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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wann normalisiert sich die AP unter Zometa?



Tinka
13.06.2007, 11:35
Guten Tag,

mein Mann bekommt in der kommenden Woche seine vierte Zometa-Infusion.

Der Verlauf der alkalischen Phosphatase ist wie folgt (in U/l):

vor Therapiebeginn 23.3.2007: 347
vor der zweiten Gabe 10.5.2007: 1.249
vor der dritten Gabe 30.5.2007: 657

Wird die AP irgendwann mal im Normbereich sein oder wird sie aufgrund der ossären Metastasierung weiter erhöht bis stark erhöht bleiben? Was sagen die Werte über den Fortgang der Therapie aus?

Danke und VLG
Andrea

HansiB
13.06.2007, 12:04
Hallo Tinka,

wir reden bei AP Alk. Phosphatese von U/l. Ich habe noch nie so hohe Werte gesehen.

Bei mir mit den umfangreichsten Metastasen (hat sich verbessert) und dem vollen PK-Volumen, war der höchste Wert bei der PK-Feststellung nur mit Casodex als Vorbereitung behandelt, der Wert 338. Jetzt tendiert er um die 50 rum, relativ konstant. Die Bearbeitung sollt 37 ° C betragen. Ich vermute das die sehr hohen Werte bei deinem Mann, andere Gründe haben, oder Fehlmessungen (Bearbeitung) der Grund ist.

Viel Erfolg, Hans

Urologe
13.06.2007, 12:18
Guten Tag,

mein Mann bekommt in der kommenden Woche seine vierte Zometa-Infusion.

Der Verlauf der alkalischen Phosphatase ist wie folgt (in U/l):

vor Therapiebeginn 23.3.2007: 347
vor der zweiten Gabe 10.5.2007: 1.249
vor der dritten Gabe 30.5.2007: 657

Wird die AP irgendwann mal im Normbereich sein oder wird sie aufgrund der ossären Metastasierung weiter erhöht bis stark erhöht bleiben? Was sagen die Werte über den Fortgang der Therapie aus?

Danke und VLG
Andrea

Hallo Tinka,

der Anstieg nach der ersten Gabe kann u.U. durch einen erhöhten Zellzerfall bedingt sein, da Zometa nicht nur den Knochen stabilisiert, sondern auch apoptotische- d.h. direkt PK-Zell-tötende Eigenschaften haben kann.
In diesem Falle sollte sie die PSA aber gegenläufig bewegen.

(Ich habe bei mehreren Patienten eine solche Beobachtung gemacht. Dort fiel die PSA dann von über 100 praktisch regelmäßig nach 4-6 Wochen auf unter 1)
Ansonsten ist es empfehlenswert zusätzlich die Ostase zu bestimmen, die knochenspezifische AP. Diese korreliert in aller Regel direkt mit der Aktivität und der Masse der Knochenmetastasen.

Gruss
fs

Tinka
13.06.2007, 16:30
Hallo,

schon mal danke. Der PSA-Verlauf geht so (in ng/ml):

vor Therapie

28.3. 2.836,4
30.3. 3.565,0

Das ist kein Schreibfehler, die Werte waren in der Tat so hoch.

nach Therapiebeginn (anfangs Cyproteronacetat, danach Leuprorelin-Depot-Gabe (11.4.) und Cypro ca. zwei Wochen danach abgesetzt)

10.5. 64,03
30.5 35,45

Berntt
13.06.2007, 17:19
Hallo,
schau mal in das Profil von Michael. Seine alk. Phosphatase brauchte ca. 3 Monate um sich nach Beginn der Zometainfusionen zu normalisieren. Wie Urologe fs schon empfahl, lasst die Knochenphosphatase bzw. Ostase bestimmen, denn die alk. Phosphatase kann auch durch Lebererkrankungen und Darmerkrankungen erhöht sein. Die Ostase ist dagegen knochenspezifisch.
Gruss Berntt

Tinka
13.06.2007, 21:17
Hallo und nochmals danke,

das doofe am Testen der Ostase wäre ja nun, dass wir dann keinen Vergleichswert zu "vorher" haben. Anderweitige Erkrankungen, die für einen Anstieg der AP verantwortlich sein können, liegen jedenfalls nicht vor.

Danke und VLG
Andrea

HansiB
17.06.2007, 17:27
Hallo Tinka,

bei mir konnte leider kein Zellverfall nach Zometa festgestellt werden (hatte auch keine Nebenwirkung). Der PSA ging von 1,56 auf 1,12 zurück (normaler Rückgang damals). Auch mit meiner Alkal. Skelett-Phosphatese kann ich nicht viel anfangen, 6,4 < 20 ug/l also keine Metastasenaktivität, weiss ich auch vom Scinti.

Gruß Hans

Tinka
18.06.2007, 15:26
Hallo Hansi,

mein Mann hatte nach der ersten Gabe ordentlich NW, in Form von Fieber (bis 39,6°, da habe ich dann angefangen zu senken) und Gliederschmerzen, dies über zwei, drei Tage. Nach den weiteren Gaben war es nicht mehr so schlimm, aber er fühlt sich regelmäßig für gut zwei Tage angeschlagen. Wir werten das als gutes Zeichen :-)

Liebe Grüße
Andrea

HansiB
18.06.2007, 16:02
Hallo Tinka,

Fieber als Nebenwirkung soll ein gutes Zeichen sein, bei mir gibt es kaum (allgemein) Nebenwirkungen, ich nehme auch wenig Medikamente. Fieber kenn ich seit meiner Jugend, als die Mandeln noch drin waren nicht mehr. Das ist ein Fehler, der aber nicht zu ändern ist. Dadurch war das Immunsystem nicht gefordert und irgend wann, bei mir vor ca. 15 Jahren kam es zum nicht erkannten Krebsbeginn.

Gruß, Hans