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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zometa und Knochenszintigramm



wernert
19.08.2007, 16:36
Hallo liebe Mitbetroffene,

ich habe meine 1. Zometa-Infusion bekommen ( prophylaktisch und ohne Nebenwirkungen,
( PSA von Februar 2007 bis jetzt unter maximaler Androgenblockade: 1,85 - 3,11 ).

Nach welcher Zeit kann man frühestens wieder ein Knochenszintigramm machen lassen ?


Für hilfreiche Antworten wäe ich sehr dankbar.


wernert

jürgvw
19.08.2007, 17:09
Hallo Werner

Meine Onkologin lässt jeweils nach sechs Monaten ein neues Knochenszintigramm machen, aber gleichzeitig auch ein CT (um allfällige Veränderungen bei Lymphknotenmetastasen ohne PSA-Korrelat zu erkennen). Nach meinen bisherigen Erfahrungen scheint dieser Rythmus absolut genügend. Kürzere Intervalle würde ich aus meiner Sicht nur anstreben, wenn sich der PSA-Wert sehr rasch erhöhen oder kürperliche Symptome dies nahelegen würden.

Alles Gute!

Jürg

WinfriedW
19.08.2007, 17:28
Nach welcher Zeit kann man frühestens wieder ein Knochenszintigramm machen lassen ?M. E. kannst du jederzeit ein Knochenszintigramm machen lassen und zwar völlig unabhängig von Zometa. Dr. FE. berichtete irgendwo mal, er habe den Eindruck, dass unter Zometa falsch positive Ergebnisse herauskämen. Das kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen. Ich bekomme seit zwei Jahren ganz regelmäßig alle vier Wochen Zometa. In der Zwischenzeit wurden bei mir 3 Skelettszintigramme gemacht, alle waren ohne und damit auch ganz sicher ohne falsch positivem Befund.

Wenn du es steuern kannst, würde ich wg. FEs Hinweis vielleicht 3-4 Wochen Wartezeit einplanen. Wir, die wir regelmäßig Zometa bekommen, haben keine Chance länger zu warten.

WW

HansiB
19.08.2007, 21:22
Dann können wir die Scintis unter Zomata bleiben lassen. Bei mir waren die 3 Folgescintis für mich positiv, eine Aktivitätsverringerung der Metastasen, also falsch negativ?

Gruß Hans

WinfriedW
19.08.2007, 22:29
.., also falsch negativ?Falsch negativ habe ich in diesem Zusammenhang noch nicht gehört, nur falsch positiv.

Das kann man glauben oder nicht.

WW

Hans-Joachim
20.08.2007, 10:29
Nach einer in der Ärztzeitung zitierten Untersuchung http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/06/21/112a0402.asp?cat=/medizin/krebs/prostatakrebswww.aerztezeitung.de/docs/2006/06/21/112a0402.asp?cat=/medizin/krebs/prostatakrebs beträgt die Sensitivität des PET/CT bei der Erkennung von Lymphknotenmetastasen 100 %, die Spezifität jedoch 66 %.

Wenn ich dies richtig interpretiere, erkennt das PET zu 100 %, d.h. immer, wenn Lymphknoten befallen sind, in 34 % der Fälle zeigt es jedoch befallene Lymphknoten an, obwohl diese nicht befallen sind ( falsch positiv ).

Ob dies auch für die Diagnostik von Knochenmetastasen gilt, weiß ich nicht.

HansiB
20.08.2007, 11:27
Hallo Hans-Joachim,

das dürfte bei der Bildgebung unter Zometa nicht gemeint sein. Zometa bekommt in der Regel derjenige, bei dem Knochenmetatsasen nachgewiesen sind. Falsch positiv eines Scintigrams müsste bedeuten, man sieht Verschlechterungen (Aktivitätszunahme) in den Metatsasen, obwohl diese gar nicht erfolgt ist, oder sehe ich das falsch. Positiver Befund ist ja negativ für uns. Wie es bei einem PET/CT ist weiß ich nicht, sowas tolles habe ich noch nicht genossen.

Lieber Winfried, daß sollt natürlich ein Witz sein, aber vielleicht gibt es das auch.

Gruß Hans

WinfriedW
20.08.2007, 11:28
... beträgt die Sensitivität des PET/CT bei der Erkennung von Lymphknotenmetastasen 100 %, ...Das kann man nun Glauben oder nicht. Nachdem ich selbst ein PET/CT habe machen lassen und keine befallenen Lympfknoten nachgewiesen wurden, glaube ich es nicht. Deshalb habe ich mich jetzt in Nijmegen (http://www.prostatakrebse.de/informationen/html/dia_uspio.html) angemeldet.

Beim Skelettszintigramm reichert sich in den Knochen durch deren Stoffwechsel Kontrastmittel an. Ich glaube, dass alle aktiven Knochenmetastasen, also solche, die Stoffwechsel produzieren und wachsen, Kontrastmittelanreicherungen bewirken, die über das normale Maß hinaus gehen. Pathologische Kontrastmittelanreicherungen werden ab einer gewissen Stärke auf dem Bild sichtbar. Wenn die Aktivität einer Metastase zu gering ist, bleibt sie unerkannt. So entstehen falsch negative Befunde.

Nicht ausschließlich aktive Knochenmetastasen verursachen erhöhten Knochenstoffwechsel, wodurch falsch positive Befunde entstehen können.

Letztendlich sieht man auf dem Skelettszintigramm gar keine Knochenmetastasen sondern nur Kontrastmittelanreicherungen.

WW