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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sinushistioztose



JoScho
10.05.2007, 11:21
Liebe Leidensgenossen!

Heute habe ich den Arztbrief von meiner OP erhalten.
Dort ist ein Fachbegriff aufgeführt den ich leider nicht deuten kann.
Unter dem Begriff Histologie steht:
in beiden Prostataseitenlappen lokalisiertes invasives, mäßig differenziertes Adenokarzinom. Samenblasen und Samenleiter beidseits Tumorfrei, ein Lymphknoten mit Sinushistioztose.
Tumorstadion pT2c, pN0, (0/15), Mx, V0, L0, R0,G2

Dem Begriff Sinushistioztose konnte ich hier im Forum nicht finden.
Kann jemand weiterhelfen?

Gruß JoScho

Urologe
10.05.2007, 11:35
Hallo,

das ist eine entzündliche Reaktion des Lymphknoten auf den Tumor - aber keine Metastase.

Gruss
fs

Tinka
10.05.2007, 11:55
Hallo lieber JoScho,

wenn Du ein wenig weiterlesen magst:

http://www.pathologie-online.de/sp/3/index.php

Ist allerdings sehr medizinisch *g*

LG
Andrea

spertel
10.05.2007, 11:55
Hallo JoScho

Herzlichen Glückwunsch zu diesem sehr guten Befund. Ich denke, dass die Entscheidung zur Op völlig richtig war. Mit dem Ergebnis hast Du beste Chancen, die Angelegenheit los zu sein, alle weiteren postoperativen Probleme werden sich im Lauf der Zeit bessern; die Angst vor den folgenden PSA-Wert-Bestimmungen wird aber bleiben und uns noch lange verfolgen.

Alles Gute

Spertel, Berlin

Heribert
10.05.2007, 12:34
Hallo JoScho

Ich freue mich mit Dir, dass nun nach der Histologie, die Erfolgsaussichten sich als sehr gut manifestieren.
Was ich in Deiner bisherigen Historie vermisse, ist ein PSA-Wert nach der OP. - Wurde bei der AHB kein PSA gemessen? Er müsste jetzt, bei einem Ausgangswert von ca. 15 ng/ml nach etwa 12 Halbwertzeiten, unterhalb der Nachweisgrenze liegen.

Wenn noch nicht geschehen, würde ich auf eine Kontrolle drängen.

Alles Gute und Grüße vom Rhein
Heribert

JoScho
10.05.2007, 13:02
Hallo spertel!
Danke für deine aufmunternden Worte. Für die Entscheidung zur OP gab es meines Erachtens auch keine Alternative. Die meisten Leidensgenossen hier im Forum sind wesentlich älter, wobei man durchaus an Alternativen denken kann. Wie du schon schreibst hoffe auch ich das die Angelegenheit damit erledigt ist. Ein Risiko wird fortbestehen, und du hast recht, damit müssen wir leben. Die angesprochenen postoperativen Probleme, und der noch ausstehende PSA Wert sind für mich zurzeit die größte Belastung. 300ml Blasenkapazität schränken meinen Aktionsradius doch erheblich ein.

ps. Danke an Urologen fs für die schnelle und für den Laien verständliche Antwort.

Alles Gute JoScho

JoScho
10.05.2007, 13:26
Hallo Heribert!
Meine OP war heute genau vor fünf Wochen. Ich bin Gründonnerstag operiert worden am folgenden Donnerstag wurde der Katheder gezogen, am Freitag bin ich entlassen worden. Gleich am darauf folgenden Montag folgte die Anschlussheilbehandlung bei welcher ich nur 14 Tage war.
In der Anschlussheilbehandlung habe ich von 24 Stunden 23 Stunden gewartet dass sich was tut. Auch die Qualität der Anwendungen fand ich micht überragend. Wie soll man sich in einem warmen Sandbad bei dauerndem Harndrang entspannen. Ebenso erging es mir auf dem so genannten Hydro Jet, eine Art Wasserbett mit Massagedüsen.
Beim Krafttraining wurde man am ersten Tag eingewiesen, danach erfolgte keine weitere Betreuung. Gerade mit einer frischen OP Wunde ist man sich jedoch sehr unsicher alles richtig zu machen. Als Kontinenz Training wurde Gruppentraining angeboten. (Das spart Personal). Zum Glück war ich bis auf den dauernden Harndrang völlig trocken, so dass mich der betreuende Arzt mit dem Bericht, Behandlungsziel erreicht, entlassen hat.
Eine PSA Bestimmung nach vier Wochen machte aus der Sicht des dortigen Arztes (welcher vielleicht das einzig Gute an der Reha war) keinen Sinn.
Meinen PSA Wert werde ich nächste Woche kontrollieren lassen.


Gruß JoScho

Heribert
10.05.2007, 13:58
Hallo JoScho

.
Eine PSA Bestimmung nach vier Wochen machte aus der Sicht des dortigen Arztes (welcher vielleicht das einzig Gute an der Reha war) keinen Sinn.
Meinen PSA Wert werde ich nächste Woche kontrollieren lassen.

Aus der Sicht des Arztes mag es durchaus wenig Sinn machen, zu Beobachten wie der PSA mangels Prostatagewebe sich langsam gegen Null bewegt. Aus Deiner Sicht, könnte ich mir vorstellen, würde es weiter zur Beruhigung beitragen.

Gruß
Heribert