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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dr. Anatol Rybczynski



pattaschon
24.06.2007, 17:10
Liebe Freunde,

mir ist in den letzten Tagen ein Auszug aus dem Buch von Dr. Rybczynski mit dem Titel "Neue Ansichten zur Ätiologie von Krebskrankheiten sowie deren Behandlungsmethoden" in die Hände gefallen.

Der Autor geht davon aus, dass alle Krebserkrankungen auf den Schimmelpilz Penicillium zurückzuführen sind und mit einem von ihm entwickelten Präparat "ANRY", das eine super-homöopathische Lösung von Silizium-Ionen sein soll, behandelbar sei.

Ist dieser Ansatz jemandem bekannt und wie seriös ist er?

Schöne Grüße
pattaschon

WinfriedW
24.06.2007, 21:55
Oh je, auch das noch :(.

WW

RalfDm
24.06.2007, 22:00
Oh je, auch das noch.

WW
Dem Seufzer schließe ich mich an. Führt eigentlich schon jemand eine Liste aller Verdächtigen?

Ralf

Anonymous1
25.06.2007, 09:20
Führt eigentlich schon jemand eine Liste aller Verdächtigen?

Google reicht.

Dieter

Wolfgang aus Berlin
25.06.2007, 13:36
Hallo allerseits,

ich hätte noch Hulda R. Clark zu bieten. Eine Frau mit großer Anhängerschaft. Sie führt alle Probleme auf den Darmegel Fasciolopsis buski (der große Darmegel) zurück. Krebs und Aids sind recht leicht zu behandeln, leichte Grippe eher etwas schwieriger. Man baut sich einen Zapper aus einer 9 V-Batterie und ein paar Kondensatoren und Widerständen. Damit kann man alles wegzappen.

Das dazugehörige Buch hat mir übrigens eine Bekannte mit Abitur geschenkt, die selbst zappt.
Verwandte und Kontaktpersonen auch zappen, weil Krebs ansteckend ist!

Wider die Scharlatanerie! Und das wird zur Zeit immer schlimmer.

Wolfgang

Wollen wir nicht mal entsprechende Beispiele sammeln und irgendwo an gut erkennbarer Stelle einstellen?

Hans-Joachim
25.06.2007, 15:52
Anbei eine lesenswerte Abhandlung des Tumorzentrums München aus dem Jahre 2001, die aber trotzdem noch nicht veraltet sein dürfte:

http://www.krebsinfo.de/ki/empfehlung/supportiv/732-38-Sauer.pdf

RuStra
25.06.2007, 22:51
Anbei eine lesenswerte Abhandlung des Tumorzentrums München aus dem Jahre 2001, die aber trotzdem noch nicht veraltet sein dürfte:

http://www.krebsinfo.de/ki/empfehlung/supportiv/732-38-Sauer.pdf

danke, Hans-Joachim, für den Tipp.
ergänzt meinen Münstedt - Ratgeber unkonventioneller Krebstherapien

aber in dem Sauer-Artikel steht kein Rybczynski -

also ist Dein Beitrag auch nur eine allgemeine Antwort an pattaschon, genau wie die anderen. gibts denn nicht auch eine konkrete?

tschüss,
Rudolf

RuStra
25.06.2007, 23:01
Hallo allerseits,

ich hätte noch Hulda R. Clark zu bieten.


dann mach doch dazu einen eigenen Thread auf - hier gehts um
Rybczynski
und die Anfrage von pattaschon.




Wider die Scharlatanerie! Und das wird zur Zeit immer schlimmer.


Wolfgang, auch Du ein Jubelperser? Ich fasse es nicht.
Nichts für ungut, aber wenn einige Vorredner ihre Abneigung zum besten gegeben haben, hätte ich von Dir ein differenzierteres Eingehen erwartet. Hattest Du nicht selbst neulich aus der Scharlatanerie der Fischöl-Fanatiker einiges rausgzupft?

Mal im Ernst: Hallo pattaschon! Der Suchbegriff
Dr. Anatol Rybczynski

im google bringt erstmal nur polnische Seiten ....
Dann im pubmed: Fehlanzeige

Bekannt ist der Rybczynski hier wohl niemand, was bleibt, wäre das Buch zu lesen u. die These mit dem Schimmelpilz zu diskutieren.
Wenn Dir das Textauszüge in die Hände gefallen sind, tipp sie doch mal ab und stell sie hier rein, dann sehen wir weiter.

Grüsse,
Rudolf

Wolfgang aus Berlin
26.06.2007, 13:13
Hallo Pattaschon, hallo Rudolf,

das Thema der diversen alternativen Behandlungen ist so umfangreich, da müsste man monatelang diskutieren. Deshalb möchte ich ein paar vereinfachte Überlegungen darstellen.
Es ist einigen bekannt, dass ich mich weitgehend der Schulmedizin verweigere und meinen beginnenden Krebs nicht operieren lasse. Ich nehme ein pflanzliches Prostatamittel, Fischöl und ein paar andere Sachen. Ich beobachte per Feinnadelsbiopsie die Entwicklung der DNA. PSA wird 1/4-jährlich gemessen.
Urologen sind für mich eine lebens- und gesundheitsbedrohliche Spezies, von einigen Ausnahmen abgesehen.

1. Schulmedizin

Zur Seite des Tumorzentrums München (Beitrag oben von Hans-Joachim):
Dort macht man es sich zu einfach. Bestimmte Methoden lassen sich derzeitig nicht mit schulmedizinischen Methoden prüfen, weil das zu aufwändig ist und niemand bereit ist, das finanzieren. Einige Methoden entziehen sich der schulmäßigen Überprüfung. Aber immerhin, man überprüft einige Ansätze, was ja schon etwas für diese spricht. Auch. beispielsweise, mögliche Spontanheilungen werden nicht mehr geleugnet. Es könnte also doch an diversen Methoden aufgrund von Erfahrungsmedizin etwas dran sein.

Der Schulmediziner selbst, hält sich ja nicht einmal an das schulmedizinisch ermittelte Wissen, weil er es beispielsweise nachgewiesenermaßen häufig nicht mal kennt. Und, er behauptet oft gesicherte Erkenntnisse zu haben, obwohl diese nur ungesichert, nach seinen eigenen Maßstäben, vorliegen.

2. alternative Methoden

Das lässt sich schwer einschätzen. Hier sollte man erst einmal unterscheiden, ob es sich um wahrscheinlich gefährliche oder ungefährliche Methoden handelt. Danach ist das eigene Risiko zu beurteilen. Am sichersten finde ich alternative Methoden, die man zusätzlich neben schulmedizinischen einsetzen kann.

Ich selbst werde immer dann besonders skeptisch, wenn Mediziner, Heilpraktiker oder Laien mal so eben mit einem Schlag alle Probleme auf einmal lösen, mal so jeden Krebs, vielleicht noch Aids oder gleich alles. Deshalb auch die Erwähnung von Hulda R. Clark. Allerdings, selbst eine mir bekannte Ärztin sagt, dass Hulda R. Clark doch wohl mindestens teilweise Recht habe. Darauf antworte ich: Es ist keine Kunst teilweise Recht zu haben, wenn man um glaubhaft zu sein, ein paar plausible Erkenntnisse in seine abstrusen Ideen einbaut. Selbst Leute, die pendeln haben nicht ganz Unrecht. Das Pendel pendelt.
Ich jedenfalls verwerfe in diesem Fall das Ganze.
So würde ich es für mich der Einfachheit halber auch mit Dr. Anatol Rybczynski machen, da kein Mensch alle irgendwo auftauchenden Theorien prüfen kann. Vielleicht ist das in diesem oder einem anderen Fall schlimm, weil er die Lösung bringt. Aber, es ist nicht zu leisten. Da muss man sich auf die halbwegs gesicherten Sachen stützen.
Es gibt für Doc A.R. nur polnische Quellen, und ein paar deutsche - das sind wir hier. Das Buch habe ich auf Deutsch nicht gefunden.

Einen herzlichen Gruß

Wolfgang

Nur konsequente Rede und Widerrede führt zu neuen Erkenntnissen.

WinfriedW
26.06.2007, 14:13
... beispielsweise, mögliche Spontanheilungen werden nicht mehr geleugnet. ...Das ist wohl wahr, allerdings sind mir spez. beim Prostatakrebs keine nachvollziehbaren Beispiele bekannt. Spez. beim Prostatakrebs gibt es aber leichtere Formen, die auch unbehandelt keine Probleme bereiten. Wenn also jemand berichtet, er sei mit der einen oder anderen Methode , sei sie schulmedizinisch oder alternativ, gut gefahren, dann besagt dies zunächst erst mal rein gar nichts.

WW

Anonymous1
26.06.2007, 14:59
Das ist wohl wahr, allerdings sind mir spez. beim Prostatakrebs keine nachvollziehbaren Beispiele bekannt. Spez. beim Prostatakrebs gibt es aber leichtere Formen, die auch unbehandelt keine Probleme bereiten. Wenn also jemand berichtet, er sei mit der einen oder anderen Methode , sei sie schulmedizinisch oder alternativ, gut gefahren, dann besagt dies zunächst erst mal rein gar nichts.

WW

Ganz ketzerisch möchte ich hinzufügen, dass es in dieser Welt bestimmt so manchen gibt, der sich vorstellt, seinen Prostatakrebs mit Medikamenten oder anderen oralen Mitteln kuriert zu haben, ...es in Wirklichkeit aber nur eine BHP war. Man hat ja schon von manchen pathologischen BPH/PCa-Verwechslungen gehört.

Gruß Dieter

Wolfgang aus Berlin
26.06.2007, 19:00
Hallo Winfried, hallo Dieter!

Dieter, Du hast ein schönes Zitat von Winfried ausgewählt. Genau das ist das Problem: Weder gibt es eine nachweislich kurative Behandlung beispielsweise durch OP, noch durch alternative Methoden. Und damit stehen wir wieder am Anfang.
Für die Verlaufskontrolle gibt es eine halbwegs vernünftige Methode, die DNA-Analyse. Für die Auswahl einer Therapie muss man sich auf Statistiken, soweit vorhanden, verlassen. Diese kann man mit persönlichen Einstellungen verbinden. Der Rest ist, auf eine Therapie Hoffnung zu setzen und daran zu glauben.

Liebe Grüße Wolfgang

Paul-Peter
26.06.2007, 20:10
Der Rest ist, auf eine Therapie Hoffnung zu setzen und daran zu glauben.



Hallo Wolfgang

.....und mittels FNAB sich die Bestätigung zu holen dass man die richtige Entscheidung getroffen hat.

LG-Paul-Peter