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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dieter Volands Krankheitsverlauf



Reinardo
07.06.2007, 07:56
Hallo. Mit Freude las ich gestern im beim monatlichen SHG-Treffen ausgehändigten BPS-Magazin den von Dieter Voland verfassten Bericht "Meine Entscheidung für und meine Erfahrung mit der Dreifachen Hormonblockade". Mit Diagrammen über den PSA-Verlauf und die Entwicklung des Testosteron eine Erfolgsgeschichte und ein Beispiel für den Erhalt von Lebensqualität und Minimierung therapeutischer Risiken, was sich mit der von Bob Leibowitz konzipierten DHB erreichen lässt.
Der Bericht schildert nur Fakten. Er überlässt es dem Leser, hieraus die für ihn richtigen Schlüsse zu ziehen. Darin liegt die Stärke des Beitrags.

Es gäbe viele Fragen grundsätzlicher Art zu stellen und zu diskutieren. Hier nur eine Randnotiz: Der im Zweitbefund gemessene Gleason-Wert von 7 (4+3) scheint mir unglaubwürdig. Der PSA-Anstieg wäre bei diesem Gleason-Wert nach Beendigung der DHB weniger langsam erfolgt. Ob nicht doch der Gleason-Wert des Erstbefundes der richtige war? Mehr Klarheit über seine derzeitige Situation könnte Dieter Voland durch eine DNA-Analyse bekommen. Ergibt diese ein peridiploides Ergebnis, bräuchte er sich keine Sorgen zu machen.

Gruss, Reinardo

Anonymous2
07.06.2007, 08:35
Hallo,
ich möchte Dich herzlich bitten mit der Lobpreisung der DHB nach Dr. Leibowitz etwas zurückhaltener zu sein. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Es gibt auch massive Aussagen zu der DHB Leibowitz, die nicht so ganz positiv sind. Bitte beachte, dass so Betroffene auf eine falsche Spur gelenkt werden. Damit es klar ist, natürlich habe ich grundsätzlich nichts gegen eine Hormonentzugstherapie !

HansiB
07.06.2007, 08:46
Hallo Franz,

mich würde sehr interessieren was du mir anstatt einer 3HB oder jetzt 2HB aks Therapie empfehlen würdest. OP wie bei dir, bei einem GS von 4 ist es keine Kunst, den PSA unten zu halten. Da hätte ich bei zusätzlichen Markern WW empfohlen.

Gruß Hans

Harro
07.06.2007, 09:34
Einsamer Rufer

Hallo, geht das nun schon wieder los?

Zitat Franz:

Hallo,
ich möchte Dich herzlich bitten mit der Lobpreisung der DHB nach Dr. Leibowitz etwas zurückhaltener zu sein. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Es gibt auch massive Aussagen zu der DHB Leibowitz, die nicht so ganz positiv sind. Bitte beachte, dass so Betroffene auf eine falsche Spur gelenkt werden. Damit es klar ist, natürlich habe ich grundsätzlich nichts gegen eine Hormonentzugstherapie !
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Gruß Franz
Selbsthilfegruppe Itzehoe und Umland

"Der Mensch, der den Berg versetzte, war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen" (Chinesisches Sprichwort)

Gruß Hutschi

Helmut.2
07.06.2007, 10:14
Grüß Dich lieber Franz,

alle Therapieformen sollten, ja müssen hier behandelt werden und das geht über DHB, ADT, OP, ST und noch einige mehr, da darf doch wohl der Einzelne über seine! Therapieform doch noch berichten dürfen ohne gleich eins über die Hutschnur zubekommen oder?

Ich selbst, wie Du in meinem Profil ersehen kanst, hatte zwar nur HB2 gemacht aber immerhin insgesamt Drei Therapiefomen durchlitten und keines hat gefruchtet, geholfen aber die Hoffnung...!

Lieber Franz sei mir nicht böse aber es ist so, wünsche Dir einen schönen Tag
Helmut

Reinardo
07.06.2007, 10:44
Hallo Franz. Ich begreife nicht, was manche (einschl. Dich) hier im Forum so in Rage versetzt, wenn der Name Leibowitz auch nur erwähnt wird. Leibowitz ist einer der innovativsten und erfolgreichsten Onkologen, die es für die Therapie des Prostatakrebses bisher gegeben hat. Seine Aussagen zum Prostatakrebs und dessen Therapie sollten jedem unserer Urologen im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen als Pflichtlektüre auferlegt werden, bevor man sie auf Neubetroffene loslässt.
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Das ist richtig. Aber das gilt auch für so erfolgreich Operierte wie Sperber, bei dessen Lobpreisung Du geschwiegen hattest.
Die Kritiker von Leibowitz haben ihn entweder nicht gelesen, oder nur den 1. Teil (die DHB) von ihm gelesen oder sie haben ein verzerrtes Bild seiner Thesen von Dritten übernommen, die an einem Aufkommen seiner Therapie aus wirtschaftlichen Gründen nicht interessiert sind.
Tatsache ist, dass mit der DHB die leichteren Fälle von Prostatakrebs bis etwa einer abgesicherten Gleasonsumme 6 voll abgedeckt wären. Was darüberhinaus mit den also Betroffenen geschieht, ist Übertherapie, Vergeudung von Geldern, unnötige Angst- und Panikmache.
Auch für die schwerer Betroffenen hätte die DHB ihren Platz, aber nur als Teil einer umfassenderen Gesamttherapie, die antiangiogene Massnahmen und Chemotherapie bzw. bei noch lokal begrenzter Situation auch Operation und Bestrahlung sein könnten.
SHG-Leiter wären gut beraten, sich mit Leibowitz gründlich auseinanderzusetzen, entweder im Original oder den von Christian Ligensa zur Verfügung gestellten Übersetzungen. Auch das neueste Video-Band vom Vortrag in Fullerton, welches vom Sekretariat des BPS erhältlich ist, sei hierfür genannt.
Gruss, Reinardo