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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Brennen beim Wasserlassen



peter s
04.05.2007, 12:49
Hallo an Alle die mir weiterhelfen können.

Ich wurde voriges Jahr mit der After-Loading-Brachy-Therapie und den
anschließenden 28 äußeren Bestrahlungen behandelt, die letzte äußere
Bestrahlung war Anfang Januar diesen Jahres.Da ich immer ein Brennen
beim Wasserlassen verspürte hat mir mein Urologe die Tabl. Spasmex
verschrieben, die leider auch bei mir die Nebenwirkungen hatten, daß
ich dadurch auch einen erhöhten Stuhdrang hatte, darauf hin hat man mir in meiner AHB (in Bad Wildungen) die Tabl. Vesikur verschrieben, die mir
etwas besser bekammen.Seit ca. 14 Tagen nehme ich gar keine Tabl.
mehr ein, mein Urologe har auch einen Harnröhrenabstrich vorgenommen,
der negativ war, weil er glaubte, daß ich vielleicht noch eine Entzündung
in der Harnröhre haben könnte, er meint das Brennen wird sich eines Tages
geben, ich habe aber manchmal solche Schmerzen beim Wasserlassen, das
ich bald glaube daß bei der Bestrahlung vielleicht etwas beschädigt wurde.
Ich muß noch erwähnen, daß ich wenn ich Abends 4-5 Biere trinke fast gar
keine Beschwerden habe, iich möchte aber nicht jeden Abend Bier trinken.
Nieren und Blasen-Tees haben bis jetzt auch nichts gebracht.
Wer kann mir einen guten Tip geben was ich noch einnehmen kann,
bzw was ich machen sollte, für alle gutgemeinten Ratschläge schon mal
Vorab Vielen Danke und Viele Grüsse Peter S

HansiB
04.05.2007, 13:18
Hallo Peter s,

bei den Mengen Bier am Abend, kannst du nur ein Bayer sein. Bei PK würde ich dir eher ein Glas Rotwein empfehlen, dann mußt du auch nicht so oft raus. Diejenigen, die die Bestahlung empfohlen haben, sollten auch Ratschläge bei den Nebenwirkungen geben. Ich bin Bestahlungs-, OP und Chemorein.

Gruß Hans

Helmut.2
04.05.2007, 13:39
Grüß Dich Peter,

messe doch mal dein Urin mit Lackmuspapier normal und dann wenn Du das entsprechende Portion Bier getrunken hast und dabei beim Wasser lassen keine Schmerzen verspürst.

Lackmuspapier ist in jeder Apotheke zu erhalten!

http://de.wikipedia.org/wiki/Lackmus

http://www.netdoktor.de/laborwerte/fakten/urinuntersuchung/urin_ph.htm

Hängt bei Dir bestimmt mit dem pH-Werten zusammen je sauerer der Urin ist und bei der Bestrahlung die Harnröhre etwas abgekommen hat, brennt es unangenehm.

Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen, so lange kein positiven Befund vor liegt, die Harnröhre regeneriert jetzt langsam und der Urin wenn er aus der Blase kommt ist ohnehin steriel! Erst wenn der an die Luft kommt oxidiert er und richt unangenehm.

Harro
04.05.2007, 17:28
Urinabfluß

Hallo Peter, falls es sich um eine leichte Entzündung handelt, könnte wohl Ibuprofen 600 mg und Trospiumchlorid 2 x 15 mg etwas bewirken. Ich würde mich freuen, wenn das hilft. Ein Versuch kann nicht schaden.

"Es ließe sich alles trefflich schlichten, könnte man die Sachen zweimal verrichten"
(Johann Wolfgang von Goethe)

Gruß Hutschi

Patrick
04.05.2007, 22:05
Hallo Peter,

ich glaube nicht das etwas bei der Bestrahlung "beschädigt" wurde !
Allerdings kann es sein, das der Arzt beim Legen des Blasenkatheders
während des After-Loading deine Harnröhre mehr als Notwendig gereizt
hat.
Dies war bei mir der Fall... ich hatte beim ersten Mal pinkeln das Gefühl
mein "kleiner Freund" wird abgeschnitten.
Musste dann Tropfen ( Schmerzmittel ) nehmen und viel Wasser trinken
damit sich nicht zuviel Salzkristalle im Urin bilden würden und an der wunden Stelle reiben.
Das hat ziemlich schnell angeschlagen. Und wenn ich lese das es bei dir
beim Biertrinken auch besser wird dann könnte bei dir die gleiche Ursache vorliegen.
Ich gehe mal davon aus, das du die Sache wieder in den Griff bekommst !

KlausB
07.05.2007, 00:28
Hallo an Alle die mir weiterhelfen können.

Ich wurde voriges Jahr mit der After-Loading-Brachy-Therapie und den
anschließenden 28 äußeren Bestrahlungen behandelt, die letzte äußere
Bestrahlung war Anfang Januar diesen Jahres.Da ich immer ein Brennen
beim Wasserlassen verspürte hat mir mein Urologe die Tabl. Spasmex
verschrieben, die leider auch bei mir die Nebenwirkungen hatten, daß
ich dadurch auch einen erhöhten Stuhdrang hatte, darauf hin hat man mir in meiner AHB (in Bad Wildungen) die Tabl. Vesikur verschrieben, die mir
etwas besser bekammen.Seit ca. 14 Tagen nehme ich gar keine Tabl.
mehr ein, mein Urologe har auch einen Harnröhrenabstrich vorgenommen,
der negativ war, weil er glaubte, daß ich vielleicht noch eine Entzündung
in der Harnröhre haben könnte, er meint das Brennen wird sich eines Tages
geben, ich habe aber manchmal solche Schmerzen beim Wasserlassen, das
ich bald glaube daß bei der Bestrahlung vielleicht etwas beschädigt wurde.
Ich muß noch erwähnen, daß ich wenn ich Abends 4-5 Biere trinke fast gar
keine Beschwerden habe, iich möchte aber nicht jeden Abend Bier trinken.
Nieren und Blasen-Tees haben bis jetzt auch nichts gebracht.
Wer kann mir einen guten Tip geben was ich noch einnehmen kann,
bzw was ich machen sollte, für alle gutgemeinten Ratschläge schon mal
Vorab Vielen Danke und Viele Grüsse Peter S
Hallo Peter
Dieses Problem ist mir sehr bekannt. Es begann bei mir schon während der letzten Bestrahlungstermine (drei Monate IMRT 5x die Woche, insgesamt 72 Gy). Gleichzeitig wurde das Volumen der Harnröhre immer enger bis zum totalen Verschluß drei Tage nach der letzten Bestrahlung. Es wurde ambulant ein Katheder gelegt, der 10 Tage drin blieb. Danach hatte ich zwar das Brennen beim Wasserlassen weiter, aber der Durchfluß blieb mehrere Monate frei. Am besten half viel Trinken!! Der Urin muss quasi verdünnt sein und der Abfluß regelmäßig erfolgen. Dennoch wurden im Laufe der Zeit noch mal zwei "Sprengungen" erforderlich. Gegen die Schmerzen hilft neben der wirklich nötigen vielen Flüssigkeit (mindestens drei Liter pro Tag!) Zystium Solidago Lösung. Jetzt, nach zweieinhalb Jahren, hat das Brennen nachgelassen und der Durchfluß ist auch schon recht lange OK geblieben. Ansonsten hat die IMRT offenbar nach den letzten Blutwerten ihre Schuldigkeit getan. Ausgangswerte: pT1c, G2a, Gleason 3+4 (C61), pN0, PSA 22, 7 Lymphknoten frei. Jetzt PSA=0,14 Tendenz stetig gefallen). Eine OP kam bei mir aus bestimmten Gründen (frühere TUR-P wegen gutartiger Prostatavergrößerung und hohes Alter (74)) nicht in Frage.
Gr0ße Probleme hatte ich auch mit dem Darm schon während der IMRT. Dagegen half Colifoam Rektalschaum. Es ergaben sich auch in diesem Bereich ständige Entzündungen und Vernarbungen, gegen die vor vier Wochen chirurgisch angegangen wurde. Ob nun eine dauerhafte Verbesserung erreicht wurde, kann ich noch nicht beurteilen.
Klaus