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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Werte sind ausschlaggebend für ein Ende der Chemotherapie bei PK?



EinesichsorgendeTochter
30.06.2007, 22:09
Hallo,

mein Vater (64) hat PK und unterzieht sich momentan einer Chemotherapie (Psa von 70 auf 6 gesunken, innerhalb von 6 Monaten) Nun wollte er von seinem Urologen wissen, wie lange er die Chemo noch machen muß, da er starke Nebenwirkungen hat! Die Anwort war wohl, daß er diese sein Leben lang machen müßte! Kann denn das sein? Mein Vater ist voll frustriet und will nun alles hinschmeißen. Kann er da vom Arzt was falsch verstanden haben, wer hat Erfahrung? Kann man nicht irgendwann auf Tabletten oder so umstellen? Ich weiß nicht weiter, leider ist mein Vater aber auch zu stolz, daß er mich mit seinem Urologen reden läßt. sollten wir mal eine Zweitmeinung einholen? H I L F E, bin verzweitfelt!

RalfDm
30.06.2007, 22:32
Hallo Tochter (Dein voller Benutzername ist ein bisschen sperrig),

an eine lebenslange Chemotherapie mag ich nicht so recht glauben. Könnte es sein, dass es sich stattdessen um eine Androgenentzugstherapie ("Hormontherapie") handelt? Bitte nenne uns die Mittel, die verabreicht werden. Gegen Nebenwirkungen kann man etwas tun, aber auch da müssten wir wissen, um welche es sich handelt.
Erst wenn wir mehr wissen, können wir beurteilen, ob uns die jetzige Therapie nicht optimal erscheint, und ob eine Zweitmeinung angebracht wäre.

Ralf

Andreas S.
30.06.2007, 22:45
Hallo Tochter,

die Aussage des Urologen legt den Schluß nahe, daß Dein Vater keine Chemotherapie macht, sondern eine Hormonblockade. Es gibt durchaus Studien, die eine (lebens-) lange Hormonblockade befürworten.
Das langsame Absinken des PSA Deines Vaters könnte darauf hindeuten, daß er noch andere Therapien braucht. Wenn Du hier eine detailliertere Hilfestellung suchst, solltest Du die Krankengeschichte, die Histologie und die genaue Medikation Deines Vaters im "Profil" ablegen.
Wie das geht, findest du auf
http://www.prostatakrebse.de/
unter "Ihre PKH"

Zum Einlesen empfehle ich Dir den Besuch folgender Seite:

http://www.prostatakrebse.de/informationen/pdf/Erster%20Rat.pdf

Hier im Forum bist Du mit Deinen Fragen besser in der Abteilung
Erste Hilfe/ Erster Rat (http://forum.prostatakrebs-bps.de/forumdisplay.php?f=2)

aufgehoben.



Gruß,
Andreas

EinesichsorgendeTochter
19.07.2007, 11:08
Hallo Tochter (Dein voller Benutzername ist ein bisschen sperrig),

an eine lebenslange Chemotherapie mag ich nicht so recht glauben. Könnte es sein, dass es sich stattdessen um eine Androgenentzugstherapie ("Hormontherapie") handelt? Bitte nenne uns die Mittel, die verabreicht werden. Gegen Nebenwirkungen kann man etwas tun, aber auch da müssten wir wissen, um welche es sich handelt.
Erst wenn wir mehr wissen, können wir beurteilen, ob uns die jetzige Therapie nicht optimal erscheint, und ob eine Zweitmeinung angebracht wäre.

Ralf
Hallo Ralf,

habe nun einige Anworten, habe diese im Profil hinterlegt, leider nicht in der Form, die Du gewöhnt bist, dazu waren die Info´s zu löchrig. (Vater sehr schwieriger Fall) Vielleicht kannst Du mir nun weiterhelfen und evtl. einen Rat geben?

Danke im Voraus

EinesichsorgendeTochter

EinesichsorgendeTochter
20.07.2007, 19:58
Hallo Tochter,

die Aussage des Urologen legt den Schluß nahe, daß Dein Vater keine Chemotherapie macht, sondern eine Hormonblockade. Es gibt durchaus Studien, die eine (lebens-) lange Hormonblockade befürworten.
Das langsame Absinken des PSA Deines Vaters könnte darauf hindeuten, daß er noch andere Therapien braucht. Wenn Du hier eine detailliertere Hilfestellung suchst, solltest Du die Krankengeschichte, die Histologie und die genaue Medikation Deines Vaters im "Profil" ablegen.
Wie das geht, findest du auf
http://www.prostatakrebse.de/
unter "Ihre PKH"

Zum Einlesen empfehle ich Dir den Besuch folgender Seite:

http://www.prostatakrebse.de/informationen/pdf/Erster%20Rat.pdf

Hier im Forum bist Du mit Deinen Fragen besser in der Abteilung
Erste Hilfe/ Erster Rat (http://forum.prostatakrebs-bps.de/forumdisplay.php?f=2)

aufgehoben.



Gruß,
Andreas
Hallo Andreas,

habe nun einige Antworten, habe diese im Profil hinterlegt. Es handelt sich um eine Chemotherapie mit Taxotere. Ich glaube, daß er aber damit aufhören will! Was gäbe es für Alternativen? Welche Werte sind ausschlaggebend für ein Ende der Chemo? Danke für Antwort!

Grüße

Tochter

Helmut.2
20.07.2007, 20:21
Liebe einesichsorgende Tochter,

Zitat von Tochter:
habe diese im Profil hinterlegt "regelmäßig Bisphosphonate "

Welche der Medikamenten erhält denn dein Vater? in Tabletten oder flüssig intravenös?

Bisphosphonate
Machen Knochen widerstandsfähig gegen Abbau und Metastasen. Töten nicht Krebszellen!
<TABLE style="WIDTH: 100%" cellSpacing=1 cellPadding=1 width=483 border=1><TBODY><TR><TD>Handelsname </TD><TD>Wirkstoff </TD><TD>Anmerkungen</TD></TR><TR><TD>Fosamax
(Tabletten)
N1 = 30 T. à
10 mg 29,57 €

</TD><TD>Alendronat (Wirkungsgrad :1000-fach) </TD><TD>


</TD></TR><TR><TD>Aredia
(Infusion)
N3 = 4 Inj.flaschen à 15 mg 245,92 €

</TD><TD>Pamidronat
(Wirkungsgrad :100-Fach)

</TD><TD>Heute wird eher Zometa verwendet. Knochenschmerzen bei zu schneller Infusion. Gefahr von Osteonekrose! (selten)


</TD></TR><TR><TD>Bondronat
(Infusion)
N1 = ? €

</TD><TD>Ibandronat
(Wirkungsgrad :5000-Fach)

</TD><TD>2 mg, 509 DM, das Zweitbeste. Knochenschmerzen bei zu schneller Infusion.</TD></TR><TR><TD>Zometa
(Infusion)
N3 = 4 Inj.flaschen à 4 mg 1296,83 €

</TD><TD>Zoledronat
(Wirkungsgrad :10.000-Fach)

</TD><TD>Heute das am häufigsten verwendete. Knochenschmerzen und grippeähnliche Symptome bei zu schneller Infusion. Gefahr von Osteonekrose! (selten)</TD></TR></TBODY></TABLE>

Lieben Gruß, Helmut

EinesichsorgendeTochter
20.07.2007, 20:35
Hallo Helmut,

danke für Deine Antwort, ich weiß, daß die Biophosphonate für die Knochen sind, aber was mich viel mehr interessiert, welche Werte oder Marker für ein Ende der Chemotherapie ausschlaggebend sind? Und wie die Weiterbehandlung aussehen könnte?

Gruß

Tochter

EinesichsorgendeTochter
20.07.2007, 20:49
Hallo Andreas bist Du online?

Helmut.2
20.07.2007, 20:55
Liebe Tochter,

es spielt schon eine grosse Rolle weches Bisphosphonat dein Vater bekommt und so habe ich auch die Frage gestellt.

Zitat von Tochter,
welche Werte oder Marker für ein Ende der Chemotherapie ausschlaggebend sind? Und wie die Weiterbehandlung aussehen könnte?

Da kenne ich mich nicht aus und hoffe, daß ich sie erst in ferner Zukunft benötige wenn überhaupt!

WinfriedW oder Andere, die schon chemotherapeutisch behandelt werden oder wurden, können Dir diese Frage eventuell beantworten. Ich nehme an, daß es eine sehr schwierige Frage ist und auch individuell liegen kann!

Gruß, Helmut

EinesichsorgendeTochter
20.07.2007, 21:04
Hallo,

sorry, war nicht böse gemeint, weiß ich leider nicht. Muß ich erst erfragen, in jedem Fall kriegt er Infusionen und keine Tabletten!

Danke
Tochter

WinfriedW
20.07.2007, 21:09
... Ich nehme an, daß es eine sehr schwierige Frage ist und auch individuell liegen kann!Diese Frage lässt sich nicht wirklich beantworten. Tochters Vater ist in sofern in einer vergleichsweise günstigen Situation, als sein PSA-Wert unter der Therapie verhältnismäßig tief gefallen ist. Wenn es gelänge, den Wert noch weiter zu drücken, dann wär es günstig.

Häufig hat die Chemo einfach deshalb ein Ende, weil es zum Therapieversagen kommt oder weil die Therapie von Anfang an nicht greift.

Bei hinreichend langer PSAVZ kann man irgendwann über eine Therapiepause nachdenken.

WW

Helmut.2
20.07.2007, 22:07
Hallo, Liebe eines... Tochter,

Zitat von Tochter:
sorry, war nicht böse gemeint, weiß ich leider nicht. Muß ich erst erfragen, in jedem Fall kriegt er Infusionen und keine Tabletten!

Habe es auch nicht so aufgefasst und verstehe deine Situation! Infusionen ist schon mal gut und wenn es Zometa ist ausgezeichnet!

WinfriedW. hat Dir ja auch schon geantwortet ist wohl nicht so befriedigend ausgefallen nehme ich an.

Wünsche Dir ein schönes ruhiges Wochenende ohne Stress
Helmut