PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Prostatazentren



Harro
14.05.2007, 10:29
Text gelöscht

shgmeldorf,Werner Roesler
14.05.2007, 11:01
Hallo Hutschi!

Hier bei der Einrichtung der Prostatazentren in Deutschland sind die festzulegenden Qualitätskriterien das Fundament.

Wir müssen genau hinschauen, was die Form und was der Inhalt sein wird.

Wenn wir z.B. auf die sog. Brustkrebszentren schauen, so machen ausgehängte Zertifikate in den jeweilig beteiligten Praxen noch keine inhaltliche Qualitätsnormierung aus.

Oft müssen Frauen, die an der Brustkrebsvorsorge teilnehmen, bis zu zwei Jahre auf einen Termin zur Mammographie warten?

Bei der Einrichtung der Prostatakrebszentren sollte die Beteiligung des BPS und der SHG-Gruppen vor Ort sehr wichtig sein.

Ich wünsche Dir, Hutschi, einen ordentlichen Tag!

Wir sprechen bald wieder, OK!

Gruß Werner R.

Reinardo
19.05.2007, 05:27
Hallo Werner und Hutschi und alle anderen, die das Heil in Prostatakrebszentren suchen.
Zu allererst ist die Zugehörigkeit zu einem solchen "Zentrum" nur ein Aushängeschild und Werbung für den angeschlossenen Urologen, wie der Meisterbrief beim Bäcker (dessen Brötchen trotzdem nach Fabrikteig schmecken).
Was sind denn "einheitliche Qualitätsstandards"? Dass Handschuhe und Mundschutz getragen werden? Dass aus mittelmässigen Operateuren jtzt plötzlich gute werden? Das können doch nur Standards sein, die jeder Medioziner als Assistenzarzt gelehrt bekommt.
Diese Zentren führen m.E. zu gegenseitigem Aufpassen aufeinander dahingehend, dass keiner dem anderen die Klientel wegnimmt und die offiziellen Urologischen Behandlungsrichtlinien eingehalten werden. Da liegt aber die eigentliche Krux: Es wird mehr unnötige Biopsien, mehr Übertherapie beim Niedrig-Risiko-Krebs, weiterhin Hormontherapie bis hin zur Resistenz, weiter Chemotherapie geben, die zu spät kommt.
Das Zentrum für nicht begüterte Kassenpatienten.
Der Individualarzt für Privatpatienten und Promis.
Gruss, Reinardo

HansiB
19.05.2007, 11:37
Hallo Reinardo,

das hast du richtig dargestellt, mich hat noch kein Zentrum (bei uns gibt es einige) gesehen. Von den Zusatzkosten für die Kassen ganz abgesehen, alles Larifari und Augenwischerei. Wem hat es bisher langfristiger geholfen, bitte um Meldung. Gruß Hans

shgmeldorf,Werner Roesler
19.05.2007, 13:44
Hallo Reinardo,

das hast du richtig dargestellt, mich hat noch kein Zentrum (bei uns gibt es einige) gesehen. Von den Zusatzkosten für die Kassen ganz abgesehen, alles Larifari und Augenwischerei. Wem hat es bisher langfristiger geholfen, bitte um Meldung. Gruß Hans

Hallo Reinardo und HansiB,

wir brauchen ein "Netzwerk gegen den Prostatakrebs!"

Es gibt hier bei uns in Schleswig-Holstein ein "Netzwerk gegen den Brustkrebs". Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2000 und den Fachlichen Anforderungen für Brustzentren (FAB).
Empfohlen von der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Senologie.

Adressen sind: Westküstenklinikum Heide
Klinikum Itzehoe
FEK Neumünster
Kreiskrankenhaus Rendsburg

Das alles nennt sich "Holsteinisches Brustzentrum".

"Das Holsteinische Brustzentrum richtet sich grundsätzlich nach den Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft. Als Grundlage der Arbeit gilt unter anderem die im August 2004 veröffentlichte Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms der Frau."
"Bei den Stufe 3-Leitlinien werden weltweit veröffentlichte aktuelle Forschungsergebnisse aus Diagnostik und Therapie der Onkologie in die Vorgabe eingearbeitet. Die Leitlinien enthalten demnach alle Elemente einer systematischen Entwicklung, die die neuesten wissenschaftlichen Grundlagen einbeziehen..."

Weitere Informationen über dieses Thema finden Sie auch im Internet bei der Deutschen Krebsgesellchaft: www.krebsgesellschaft.de (http://www.krebsgesellschaft.de)

und bei der Deutschen Gesellschaft für Senologie: www.senologie.org (http://www.senologie.org)

Dort können die aktuellen Leitlinien auch im genauen Wortlaut heruntergeladen werden.

Klingt doch gut, oder?

Sicherlich seit Ihr nun nachdenklich geworden.

Macht Euch bitte Eure eigenen kritischen Überlegungen dazu!

Gruß Werner R.

Anonymous1
19.05.2007, 14:17
Wir müssen genau hinschauen, was die Form und was der Inhalt sein wird.Da kann man hin- und nachschaun:

http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?t=1101

Gruß Dieter

Carola-Elke
19.05.2007, 21:23
Da kann man hin- und nachschaun:

http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?t=1101

Gruß Dieter


Möchtest Du von Praxiserfahrung profitieren? Eine SHG für Prostatakrebs findest Du HIER
Hallo Dieter, dies ist Deine bisher beste Signatur, herzlichen Glückwunsch!

Zur Frage, ob Deutschland Prostatazentren braucht, hier ein .pdf einiger kontroverser Meinungen innerhalb der Ärzteschaft.
http://www.uro-news-online.de/archiv/2007/04/un0704_10.pdf
Wer sich noch an Dr. Wunderling erinnert, dieser hat in einer Lesermeinung seine Position verdeutlicht:


Lesermeinung zum Thema „Brauchen wir Prostatazentren?“

Die Diskussion in URO-NEWS 3/2007 erweckt nachhaltig den Eindruck, als wenn auschließlich merkantile Interessen zu der Gründung dieser diversen „Zentren“ führen.

Wie so häufig während der letzten Jahre wird eine „Zertifizierung“ angeboten, die eine vorgebliche Verbesserung der medizinischen Versorgung suggerieren soll. Ob dieses Ziel durch die geschilderten Maßnahmen erreicht wird, ist allerdings mehr als fraglich.

Auf den Punkt gebracht: wir reden über EIN Organ und DREI relevante Erkrankungen dieses Organs. Die Behandlungspfade sind so simpel und zusätzlich zum Teil noch leitliniengestützt, dass JEDER gut ausgebildete Urologe durchaus ohne jeden einzelnen Fall mit Strahlentherapeuten und Radiologen diskutieren zu müssen eine adäquate Behandlung festlegen kann (wobei selbstverständlich bei schwierigen Fällen eine konsiliarische Beratung erfolgen können sollte).

Der entscheidende Punkt jedoch ist, dass die wichtigste Maßnahme, die dazu führen könnte, eine Klinik als „Zentrum“ zu bezeichnen, sicherheitshalber NICHT erfolgt: nämlich die Festlegung auf eine bestimmte Mindestanzahl an Operationen.
Legen wir die Latte bei 200 radikalen Prostatektomien im Jahr an, und sehen mal, welches der selbsternannten „Zentren“ dieses Maß (mit der international üblichen Komplikationsrate) erreicht. Die derzeitigen Mindestzahlen scheinen jedenfalls so gewählt zu sein, dass die ausreichende Erfahrung der Operateure nicht gewährleistet ist.

Durch Verbesserung der formalen Abläufe wird jedenfalls KEIN Patient wesentlich besser behandelt.

Dirk Wunderling, Facharzt für Urologie, Westerstede

Schönen Gruss,

Carola-Elke

Anonymous1
20.05.2007, 08:43
Hallo Carola,

Hallo Dieter, dies ist Deine bisher beste Signatur, herzlichen Glückwunsch!Nicht der Rede wert, trotzdem herzlichen Dank. Ein kleiner Schubs genügt oft.

Komplimente gehen auch an Dich: Du hast wieder einnmal Deine Fähigkeiten im Aufspüren von interessanten Texten bewiesen. Gut gefiel mir Hertles Stellungnahme und sein Schluß:

http://shg.sh.ohost.de/hertle.jpg

Dir schönen Sonntag noch, scheint ein prachtvoller Tag zu werden! Bin gleich auf dem Wasser!

Beste Grüße Dieter

Harro
20.05.2007, 11:29
Qualitätsmanagement

Hallo, http://www.uro-news-online.de/aktuell/

hier läuft unter dem Titel "Die Zeit läuft davon, haben Sie schon angefangen" eine Aufforderung an die Urologenschaft.

"Probleme sind Gelegenheiten zu zeigen, was man kann"
(Duke Ellington)

Gruß Hutschi

shgmeldorf,Werner Roesler
20.05.2007, 17:46
Qualitätsmanagement

Hallo, http://www.uro-news-online.de/aktuell/

hier läuft unter dem Titel "Die Zeit läuft davon, haben Sie schon angefangen" eine Aufforderung an die Urologenschaft.




Gruß Hutschi

Hallo Hutschi,

diese Aufforderung sollte in den Uro-Praxen eigentlich aufgehängt werden.

Als ich das " Netzwerk gegen den Brustkrebs" hier bei uns in Schleswig-Holstein erwähnt habe, bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass sich der eine oder andere Schleswig-Holsteiner zu den bekannten und genannten Krankenhäusern einige Gedanken machen könnte?

Hier haben wir sehr anschaulich "Anspruch und Wirklichkeit" und eben "Form und Inhalt".

Vielleicht könnten ja einmal engagierte Frauen über ihre Erfahrungen mit diesem Netzwerk hier in SH berichten?

Wir haben aber jetzt erst einmal den DVPZ e.V., den "Dachverband der Prostatazentren Deutschlands e.V."

Eine vollständige Liste der Qualitätsstandards vom DVPZ e.V. finden wir auf www.dvpz.de (http://www.dvpz.de)

Ich habe diesen doch bekannten Link nur noch einmal als Diskussionselement bringen wollen.

Gruß Werner R

Harro
27.08.2008, 12:32
Prostatazentrum Rhein-Neckar

Hallo, Werner, der obige Link geht zwar nur noch mit Code-Eingabe auf und wegen möglicher Copyright-Verletzungen möchte ich den Text hier nicht einstellen. Aber inzwischen gibt es auch hier ein Prostata-Zentrum, dem mehr als ein Dutzend Urologen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Pathologen aus der Vorderpfalz angehören. Dank einer Plattform im Internet können alle Mediziner auf die Daten der Kranken zugreifen, wodurch Doppeluntersuchungen vermieden werden sollen.

Kontakt: www.prostatazentrum-pfalz.de (http://www.prostatazentrum-pfalz.de)

Ich habe eiserne Prinzipien, wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere"
Groucho Marx)

Gruß Hutschi