PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hallo, kann mir jemand weiterhelfen?



Papa3kd
23.05.2006, 22:44
Guten Tag....
Ich hoffe hier kann mir jemand weiterhelfen.....Letztes Jahr wurde bei mir durch Zufall nach einer Bandscheiben-OP...ein erhöhten PSA-Wert (17,5)festgestellt(ich bin 60 und leide schon seit längerem unter einer chronischen prostatitis)...es folgten 8Stanzbiopsien...davon 2mit dem Befund 7(3+4) G3...man sagte mir, es sei sehr früh erkannt worden und alles halb so schlimm...man wolle operativ Lymphknoten entfernen, um zusehen, ob diese befallen sind...es wurden mir 19entnommen..alle o.b....ich bekam enorme Wundheilungstörungen und lag 8Wochen im Kh.....ich bekam Casodex und Deblocin und es wurde eine Strahlentherapie durchgeführt...nach der Therapie hatte ich enorme Beschwerden den Stuhl zuhalten u. hatte Schmerzen...nach langem nixtun stellte man eine Bestrahlungsgeschwulst fest....diese wurde auch operativ entfernt...nun soll mein Schliessmuskel dadurch geschädigt worden sein und ich bekam einen künstlichen Darmausgang....erst jetzt habe ich mich etwas schlauer gemacht und fühle mich buchstäblich verarscht....bin ich übertherapiert worden? Kann mir hier jemand aus Erfahrung berichten, ob dieses Verfahren so üblich ist??
Mit freundlichen Grüßen
KD

WinfriedW
23.05.2006, 22:49
Du bist nicht übertherapiert, du bist falsch therapiert!
Nimm dir einen Anwalt!

WW

RalfDm
23.05.2006, 23:06
Nimm dir einen Anwalt!
WW

Hallo KD,

ich kann mich Winfrieds Meinung nur anschließen; einen objektiven Gutachter und einen langen Atem brauchst Du natürlich auch. Deine Geschichte liest sich, als hätten ärztliche Lehrlinge an Dir geübt. Könntest Du uns noch wissen lassen, in welchem KH dies alles passiert ist?

Ralf

KlausUwe
23.05.2006, 23:20
Hallo KD,

Also, was man mit Dir gemacht hat ist kriminell, es ist meiner Meinung nach Koerperverletzung. Lass Dir das blos nicht gefallen!!!!
Alles Gute.
Uwe

MartinW
24.05.2006, 09:56
Hallo KD,

schließe mich den Meinungen der Anderen voll an. Wünsche Dir die Kraft das jetzt anzugehen und durchzustehen. Laß das nicht auf sich beruhen, wehr dich, schaff dir einen Überblick und nimm Hilfe in Anspruch.

Alles Gute und viel Glück

Martin

shg-pca-husum
24.05.2006, 11:01
Hallo KD,

nur, damit Du nicht falsch verstehst, warum alle (ich auch) so entsetzt sind: Deine Therapie ist bereits im Beginn falsch!

ein erhöhten PSA-Wert (17,5)festgestellt(ich bin 60 und leide schon seit längerem unter einer chronischen prostatitis)...es folgten 8Stanzbiopsien...davon 2mit dem Befund 7(3+4) G3...man sagte mir, es sei sehr früh erkannt worden und alles halb so schlimm...
Das ist keinesfalls eine Früherkennung und Biopsiebefund Gleason 7 schon sehr bedenklich für kurative Maßnahmen an der Prostata!

Warum sich die Ärzte auf die Lymphknoten und nicht auf die Prostata konzentriert haben (Zitat: ...um zu sehen, ob diese befallen sind), kann möglicherweise triftige Gründe haben, welche Du möglicherweise noch nicht weißt oder nicht geschildert hast. Die Wundheilungsprobleme mit 8 Wochen Krankenhaus nach der OP wegen der Lymphknoten sind wohl der Beginn und vielleicht Anlaß für die Fortsetzung Deiner bedauerlichen Krankengeschichte.

Das Abenteuer Klage gegen die Ärzte empfiehlt sich leicht mal so im Forum, aber es ist ein schwerer und zermürbender Weg. Vielleicht sagt RA Mielke was dazu.

Alles Gute!
Dieter

RA K. Mielke
24.05.2006, 17:19
Hallo KD,<o></o>

<o></o>da Dieter mich mit Blick auf etwaige arzthaftungsrechtliche Aspekte Deiner (Leidens-) Geschichte in’s Spiel gebracht hat, will ich gerne etwas - auch Grunsdsätzliches - dazu sagen:<o></o>

Die Inanspruchnahme eines Arztes oder Krankenhauses auf Schadensersatz und/oder Schmerzensgeld wegen einer vermeintlich fehlerhaften Behandlung setzt voraus, dass bei der Behandlung die „im Verkehr erforderliche Sorgfalt“ außer Acht gelassen wurde. Das Maß der erforderlichen Sorgfalt ist dabei nach dem medizinischen Standard des jeweiligen Fachgebiets, d.h. nach dem gesicherten Stand der medizinischen Wissenschaften, der ärztlichen Erfahrung und der anerkannten medizinischen Praxis im Zeitpunkt der Behandlung zu bemessen. Anders formuliert: Der Arzt muss diejenigen Maßnahmen ergreifen, die aus berufsfachlicher Sicht von einem gewissenhaften und aufmerksamen Arzt seines Fachbereichs erwartet werden. Andernfalls begeht er einen Behandlungsfehler.

Ob dieser haftungsrechtlich relevante sog. „Facharztstandard“ in Deinem Fall gewahrt wurde oder nicht, kann ich als Jurist - zumal als nicht von Prostatakrebs Betroffener - nicht beurteilen. Dies könnte nur ein Facharzt, und auch dieser wohl nur dann, wenn ihm die möglichst lückenlose Krankheitsgeschichte und Behandlungsdokumentation in Deinem Fall vorläge. Nicht nur in Deinem, sondern auch in jedem anderen Arzthaftungsrechtsfall lautet die Gretchenfrage daher zunächst: Wie komme ich an meine Krankheitsunterlagen und - auf deren Grundlage - sodann auch an eine unabhängige fachliche Expertise heran?

1. Antwort: Krankenunterlagen selber anfordern bzw. kopieren (jedermann hat ein Recht auf Einsicht in seine Krankenunterlagen!) und sodann privat einen ärztlichen Gutachter beauftragen, der feststellen soll, ob ein Behandlungsfehler begangen wurde oder nicht. Dieses Vorgehen ist in der Praxis allerdings eher ungewöhnlich, weil teuer (Gutachterkosten!). Hinzu kommt, dass die Expertise - selbst wenn der Privatgutachter einen Behandlungsfehler feststellt und man daraufhin vor Gericht zieht - immer den Hauch eines Gefälligkeitsgutachtens hat („Wes Brot ich ess’, …“). Aufgrund dessen wird ein Gericht sich die gutachterlichen Feststellungen möglicherweise auch nicht ohne weiteres zu eigen machen, sondern evt. ein weiteres - unabhängiges - Gutachten in Auftrag geben. Und je nach Beweislastverteilung wird man auch dieses eventuell noch bevorschussen müssen …

2. Antwort: Man betreibt ein sogenanntes „selbständiges Beweisverfahren“. Dies ist ein besonderes gerichtliches Verfahren, in dem es (noch) nicht um Forderungen und Ansprüche geht, sondern - als eine Art vorgeschaltetes Verfahren - „nur“ um die (gutachterliche) Erhebung von Beweisen. Vorteil: Die gutachterlichen Feststellungen sind gerichtlich verwertbar. Nachteil: Der Antragsteller muss die Gerichts- und Gutachterkosten bevorschussen.

3. Antwort: Man trägt seinen Fall so lückenlos wie möglich der zuständigen ärztlichen Schlichtungsstelle vor (hierbei besteht kein Anwaltszwang!). Die Schlichtungsstelle setzt ebenfalls einen Gutachter - und im Falle des Widerspruchs gegen dessen Feststellungen - sodann auch eine Gutachterkommission - auf den Fall an. Vorteil: Das Ganze kostet den Patienten nichts. Nachteil: Manche sagen, die Schlichtungsstellen verfahren nach dem Motto „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“ (eine Befürchtung, die ich aufgrund meiner eigenen Erfahrung nicht uneingeschränkt teilen kann). Fällt der Bescheid der Schlichtungsstelle zugunsten des Patienten aus, kann dieser sich mit guten Erfolgsaussichten entweder direkt an die Haftpflichtversicherung des Arztes oder - wenn diese sich uneinsichtig oder zahlungsunwillig zeigt - an das zuständige Gericht wenden. Fällt der Bescheid negativ aus, kann man sich auf Grundlage der hierfür gegebenen Begründung immer noch überlegen, ob eine gerichtliche Auseinandersetzung (auch kostenmäßig) Sinn macht.

Der langen Rede kurzer Sinn: Jeder Arzthaftungsrechtsfall steht und fällt mit der Expertise eines unabhängigen Sachverständigen. Wie diese ausfällt, kann man in besonders krassen und gut dokumentierten Fällen mitunter zwar antizipieren; die Faustregel lautet jedoch: Ohne die sachverständige Meinung eines Arztes im Hintergrund sollte man sich grundsätzlich nicht auf gerichtliche Abenteuer einlassen.

Gruß,

RA K. Mielke<o></o>

Horst 1
24.05.2006, 22:10
Hallo KD,
wenn Du gegen einen Arzt oder Krankenhaus angehen willst, musst Du viel Zeit und gute Nerven haben. Ich selbst hatte ein Verfahren gegen einen Orthopäden, der meine Tochter fast zum Krüppel operiert hatte. Es waren über 2 Jahre Nervenkrieg mit den Versicherungen und den Gutachtern. Kosten sind mir zum Glück nicht entstanden. Es waren aber auch über 100 Patienten, die gegen den Arzt geklagt hatten. Das ist etwas Anderes, als ein Einzelfall. Ich würde mir den Rat von RA Mielke zu Herzen nehmen.
Alles Gute
Horst 1

Papa3kd
30.05.2006, 22:55
Hallo zusammen.....
Entschuldigung, dass ich mich solange nicht mehr gemeldet haben....ich danke allen für ihre Antworten...Es hat mich sehr geschockt und ich muss zur Zeit ersteinmal meine Fassung wieder erlangen....es sind noch weitere Unklarheiten aufgetreten....ich habe nun mehr Unterlagen zusammmen und es ist nicht ersichtlich, was mit mir gemacht wurde....im 1.Op-Bericht wird nur von einer Entfernung von 19 Lymphk. gesprochen...in den folgenden Berichten steht..."Zustand n.radk.Prostektomie"....jetzt ist die Frage hab ich die Prostata noch od. nicht....ich bin Fassungslos......selbst mein Hausarzt hat mir von einem Prozess nicht abgeraten...er hat mir Mut gemacht u. gemeint er würde sich jetzt dahinterklemmen und ersteinmal sämtliche Unterlagen anfordern...er hätte nämlich auch noch nix bekommen.....das ist der WAhnsinn........
ich hoffe hier weiterhin so guten Rat und Hilfe zubekommen und bedanke mich nochmals.....
Herzliche Grüße
KD

Papa3kd
30.05.2006, 23:12
Hallo nochmal.....ich hab da noch ne Frage
Ich möchte mir eine zweite Meinung einholen und vielleicht weiss jemand hier einen guten Arzt im Raum Münster/Osnabrück???
Um die Frage zubeantworte, in welchem KH ich war und auch noch bin....in der Paracelsus-Klinik Osnabrück.......hat da jemand auch schlimme Erfahrung gemacht.....ich war wohl zu vertrauensvoll
LG
KD

WinfriedW
31.05.2006, 20:46
Hallo Papa3kd,

ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber ich war selbst im Krankenhaus und habe mich mit anderen Patienten unterhalten, die sich dort radikalen Therapien aussetzen. Ich habe mir mehrfach tief beeindruckt angehört, was diese Leute teilweise alles nicht wissen über ihre Erkrankung und was man mit ihnen macht oder vor hat - es ist unglaublich.

Ob du deine Prostata noch hast, müsstest du eigentlich wissen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das an dem Patienten vorbei geht.

Andererseits habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass in den Arztbriefen und -berichten unglaubliche Fehler passieren. Ich war beispielsweise zur Chemotherapie im Krankenhaus. Im Krankenhausbericht stand dann: „Postoperativer Zustand unauffällig“. Im Anschluss an meine RPE war ich in zur AHB in Bad Wildungen. Das Krankenhaus hat mich dort hin überwiesen. Der schriftliche Krankenhausbericht ist in Bad Wildungen nie angekommen. Den schickte man versehentlich nach Bad Griesbach. Dort hat man vermutlich Papierflieger daraus geformt. ... und der Gleichen mehr.

Verrate uns doch mal folgendes: Du wurdest jetzt operiert und bestrahlt. Dabei ging einiges schief. Ist denn nach derzeitiger Erkenntnislage wenigstens der Krebs besiegt? Wo ist dein PSA heute? Bist du unter antihormoneller Therapie? Welche Medikamente nimmst du?

Du berichtest oben, dass du schon seit längerem unter einer chronischen Prostatitis leidest. Vermutlich ging dies mit Miktionsproblemen einher. Sind diese jetzt beseitigt?

Nun hast du einen künstlichen Darmausgang. Wie ist der Plan? Soll der Darm wieder zurück verlegt werden?

Zum Thema Prozess: Wir haben im eigenen Bekanntenkreis den Fall eines Prostatapatienten, bei dem die Strahlentherapie ähnlich wie bei dir mit einem Anus praeter und einem Dauerkatheder endete. Schadensersatz hat der auch noch keinen erhalten, aber immerhin redet die Haftpflichtversicherung des Krankenhauses bzw. des Arztes mit ihm. Das ist schon mal ein gutes Ohmen. Seine körperliche Unversehrtheit bekommt er damit allerdings auch nicht zurück.

Gruß Winfried

Papa3kd
01.06.2006, 22:13
Guten Tag Winfried
Ich verstehe nicht viel von solchen Dingen und ich war immer der Meinung, die Ärzte wissen schon, was sie machen und sie machen immer das Beste....nun bin ich schmerzlich eines Besseren belehrt worden.....leider kann ich die anderen Fragen nicht so genau beantworten....durch meine vergrößerte Prostata hatte ich eigentlich keine Probleme,....ich bekomme noch Hormonspritzen und mein PSA-Wert liegt nun bei 0,5......man sagte mir, der künstliche Darmausgang sei nur vorübergehend ca ein halbes Jahr....bei der letzten Spiegelung allerdings hiess es....wenn es nicht besser wird könne es auch länger dauern od. ganz bleiben....ich bin sehr verwirrt und steige solangsam durch den Papier kram nicht mehr duch...ich habe versucht mir alle meine Unterlage zubeschaffen....ich hoffe auf meinen Hausarzt, dass der mir alles erklären kann....ich verstehe das alles nicht.....ich habe schon gemerkt, das sich die Leute hier gut auskennen und sich mit ihrer Krankheit auseinandergesetzt haben und informiert....es tut mir leid, aber ich weiss es wirklich nicht....ob ich sie noch hab oder nicht....ich weiss ja auch nicht...einmal steht es so im Bericht..und einmal so....????
....ich habe auch bald ende des Monats einen Termin bei einem anderen Arzt....vielleicht sehe ich dann etwas klarer
Vielen Dank und bis bald
KD

Günter Feick
01.06.2006, 22:32
Hallo K D,

Du schreibst,

"Im 1. Op-Bericht wird nur von einer Entfernung von 19 Lymphk. gesprochen. In den folgenden Berichten steht - Zustand n. radk.Prostatektomie".

Wenn dieser Bericht nicht zu einem anderen Patienten gehört, oder sonstige Fehler enthält, wurde die Prostata operativ enfernt.

Günter Feick

jürgvw
01.06.2006, 22:44
Hallo KD!

Angesichts Deiner miserablen Informationslage ist es durchaus begreiflich, dass Du verwirrt bist und Dir nicht so recht zu helfen weisst. Hast Du niemanden in Deiner Familie oder im Bekanntenkreis, der keine Angst vor Ärzten, Spitälern oder Behörden hat und bereit wäre, für Dich wenigstens innert kürzester Frist alle bei den Ärzten und im Spital verfügbaren Dokumente in Kopie zu beschaffen? Einer solchen Person könntest Du Vollmacht erteilen, damit sie sich durchsetzen kann. Bei Bedarf würde Dich RA Mielke sicher beraten, wie eine solche Vollmacht aussehen müsste.

Gruss

Jürg

Papa3kd
02.06.2006, 22:14
Hallo....
Ja, schon.....es gibt solche Menschen in meiner Familie.....sie regen sich ja auch schon auf...aber ich wollte...naja....es war mir unangenehm...man steht dann so dumm da......und meine Töchter haben selber soviel um die Ohren...ich wollte sie nicht fragen....diese Ärzte drücken sich ja auch immer so aus....das ich sie nicht wirklich verstehe....
Meine Töchter haben mich ja auch erst dazu gebracht, das ganze zuhinterfragen.....sie haben das ja auch durchgelesen und stellen mir diese Fragen, die ich nicht beantworten kann...
Vielleicht sollte ich sie wirlich mal fragen, ob sie zu einem Arztgespräch mitkommen.....
@günter feick....warum steht denn aber nix davon im 1.Op-bericht....dort müsste ja erwähnt werden, dass sie mir die Prostata entfernt haben....
Ich werde versuchen, dass mir jemand bei den Gesprächen beisteht.....das wird wohl das beste sein
Lieben Dank
KD

WinfriedW
03.06.2006, 15:57
Hallo K D,

Du schreibst,

"Im 1. Op-Bericht wird nur von einer Entfernung von 19 Lymphk. gesprochen. In den folgenden Berichten steht - Zustand n. radk.Prostatektomie".

Wenn dieser Bericht nicht zu einem anderen Patienten gehört, oder sonstige Fehler enthält, wurde die Prostata operativ enfernt.

Günter Feick

Lieber Günter,

ich bin da ziemlich desillusioniert. In meinen Arzt- und Krankenhausberichten steht viel Blödsinn drin. Zwei Beispiele habe ich oben genannt. Es gibt weitere Beispiele, z. B dass man sich beim PSA-Wert mal eben um eine Zehnerpotenz vertut oder dass man im Text den 1. mit dem 2. Zyklus Chemotherapie verwechselt etc.. Das Schärfste daran ist, dass mein Urologe diese Berichte alle einscannt. Nach einiger Zeit blickt der nicht mehr durch. Da ist es gut, wenn wenigstens der Patient Bescheid weiß.
<O:p
WW

WinfriedW
03.06.2006, 16:27
Hallo Papa3kd,

mit aPSA=17,5ng/ml und Gleason 7 hast du einen vergleichsweise aggressiven Tumor. Jetzt, unter Therapie, ist dein PSA bei 0,5ng/ml.

Du hast oben die Frage gestellt: " ....bin ich übertherapiert worden?" Ich durchschaue deinen Therapieplan nicht ganz, aber meine Befürchtung ist eher, dass du untertherapiert bist. Eine aggressivere Krebsbekämpfung bedeutet aber nicht notwendigerweise, dass man deshalb einen künstlichen Darmausgang bekommt.

Ich habe Chemotherapie hinter mir, bin prostatektomiert, man hat mir ebenfalls 19 Lymphknoten entnommen, ich bin unter antiandrogener Therapie und mache zur Zeit tägliche Strahlebthrapie. Daneben gehe ich arbeiten, schreibe hier eine ganze Beiträge und gehe ganz normal aufs Klo! Allerdings bin ich 8 Jahre jünger als du.

Gruß Winfied

dieterdo
03.06.2006, 19:12
Hallo KD,

vielleicht hilft es Dir, wenn ich Dr. Strum aus seinem Buch "Ein Ratgeber zum Prostatakrebs zitiere:


"Nehmen Sie vor allen Dingen Ihren Partner, Ihre Ehefrau oder einen Guten Freund zu den Srechstunden und Beratungen mit.
Ärzte rechnen damit, dass eine weitere Person zur Unterstützung des Patienten zugegen ist. Die meisten sind enttäuscht, wenn ein Patient alleine zum Termin erscheint. Besonders in der Frühphase, in der sich der Patirnt nach der Diagnose des PK erst noch auf eine harte Realität einstellen muss, ist es oft die stützende Person, die den Überblick bei der Analyse der Möglichkeiten und bei der Besprechung mit dem Arzt hat. Und das ist vollkommen angemessen. Zwei Köpfe verstehen mehr als einer, außerdem ist es wichtig, während dieser Zeit einen Freund bei sich zu haben."


Alles Gute und viele Grüße
dieter

fstlev
02.07.2006, 21:20
...in den folgenden Berichten steht..."Zustand n.radk.Prostektomie"....jetzt ist die Frage hab ich die Prostata noch od. nicht....ich bin Fassungslos......selbst mein Hausarzt hat mir von einem Prozess nicht abgeraten...D

Heißt das, dass Du wirklich nicht weißt ob Du eine radikale Prostatektomie hattest oder nicht ????

Sorry, das kann ich einfach nicht glauben . . . .!??

Du mußt doch sicher irgend etwas unterschrieben haben! Also so etwas habe ich noch nie gehört. Das darfst du nicht so hinnehmen!

fstlev
02.07.2006, 21:31
Hallo Papa3kd
Es ist wirklich wahr, wenn man heute als Patient zu vertrauensvoll ist, dann ist man wohl selbst Schuld wenn man nicht die optimale Versorgung erfährt. Ich hoffe, dass Deine Darmprobleme sich erheblich reduzieren und Du bald wieder einigermaßen Spaß am Leben haben wirst. Niemals aufgeben, aber auch nicht jede Schreckensmeldung aus irgendwelchen Foren gleich auf Dich beziehen. Du hast schon viel hinter geschafft, dakannst Du schon mal stolz sein. Sei weiter optimistisch, das hilft, das ist auch eine Therapie!
Alles Gute für Dich!