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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stralentherapie auch bei resistenten Pk-Zellen ?



Bernhard A.
21.05.2006, 14:30
Hallo liebe Forums-Teilnehmer !

Nachstehendes Zitat veranlasst mich zu diesem neuen Thema.

Zitat von:
WW 20.05.06
Strahlentherapie funktioniert in machen Fällen nicht gut. Wie sicher Prof. Bonkhoffs Vorhersagen diesbezüglich sind, weiß ich nicht. Ich würde mich da nicht gerne drauf verlassen.


Ebenso kann man sagen:
- Operation, DHB, WW etc. .. funktionieren in manchen Fällen nicht gut.-
So eine allgemeine Aussage stimmt immer irgendwie.
Aber sie bringt keinen, der eine Therapie-Entscheidung treffen möchte, ein Stück weiter.

Der schlechte Ruf der „Bestrahlung“ rührt sicher daher, dass bis heute in Deutschland die OP der „Goldstandart“ ist. Die Bestrahlung wurde fast immer erst sehr spät bei steigenden PSA-Werten nach OP eingesetzt oder wenn man aufgrund der hohen Gleason-Werte nicht mehr operieren wollte. Als Erst-Therapie ist sie bei mittleren Gleason-Werten kaum zum Einsatz gekommen.

Die Ärzte meiner Klinik haben mir versichert, dass es für Sie bei der HDR-Brachy keine
Strahlenresistenten PK-Zellen gibt !!!
A l l e Tumorzellen im Strahlungsbereich würden ohne Ausnahme vernichtet.

Das kann man glauben oder auch nicht !!!
Ich möchte deshalb Winfried W., der sich zur Zeit an der Erlanger.Strahlenklinik einer Äußeren Bestrahlung unterzieht, bitten, doch einmal für uns, aus seinen Ärzten, Informationen herauszulocken, die etwas Licht in dieses Dunkel bringen.
Ich habe das Gefühl, dass Er an einer sehr kompetenten Klinik behandelt wird.

Nachstehend ein Link zu der Klinik und ein Auszug über die dortige Brachybehandlung.

Wer kann noch etwas zu diesem Thema beisteuern ?

Gruß
Bernhard A.

http://www.strahlenklinik.klinikum.uni-erlangen.de/e138/e922/e937/e968/e1128/index_ger.html (http://www.strahlenklinik.klinikum.uni-erlangen.de/e138/e922/e937/e968/e1128/index_ger.html)

Auszug aus der Homepage der Strahlenklinik Erlangen:
Im Vergleich zum operativen Vorgehen oder der herkömmlichen Strahlenbehandlung ist zu konstatieren, dass sowohl die Langzeitergebnisse, ausgewiesen durch Kliniken in den USA, als auch die Erfahrungen der Erlanger Strahlenklinik bestätigen, dass die Ergebnisse der Brachytherapie den Ergebnissen der radikalen Prostatektomie und der herkömmlichen Hochdosis- strahlentherapie ebenbürtig sind. Die möglichen Nebenwirkungen der Brachytherapie sind allerdings sehr mild und insbesondere im Vergleich zu den Risiken bei der Radikal- operation unter den Nebenwirkungen der herkömmlichen Strahlentherapie minimal. Fakt ist, dass im Unterschied zur gewöhnlichen Strahlenbehandlung die Brachytherapie es ermöglicht, äußerst präzise sehr hohe Strahlendosen in die Prostata zu verabreichen. Diese Tatsache gewährleistet eine hohe Wirksamkeit mit minimalen Nebenwirkungen. Sowohl die Höhe der Strahlendosis als auch die Präzision der Brachy- therapie sind für die gewöhnliche Strahlentherapie unerreichbar. Im Unterschied zur Operation werden die Risiken einer großen Operation vermieden und die Potenz bleibt meistens erhalten.

Die Brachytherapie des Prostatakarzinoms stellt inzwischen eine bewährte Behandlungsmethode dar, die im Begriff ist, die Operation (radikale Prostatektomie) beim Prostatakrebs als sog. "Goldstandard" abzulösen. Die Entwicklung der Patientenzahlen mit Prostatakarzinom, die mit Brachytherapie behandelt werden - nicht nur in Erlangen, sondern weltweit zeigen, dass die Brachytherapie in der Tat einen "aufgehenden Stern" in der Behandlung des nicht-metastasierten Prostatakarzinoms darstellt. Durch den Einsatz modernster Techniken, Instrumente und Geräte in der Brachytherapie sowie durch die Entwicklung neuer Therapiekonzepte, die einen Organ- und Funktionserhalt ermöglicht, steht die Abteilung für operative Strahlentherapie der Erlanger Strahlenklinik mit an führender Position.

WinfriedW
21.05.2006, 20:33
....
Zitat von:
WW 20.05.06
Strahlentherapie funktioniert in machen Fällen nicht gut. Wie sicher Prof. Bonkhoffs Vorhersagen diesbezüglich sind, weiß ich nicht. Ich würde mich da nicht gerne drauf verlassen.
....

Ich habe kein großes Vertrauen in die diesbezüglichen Vorhersagen und zwar sowohl im Positiven als auch im Negativen. Wäre es anders, hätte ich mir konsequenterweise die Meinung des Herrn Bonkfoff einholen müssen. Mir wurde aber andererseits von den mich beratenden Ärzten Strahlentherapie empfohlen und zwar ohne wenn und aber. Keiner der Ärzte gab mir bisher den Rat, ich solle erst mal den Pathologen fragen. Andererseits sind im alten Forum Fälle bekannt geworden, bei denen der Pathologe Strahlenresistenz vorhergesagte und die Bestrahlung am Ende dennoch funktionierte. Was mache ich nun damit? Gibt es denn bezüglich der diesbezüglichen Vorhersagen irgendwelche Studien?

Ähnlich denke ich bei Chemotherapie. Ob es im individuellen Fall funktioniert, weiß ich dann, wenn ich es ausprobiert habe. Wobei bei Chemotherapie die Dinge noch komplizierter liegen. Oftmals funktioniert, gemessen am PSA, der erste Zyklus ganz gut und die weiteren Zyklen weniger gut. Ich halte es für völlig unmöglich, den Pathologen zur Verlaufskontrolle heranziehen zu wollen, wie es teilweise hier suggeriert wird. Das geht in der Praxis nur über den PSA-Wert. Alles andere ist Fantasie und Fantadu.




Die Ärzte meiner Klinik haben mir versichert, dass es für Sie bei der HDR-Brachy keine
Strahlenresistenten PK-Zellen gibt !!!

Das glaube ich gerne. Allerdings werden dabei innerhalb der Prostata sehr hohe Strahlendosen abgesetzt. Bei externer Bestrahlung verhält es sich vielleicht etwas anders. In meinem Falle bestrahlen wir die Lymphabflusswege mit 50,4 Gray. Ob es damit gelingt, wirklich alle PK-Zellen abzutöten ist eher fraglich. Da ist es im Zweifel besser, den Lymphknoten operativ zu entfernen, wenn man ihn dann zu fassen kriegt.




Ich möchte deshalb Winfried W., der sich zur Zeit an der Erlanger Strahlenklinik einer Äußeren Bestrahlung unterzieht, bitten, doch einmal für uns, aus seinen Ärzten, Informationen herauszulocken, die etwas Licht in dieses Dunkel bringen.

Werde ich tun, wobei ich allerdings nicht in der Brachy-Abteilung bin.


WW

WinfriedW
21.05.2006, 20:47
dieterdo berichtete im alten Forum über seine Strahlentherapie und die katastrophalen Ergebnisse folgendes:



Hallo Herri,
hab eine Strahlentherapie mit (man nennt das hier Spickung) im Marienhospital in Siegen gemacht, PSA 18,4 GS 5+4. Nach 25 Bestrahlungen und 2 Spickungen von Mai bis Juli 2005.
Wurde dann als geheilt entlassen. PSA im August 27, im November 118 mit Knochenmetastasen.
Mache seitdem eine Hormontherapie mit Zoladex und Zometa zum Knochenschutz.
PSA im Dezember 17.
PSA im Februar 118, seitdem zusätzlich Casodex.
Welche Infos hättest Du denn gerne.
Viele Grüße aus Siegen und alles Gute
dieter

und dieses:



PSA-Anstieg während der Hormonblockade , dieterdo, 20.02.06, 22:45
meine PKH:
1. Dieter Dominik (1949)
2. Diagn: 04/05 bPSA 18,4;
3. min. T2b Nx,M0;
4. GS (4+5) 9
5. Therap.: 06/05 EBRT mit 2 Spickungen
7. PSA-Verlauf
09/05 27
11/05 118
12/05 17,4
02706 89
8. Diagn: 11/05 mehrere Knochenmetastasen
9. Therap.: 11/05 AB1 Zoladex
10. Therap.: 12/05 Zometa alle 4 Wochen
11. Therap.: 02/06 AB2 Zoladex + Cyproteron
Nachdem der PSA 6 Wochen nach Beginn der Hormonblockade zunächst auf 17 gefallen war, stieg er nach weiteren 6 Wochen wieder auf 89.
Die neue Spritze habe ich erst nach 89 Tagen bekommen und habe schon ca. 14 Tage vorher bemerkt, dass die Wirkung nachlässt.
Hat da jemand ähnliche Erfahrung?
Zusätzlich habe ich jetzt Cyproteron bekommen, was ich nicht gut vertrage (Atemnot, Kurzatmigkeit).
Was soll ich tun?
Ist es sinnvoll eine DHB zu beginnen?
Viele Grüße aus Siegen
Dieter Dominik


Ich sehe hier, dass dieterdo fleißig mit liest. Ich würde mir sehr wünschen, dass er mal über den Stand der Dinge berichtet.

Gruß Winfried

Bernhard A.
21.05.2006, 21:49
Hallo Winfried !

Ich verstehe Dich nicht.

Was willst Du mir mit diesem sehr unpassenden Beispiel eines katastrophalen ärztlichen Behandlungsfehlers sagen. Soll ich jetzt auch Negativ-Beispiele anderer Therapien aus dem Forum suchen ?

Gruß
Bernhard A.

WinfriedW
22.05.2006, 08:02
...

Was willst Du mir mit diesem sehr unpassenden Beispiel eines katastrophalen ärztlichen Behandlungsfehlers sagen. Soll ich jetzt auch Negativ-Beispiele anderer Therapien aus dem Forum suchen ?

...


Lieber Bernhard,

ich will dir damit rein gar nichts sagen. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass sich dieterdo mal in die Diskussion einmischt und seine Sicht der Dinge preisgibt. Ich denke, er hat einiges an praktischen Erfahrungen beizutragen, wovon andere, die vor der Entscheidung stehen, profitieren könnten.

WW

WinfriedW
23.05.2006, 11:01
Habe mich heute mit dem Assistenzarzt am Beschleuniger über Strahlenresistenz unterhalten. Dabei ging es mehr um externe Bestrahlung, wie ich sie betreibe, und weniger um Brachy- oder Afterloading-Therapie. Ich bin ja nun täglich am Beschleuniger und habe so Gelegenheit, noch ein paar weitergehende Fragen zu stellen.

Tumoren sprechen Organ bezogen unterschiedlich gut auf Bestrahlung an. Prostatakarzinome gehören zunächst mal zu der Sorte, die sich relativ gut mit Strahlen behandeln lassen. Dabei gibt es individuelle Unterschiede. Es ist auch in Erlangen Gegenstand der Forschung, herauszufinden, welche Patienten besonders gut od. besonders schlecht auf die Strahlenbehandlung reagieren. Eine sichere Vorhersage ist nach dem derzeitigen Erkenntnisstand seiner Meinung nach nicht möglich. Man weiß aber, dass schlecht differenzierte Tumorzellen eher schlechter auf die Bestrahlung ansprechen. Damit habe ich mal wieder die A...-Karte gezogen. Alles Statistik - im Einzelfall kann es aber wiederum ganz anders sein. Den Fall, dass ein PK rein gar nicht auf die Bestrahlung anspricht, gibt es wohl nicht.

Letztendlich stellt sich die Frage, welche Alternativen es gibt. Man kann es tun oder auch lassen. Wenn ich es lasse, laufe ich Gefahr, eine Chance ungenutzt zu vertun. Deshalb tue ich es. Auch nach diesem Gespräch habe ich nicht das Gefühl, ich sollte jetzt dringend eine DNA-zytometrische Untersuchung oder ein pathologisches Zweitgutachten erstellen lassen. Das wäre ganz sicher von Interesse, aber weniger für den Patienten als vielmehr für den Forscher, der irgendwann später die Ergebnisse reprospektiv auswertet.

Ganz falsch habe ich es wohl nicht gemacht. Wir haben den Teil, den wir operativ fassen können, operativ entfernt. Die andern Teile bestrahlen wir in der Hoffnung, dass mein Untermieter keine Strahlen mag. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Vielleicht werde ich aber auch bald eines Besseren belehrt. Vielleicht hat ja Judah Folkman doch Recht. Es sind viele Fragen offen. Habe mir auf dem Rückweg im Schaufenster die paar Urnen angeschaut. Es gibt da wirklich sehr edle Exemplare ...

WW

Hans (GL)
23.05.2006, 20:20
Hallo Freunde,

nach einer radikalen OP wurde bei mir der positive Schnittrand bestrahlt.
Nach Untersuchung mit Colin PET wird konstatiert, dass die Bestrahlung erfolgreich war. Dummerweise ist der PK in den Thorax ausgewichen.
Die Bestrahlung der Loge würde ich jedoch wieder machen.

Hans

sandu1
28.05.2006, 14:47
Habe mich heute mit dem Assistenzarzt am Beschleuniger über Strahlenresistenz unterhalten. Dabei ging es mehr um externe Bestrahlung, wie ich sie betreibe, und weniger um Brachy- oder Afterloading-Therapie. Ich bin ja nun täglich am Beschleuniger und habe so Gelegenheit, noch ein paar weitergehende Fragen zu stellen.



Lieber Winfried,

nach einer radikalen OP vor zwei Monaten werde ich mich auch in Kürze einer externen Bestrahlung unterziehen. Könntest Du mir bitte sagen worauf man zu achten hat, um Nebenwirkungen (so weit wie möglich) klein zu halten?

Mit bestem Dank
sandu1

WinfriedW
29.05.2006, 14:39
Lieber Winfried,

nach einer radikalen OP vor zwei Monaten werde ich mich auch in Kürze einer externen Bestrahlung unterziehen. Könntest Du mir bitte sagen worauf man zu achten hat, um Nebenwirkungen (so weit wie möglich) klein zu halten?

Mit bestem Dank
sandu1
Hallo sandu1,

wenn du nach Nebenwirkungen bzw. vorbeugenden Maßnahmen fragst, bin ich eigentlich der Falsche. Laut Aufklärungsbogen können die Nebenwirkungen von Müdigkeit über Haut- und Blasenreizungen bist Dauerdurchfall und Darmbluten gehen. Von Seiten der Strahlenklinik wird prophylaktisch nichts getan. Falls Nebenwirkungen auftreten, will man aber gezielt mit Medikamenten gegensteuern. Ich habe jetzt 7 von 37 Terminen hinter mir. Bisher ist es erträglich. Meine persönliche Strategie ist eindeutig die, dass ich mir keine Gedanken mache über Nebenwirkungen, die ich nicht habe. Es ist m. E. keine gute Idee, auf Nebenwirkungen förmlich zu warten.

dieterdo empfahl an anderer Stelle folgendes:



...
Ich habe vom ärztlichen Direktor der Veramedklinik, der in der biologischen Krebsabwehr mitarbeitet, zur Abmilderung der Nebenwirkungen folgenden Tipp bekommen:
1. Immunbiologische Therapie
Helixor A; 3 x 1 mg s.c. pro Woche als Dauertherapie
2. Othomolekulares Programm
Inzelloval 3 x 1
Cefasel 1 x 1
Spondyvit 2 x 1
Ich konnte es selbst nicht ausprobieren. Ich wurde damals kurativ behandelt und die Radiologen hatten überhaupt nicht verstanden warum es ging. Der Effekt war ein heftiges Fatique nach der Bestrahlung von mehreren Monaten.
...

Ich glaube persönlich nicht an Mistel und nehme keine, andere schwören darauf.

Unabhängig von der Strahlentherapie nehme ich Selen (Natriumselenit), Vitamin E, Vitamin C, Calcium und Vitamin D zu mir.

Inzelloval ist ein Kombipräparat mit verschiedenen Mineralstoffen und Spurenelementen. Das nehme ich nicht.

WW

Jörg (O)
30.05.2006, 17:34
Liebe Mitstreiter,
soweit ich es in Erinnerung habe, werden durch eine äußere oder innere
Bestrahlung nur die Krebszellen abgetötet, die sich in der Endphase der
Zellteilung befinden ( Mitosephase ). Das würde auch den doch sehr langen Zeitraum der Bestrahlung erklären, um möglichst viele Krebszellen zu erwischen. Mich würde schon interessieren, ob noch andere Wirkungen
durch eine Bestrahlung auf die Krebszelle ausgeübt werden.
Gruß Jörg (O)

WinfriedW
30.05.2006, 20:57
Liebe Mitstreiter,
soweit ich es in Erinnerung habe, werden durch eine äußere oder innere
Bestrahlung nur die Krebszellen abgetötet, die sich in der Endphase der
Zellteilung befinden ( Mitosephase ). Das würde auch den doch sehr langen Zeitraum der Bestrahlung erklären, um möglichst viele Krebszellen zu erwischen. Mich würde schon interessieren, ob noch andere Wirkungen
durch eine Bestrahlung auf die Krebszelle ausgeübt werden.
Gruß Jörg (O)

Ich glaube es geht eher darum, die tägliche Strahlendosis klein und die Nebenwirkungen erträglich zu halten. Die tägliche Strahlendosis beträgt 1,8 Gy, macht bei 37 Terminen in Summe 66,6 Gy auf die Prostataloge. Die Lymphabflusswege werden nur mit 50,4 Gy entsprechend 28 Termine bestrahlt. Die letzten 9 Termine wird ein kleineres Volumen erfasst.

Die Strahlen schädigen die DNA sowohl der gesunden als auch der kranken Zellen. Die Theorie ist, dass bei den gesunden der Reparaturmechanismus besser funktioniert.

WW

Bernhard A.
30.05.2006, 22:52
Hallo Winfried !

Bezug nehmend auf meine ursprüngliche Fragestellung möchte ich aus „Ein Ratgeber zum Prostatakrebs“ (Dr. Strum) zitieren:



Die Patienten (einer Studie des Zentrums für Brachytherapie in Kiel(Dr. Kovacs)) erhielten eine Kombination aus externer Strahlenbehandlung einschließlich Bestrahlung der Beckenlymphknoten und HDR-Brachy (Afterloading).
An dem Bericht verblüffte die Tatsache, dass 79,8 % von 144 (115) Patienten sich im klinischen Stadium T2b oder T3 befanden und bei einer mittleren Verlaufkontrolle von über acht Jahren, eine krankheitsfreie Überlebensrate von insgesamt 82,6 % aufwiesen. Zudem zeigte die Aufschlüsselung der PSA-Werte, dass 54 % der Patienten einen PSA-Wert vor der Behandlung von 10 oder mehr hatten.


Inzwischen sind beide Bestrahlungsarten weiter verbessert worden.
Weiterhin kommen seit einigen Jahren Erkenntnisse aus Studien hinzu die bestätigen, dass bei der 3. Komponente, der ADT, die Heilungsraten auch bei hohen PK-Stadien, über die Prostata hinaus, jedoch mit regionaler Begrenzung, nach Aussage meiner Ärzte, bei Werten um die 90 % liegen. Hier auch ein Link zu weiteren Studien:
http://www.klinik-st-georg.de/aktuelles/newsletter_2-06.html (http://www.klinik-st-georg.de/aktuelles/newsletter_2-06.html) <?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p>
<O:p< p O:p<></O:p<>
<O:p< p O:p<>Das bedeutet für mich, dass bei dieser Kombinationstherapie wohl alle PK-Zellen im Strahlungsbereich durch die von Dir genannte DNA- Störung, auch bei langsamer Teilung, absterben.

<O:p< p O:p<>Vielleicht sollten die Chirurgen, die selbst bei schlechten Ausgangswerten, noch die Monotherapie, der sicherlich guten OP-Therapie, als ausreichend anpreisen, überlegen, ob Sie den Patienten die externe Bestrahlung und die ADT nicht sofort mit anbieten sollten. Das wäre ehrlicher. Viele Ihrer Patienten laufen sonst immer hinter Ihrer Krankheit her. Sie können nicht agieren sonder müssen immer reagieren.

<O:p< p O:p<>Trotzdem möchte ich dich noch mal bitten, ob nicht doch mal bei den Brachy-Ärzten in Erlangen nach Ihrem Standpunkt, zu diesem Thema, fragen kannst ?

<O:p< p O:p<>Deinen „Galgenhumor“ finde ich immer wieder toll. Hier ein Zitat aus einem Beitrag zu diesem Thema:
<O:p< O:p< font>


<O:p< O:p< font>

„Habe mir auf dem Rückweg im Schaufenster die paar Urnen angeschaut. Es gibt da wirklich sehr edle Exemplare ...“

</O:p<>
Gruß
Bernhard A.
</O:p<></O:p<></O:p<></O:p<></O:p<>

WinfriedW
31.05.2006, 12:58
Hallo Bernhard A.,

ich habe gerade nach deiner Quelle gefahndet und bin dabei auf diesen interessanten Artikel gestoßen.

http://hjb-fl.homepage.t-online.de/radonksl.htm#12


Deine Quelle habe ich trotzdem nicht gefunden. Verrate sie mir doch mal.





...
Weiterhin kommen seit einigen Jahren Erkenntnisse aus Studien hinzu die bestätigen, dass bei der 3. Komponente, der ADT, die Heilungsraten auch bei hohen PK-Stadien, über die Prostata hinaus, jedoch mit regionaler Begrenzung, bei Werten um die 90 % liegen.
...


ADT in welcher Form?

Gruß Winfried

Jörg (O)
31.05.2006, 13:35
Liebe Mitstreiter,
wie wirkt die Strahlentherapie ?

www.uni.duesseldorf.de/AWMF/II/032-003.htm (http://www.uni.duesseldorf.de/AWMF/II/032-003.htm)

Gruß Jörg (O)

WinfriedW
31.05.2006, 13:53
Paris, 1. November 2005. Von vielen Urologen und Onkologen mit großer Spannung erwartet, wurden gestern erstmals die Daten der 3. EPC-Analyse im Presidential Symposium der European Cancer Conference (ECCO 13) vorgestellt. Das wichtigste Ergebnis: Die adjuvante Therapie mit Bicalutamid (150 mg/d) verbessert statistisch signifikant das Überleben bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom, die eine Strahlentherapie erhalten haben. Bicalutamid ist damit das erste Antiandrogen, das beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom nicht nur die Zeit bis zum objektiven Progress verlängert, sondern bei strahlentherapierten Patienten auch das Überleben signifikant verbessert.

http://www.uroonkologie.de/newsletter/archiv/0511.asp

WW

WinfriedW
31.05.2006, 13:59
http://www.uroonkologie.de/newsletter/archiv/0605.asp

WW

Jörg (O)
31.05.2006, 22:56
Liebe Mitstreiter,
meine weiter oben angegebene Internetadresse läßt sich nicht öffnen.
Hier ein neuer Weg, um zu den sehr informativen Prinzipien der modernen
Strahlentherapie zu gelangen:

www.awmf-leitlinien.de/ (http://www.awmf-leitlinien.de/)

links den Button "Stichwortsuche" anklicken,
"Strahlentherapie" als Suchwort eingeben,
"Onkologie: Prinzipien Strahlentherapie" anklicken.

Gruß Jörg(O)

WinfriedW
01.06.2006, 10:16
...
meine weiter oben angegebene Internetadresse läßt sich nicht öffnen.
...


Deine Internetadresse läßt sich nicht öffnen, weil sie schlicht und ergreifend falsch ist.
Die richtige Adresse lautet: http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/032-003.htm

Mein Vorschlag zum Thema ist, die URL nicht abschreiben sondern kopieren und einfügen.

Gruß Winfried

Bernhard A.
01.06.2006, 22:49
Hallo Winfried !<?XML:NAMESPACE PREFIX = O /><O:p></O:p>
Du hast inzwischen interessante Studien zu diesem Thema gefunden. Ich möchte hier auch noch eine Fundstelle ergänzen:<O:p></O:p>
http://www.klinik-st-georg.de/aktuelles/newsletter_2-06.html (http://www.klinik-st-georg.de/aktuelles/newsletter_2-06.html) <O:p></O:p>
Ich habe vor meiner Behandlung sehr viel zu diesem Thema gelesen; aber damals leider noch nicht weggespeichert.<O:p></O:p>
Wenn im Buch von Dr. Strum von 82 % krankheitsfreier Zeit, bei über acht Jahren Beogachtungszeit, die Rede ist (bei Kombi-Strahlentherapie), wird die Aussage meiner Ärzte, dass mit adjuvanter Hormontherapie, die sehr hohen Heilungsraten von 90 % erreicht werden, sehr glaubhaft sein.
Das bestätigen Deine gefundenen Studien und die von mir entdeckte Quelle.<O:p></O:p>
<O:p></O:p>
Meine Ärzte haben Ihre Kenntnisse übrigens durch zeitweises Arbeiten in den USA erworben.<O:p></O:p>
Dort werden inzwischen schon über 55 % der PK- Patienten mit „Kombinierten Brachytherapien“ behandelt. Hier in Deutschland sind es bei der Ersttherapie evt. 5 %.<O:p></O:p>
<O:p></O:p>
Gruß<O:p></O:p>
Bernhard A.<O:p></O:p>

sandu1
08.06.2006, 19:13
[quote=WinfriedW]Ich habe kein großes Vertrauen in die diesbezüglichen Vorhersagen und zwar sowohl im Positiven als auch im Negativen. Wäre es anders, hätte ich mir konsequenterweise die Meinung des Herrn Bonkfoff einholen müssen. Mir wurde aber andererseits von den mich beratenden Ärzten Strahlentherapie empfohlen und zwar ohne wenn und aber. Keiner der Ärzte gab mir bisher den Rat, ich solle erst mal den Pathologen fragen. Andererseits sind im alten Forum Fälle bekannt geworden, bei denen der Pathologe Strahlenresistenz vorhergesagte und die Bestrahlung am Ende dennoch funktionierte. Was mache ich nun damit? Gibt es denn bezüglich der diesbezüglichen Vorhersagen irgendwelche Studien?

Lieber WinfriedW,

wie ich Dein Zitat verstehe, ist eine pathologisch untermauerte Vorhersage zum Erfolg einer Bestrahlung nicht besonders stichhaltig. Wie steht es mit der "allgemeinen" Meinung dazu? Konntest Du eine Antwort auf Deine letzte Frage finden?

Mit bestem Gruß
sandu1

WinfriedW
09.06.2006, 22:51
Ich habe kein großes Vertrauen in die diesbezüglichen Vorhersagen und zwar sowohl im Positiven als auch im Negativen. Wäre es anders, hätte ich mir konsequenterweise die Meinung des Herrn Bonkfoff einholen müssen. Mir wurde aber andererseits von den mich beratenden Ärzten Strahlentherapie empfohlen und zwar ohne wenn und aber. Keiner der Ärzte gab mir bisher den Rat, ich solle erst mal den Pathologen fragen. Andererseits sind im alten Forum Fälle bekannt geworden, bei denen der Pathologe Strahlenresistenz vorhergesagte und die Bestrahlung am Ende dennoch funktionierte. Was mache ich nun damit? Gibt es denn bezüglich der diesbezüglichen Vorhersagen irgendwelche Studien?




Lieber WinfriedW, wie ich Dein Zitat verstehe, ist eine pathologisch untermauerte Vorhersage zum Erfolg einer Bestrahlung nicht besonders stichhaltig. Wie steht es mit der "allgemeinen" Meinung dazu? Konntest Du eine Antwort auf Deine letzte Frage finden?
sandu1

Die letzte Frage habe ich hier gestellt und keine Antwort erhalten.

Hierzu dieses: http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?p=1234

Winfried