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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nochmal: T3b & Hormonblockade



wn5wn5
22.05.2006, 16:49
Sorry wenn ich meine Frage nochmal wiederhole, mag schlichtweg sein, dass keiner eine Antwort parat hat, aber vielleicht habe ich auch nur beim ersten Mal ungeschickt formuliert. Also:

Macht der Versuch Sinn, bei Samenbläschenbefall (aber R0 L0) das Rezidivrisiko mit einer einjährigen HB, ggf. + Taxotere, senken zu wollen?

Vielen Dank im voraus!

Peter

shg-pca-husum
22.05.2006, 17:23
Hallo Peter,

es gibt für Deine Situation die unterschiedlichsten Antworten, - je nach dem, wen Du fragst:

Alle sind sich einig: Die erste postoperative Messung des PSA sollte den Wert unter der Nachweisgrenze haben! Ist er es nicht, braucht man über Verringerung des Rezidivrisikos nicht nachzudenken.

Ansonsten macht man:

Entweder frühzeitige adjuvante Maßnahmen wie Radiatio alleine oder mit HB kombiniert oder auch nur Hormontherapie. Auf Nummer sicher quasi, auch wenn es evtl. nicht nötig wäre.

Oder abwarten und hoffen, daß kein PSA-Anstieg kommt. Wenn er kommt, anhand des Zeitpunktes nach OP und anhand der Verdoppelungszeit versuchen, Rückschlüsse auf systemische oder lokale Wiedererkrankung zu erhalten. Dann systemisch oder lokal therapieren.

Leider alles nur eine Frage der Wahrscheinlichkeiten.

Viel Glück
Dieter

Günter 38
22.05.2006, 17:39
Hallo Peter
Meine Diagnose war ebenfalls T3b und Gleason 4+5=9
Ich habe Bestrahlung als 1.Therapie und anschliessend 2 Jahre Hormonentzug gemacht. Mein PSA ist jetzt bei 0,3, 9 Monate nach Ende HB. Ich fühle mich gut.
Gruss Günter

wn5wn5
22.05.2006, 18:57
Hallo Dieter,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort.


es gibt für Deine Situation die unterschiedlichsten Antworten, - je nach dem, wen Du fragst

Ja, das alte Lied.


Alle sind sich einig: Die erste postoperative Messung des PSA sollte den Wert unter der Nachweisgrenze haben!

Ich habe nur leider das Problem, schon unter HB zu stehen (weil ursprünglich mal Strahlentherapie statt RP vorgesehen war), aussagekräftige PSA-Messungen kann ich also so schnell nicht erwarten. Ich frage mich jetzt, ob ich nur für die PSA-Bestimmung die angefangene HB unterbrechen soll?? Ist der PSA-Wert schlecht, fange ich dann in ein paar Monaten wieder von vorne damit an.

Wenn ich Dr. Mark Scholz richtig verstehe, empfiehlt er, bei einem T3b prophylaktisch eine HB, um ein Rezidiv erst gar nicht, oder besser, mit geringerer Wahrscheinlichkeit, aufkommen zu lassen. Und diese Idee habe ich sonst nirgendwo bestätigt gesehen...

VG

Peter

WinfriedW
22.05.2006, 19:14
Um dir eine Entscheidungshilfe zu geben: Wenn du nun schon unter Hormonblockade bist, dann würde ich sie weiterführen, 1 ½ - 2 Jahre insgesamt. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung. Vieleicht erzählt dir ja unser Forumsurologe noch etwas dazu.

WW

WinfriedW
22.05.2006, 19:33
Hallo Peter
Meine Diagnose war ebenfalls T3b und Gleason 4+5=9
Ich habe Bestrahlung als 1.Therapie und anschliessend 2 Jahre Hormonentzug gemacht. Mein PSA ist jetzt bei 0,3, 9 Monate nach Ende HB. Ich fühle mich gut.
Gruss Günter


Und Testoteron hat sich wieder erholt ??