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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Testosteronwert nach DHB



lucdec
25.05.2006, 17:06
Ende DHB 16/3/2004,

26/4/04: PSA=0,005: T=0,06
14/6/04: PSA= 0,003; T=0,022
30/8/04: PSA=<0,01; T=o,14
29/11/04:PSA=<0,001; T=0,50
28/2/05: PSA=<0,03; T=0,75
6/6/05: PSA=<0,03; T=1,1
11/10/05:PSA=<0,03; T=1,6
7/3/06: PSA=0,01; T=1,5
T zu niedrig?

Bernhard A.
25.05.2006, 20:41
Hallo l u c d e c !

Ich habe so einen niedrigen PSA-Verlauf, obwohl das DHB-Ende schon ca. 2 Jahre zurückligt, noch nicht gesehen.
-Wie alt bist Du ?
-Welche Anfangs-Werte hattest Du ? (PSA,Gleason etc.)
-Hattest Du zusätzlich noch eine andere Therapie (OP oder Bestrahlung) ?
-Kennst Du Deinen Anfangs-Test. ?
Das so niedrige PSA-Verläufe nach DHB möglich sind hatte ich schon gehört. Es soll aber selten sein.
Mein Test.-Wert nach HB-Ende ist nach 5 Monaten auch noch auf dem Nadir.
Frage an die Experten und die Urologen:
Gibt es überhaupt eine risikolose Beeinflussung durch Medikamente hin zum "steigenden Testosteron" ? Wenn ja, ab wann, nach HB-Ende, darf man damit anfangen ?

Gruß
Bernhard A.

lucdec
26.05.2006, 09:08
PKH lucdec 1934

Okt./2000 PSA: 4,54
DX:18/10/02 aPSA: 7,15; PV: 40 gr; T2 oder T3 N0M0; GS: 7 (3+4)
28/11/02: Casodex 50 1/dag
11/12/02: Zoladex 10,8 mg
11/03/03: Zoladex 10,8 mg
PSA: 0,05
25/03/03: Casodex 50 mg 1/dg
22/ 4/03: PV=30 gr
28/04/03: Anfang DHB (Zoladex 10,8mg +Casodex 150+Proscar 5 mg)
06/06/03: PSA: <0,10 T= 0,10 (testosteron ng/ml)
01/09/03: PSA: <0,10 T<0,10
24/11/03: PSA: <0,10 T=0,10
20/01/04: PV=17ml; normale Contouren; keine Induraties
04/02/04: stop Casodex
16/02/04: PSA: 0,01 T=0,13 (Zoladex 3,6mg)
16/03/04: Ende DHB nur Proscar 5mg/dag
26/04/04: PSA: 0,01 T=0,057
14/06/04: PSA: 0,003 T=0,022
Androstenedion: 107 ng/dl
DHEA sulfaat: 28,8 ug/dl
LH: 0,2 mIU/ml
30/08/04: PSA: <0,01 T=0,14
Androstenedion: 113,6
DHEA: 31,6
LH: 2.0
29/11/04 PSA:<0,01 T=0,50
Andrestenedion: 133,5
DHEA: 48,8
28/02/05 PSA:<0,03 T=0,75
Andrestenedion: 114,6
DHEA: 30,1
06/06/05 PSA:<0,03 T=1,1
11/10/05 PSA:<0,03 T=1,6

7/3/06 PSA:0,01 T=1,5

Grusz,
lucdec


Ich habe so einen niedrigen PSA-Verlauf, obwohl das DHB-Ende schon ca. 2 Jahre zurückligt, noch nicht gesehen.
-Wie alt bist Du ?
-Welche Anfangs-Werte hattest Du ? (PSA,Gleason etc.)
-Hattest Du zusätzlich noch eine andere Therapie (OP oder Bestrahlung) ?
-Kennst Du Deinen Anfangs-Test. ?
Das so niedrige PSA-Verläufe nach DHB möglich sind hatte ich schon gehört. Es soll aber selten sein.
Mein Test.-Wert nach HB-Ende ist nach 5 Monaten auch noch auf dem Nadir.
Frage an die Experten und die Urologen:
Gibt es überhaupt eine risikolose Beeinflussung durch Medikamente hin zum "steigenden Testosteron" ? Wenn ja, ab wann, nach HB-Ende, darf man damit anfangen ?

Gruß
Bernhard A.[/QUOTE]

Bernhard A.
27.05.2006, 21:57
Hallo lucdec !

Ich bin kein DHB-Experte. Aber nach einem Jahr Beschäftigung mit dem Thema glaube ich sagen zu können, daß Du mit der DHB, aufgrund so konstanter PSA-Werte auf dem Nadir, zwei Jahre nach Behandlung, eine kurative Therapie hinbekommen hast. Das schaffen nicht viele. Glückwunsch von mir.
Wie ist es mit Deinem noch niedrigen Hormonspiegel? Kannst Du damit leben? Oder würdest Du den Wert auch gerne höher sehen?
Weiterhin alles Gute und Gesundheit,

Gruß
Bernhard A.

lucdec
28.05.2006, 07:01
Danke fÜr Deine Gelückwunschen!
Ich kan mit dem niedrigen Hormonspiegel leben, aber doch wollte ich den Wert auch gerne höher sehen.

Grüsz,
luc

Urologe
28.05.2006, 11:12
Hallo,

solche sehr langsamen Erholungsphasen nach DHB sind gar nicht so selten - meistens war vorher die Testosteronproduktion schon etwas "schwach"

Ich würde mal zusätzlich FSH, LH, Prolaktin messen lassen um andere Ursachen auszuschliessen (z.B. Prolaktinom)

Am schnellsten steigt der Testosteronspiegel, wenn nach DHB Avodart genommen wird.

Gruss
fs

Fridolin
11.06.2006, 06:42
<TABLE id=HB_Mail_Container height="100%" cellSpacing=0 cellPadding=0 width="100%" border=0 UNSELECTABLE="on"><TBODY><TR height="100%" UNSELECTABLE="on" width="100%"><TD id=HB_Focus_Element vAlign=top width="100%" background="" height=250 UNSELECTABLE="off">Die Normalwerte für dein Alter (72) werden von meinem Labor mit 3,5 ug/l angegeben.
Du liegst mit deinem Wert 50 % darunter.

Fs hat schon Vorschläge gemacht. Es gibt auch Medikamente, die helfen den Testosteronspiegel zu erhöhen. Der Uro müsste das wissen, vorallem ob solche Medikamente in deinem Falle angebracht sind.

Gruss
Fridolin
</TD></TR><TR UNSELECTABLE="on" hb_tag="1"><TD style="FONT-SIZE: 1pt" height=1 UNSELECTABLE="on">
</TD></TR></TBODY></TABLE>

RalfDm
11.06.2006, 09:58
Der Uro müsste das wissen, vorallem ob solche Medikamente in deinem Falle angebracht sind.


Hallo Fridolin,

das möchte ich stark bezweifeln. Der Normal-Uro wird lucdec zu seinem niedrigen Testosteronwert beglückwünschen und noch nie etwas davon gehört haben, dass es Patienten gibt, bei denen ein hohes Testosteron wünschenswert sein könnte (siehe KISP-"Texte" Nr. 44).
Eine Bitte an lucdec und alle: Wenigstens bei der Angabe von T-Werten immer auch die Einheit angeben, da es mindestens drei mögliche und übliche Maßeinheiten gibt: ng/ml, ng/dl, nmol/l. Ohne Angabe der Maßeinheit darf gerätselt werden, was es wohl im komkreten Fall sein könnte (bei lucdec tippe ich auf ng/ml).

Ralf

lucdec
12.06.2006, 13:12
LH 20.6 Normalwerte 1.5 - 8.6 mIU/ml
FSH 34.9 Normalwerte 1.5 - 15 mIU/ml
Prolactine 5.9 Normalwerte 4.0-15.2 ng/ml
T 118 Nomalwerte 230-1000 ng/ml
PSA 0,012 ng/ml

Gruss
luc

Urologe
12.06.2006, 13:18
Hallo ludec

die Werte zeigen, das definitiv keine Medikamentenwirkung mehr vorhanden ist, aber eine Art "Hodenschwäche" besteht; denn FSH und LH sind hoch ("der Körper gibt Gas"), aber der Testosteronspiegel ist sehr niedrig.

Wahrscheinlich hat vorher schon ein grenzwertiger Hormonmangel bestanden und die DHB darauf hat zusätzlich dann Hodengewebe geschädigt. Die Erholungsphase wird voraussichtlich sehr lange dauern. Deswegen mache ich immer VOR DHB einen Hormonstatus, um den Ausgangsbefund zu kennen.

Gruss
fs

cligensa
13.06.2006, 11:22
Liebe Forumsteilnehmer, lieber Ludec,
Deine guten Ergebnisse nach der DHB sind bei einer Aussgangssituation mit geringem Prostatakrebs, wenn keine lokalen Therapien durchgeführt wurden und auch vorherige Hormonblockaden das Therapieprotokoll der DHB über 13 Monate (Standardprotokoll nach Leibowitz) nicht wesentlich verfälschen, als üblich zu bezeichnen. Entscheidend ist natürlich die Zeit der Nachbeobachtung, die bei Dr. Leibowitz bereits mehr als 8 Jahre für eine große Anzahl von Patienten beträgt, bei uns in Deutschland dürften erst bei 2 bis 4 Jahren Nachbeobachtung eine geringere Anzahl von Patienten mit guten Voraussetzungen die DHB abgesetzt haben (noch geringere Nachbeobachtungszeiten erlauben kaum sinnvolle Aussagen). Aber wir haben mehrere solcher "glücklicher" Patienten. Bei höherem Risiko sind natürlich so gute Langzeitergebnisse eher nicht zu erwarten. Leider sind all zu häufig die scheinbar geringen Ausgangswerte, basierend auf dem pathologischen Befund, z.B. der Gleason Score, nicht korrekt bestimmt. 50% der Gleason Score nach einer Biopsie sind falsch, in den USA genau so wie hier in Deutschland. Eine Zweitmeinung hierzu einzuholen ist immer überlegenswert. Da kommt man der Wirklichkeit etwas näher.

Die Patientenergebnisse von Dr. Leibowitz aus seiner Studie bestätigen ebenfalls diese guten Ergebnisse, wenn die günstigen Voraussetzungen vorgelegen haben. Wir haben hier in Deutschland allerdings das Problem, dass wir unsere Patienten meist erst nach einer bereits getroffenen und durchgeführten, meist radikalen lokalen Primärtherapie erreichen, weil viele erst danach den Weg in die Beratung durch BPS, DKH, lokale SHG oder andere Beratungen finden. Dass ein Urologe die DHB hier in Deutshcland von sich aus anbietet, gibt es, aber äußerst selten und geschieht eher "im Stillen".

An der Universität des Saarlandes wird die Auswertung der Ergebnisse der DHB für Patienten in Deutschland vorbereitet. Darin werden alle Patienten eingeschlossen, auch die mit einer lokalen Therapie vor der DHB. Das sammeln der Adressen der Betroffenen (380 Adressen sind in meiner Datei, das sind aber längst nicht alle), die Bestätigung des Patienten, dass er an der Auswertung teilnehmen will und das Verschicken der Fragebögen zur Bestandsaufnahme werden die nächsten Schritte sein. Dann setzt erst die spannende Phase der weiteren Verfolgung der einzelnen Patientenentwicklungen ein. Ich bitte nach wie vor um etwas Geduld.

Grüße
Christian

Urologe
13.06.2006, 12:52
Hallo,

Firma AstraZeneca (Zoladex) war gerade bei mir.

In Ihren Untersuchungen hat es bis zu 15 Monate nach der letzten Spritze gedauert, bis die Hormonproduktion wieder in Gang kam.

Gruss
fs

lucdec
13.06.2006, 13:35
Ich denke die Konklusion ist richtig.

Bernhard A.
13.06.2006, 20:38
Hallo Herr Urologe fs !

-Worauf führen Sie Ihre Erfahrung, daß der Testosteronspiegel unter Advodart schneller wieder steigt, zurück ? Nach der Beschreibung müßte das Medikament doch das Gegenteil bewirken? Darum nimmt man es doch als 3. Komponente bei der DHB ?

Hat Ihnen die Firma AstraZeneca (Zoladex-(hatte ich auch )) auch etwas darüber gesagt, was Sie emfpehlen würden,um den Testosteronspiegel wieder hoch zu bekommen ?

Gruß
Bernhard A.

Urologe
14.06.2006, 07:50
Hallo,

5-a-Reduktasehemmer blockieren die Umwandlung von Testosteron zu DHT.
Über einen Regelkreis wird kompensatorisch der Testosteronspiegel "hochgeschraubt" von der Hypophyse

Gruss
fs