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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie lange HB3 als Nachsorge-Therapie



kristian
31.07.2007, 10:39
Seit Ende Januar mache ich die HB3 mit guten Ergebnissen (s. meine Historie).
Christian schrieb seinerzeit auf mein Thema Medikamentierungs-Dosierung hier im Forum vom 14.12.2006:"Du kannst natürlich die HB3 durchführen und wirst einige gute Ergebnisse dabei erzielen. Eines der ersten Hauptziele für eine längerfristige PSA-Kontrolle ist es aber, den PSA-Wert in den Unmeßbarkeitsbereich zu bringen und ihn dort so lange wie möglich zu halten. Das dürfte mit einer einfachen HB3-Protokoll bei Dir mit einiger Wahrscheinlichket nicht lange der Fall sein. Du bist schließlich bereits mehrfach bestrahlt mit HBT und ET...."
Mein Uro bringt nun aufgrund der Entwicklung der Laborwerte die Beendigung der Therapie ins Gespräch. Selbst hatte ich vor, 15 Monate durchzuhalten, der Nachhaltigkeit wegen. Hier sehe ich mich auch bestärkt durch die Meinung von Snuffy Myers "Beating Prostate Cancer".Der schreibt ja über seine agressive Form der Behandlung(OP, Lypmphknoten raus, HBT und ET + 18 Monate Hormontherapie), die ihm sehr gute Erfoge brachte.

Die Therapie-Nebenwirkungen halten sich für mich in erträglichen Grenzen, die 4-wöchigen Laboruntersuchungen mit den entsprechenden sinnvollen Werten wie GOT, GPT, PAP, usw. unterstreichen das.

Andererseits:Unnötige oder zu viel Medikamentierung ist ja vielleicht auch nicht angebracht.
Welche Erfahrungen gibt es dazu, wo kann ich mich noch gezielter "schlau machen"

Harro
31.07.2007, 11:27
Durchhalten

Hallo kristian, nach dem Durchlesen Deiner PKH kann ich Dir eigentlich nur empfehlen, die einmal begonnene totale Hormonblockade mit dem nächsten 3-Monats-Implantat im August fortzusetzen. Die bislang erzielten Werte sowohl bei PSA als auch bei Testo sprechen doch für sich. Du verträgst diese Therapierung gut, wie Du schreibst. Dann steigere doch Casodex von 100 mg auf 150 mg täglich, um noch bessere und nachhaltigere Werte zu bekommen.

"Hüte Dich vor dem Entschluss, zu dem du nicht lächeln kannst"
(Heinrich von Stein)

Gruß Hutschi

Michael A.
31.07.2007, 13:16
Hallo Kristian,

Dr. Strum ein Erfahrener amerikanischer Onkologe der sich seit über 20 Jahren mit PK befasst empfiehlt, nach erreichen eines PSA Nadir von 0,05ng/ml die ADT3 noch 12 Monate weiter durchzuführen. Einen Nadir von < 0,05 hast Du im April erreicht, danch solltest du bis Apr. 08 weitermachen.

In seinem Buch " Ein Ratgeber zum Prostatakrebs"schreibt er
auf Seite 147 wörtlich: Die beeindruckensten Ergebnisse wurden bei Patienten erziehlt,die einen PSA-Rückfall nach einer RP,einer RT oder nach beiden Behandlungen erlitten, und die IAD als nächste Therapie wählten. Die durchnittliche
behandlungsfreie Phase für diese Patienten hat fünf Jahre überschritten, und ihr Ende ist immer noch nicht erreicht.

Ich wünsche Dir alles Gute. Michael A.

kristian
01.08.2007, 18:43
Hallo Hutchi, hallo Michael A.
und herzlichen Dank für Eure Meldungen. Auf Eure Hinweise hin habe ich noch einmal einige Unterlagen durchgeschaut: in der Tat sollte ich also nach Strum mindestens bis Ende April weiter machen.
Was die Erhöhung von Casodex auf 3 x tgl. angeht, finde ich kontroverse Meinungen und Diskussionen auch hier im Forum. Im Myers - Buch berichtet dieser über die erfolgreiche Therapie in eigener Sache mit dem Maximum an Mittel- und Zeiteinsatz- mit dem bekannten Erfolg. Ist es also richtig, immer volle Pulle zu fahren nach meiner persönlichen PC-Vorgeschichte? Diese Frage habe ich für mich noch nicht entschieden, auch vor dem Hintergrund meiner bisherigen Ergebnisse. Wie kann ich da untermauernde Argumente finden? Die Empfehlung 1-0-1 hatte ich von Dr. Eichhorn nach einer Ferndiagnose, unter Bezug auf Strum. Auch er riet mir nach der Erreichung des Nadir die Fortsetzung der Therapie für weitere 12 Monate.