenen vorgeschlagenen Therapien haben Nebenwirkungen (mehr oder weniger starke).
Für meinen Fall kann ich 3,5 Monaten nach Op sagen:
Die Operation habe ich gut überstanden. Zahnschmerzen während der AHB habe ich als schlimmer empfunden. Die AHB (Reha) hat mir gut getan und mich gesundheitlich weiter nach vorne gebracht. Zu den Nebenwirkungen: am Anfang starke Sitzprobleme die jetzt fast weg sind. Inkontinenz am Anfang schwankend, jetzt nur noch vereinzelt tröpfchenweise (nachts total trocken). Impotenz ist ohne Levitra, Cialis noch zu 50% vorhanden, mit Pille GV fast schon möglich (wird schon besser werden). Mein Allgemeinzustand
betrachte ich schon zu 80% wieder hergestellt.
Mit dem Wissen das Rezidive nicht ausgeschlossen sind, mit dem Unwissen ob andere Therapien nicht besser gewesen wären, froh darüber den Krebs erst mal los zu sein, schaue ich positiv in die Zukunft.
Eine große Entscheidungshilfe für meine Therapie war das Telefonat mit OliverB.
Laß dich nicht unterkriegen und eine gute und schnelle Entscheidung
Gruß

Helmut.2
02.04.2007, 22:16
Hallo, Ironman,

hier werden Tipps, Anregungen, Vorschläge und eigene Erfahrungen wieder gegeben aber VORSCHRIFTEN werden hier nicht gemacht!

Liebe Grüsse, Helmut

OliverB
02.04.2007, 23:33
Hallo Ironman,

freue mich, dass ich in diesem Thread mal was von Dir höre und dass es per saldo ganz gute Nachrichten sind ...

Da will ich gleich mal nachschieben, wie es mir postoperativ nach einem guten Jahr so geht:

Die Kontinenz hat sich vollständig wieder eingestellt, wenn man mal ein Tröpfchen in Ausnahmesituationen toleriert ... zum Ausgleich dafür, kann ich nun über längere Zeit erhebliche Mengen Wasser halten (400 bis 600 ml), ohne hektisch nach einer Toilette Ausschau zu halten - das war ja vorher, als mich noch gesund wähnte, teilweise grauenhaft, musste mitunter ja schon meine U-Bahnfahrt unterbrechen, um mal eben Wasser zu lassen ... mit den Erektionen bin ich inzwischen ebenfalls sehr zufrieden ... mitunter nehme ich in größeren Abständen noch 5mg Levitra (das ist wenig) zur Unterstützung ...

Genau ein Jahr nach meiner Reha habe ich mir eine wunderbare Kreuzfahrt geleistet, von der ich grad zurückgekommen bin, und habe mich darüber gefreut, dass sich das Blatt doch manchmal schneller wieder zum guten wendet, als man selbst zu hoffen wagte ...

Hallo Spertel,

nett mal wieder von Dir zu lesen - hast Dich ja recht rar gemacht ... wie immer sprichst Du mir mit Deinen Beiträgen aus dem Herzen ...

Hallo OttoGerd,

natürlich ist auch eine RPE keine 100%ige Garantie für eine vollständige Heilung, aber die jüngeren Männer sollten diese Chance zumindest ergreifen ... auch nach erfolgreicher Operation sehen die meisten der nächsten vierteljährlichen Kontrolluntersuchung mit gemischten Gefühlen entgegen und hoffen, dass der PSA-Wert im Keller bleibt ... Ungeachtet dessen stellen die Hormonbehandlungen m.E. keine wirkliche Alternative dar, denn diese müsste bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung ja über Jahrzehnte funktionieren und da würde ich mich ungern drauf verlassen ... aus meiner nächsten Umgebung (habe Betroffene in der Nachbarschaft) weiß ich zudem, dass auch die hormonellen Therapien nicht ganz ohne sind, was die Nebenwirkungen angeht - beide haben merkwürdigerweise Probleme mit den Knochen bekommen, einer hat gerade eine schicke neue Hüfte erhalten (ob da ein Zusammenhang besteht, kann ich nicht beschwören, aber auch nicht ausschließen) ... ich halte daher Deine Therapieüberlegungen für richtig und wünsche Dir, dass Dein Operateur wirklich eine Korophäe auf dem Gebiet ist und vor allem die nerverhaltenden OP-Techniken beherrscht ...

Seid alle drei gegrüßt von OliverB

Reinardo
03.04.2007, 04:37
Hallo Oliver und Spertel. Nach so viel Strahlemann und Euphemismus (Ihr nennt es wohl Mutmachen) fällt es schwer, dazu noch etwas zu sagen, zumal Ihr die Einwände gegen Eure Sicht der Dinge als "Vorschriften machen" empfindet.
Ich bin jedoch der Meinung, dass man niemanden, wenn nicht unbedingt notwendig, auf eine gefährliche Reise schicken sollte.
Man kann nicht jede Art von Prostatakrebs in einen Topf werfen und dann die eigene Entscheidung als richtungweisend für jeden anderen propagieren.
Die wirklich ernsten Fälle von Prostatakrebs sind die mit hohen Gleason-Werten. Hier würde ich, nur wenn rechtzeitig erkannt, Operation oder Bestrahlung durchaus für sinnvoll halten, besonders in jüngeren Jahren. Eine alleinige Hormontherapie führte hier zu unbefriedigenden Ergebnissen. Leider sind aber auch nach Operationen die Rezidivraten recht hoch.

OtttoGerd hat aber nach den bisher bekannten Diagnosewerten einen Niedrig-Risiko-Krebs, der ihm aller Voraussicht nach auf Jahre hinaus keine Probleme bereiten würde. Hier nun so zu tun, als stünde Gevatter Hein schon an der Tür und dass nur eine schnelle Operation ihn retten könne, halte ich für nicht verantwortungsvoll, auch und insbesondere von Seiten der Ärzte. Wer sich ein Bein bricht, dem muss das Bein nicht amputiert werden, auch nicht mit dem Argument, dass er es sich, wenn amputiert, nicht noch ein weiteres Mal brechen könne. Und die von Dir kritisierte Selbshilfegruppe (die ich sehr schätze) tut recht daran, Neubetroffene auf die Gefahr der Übertherapie hinzuweisen.
Jede Operation, und insbesondere die Prostatakrebs-Operation, birgt Risiken. Da nenne ich nur allgemein Kreislaufrisiken, Embolien, Sepsis und speziell die bekannten Inkontinenz, Impotenz. Nicht jeder hat das Glück, gute Operateure und gute Kliniken zu finden.
Das nenne ich jemanden auf eine gefährliche Reise schicken.
Gruss, Reinardo

ottogerd
03.04.2007, 07:30
Danke für die Antworten.

Ich denke mir halt, wenn es jetzt in einem relativen Anfangsstadium und in einem Alter wo ich ansonsten noch körperlich fit bin gemacht werde kann, sind die Nebenwirkungen niedriger, als wenn es eine fortgeschrittene Stufe ist.

Aber über Jahre einen schwebenden Zustand zu haben, das würde mir wahrscheinlich auf Dauer schwerfallen.

Ich denke immer mehr an eine sofortige Op.

Gibts vielleicht noch ein paar Arztempfehlungen.

Auf jeden Fall tut es gut mit anderen darüber hier zu reden, die das alles selbst erlebt haben.

Jürgen Janus
03.04.2007, 08:06
Hallo Otto-Gerd,
ich sehe gerade das Du online bist, Du kannst mich auch gerne eben anrufen: 0441-43845, ich bin bis 9.30 da.

MfG
Jürgen

Ironman
03.04.2007, 09:49
Hallo,
das Wort Vorschrift war wohl von mir falsch gewählt. Und ich bitte euch, nicht darüber aufregen, dies schadet der Gesundheit.
Aber wenn ich manche Beiträge lese, frage ich mich wo ist bei einigen der Unterschied zu Anregungen, Empfehlungen oder dem Wort VORSCHRIFTEN.
Als Außergewöhnlich halte ich, wenn man von seinem eigenen Krankheitsverlauf (Operation) schreibt und diese Therapie empfiehlt, einen auf eine gefährliche Reise schicken will.
Seit ich in diesem Forum lese oder schreibe ist mir aufgefallen das Leute die eine Operation hinter sich haben ein bißchen für verrückt (nicht als Schimpfwort sehen) gehalten werden. Sie zählen als Strahlemänner die anderen, die nach Hilfe suchen eine babarische Operation aufzwängen wollen.
Aber auch wir sind nur normale Menschen.
Gruß und allen Gesundheit und frohe Ostern

spertel
03.04.2007, 10:15
Hallo Ironman

Du sprichst mir da voll aus der Seele. Ich komme mir als bisher ! erfolgreich Operierter, dem es wirklich gut geht und seine positiven Erfahrungen an andere weitergeben möchte, manchmal so vor, als ob ich jemanden einen Toaster oder Staubsauger verkaufen will.
Auch ich war schon drauf und dran mich hier abzumelden, weil für mich einige Beiträge, vor allem an jüngere Betroffene, unerträglich waren.
Aber als jemand der kurz nach seiner Diagnose in einem anderen Forum von wildfremder Seite sehr nützliche Tips erhalten hatte , sehe ich mich geradezu verpflichtet, anderen Betroffenen im Rahmen meiner angelesenen Kenntnisse, weiterzuhelfen, wenn dies erwünscht ist.
Solltest Du und andere operierte Betroffene, wie auch OliverB, irgendwann einmal die "Faxen dicke" haben, wie man hier zu sagen pflegt, wird dieses Forum noch einseitiger werden als es schon ist.
Deshalb bitte ich Dich, bleibe diesem Forum als Gegenpol erhalten, damit eben nicht der ratlose Betroffene auf die falsche Reise geschickt wird.

Einen Gruß aus Berlin und ein froher Osterfest an alle

Spertel

Wolfgang A.
03.04.2007, 10:44
Hallo Ironman, Spertel, OliverB und andere Mutmacher,

bitte bleibt diesem Forum erhalten. Ihr sprecht nicht nur mir aus der Seele.
Schade, dass soviele erfolgreich Operierte dieses Forum so schnell wieder verlassen.
Manchmal kommt es mir so vor, als ob die "Zauderer" und "Zögerer" nur neidisch sind auf unsere gute Situation. Wir brauchen dieses Forum nicht um uns ständig über unsere Krankheit zu unterhalten, sondern um Neubetroffenen Mut zuzusprechen.

Um nicht falsch verstanden zu werden. Unter "Zauderern" und "Zögerer" verstehe ich Teilnehmer, die sich in ähnlich guten Situationen befunden haben wie Diejenigen, die ich als Mutmacher bezeichne.
Es muss doch jedem Teilnehmer aufgefallen sein, dass genau für diesen Personenkreis die Empfehlungen abgegeben werden. Oder?

In diesem Sinn auch von mir ein schönes Osterfest.


Wolfgang A.

ottogerd
03.04.2007, 14:21
So jetzt habe ich das Szintigramm auch hinter mir. Zum Glück ohne Befund. Habe auch noch mit diversen Ärzten gesprochen, die mir alle zu Op raten.

Nach dem Motto jetzt ist das noch nicht so schlimm, das kann nach einem Jahr watchfull wait schon anders sein.

Ironman
03.04.2007, 16:19
Hallo Ottogerd,
sei nicht erschrocken über die vorangegangene Schreiberei. Sei trotz der Krebsdiagnose zuversichtlich und suche dir jetzt die beste Therapie.
Das Operationen auch schief gehen können dessen muß man sich bewust sein.
Ich habe dies auch in der AHB gehört und gesehen. Auch nach Wiederholungskuren innerhalb eines Jahres waren natürlich nicht alle zufrieden.
Aber das wird man bei keiner Therapie sein. Dort waren auch Leute mit Schließmuskel und Inkontinenzproblemen nach Bestrahlungen. Und Betroffene (PSA Werte bis 450) die Hormonbehandlungen bekamen waren dort, die zwar keine Op-Probleme hatten aber frage diese mal nach dem Thema Sex. Und in meinem Fall mit 47 Jahren und verheiratet ist dies nach einem gewissen Abstand von der OP ein wichtiges Thema. In der AHB waren Betroffene die über 70 Jahre waren und von diesem Thema schon vor Impotenz durch Therapien nichts mehr wissen wollten. Du siehst jeder Mensch ist anders und hat eine andere Meinung. Und deshalb muß jeder selber wissen was für ihn das Beste ist.
Auch ein Zweit und evtl. Drittgutachten werden dir den Krebs nicht nehmen, sondern lediglich einen anderen Therapievorschlag unterbreiten und ob dieser dann der richtige ist kann auch keiner beantworten.
Und keiner will dich auf einen gefährlichen Weg schicken, brauchen wir auch nicht, denn dort sind wir alle schon drauf. Aber wir werden ihn wohl hoffentlich schnellstens wieder verlassen können.
Willst du einfach mal reden, schick mir eine mail, dann bekommst du meine Tel.Nr.
Gruß

Harro
03.04.2007, 16:55
Bessere Therapie

Hallo, Ironman, gibt es die? Wohl kaum. Ich kann mir beim besten Willen wirklich nicht vorstellen, daß es hier Betroffene geben könnte, die einem Anderen seinen möglichen, manchmal nur zeitlich überlegenen Therapievorteil nicht gönnen oder sogar neidisch sind (charakterlich besser ist beneiden). Wenn einer den Mut hatte, sich operieren zu lassen - und ich war ganz einfach auch nur zu feige - und wenn der dann vielleicht sogar endgültig (soll es ja geben) geheilt ist, dann nur meine besten Glückwünsche und ein ehrliches Hoffen für denjenigen, daß es immer so bleibt. Wenn nun jeder, der erfolgreich, egal mit welcher Methode, kurativ oder palliativ behandelt wurde, dieses Forum verlassen würde, wo sollen denn dann die vielen Ratschläge für Neubetroffene herkommen. Also bitte, möglichst lange bei der Stange bleiben.

"Jeder Mensch hat die Fehler seiner Vorzüge und die Vorzüge seiner Fehler" (Henri de Montherlant)

Gruß Hutschi

Helmut.2
03.04.2007, 21:41
Lieber Ironman,

Entschuldigung angenommen! wie heißt es so schön "Es ist nie zu früh und selten zu spät"

Ich wüsste nicht, daß ich jemals einen zu irgend einer Behandung gedrängt hätte weder zur OP, 1,2,3fachen HB noch zu einer Bestrahlung denn da habe ich genügend Erfahrung machen müssen und trotzdem Rezidivs eingeheimst.

Ich bin mir sicher, daß eine Intensive Voruntersuchung und das schließt eine Zweitmeinung nicht aus, notwedig ist damit man die eine oder andere Option schon mal ausklammern muß oder ausschießen sollte!

Ottogerd wünsche ich, daß Er die allerbeste Wahl für sich trifft

Helmut

Reinardo
03.04.2007, 22:34
Hallo. Die Fälle von Prostatakrebs, über die es sich lohnt, nachzudenken, sind die Hoch-Risiko-Krebse, Rezidive, Metastasen. Hier fehlen die grossen Fortschritte. Immerhin stimmen einige Beiträge über neue Medikamente hoffnungsvoll und es liegen bessere Erkenntnisse darüber vor, was auf Zellebene sich abspielt. Einen grossen Fortschritt sehe ich in den Forschungsergebnissen der Zytopathologen, durch welche insbesondere das Wirkungsspektrum der Hormontherapie aufgezeigt wird.
Was die "Beratung" OttoGerds angeht, zeigt dieser Fall doch die ganze Misere der Krebstherapie: die in den meisten Fällen unbegründete Krebs-Angst-Psychose, die Defizite im Wissen und die Notwendigkeit der Nachschulung der Urologen, die Vertrauensseligkeit der meisten Patienten, die festgefahrenen Therapiewege, die Übertherapie bei Haustierkrebsen. Letzteres könnte hingenommen werden, denn schliesslich hat jederman das Recht, sich ins Knie zu schiessen (und dann auf Kosten der Allgemeinheit sich kurieren zu lassen) wenn damit nicht auch eine gigantische Fehlleitung von Resourcen verbunden wäre, was diejenigen zu spüren bekommen, die gute Therapie wirklich nötig hätten. Man versuche einmal, vor Eintritt der Hormonresistenz eine Chemotherapie von den Kassen bezahlt zu bekommen, oder Thalidomid oder Substanzen, die noch als "experimentell" gelten. Als ich diese Thema anschnitt, hat mein Urologe angefangen, zur Tür hinaus zu gehen. Schwerkranke kommen an Professoren nicht heran, weil diese vielleicht gerade einen Haustierkrebs operieren oder sich auf Kongressen tummeln. Ich kann die Verbitterung mancher Austherapierter oder von Hormonresistenz Betroffener gut nachempfinden, besonders wenn sie nicht privat versichert und nicht vermögend sind.
Hutschi hätte zum Schluss jetzt einen schönen Spruch. Ich muss da suchen. Hackthals Überschrift zu seinen Memoiren fand ich gut gelungen: "Der Wahn, der mich beglückt".
Auch von mir allen geduldigen (und nachsichtigen) Mitlesern ein frohes Osterfest!
Reinardo

ottogerd
04.04.2007, 08:30
Es ist für mich sehr schwierig das alles zu werten. Ich habe mich jetzt mit diversen Ärzten unterhalten. Alle raten mir zu sofortigen OP. Mein PSA Wert hat sich in einem Jahr mehr als verdoppelt und sie sagen, jetzt wäre das noch unproblematischer als wenn es schlimmer wird. Insbesondes mein langjähriger Urologe, der das gerade selbst hinter sich hat, bestärkt mich da sehr. Ebenso ein 2. Arzt der selbst zur Risikogruppe gehört.

Ich schätze jede der Meinungen hier, aber die vorher geäußerte Meinung von Reinardo möchte ich nicht ganz teilen. Gerade ehe ein schwieriger Fall daraus wird möchte ich das behandeln und finde das durchaus legitim und nicht als Blockieren von Ressourcen. (Als Privatpatient schon gar nicht)

Ich bin zwar allem Neuen gegenüber positiv eingestellt aber auch gewohnt nüchtern zu kalkulieren. Nach allem was ich bis jetzt weiss gibt es langjährige gesicherte Erkenntnisse und Erfahrungen nur über die OP und bei den anderen Arten nur ein Vielleicht.

Alle die ich jetzt gesprochen haben und sie hinter sich haben würden es wieder machen. Bei dem von mir angestrebten Operateur, den ich heute treffe, sind Inkontinenzfälle praktisch nie aufgetreten.

Patrick
04.04.2007, 09:09
Hallo OttoGerd,

die Entscheidung von dir ist bestimmt Richtig ! Wie schon mehrfach erwähnt,
hast du dann noch alle anderen Optionen und das ist ggf. ein unschätzbarer
Vorteil.

Wie du meinem Profil entnehmen kannst habe ich eine Strahlentherapie hinter mir, ich habe aber nie diese Therapie als das A+O hingestellt sondern auf Fragen zu Behandlungsformen nur meine Erfahrungen mit dieser Art der Therapie dargestellt... und das sie bei mir ( hoffentlich ) erfolgreich verlaufen ist.
Der Verzicht auf die OP hatte bei mir ganz andere Gründe die nichts mit der
Angst vor einer OP zu tun hatten. Ansonsten hätte ich mir die Lymphknoten
im Becken nicht entnehmen lassen. Nach dieser OP meinte der Arzt, ne knappe Stunde länger unter dem Messer und die ProstataOP wäre vergessen gewesen.
Ich habe diese OP sehr gut weggesteckt und ich glaube, wenn du heute noch Fit bist, dann wirst du eine laproskopische Prostata - OP auch gut Überstehen.
Das bei der OP und danach alles "glatt" geht, davon wollen wir jetzt mal ausgehen und dafür drücke ich dir die Daumen.

Und ich kann auch verstehen, das du dich gegen ein Abwarten entschieden hast. Da bin ich voll bei dir, denn mit dem Gedanken, Krebs im Körper zu haben und nichts zu tun, bzw. ihn nur "im Schach" zu halten, damit könnte ICH mich nicht anfreunden. Und ggf. irgendwann mit dem Vorwurf konfrontiert zu werden... "warum haben sie sich nicht früher behandeln lassen..." Nein das wäre nichts für mich.

Aber nochmals OttoGerd, jeder der dir hier geschrieben hat, wollte dir Informationen - aus seiner Sicht - zu Behandlungsformen geben. Und das ist das gute an solchen Foren das man Infos bekommt und auch mal Fragen
stellen kann.
Denn eines muß jedem klar sein: Es werden heute immer noch viele
OP von den Urologen angeregt bei denen die Grundvoraussetzungen nicht so günstig sind wie bei dir. Und das nur aus den Gründen das der
Arzt die OP als Maß aller Dinge betrachtet und sich mit Alternativen bisher kaum beschäftigt hat.

So aber jetzt genug davon. Dir viel viel Glück für die OP und die anschliessende Heilbehandlung und lass mal wieder von dir hören wie es dir ergangen ist.

Viel Glück und frohe Ostern.... es wird alles Gut
denn Gefahr erkannt ist Gefahr gebannt !

P.

Harro
04.04.2007, 09:28
Erfolgsauswertungen

Hallo Ottogerd,

ich beglückwünsche Dich zu Deiner getroffenen Entscheidung. Wie hat einmal mein SHG-Leiter mir per E-Mail geschrieben : Hutschi "Entscheidung macht frei", wie recht er damit hatte, denn auch ich habe mich nach langem Zögrn und Abwägen entschieden.
Nur ob die Erfahrungsberichte über die einzelnen Therapien wirklich alle miteinander vergleichbar sind, noch dazu wo diese im Wettbewerb zueinander stehen. Ich erinnere mich gut an ein Buch, ich glaube es war von einem Amerikaner Korda geschrieben, der das Erfolgsgeheimnis des berühmten Prostatachirurgen Pat Walsh mit denen der Radio-Onkologen versucht hat herauszufinden. Es ist nämlich letztlich immer abhängig vom Malignitätsgrad des Tumors. Und Walsh wurde immer vorgeworfen, nur T1 zu operieren, um seine fast 99 % nerverhaltende Quote nicht zu verschlechtern.
Lieber Ottogerd, ich wünsche Dir einen Operateur mit einem glücklichen Händchen an einem ebenso für Dich glücklichen Tag.

Den lieben Reinardo hast Du etwas falsch gedeutet, denn er hat mit den Resourcen nicht die mit Deiner Operation bei Fehlschlagen verbundenen Kosten gemeint, sondern die Kosten, die der Allgemeinheit entstehen, wenn unfähige Entscheidungsträger der Ärzteschaft falsche und unnötige kostspielige Therapien vorschlagen, mit denen evtl. die falschen Empfänger das Salär einsammeln.

Für den Beitrag von Reinardo hätte ich zum Schluß hinterlassen :
"Willst du das Leben leicht haben, so bleibe bei der Herde"
(Friedrich Nietzsche)

Und von mir :Eine Freude vertreibt hundert Sorgen" (aus dem Japanischen)

Gruß Hutschi

spertel
04.04.2007, 10:48
Hallo Patrick

Die von Dir an OttoGerd gerichteten Zeilen möchte ich an dieser Stelle einmal als sehr wohltuend bezeichnen. Ich schließe mich Deinen Worten an und denke auch, dass er den richtigen Weg wählen wird.

Also OttoGerd, alles Gute und halte uns mit dem Ergebnis auf dem laufenden.

Und von Hutschi würde ich gerne mal erfahren, aus welcher Fibel er denn die vielen Zitate erlesen hat. Würde mich sehr interessieren und über eine (private) Nachricht über Titel und Verlag würde ich mich freuen.

Schöne Ostern aus Berlin

Spertel

Schorschel
04.04.2007, 11:19
Und von Hutschi würde ich gerne mal erfahren, aus welcher Fibel er denn die vielen Zitate erlesen hat. Würde mich sehr interessieren und über eine (private) Nachricht über Titel und Verlag würde ich mich freuen

Lieber Spertel,

wenn Du bei google das Stichwort "Zitatensammlung" eingibst, bekommst Du sehr viele Fundstellen. Einige habe ich Dir hier einkopiert:

http://natune.net/zitate/themen/ (http://natune.net/zitate/themen/)

<O:p</O:p
http://itb.biologie.hu-berlin.de/~wiskott/Services/DeutscheAphorismen/StichwortregisterVerweise.html (http://itb.biologie.hu-berlin.de/~wiskott/Services/DeutscheAphorismen/StichwortregisterVerweise.html)<O:p></O:p>

http://itb.biologie.hu-berlin.de/~wiskott/Services/DeutscheAphorismen/Sammlungen.html (http://itb.biologie.hu-berlin.de/~wiskott/Services/DeutscheAphorismen/Sammlungen.html)<O:p></O:p>
<O:p></O:p>
Viel Spaß damit!!

Herzliche Grüße aus Wiesbaden

Schorschel

spertel
04.04.2007, 11:33
Weltklasse, lieber Schorschel !

Jetzt kann ich in meinem Umfeld endlich alle verblüffen, was ich doch so alles weiß.

Und, Du kannst mich in neun Jahren beim Wort nehmen.....die Molle ist versprochen......oder auch zwei........oder drei.....oder...........oder auch schon früher !

Viel Spaß beim Eiersuchen

Spertel

Ironman
04.04.2007, 12:05
Hallo,
damit hast du wahrscheinlich in deinem Alter eine gute Wahl getroffen. Gehe aber nicht zu positiv an die Sache ran, ein Arzt der 100% Kontinent nach der Op verspricht ist schon außergewöhnlich. Wenn es dann nicht funktioniert zieht es dich mental runter. Fange aber jetzt schon mit dem Schließmuskeltraining an, dann hast du es nachher einfacher.
Dies hat mit sehr geholfen.
Viel Glück und alles erdenklich Gute
Gruß

ottogerd
04.04.2007, 14:07
So, war jetzt bei Dr. Prätorius, füherer Chef der Urologie Planegg, jetzt ins STA, der mich operieren wird. Termin wird die nächsten Tage festgelegt.

Schorschel
04.04.2007, 14:31
[quote=ottogerd;10333] Termin wird die nächsten Tage festgelegt./quote]

Lieber Ottogerd!

Alles Gute und viel Erfolg. Du hältst uns ja sicher auf dem Laufenden!!!

Herzliche Grüße

Schorschel

Harro
04.04.2007, 15:56
Zitatenherkunft

Hallo Spertel, Hallo Schorschel,
für mich schon verblüffend, daß der schreibfreudige Spertel sich auf Umwegen für die Herkunft meiner Schlußsätze interessiert. Der brave, wie immer hilfsbereite Schorschel hat den Spertel nicht so lange im Regen stehen lassen wollen, bis der Hutschi heute von der IMRT-Sitzung zurückkommt. Es waren etliche Forumsbenutzer daran interessiert, etwas über die Herkunft meiner - man nennt es wohl Zitate - von berühmten oder weniger berühmten Menschen verfaßten Lebensweisheiten, zu erfahren. Es ist kein Geheimnis, und ich habe mich ja auch nie mit fremden Federn geschmückt, sondern immer den Verfasser dazu notiert.
Also, der Großteil dieser manchmal nachdenklich oder auch besinnlich stimmenden oder zum Schmunzeln animierenden Sätze stammt aus dem Büchlein: "365 Tage Sonnenschein" von Gerald Drews und hat die ISBN
3-629-00172-6.
Wenn die dort enthaltenen und mir gefallenen Ausdrücke menschlicher Lebenserfahrungen zur Neige gehen, kann ich noch auf ein großes Reservoir von Kleinoden der chinesischen, russischen, afrikanischen oder auch japanischen Sammlungen zurückgreifen, die ich unlängst beim Ausrangieren hunderter Bücher in meinen alten und jetzt durch neue ersetzten Schränken entdeckt habe. Ich bin sehr froh, daß den hoffentlich meisten Forumslesern diese Idee mit den Zitaten, die ja in kleinem Umfang schon Nachahmer gefunden hat, gefällt.

"Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten" (Friedrich von Schiller)

Gruß Hutschi

ottogerd
05.04.2007, 07:29
4.5. ist Op bei Dr. Prätorius.

Drückt mir bitte die Daumen.

Anonymous1
05.04.2007, 07:39
4.5. ist Op bei Dr. Prätorius.

Drückt mir bitte die Daumen.

Ganz fest und alle beide!

Alles Gute
Dieter

ottogerd
13.04.2007, 14:37
Wollte mich nochmal melden und für die vielen aufmunternden Beiträge bedanken. Habe inzwischen noch einige Untersuchungen machen müssen wie Knochenszintigramm, Röntgen und CT, um ein paar aufgetauchte mögliche kleine Problemchen abzuklären, die sich aber zum Glück als harmlos herausgestellt haben.

Sehe der OP am 4.5. nun optimistisch (was bleibt mir auch anders über) entgegen.

ottogerd
14.04.2007, 10:57
Bitte noch eine Frage an die schon operierten.

Wie lange dauert das in etwa bis man wieder Sport machen kann. Nicht Leistungsport, aber so normales Fitnesstraining

Ironman
15.04.2007, 13:58
Hallo,
auch für mich war und ist dieses Thema Sport sehr wichtig.
Vor der Op bin ich Marathon gelaufen, habe Ironman (Triathlon) Wettkämpfe absolviert und war auch sonst jeden Tag sportlich unterwegs.
Schwierig war der Gedanke man muß vorsichtig sein, man darf ja noch nicht.
4 Wochen nach der AHB habe ich mit leichtem Krafttraining angefangen.
Mit dem Laufen (eigentlich schnelleres Gehen), Strecke ca. 4 km , geht es schon. Fahrrad fahren mit speziellem Sattel geht auch mehr oder weniger gut. Du siehst man kann schon leicht beginnen, aber man muß schon Geduld haben, bis es hoffentlich wieder richtig los gehen kann.
Mein Doc und auch die Ärzte sind der Meinung man muß es ausprobieren und schauen wie es einem bekommt.
Als größtes Problem bei mir ist der mehr oder weniger auftretende Harndrang ( manchmal für wenige ml). Der meiner Meinung nach nichts mit dem oben beschriebenen Sport zu tun hat, ich hatte diesen direkt nach der Op.
Viel Glück und immer positiv Denken

Michael
15.04.2007, 23:39
Wie lange dauert das in etwa bis man wieder Sport machen kann. Nicht Leistungsport, aber so normales Fitnesstraining

Ich habe 6 Wochen nach der OP mit dem Schwimmen angefangen, allerdings hatte ich keine AHB.
Du wirst schon selbst merken, wann Du Dir was zutrauen kannst.

Alles Gute und ich drücke Dir ganz fest die Daumen
Michael

ottogerd
16.04.2007, 07:29
Danke für die Antworten und sorry für die vielen Fragen, aber mit dem Näherrücken des OP Termines steigt die Nervosität.

Noch eine Frage bitte.

AHB. Ist die unbedingt notwendig, gehts auch ohne oder wie habt ihr das gemacht.

Danke auch fürs Daumen drücken.

Wolfgang A.
16.04.2007, 07:44
Hallo Ottogerd,

bei mir lagen zwischen OP-Entscheidung und OP nur 2 Wochen, daher war die Zeit nervös zu werden kürzer. Sei dennoch optimistisch und denke Dir, dass Du etwas entscheidendes gegen den Krebs unternommen hast.
Was die AHB betrifft kann ich Dir sagen, dass sie mir sehr geholfen hat.
Ohne diese fachliche Anleitung wäre ich nicht so schnell kontinent geworden. Ich habe zwischen Krankenhaus und AHB, was das Kontinenz-training betrifft, alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann.
In der AHB gibt es auch sehr gute Vorträge und vor allem wird man Dir Deine Fragen bezüglich Sport beantworten können.
Mir hat man vom Fahrradfahren in einen Zeitraum von 4-6 Monaten abge-raten. Und noch etwas: Scheu Dich bitte nicht Fragen zu stellen. Dafür bist Du ja schließlich in diesem Forum.
Ich drücke Dir bereits heute die Daumen, dass Anfang Mai alles so abläuft, dass Du später positiv davon berichten kannst.


Herzliche Grüße

Wolfgang

Ironman
16.04.2007, 10:03
Hallo,
eine AHB halte ich für sehr sinnvoll. Nach meist 4 Wochen fühlt man sich schon gut. Inkontinenztraining erfolgt als frisch Operierter meist mit Einzeltherapie. Sehr gute Vorträge usw. Nehme diese Chance zur Genesung auf jeden Fall wahr und stehe dieser positiv gegenüber.
Zum Radfahren kann ich nach meheren Ausfahrten sagen, ich werde dies noch ein wenig zurück stellen, es macht doch wieder mehr Probleme (Sitzbeschwerden, leichte Schmerzen, Harndrang).
Gruß

wassermann
17.04.2007, 20:57
Hallo Ottogerd,
jetzt, da du deine Entscheidung nach reiflicher Überlegung und zahlreichen Ratschlägen getroffen hast, möchte ich dir als ebenfalls Operierter viel Glück und besten Erfolg bei deiner OP wünschen. Wie man weiß, kann immer etwas schiefgehen, doch bei Dr. Prätorius bist du in guten Händen. Meine Erfahrungen sollten dir ebenfalls Mut und Zuversicht schenken und die Angst vor der OP und ihren Folgen nehmen.
Ich war nach 8 Tagen kontinent, nach 9 Tagen zuhause, nach 14 Tagen beim Wandern, nach 7 Wochen in der Arbeit, nach 9 Wochen beim Bergsteigen und nach 17 Wochen bei einer Trekking-Tour mit täglichen 1200 Höhenmetern. Auf eine AHB habe ich nach Anraten aller meiner Ärzte -vor allem aus psychischen Gründen- verzichtet und das Ganze selbst in die Hand genommen. Das geht natürlich nur, wenn keine unmittelbaren Probleme wie Inkontinenz o.ä.vorhanden sind.
Da meine Prognose, wie du dem im Profil zitierten pathologischen Bericht entnehmen kannst, nicht gerade rosig ist, freut es mich um so mehr, dass ich nach gut einem Jahr mit PSA 0,00 dastehe. Ein erfreulicher "Nebeneffekt".

Also: Ob die OP die für dich richtige Therapie ist, weiß niemand. Dass du aber vor den reinen OP-Folgen keine allzu grroße Angst haben brauchst, möchte ich dir vermitteln.

In diesem Sinne: toitoitoi!!!

Wassermann

Helmut.2
17.04.2007, 21:12
Lieber Wassermann,

haben wir etwa das gleiche Sternzeiche? aber darum geht es nicht.

Ich kann mich immer wieder nur wundern, PSA 0,00 wie geht das nur, es gibt auch kein "Null,nix"!

Nach meines wissens liegt der niedrigste PSA-Wert bei 0,003 ng/ml, einen solchen Wert wünschen wir uns Allen prostatektomierten!

Mach es Gut, Helmut

wassermann
17.04.2007, 21:56
Lieber Helmut,

danke für deine guten wünsche, die ich gerne erwidere.
Was den Wert betrifft, so ist das einfach der vom Labor schriftlich mitgeteilte. Welches Messverfahren angewandt wird, weiß ich nicht. Vielleicht brechen die einfach nach der zweiten Stelle nach dem Komma ab. Was ist daran so verwunderlich?
Mir reicht das Ergebnis allemal.

Alles Gute
Wassermann

PS: Der Name geht nicht auf mein Sternzeichen zurück, sondern bezeichnet den Berufsstand des Urologen. Ein solcher bin ich freilich nicht, wie man dem Dilettantismus meiner Beiträge leicht entnehmen kann.

ottogerd
18.04.2007, 12:02
Hallo Ottogerd,
jetzt, da du deine Entscheidung nach reiflicher Überlegung und zahlreichen Ratschlägen getroffen hast, möchte ich dir als ebenfalls Operierter viel Glück und besten Erfolg bei deiner OP wünschen. Wie man weiß, kann immer etwas schiefgehen, doch bei Dr. Prätorius bist du in guten Händen. Meine Erfahrungen sollten dir ebenfalls Mut und Zuversicht schenken und die Angst vor der OP und ihren Folgen nehmen.
Ich war nach 8 Tagen kontinent, nach 9 Tagen zuhause, nach 14 Tagen beim Wandern, nach 7 Wochen in der Arbeit, nach 9 Wochen beim Bergsteigen und nach 17 Wochen bei einer Trekking-Tour mit täglichen 1200 Höhenmetern. Auf eine AHB habe ich nach Anraten aller meiner Ärzte -vor allem aus psychischen Gründen- verzichtet und das Ganze selbst in die Hand genommen. Das geht natürlich nur, wenn keine unmittelbaren Probleme wie Inkontinenz o.ä.vorhanden sind.
Da meine Prognose, wie du dem im Profil zitierten pathologischen Bericht entnehmen kannst, nicht gerade rosig ist, freut es mich um so mehr, dass ich nach gut einem Jahr mit PSA 0,00 dastehe. Ein erfreulicher "Nebeneffekt".

Also: Ob die OP die für dich richtige Therapie ist, weiß niemand. Dass du aber vor den reinen OP-Folgen keine allzu grroße Angst haben brauchst, möchte ich dir vermitteln.

In diesem Sinne: toitoitoi!!!

Wassermann

Danke das macht mir wirklich Mut. Wenngleich auch die Nervosität wächst. .

ottogerd
14.05.2007, 10:05
So, nachdem Ihr mir so geholfen habt, möchte ich nicht versäumen auch über das Ergebnis zu berichten.

Am 5.5 wurde ich operiert. Die Histologie ergab eine R0 Resektion, also Schnittränder und L-Knoten tumorfrei. Glück im Unglück. Die Op verlief gut mit den üblichen Nachwehen. Aber beiderseits Nervenerhalt.

Am Do wurde nach der Dichtigkeitsprüfung der Katheder und die Drainage gezogen, am Samstag wurde ich am 9. Tag entlassen und bin nun zuhause.

Noch etwas matt und nach ein paar Metern sehr kurzatmig. Kontinenz lt. Arzt ok, aber bei Belastung (Bücken etc) tröpfelt das etwas. Aber es geht wieder aufwärts, langsam.

Danke nochmal an alle für alle Unterstützung.

Werner Sg.
16.05.2007, 22:30
Hallo Otto-Gerd,
wie geht es dir heute? Ich hoffe jeden Tag besser! Auch ich bin 55 alt und auch mir wurde dei Prostata operativ entfernt, am 20.4.2007, mit ähnlichen Ergebnissen wie bei dir. Ich wurde nach 14 Tagen entlassen und ich arbeite schon seit 2 Wochen wieder "ganz normal". Zum Glück war ich von Anfang an kontinent. Mit der Libido (Errektion) tut sich allerdings nichts bei mir, mein Arzt hat mir für die kommenden 8 Wochen Viagra empfohlen. Er meint, bis sich hier (eventuell) etwas einstellt, kann es gut 12 Monate dauern. Wie sieht es bei dir aus? Wie fühlst du dich? Hast due Beschwerden?
Viele Grüße
Werner

Anonymous1
17.05.2007, 05:37
Hallo Ottogerd,

da freu ich mich mit Dir, daß alles glatt gelaufen ist und sich auch das Hinterher gut anlässt. Du machst doch eine AHB? Falls nicht, solltest Du Dir unbedingt korrekte Anleitungen zum Kontinenztraining beschaffen und diese Übungen regelmäßig durchführen. Ganz gut gemacht diesbezüglich ist ein eigenes Kapitel im neuen blauen Ratgeber Nr. 17 der Deutschen Krebshilfe. Kann man als PDF "downloaden" http://www.krebshilfe.de/fileadmin/Inhalte/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/017_prostata.pdf
oder kostenlos von der Krebshilfe anfordern.

Alles Gute weiterhin!
Dieter

wassermann
17.05.2007, 07:04
Hallo Ottogerd und Werner,

herzlichen Glückwunsch zum guten Verlauf der OP und alles Gute für die weitere Genesung. Eure Rezidiv-Wahrscheinlichkeit nach OP könnt ihr übrigens nach neuesten Berechnungen im Kattan-Nomogram einsehen.
Seit ich diese neuen Zahlen kenne, geht es mir viel besser. Und das wünsche ich euch auch. Jeden Tag etwas mehr.

Lieber Dieter, besten Dank für die "Dienste" bei den Vitaminen.

Alles Gute
Wassermann

ottogerd
17.05.2007, 07:38
Guten Morgen Freunde,
die Nachwirkungen lassen langsam nach, Tröpfeln wird weniger und mein Arzt hat mir schon die Wette angeboten, dass es in ein paar Tagen vorbei ist. Nachts kann ich gut durchlafen, so 2x raus. Libido ist breits voll da, wohl da beide Nerven erhalten wurden in seiner sehr sorgfältigen 4stündigen OP laut Arzt komplizierten OP, da eine Arterie quer liegt und der Gabe von Cialis.

Eine AHB mache ich nicht, die habe ich zuhause, mit der besten Pflegerin der Welt, meiner Frau. Jeden Tag eine Treppe mehr, gestern schon kleiner Ausflug ins Cafe.

Vorgestern gab es einen kleinen Rückschlag, oder ich habe mich überfordert. Plötzliche Luftnot und sofortige gründliche Untersuchung im KH der Lunge mit einer Gamma Kamera aber zum Glück keine LE. Wohl mehr psychisch.

Es zwickt und zwackt und noch etwas aber was ist das schon, wenn man die neusten Statistiken der Majoklinik hört, die von einer normalen Lebenserwartung sprechen bei einer R0 Resektion.

Zum Kontinenztraining meint mein Arzt den unverletzten passiven Schliessmuskel könne man nicht trainieren, das regele der Körper selbst. Trotzem mache ich zuhause Training nach einer Anleitung, die mir hier ein freundlicher User geschickt hat, bzw wie es sie in den "Blauen Heften" gibt.

Das größte Poblem der ganzen OP war für mich die psychische Seite. Als alles vorbei war und ich wieder zuhause ankam, war ich richtig fertig, depresiv und angeschlagen. Das hat sich jetzt gegeben und ich blicke nach vorne.

Danke nochmal für die guten Wünsche, die ich natürlich an alle anderen Betroffenen gerne zurückgebe.

Josef
17.05.2007, 08:24
Servus Ottogerd,

prima, wie du schon wieder beisammen bist!

Ich bin B.Ca. operiert mit pT2aG3, habe aber (eigenartigerweise) noch die Blase, jedoch mit chron. massiver Entzündung in der Prostata (BCGitis, also TBC)), seit Jahren.

Deinen Operateur und die Klinik kannst du sicher empfehlen.

Bitte wer war der Operateur und wo ist diese Klinik? Derzeit noch nicht, und bin zwar über 1000 km weg, aber vielleicht ........!

Weiterhin alles Gute!

LG.

Josef

Ich bin auch im www.krebsforum.at (http://www.krebsforum.at)

ottogerd
17.05.2007, 08:53
Die Klinik war in Starnberg und der Op Dr. Prätorius, in Fachkreisen als einer der erfahrensten in DL, wenn nicht sogar der EU, bekannt.

Früherer Chef der Urologische Klinik in Planegg, der in STA seit 5 Jahren als Belegarzt arbeitet.

Schorschel
17.05.2007, 10:05
...und der Op Dr. Prätorius...

Hallo Ottogerd,

habe von ihm schon öfters Gutes gehört...

Herzlichen Glückwunsch zum tollen Verlauf Deiner OP und weiterhin alles Gute!

Schorschel

Helmut.2
17.05.2007, 10:09
Guten Morgen Ottogerd,

Mann o Mann, seid Ihr Frühaufsteher!

herzlichen Glückwunsch zu deiner geglückten OP und hoffentlich kein Rezidiv!
Wie man sieht, liegen die Meinungen wegen der Kontinenz nach OP, meilenweit auseinander und bis es zu einer einheitlichen Äusserung kommt wird es wohl noch lange dauern.

Übertreibe es jetzt nicht mit dem total fit werden und wenn Du unbedingt mit Bäume ausreissen trainieren möchtest dann gehe dort hin wo keine sind!

Mit lieben Grüssen, Helmut

HeikoM
18.05.2007, 10:43
Hallo Ottogerd,
auch von mir die herzlichsten Glückwünsche zu Deiner erfolgreiche OP
und weiterhin viel Erfolg bei Deiner Rekonvaleszenz
HeikoM

HorstK
18.05.2007, 16:26
Hallo ottogerd,

Deine Aussage zum Operateur kann ich bestätigen !

Weiterhin gute Erholung.
Gruß, Horst

ottogerd
18.05.2007, 17:22
Danke an alle für die guten Wünsche. Geht langsam aufwärts.

Liebe Grüße