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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Womit lohnt es sich anzufangen?



Katrin
12.04.2007, 10:10
Als Tochter eines Betroffenen schreibe ich ja nun seit einigen Wochen hier im Forum, mein Vater hat PK, bekommt seit Anfang Woche Infusionen.
Ich versuche hier für ihn Rat und Hilfe zu suchen, bekomme eigentlich auch immer kompetente Antworten. Bislang habe mich noch nicht ganz durch alle Beiträge durcharbeiten können.

Sicher sind eine gesunde Ernährung, Ernährungsumstellung, evtl. auch Nahrungs-ergänzungsmittel sowie auch sportliche Betätigung ein wichtiger Faktor im Rahmen der Therapiemaßnahmen, aber bei der Vielfalt, bei den vielen Möglichkeiten, die hier von Euch beschrieben werden, bin ich ganz einfach überfordert.
Dahingestellt sei nun die Wirkungsweise der Mittel, manch einer hat Erfolg mit MCP oder Granatapfel-Elixier, ein anderer mit Soja oder Vitaminen oder Noni.
Viele Erfahrungsberichte von Euch konnte ich lesen.

Bei meinem Vater stehen nun täglich Tomatensaft und Brokkoli auf dem Speiseplan, wir suchen nun noch nach anderen Alternativen, aber womit lohnt es sich anzufangen?
Sicher hat jedes Mittel seine Vorzüge, aber gibt es dieses Allheilmittel? Ich glaube nicht. Und sind diese Mittel, z.B. MCP oder auch Granatapfel-Elixier auch über die hiesigen Apotheken zu beziehen? Der Preis ist hier erst einmal nebensächlich, wir wollen nichts unversucht lassen.


In der Hoffnung auf einige Antworten von Euch grüßt ganz herzlich


Katrin.

HWLPORTA
12.04.2007, 15:59
Hallo Katrin,

Zu Deiner indirekten Frage, welche Nahrungsergänzungsmittel gegen das fortgeschrittene PCa und gegen die Bildung von Metastasen Deines Vaters möglicherweise wirksam sind, weise ich auf das Modifizierte Citrus Pektin (MCP) hin. Daß der Wirkstoff in die Metastasierung des Tumors hemmend eingreift, hat in Deutschland die Klinik für Tumorbiologie in der Universität Freiburg (Prof. Clemens Unger, Dr. Mark Azémar) durch Tierversuche und klinische Versuche in Phase II an Patienten ermittelt, bei denen keine andere Therapie mehr wirksam war. MCP zeigt in der Zellkultur eine deutliche Hemmung des Tumor-Zellwachstums durch Bindung an Galektine. Bei diesen Versuchen hatten eine Reihe von Patienten stabile Tumorverläufe und Wohlbefinden. Bei anderen Patienten wurde ein Abfall der PSA-Werte und eine Stabilisierung der Erkrankung über einen Zeitraum von zwei Jahren beobachtet und dies ohne Nebenwirkungen. Allerdings, so die Aussage der Klinik, müssen noch weitere klinische Studien durchgeführt werden, um den definitiven Stellenwert von MCP in der Behandlung fortgeschrittener Tumore zu definieren. Die Studien stocken derzeit, da die Deutsche Krebshilfe den Antrag auf erforderlichen Fördergelder abgelehnt hatte.

Ich selbst nehme MCP seit Anfang 2004 bei noch lokalem PCa und habe die PSA-Werte (zusammen mt Tomatensaft (Lycopin), Granatapfelkonzentrat und Terazosin) um 15-20% absenken und bis heute konstant auf PSA 4-5 ng/ml halten können. Ähnliche Absenkungen der PSA-Werte haben auch andere Mitstreiter festgestellt.

Die Beschaffung von MCP sollte m.E. nicht in der Apotheke oder im Reformhaus erfolgen, da dort die Preise unnötig hoch sind. Ich selbst kaufe
direkt beim Hersteller in der Schweiz, Firma Take Care AG, Würzgrabenstraße 6, 8048 Zürich, Dr. Fritz Jaisli, Tel.: +41 71 422 27 50, Mobil 079 315 50 44, Fax: +41 71 422 27 62, jaisli@takecare.ch.
Zweckmäßig ist ein Halbjahresbedarf, bei dem ich jeweils 6 Dosen MCP zu 450 g bestelle, Einzelpreis Euro 70,00 pro Dose (incl. EUST), frei Haus geliefert. Die Lieferung erfolgt mit Postpaket gegen Rechnung, die Bezahlung auf eine Bank in Konstanz. Dosierung 3 x 5 g tagsüber, in Fruchtsaft o.dgl.

Hersteller von MCP ist die sehr renommierte Firma Obipektin, die industrielles Pektin für die Nahrungsmittelindustrie produziert. Dr.Jaisli/GF Take Care AG. ist dort Chefentwickler. Als Derivate werden auch unterschiedliche Produkte als Nahrungsergänzung hergestellt, so etwa das MCP oder Modifiziertes Apfelpektin (MAP). Auch stellt man aus Tomaten industrielles Tomatenpulver mit hohem Lycopingehalt her, sodaß es sich lohnt, gleich Tomatenpulver mitzukaufen und in heißer Bouillon + ein Spritzer Speiseöl einzunehmen, (2 Meßlöffel Tomatenpulver = 32 mg Lycopin). Preis für 1 kg = 25.- Euro. Die Einnahme in Bouillon + Speiseöll ist zweckmäßig, um eine schnelle Umsetzung in den Kreislauf zu ermöglichen.

Gute Wünsche und sonnige Grüße
HWL

RuStra
12.04.2007, 22:07
Bei meinem Vater stehen nun täglich Tomatensaft und Brokkoli auf dem Speiseplan, wir suchen nun noch nach anderen Alternativen, aber womit lohnt es sich anzufangen?


hallo Katrin,

wir haben hier seit Februar angefangen, das Buch des amerikanischen Onkologen, der selbst PK hat, zu übersetzen - den Teil, der sich mit Ernährung beschäftigt, kannst Du von hier (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?p=8203&highlight=myers#post8203)ab lesen, aber auch an anderen Stellen findest Du was von Dr.Myers, nutze hier die Such-Funktion.

Womit anfangen?
Neben den Supplementen, von denen bei einigen ziemlich klar ist, dass sie nützen (wie HWL schon zu MCP schrieb), ist die Ernährungsumstellung selbst vor allem der Versuch eines Verständnisses, was wir da eigentlich mit unserem Körper machen, wenn wir was reinschieben. Das ist die Hauptsache, damit lohnt es sich anzufangen.
Es dauert, aber es bringt was.

Grüsse,
Rudolf

Katrin
13.04.2007, 09:08
Hallo, HWL! Hallo, Rudolf!

Wie erfolgt denn nun die Bestellung von MCP, telefonisch oder per e-mail, und diese Firma versendet auch per Rechnung bei Erstbestellern? Und dann auch nach Deutschland?
Und wo erhalte ich dieses Granatapfelkonzentrat?
Leider habe ich keine Homepage der Fa. Take Care gefunden, finde ich irgendwie suspekt, kann ich MCP nicht auch in Deutschland kaufen?

Ist für mich alles sehr verwirrend im Augenblick.

Liebe Grüße

Katrin.

HWLPORTA
13.04.2007, 12:12
Hallo Katrin,

Die HP von Take Care ist www.takecare.ch (http://www.takecare.ch). Das Thema dort ist absolut seriös. Ich empfehle Bestellung von MCP mit Lesebestätigung und gleichzeitig Anruf bei Dr.Jaisli mit der Frage, wann die Auslieferung erfolgt (Man sammelt dort die Bestellungen und verschickt alle 14 Tage).

Eine Bestellung über eine deutsche Adresse ist möglich. Dann kostet eine Dose MCP statt 70,- aber gleich 90,- Euro und diese Stelle bestellt das MCP auch nur in der Schweiz.

Gruß
HWL

HansiB
13.04.2007, 13:24
Hallo Katrin,

ich kann das gute Funktionieren nur bestätigen, werde MCP verstärkt nehmen, man wird mit der Zeit leichtsinnig, wenn es einem gut geht.

Viel Erfolg, Hans

Katrin
13.04.2007, 14:02
Danke, HWL, habe im Moment keinen Zugriff auf die HP, diese wird momentan überarbeitet, habe allerdings an take-care bereits eine e-mail verschickt, ich hoffe, in Kürze eine Nachricht zu bekommen.

Und Danke auch an Dich, lieber Hans, freut mich sehr, daß es Dir gut geht!

Wie erfolgt denn eigentlich die Lieferung, gegen Rechnung oder Vorauskasse?

Viele Grüße und Euch allen ein schönes, sonniges Wochenende,

Katrin.

Katrin
19.04.2007, 11:09
Hallo allerseits!

Habe mittlerweile die erste Lieferung MCP (6 Dosen) direkt von Take-Care
erhalten. Das ging ganz schnell.

Allerdings hatte ich gehofft und erwartet, dass dem Paket so eine Art Beipackzettel (Wirkungsweise etc., Dosieranleitung steht ja auf der Dose) beigefügt wird, dem war leider nicht so.
Somit habe ich mittlerweile an Take-Care dahingehend mehrere emails geschrieben mit der Bitte um Zusendung solch einer Information bzw. auch Katalog usw., bis jetzt kam allerdings keinerlei Reaktion, zumal ja auf meine Bestellung hin sofort eine Rück-mail kam.

Schade eigentlich, so werde ich zum besseren Verständnis für meinen Vater diverse Beiträge hier aus dem Forum herauskopieren.

Das wollte ich jetzt nur mal loswerden.

Viele Grüße

Katrin.

HWLPORTA
19.04.2007, 11:42
Hallo Katrin

Schicke Dir anschließend als pdf eine fünfseitige Info-Broschüre von Take Care. Hast Du die Rechnung in der Sendung von Take Care gefunden ?

Gruß
HWL

Katrin
19.04.2007, 12:04
Hallo, HWL,

ja, die Rechnung war anbei, habe sie sofort überwiesen.

Danke für Deine Bemühungen, bin sehr gespannt.

Liebe Grüße

Katrin.

WinfriedW
19.04.2007, 14:48
@Katrin

Auch ich nehme MCP. Außer der Beobachtung, dass MCP Blähungen verursacht, konnte ich bisher keine Wirkung feststellen. Meinen PSA-Verlauf beeindruckt MCP offenbar nicht. Andererseits nehme ich auch Fischöl und Selen. Auch das hat keine messbaren Auswirkungen auf mein PSA. Man muss halt daran glauben!

Bei deinem Vater wird der PSA-Wert unter der antiandrogenen Therapie vermutlich drastisch fallen. Vor diesem Hintergrund könnt ihr gar nicht abschätzen, welchen Anteil daran MCP möglicherweise hat.

Bei mir steht MCP jedenfalls auf der Abschussliste.

WW

Hans-W.
19.04.2007, 20:50
Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, daß die ganze Diskussion über diverse alternative oder ergänzende Behandlungsmethoden nichts weiter ist als Mutmacherei und Hoffnungspflege. Es gibt keine einzige hier diskutierte Methode, die wirklich wissenschaftlich belegt, daß sie zum gewünschten Erfolg (Heilung) führt, auch nicht in der Kombination. Wenn das so wäre, wäre das die Entdeckung des Jahrhunderts. Dafür gibt es fast täglich neue Berichte über Studien, die Hoffnungen wecken. Viele der hier diskutierten Methoden sind wahrscheinlich präventiv ganz nützlich, bringen uns "Betroffenen" aber reichlich Wenig. Ich glaube, daß eine möglichst gesunde Lebensweise, Einstellung und Ernährung wesentlich mehr Sinn macht als jeder neuen Hoffnung hinterher zu rennen. Hierbei rede ich nicht über Mittel, die eine palliative Wirkung bringen, sonder nur über die ganzen Lykopine, Capsaicine, MCP, Granatäpfel, Aprikosenkerne und was hier sonst noch alles ständig zum neuen Heiland angepriesen wird. Nichts gegen alle, die sich hier ständig mit solchen Sachen austoben und sich ev. vor den Kopf gestoßen fühlen - das ist lediglich meine Meinung dazu. Leider werden einige der jetzt noch so feurigen Anhänger von Granatapfel u. Co. KG feststellen, daß ich mit hoher Wahrscheinlichkeit Recht habe.

Alles Gute und nichts für Ungut,
Hans-W.

Carola-Elke
19.04.2007, 21:23
@Katrin

Auch ich nehme MCP. Außer der Beobachtung, dass MCP Blähungen verursacht, konnte ich bisher keine Wirkung feststellen. Meinen PSA-Verlauf beeindruckt MCP offenbar nicht. Andererseits nehme ich auch Fischöl und Selen. Auch das hat keine messbaren Auswirkungen auf mein PSA. Man muss halt daran glauben!

Bei deinem Vater wird der PSA-Wert unter der antiandrogenen Therapie vermutlich drastisch fallen. Vor diesem Hintergrund könnt ihr gar nicht abschätzen, welchen Anteil daran MCP möglicherweise hat.

Bei mir steht MCP jedenfalls auf der Abschussliste.

WW

Hallo Winfried,

ich glaube, in Bezug auf die Wirkungsweise des MCP unterliegst Du folgenden Denkfehlern:
1. Du hättest während der Chemos besser darauf verzichten sollen, da das MCP angeblich dazu führt, dass sich die Tumorzellen weitestgehend "verklumpen" und nach Außen hin undurchlässig werden sollen.
2. Sehe ich den PSA-Wert nicht als das Maß aller Dinge, um die Wirksamkeit des MCP zu beurteilen. Die Wirksamkeit lässt sich praktisch dadurch feststellen, dass die Erkrankung in Form der Metastasierung stehen bleibt oder aufgehalten wird. Ab dem Moment, wo neue Metastasen entstehen oder sich bekannte vergrößern, wird man davon ausgehen können, dass das MCP unwirksam ist - das PSA muss ja nicht sofort ansprechen.

Diese Thesen stammen nicht alleine von mir, sondern sie wurden mir Ende 2004 als Antworten auf diese Fragestellung bei der Brustkrebserkrankung meiner inzwischen verstorbenen jungen Freundin von einem Herrn Dr. Mross, der an der Tumorbiologie der Uni-Freiburg dazu eine Studie leitete, gegeben.

Du solltest mit dem MCP solange aufhören, solange Du noch Chemo machst. In den Pausen allerdings kannst Du es bedenkenlos und in der Hoffnung auf eine Wirksamkeit einnehmen, solange Deine Metastasen ruhen.

An der Uni-Freiburg war man der Ansicht, dass zur Immunstimulation lediglich Echinacin oder Mistel als wirkungsvoll anzusehen seien - "man kann eins von beiden einsetzen, muss es aber nicht", so wörtlich. Allem anderen stand man sehr skeptisch gegenüber. Meines Wissens nach ist gerade Echinacin einen Versuch wert, niedrige Leukos zur schnelleren Neubildung anzuregen.

Alles Gute und viele Grüsse,

Carola-Elke

Carola-Elke
19.04.2007, 22:11
Hallo Hans,

könntest Du evt. zusammenfassend kurz aus der Broschüre zitieren, ob die angegebene Wirkungsweise ungefähr dem entspricht, was ich von der Tumorbiologie der Uni Freiburg erfuhr?

Danke und schöne Grüsse,

Carola-Elke

wernerp
19.04.2007, 22:43
Lieber Hans-W
PCRI insight Febr. 07 bekam ich per Post. Dort schreibt der Autor J. Pinski :
Can Natural Dietary Supplements Really Impact Prostate Cancer?
(Können natürliche NEM Prostatkrebs beeinflussen) Man muß es mal lesen! Es ist auch im Web zu finden.
http://www.prostate-cancer.org/education/nutrition/Pinski_DietarySupplements.html
Dies ist eine gekürzte etwas freie Übersetzung, die in einer angesehen Zeitschrift veröffentlicht wurde und die NEM vom Vorwurf der Ketzerei befreit.

. Schließlich sind viele der sehr häufig verwendeten chemotherapeutischen Mittel die Substanzen, die ursprünglich in Betrieben extrahiert wurden. Einige sind chemisch synthetisiert worden; aber viele sind die Extrakte, rein und einfach, angewandt bei Patienten in den sehr hohen Konzentrationen wirken. ..
. Ich bin beeindruckt worden, daß Genistein Apoptose verursacht, besonders dadurch, wie effektiv und zwangsläufig der Zelltod ausfällt.
EPIGALLOCATECHIN: Eines von den bekanntesten dieser Ergänzungen ist das Epigallocatechin (EGCG), häufiger genannt "Grüner Tee". Es wird gewonnen aus den getrockneten Blättern eines immergrünen Strauches in Asien, und hat die westliche Welt im Sturm erobert. Während wir nicht völlig verstehen, wie , oder warum, grüner Tee die Krebsneubildung stoppt oder sogar Apoptose herbeiführt.. . EGCG hemmt die PC- Zellen am Produzieren ihres eigenen Wachstumfaktors(IGF)...
LYKOPEN scheint den stimulierenden Effekt des Testosterons zu verringern und PC Zellen Apoptose dadurch zu verursachen.....
SELEN:
Laborzellkulturstudien haben gezeigt, daß Selen Apoptose von PC verursachen kann. Menschliche Prostatakrebszellen, die mit Selen vorbehandelt werden, ragieren empfindlicher auf Gamma-strahlung..Wir sehen einen Beweis, daß, wenn sie im Tandem mit traditionellen Behandlungen (in diesem Fall, Strahlung) verwendet werden, in natürlicher Ergänzungen den gesamten therapeutischen Effekt verstärken können...
GENISTEIN: Wie ich früher erwähnte, spricht vieles zweifellos dafür, daß Genistein PC beeinflußt. An Zellkultur-Studien wird gefiunden, daß es den PC- Zellen-Wachstumsfaktor.20-22 unterdrückt, dass diese Einheiten die starke Verbreitung der PC Zellen hemmt, indem es einige von ihnen in eine andere, (non-proliferative) Zell -Type.1 umwandelt.
Studien zu Vitamin E und VitaminD werden abgehandelt und ein Fazit für die NEM gezogen.
Ich schlage nicht vor, daß NEM althergebrachte Behandlungen wie Chemotherapie, ADT oder Strahlung ersetzen. Jede dieser zu respektierenden Behandlungen ist wirkungsvoll gewesen, und alle sie verlängern das Leben . Dennoch können diätetische Ergänzungen eine wichtige Rolle in der PC-Therapie spielen. Zusätzlich können sie den Nutzen von Standardbehandlungen möglicherweise sogar erhöhen und verstärken. So müssen wir überschauen , was wir bereits wissen. Ich bin sicher, daß enorme therapeutische Fortschritte zu recht gefunden werden sollten, die über über den heutigen Horizont hinausgehen. Wir sollten in diese Richtung gehen. ----
Seid freundlich gegrüßt
Werner

HWLPORTA
20.04.2007, 15:30
könntest Du evt. zusammenfassend kurz aus der Broschüre zitieren, ob die angegebene Wirkungsweise ungefähr dem entspricht, was ich von der Tumorbiologie der Uni Freiburg erfuhr?

und

An der Uni-Freiburg war man der Ansicht, dass zur Immunstimulation lediglich Echinacin oder Mistel als wirkungsvoll anzusehen seien - "man kann eins von beiden einsetzen, muss es aber nicht", so wörtlich. Allem anderen stand man sehr skeptisch gegenüber. Meines Wissens nach ist gerade Echinacin einen Versuch wert, niedrige Leukos zur schnelleren Neubildung anzuregen.


Hallo Carola-Elke,

ich nehme an, Du meinst mich (HWL). Aus der erwähnten Ausgabe 09/2006 der Zeitschrift des Instituts läßt sich Deine Frage nicht direkt bestätigen. Es kann aber durchaus sein, daß die seinerzeitige Studie mit Dr.Mross noch läuft, aber hier nicht erwähnt wird. In einem Beitrag ist lediglich kurz erwähnt, daß die Misteltherapie in verschiedenen Studien überprüft wurde, daß beim PCa aber noch verläßliche Daten fehlen.

Es ist jedoch ein interessanter Beitrag enthalten mit dem Titel "Immuntherapie bei Patienten mit Prostatakrebs - Dendritische Zellen setzen die Abwehr gegen Krebszellen in Gang".

Zitat des ersten Abschnittes:

"Dendritische Zellen sind hochspezialisierte Immunzellen, die bei der Aktivierung und Regulation der Immunantwort eine Schlüsselrolle einnehmen. Sie residieren in nahezu allen Körpergeweben des Menschen, wo sie als eine Art Wächter gegen eindringende Krankheitserreger fungieren.

Kommen sie in Kontakt mit potentiellen Krankheitserregern, "erwachen" sie aus ihrem scheinbaren Ruhezustand, "reifen" zu potentiellen Abwehrzellen und bekämpfen die Eindringlinge. Dabei nehmen sie fremde Mikroben bzw. deren Bestandteile auf, zerlegen sie in molekulare Bruchstücke - Antigene genannt - und wandern zu den regionalen Lymphknoten. Dort präsentieren sie die Antigene über spezielle Präsentationsmoleküle den patrollierenden Immunzellen, den T-Lymphozyten. Unter optimalen Bedingungen kann eine einzige dendritische Zelle viele hundert T-Lymphozyten gegen das Antigen aktivieren und damit eine effiziente Immunantwort auszulösen. Im Gegensatz zu Krankheitserregern werden Krebszellen, die sich häufig nur unwesentlich von ngesunden Zellen unterscheiden, vom Immunsystem meist schlecht erkannt.

Für immunologische Therapiestrategien gegen Krebs besonders interessant ist deshalb die Möglichkeit, dendritische Zellen aus dem Blut von Patienten in großen Mengen zu gewinnen und sie außerhalb des Körpers so zu aktivieren, daß sie nach Rückgabe eine effektive Immunantwort gegen Krebszellen in Gang setzen. Hierzu werden die dendritischen Zellen vor der Rückgabe mit Antigenen beladen, die bevorzugt auf Tumorzellen vorkommen. Inzwischen konnte in mehreren klinischen Studien gezeigt werrden, daß derart präparierte Dendritische Zellen tatsächlich in der Lage sind, auch fortgeschrittene Tumore tatsächlich zur Rückbildung zu bringen. (Zitat Ende).

Ich verstehe diese Entwicklung so, daß damit sich bildende und manifestierte Metastasen wieder zurückgebildet werden, d.h. schrumpfen und nicht mehr wachsen. Ansonsten enthält die Zeitung einen Beitrag mit dem Titel:" Modifizierte Citrus Pektine (MCP) - ein Naturheilverfahren gegen Krebs ?" sowie Hinweise auf experimente Therapien, hier "Angionesehemmer" zum "Aushungern" von Tumorgewebe, "Impftherapien" für hormonrefraktäre PCa-Patienten, die sich in ersten Studien bereits bewährt hätten und bei der im Herbst 2006 ein neues Impfprogramm für hormonrefraktäre PCa-Patienten gestartet wurde sowie eine Erwähnung der Phase II-Studie von Pantuck/USA zum Thema Granatapfelsaft bei Prostatapatienten. Sämtliche Themen einschließlich Granatapfelsaft und MCP werden von dem Freiburger Institut offenbar ernst genommen, sonst hätte man sie nicht in seinem "Sprachrohr" mit aufgenommen, zumal als Chefredakteur der Klinische Direktor des Instituts, Prof. Dr. Unger die Veröffentlichungen verantwortet.

Quellenangaben:
Zeitung "Brückenschlag", Klinik für Tumorbiologie Freiburg, 9/2006
Auszug "Immuntherapie .....", Dr. B. Hildebrand, Dr. Marc Azemar
Notiz "Misteltherapie bei PCa", Dr. M. Rostock

Viele Grüße
HWL

Carola-Elke
20.04.2007, 21:08
Hallo Katrin

Schicke Dir anschließend als pdf eine fünfseitige Info-Broschüre von Take Care. Hast Du die Rechnung in der Sendung von Take Care gefunden ?

Gruß
HWL

Hallo Hans,

da haben wir uns etwas missverstanden - meine Anfrage bezog sich auf das oben Zitierte. Mich hätte interessiert, wie die Firma Take-Care die Wirkungsweise des MCP auf den zu behandelnden Tumor beschreibt.
Zu erfragen wäre insbesondere, ob man in der Gebrauchsanweisung der Firma zumindest darauf aufmerksam macht, dass während der Chemotherapien die Einnahme von MCP kontraproduktiv sein kann?

Trotzdem danke für Deine weitergehenden Informationen. An der Wirksamkeit der dendritischen Zellbehandlung habe ich nie Zweifel gehabt. Es wird Zeit, dass sie auch flächendeckend den deutschen Patienten zur Verfügung steht. Für "Provenge"plädiere ich schon seit meiner Anfrage bei Prof. Bonkhoff, als es um die Chemotestung wegen WW ging - beinahe zwei Jahre ist das her und er sagte damals, dass diese Therapie vielversprechende Erfolge in den USA habe.

Schöne Grüsse,

Carola-Elke

HWLPORTA
20.04.2007, 21:56
Hallo Carola-Elke,

Wir haben uns tatsächlich mißverstanden. Ich schicke Dir aber gern ebenfalls die TakeCare-Info als pdf-Datei. Dort ist einiges Interessante enthalten, vielleicht auch das, was Du wissen möchtest. Bitte schicke mir Deine eMail-Adresse.

Noch etwas am Rande. Ich lese in Deinem Profil Dein Interesse am Fotografieren. Interessieren Dich auch fotohistorische Geschichten, etwa über frühere Firmen oder Kameras ? Falls ja, kann ich Dir interessanten Lesestoff schicken. Liest sich gut. Was interessiert Dich: Kleinbild- oder Mittelformat ?

Viele Grüße
HWL (HWL.Portacoeli@c-il.de)

Carola-Elke
20.04.2007, 22:10
Hallo Carola-Elke,

Wir haben uns tatsächlich mißverstanden. Ich schicke Dir aber gern ebenfalls die TakeCare-Info als pdf-Datei. Dort ist einiges Interessante enthalten, vielleicht auch das, was Du wissen möchtest. Bitte schicke mir Deine eMail-Adresse.

Noch etwas am Rande. Ich lese in Deinem Profil Dein Interesse am Fotografieren. Interessieren Dich auch fotohistorische Geschichten, etwa über frühere Firmen oder Kameras ? Falls ja, kann ich Dir interessanten Lesestoff schicken. Liest sich gut. Was interessiert Dich: Kleinbild- oder Mittelformat ?

Viele Grüße
HWL (HWL.Portacoeli@c-il.de)

Das ist sehr nett, lieber Hans,
mich interessiert speziell alles über Carl Zeiss Objektive, Contax Apparate, also Sucherkameras (ich besitze nur eine Contax G1, wegen der Objektive), und ich interessiere mich für die Geschichten der Hasselblad Kameras und ihr Mittelformat (Portrait- und Modefotografie).
Bestimmt hast Du Lesestoff für mich...

Danke und ich sende Dir eine Mail zu.

Grüsse, Carola-Elke

Carola-Elke
21.04.2007, 22:22
Hallo lieber Hans,

Deine Sendungen sind gut angekommen und ich bedanke mich herzlich dafür.

Die Take-Care Broschüre ist in meinen Augen nicht sehr informativ, bzw. es fehlen mir ein paar wichtige Hinweise bezüglich der Interaktion während einer Chemotherapie und der Behandlung von "Metastasen", wozu es von einigen Anwendern im Forum in der Hauptsache zum Einsatz kommt.
Die beiden kleinen Grafiken zeigen die Wirkungsweise über das "Galectin" auf die Tumorzellen, nicht aber auf die Metastasen, falls welche vorhanden sind. Daher frage ich mich, was bringt denjenigen Patienten das MCP, die keinen Muttertumor mehr haben, der streuen könnte? Schließlich wissen wir nicht genau, ob die Vermehrung von Metastasen dem selben Prozess unterliegen wie die Absiedlung solcher aus dem ursprünglichen Krebsgewebe.

Auf der Suche nach der Funktionsweise des Galectin fand ich im www. einen Artikel von Dr. Strum, den Du sogar übersetzt hast. Dieser enthält einige weiterführende Informationen zum MCP, die sich die Firma, die es herstellt, einmal ansehen sollte.
http://www.prostatakrebse.de/informationen/pdf/Strum%20zu%20MCP.pdf

Gegenüber der gleichzeitigen Verabreichung von Chemo und MCP bin ich nach wie vor skeptisch eingestellt.

Viele Grüsse,

Carola-Elke

Harald
22.04.2007, 08:59
Hallo Katrin

Schicke Dir anschließend als pdf eine fünfseitige Info-Broschüre von Take Care. Hast Du die Rechnung in der Sendung von Take Care gefunden ?

Gruß
HWL

Hallo HWL

wäre dir sehr verbunden, wenn du auch mir diese Broschüre mailen könntest

Liebe Grüße und besten Dank für deine Bemühungen
Harald

HWLPORTA
22.04.2007, 12:08
Hallo Harald.

Gern; gib mir Deine eMail bitte an HWL.Portacoeli@c-il.de

Gruß
HWL