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Heinz Kurt
31.05.2006, 12:22
Vitamin D-Kontrolle
Ergänzung zu dem Beitrag über “Vitamin D hilft” vor einigen Tagen:

………..Ein Vitamin D-Mangel läßt sich durch Messung von 25-OH-Vitamin D (250HD) im Serum gut erkennen. Ein Mangel ist häufig bei über 50-jährigen zu finden.

Eine Studie (Grant et al., 2002) zeigte, daß ein erheblicher Teil der Krebsmortalität auf niedrige Sonnenlichtexposition, speziell auf niedrige UV-B-Exposition zurückzuführen ist.. In einer weiteren Arbeit (Luscombe 2001) wurde gezeigt, daß Männer mit niedriger UV-Exposition Prostatakarzinome im Median mit 67,7 Jahren entwickelten, während bei besserer UV-Licht-Exposition die Prostatakarzinome im Median mit 72,1 Jahren auftraten (p=0,006).

Neuere Arbeiten zeigen, daß die biologisch aktive Form des Vitamin D, das 1,25-Dihydroxy-Vitamin D (Calcitriol), nicht nur in der Niere gebildet wird, sondern auch in einer ganzen Reihe von Geweben. In diesen Geweben reguliert Calcitriol über die Bindung an spezifische Rezeptoren lokal das Zellwachstum. Die Zellreifung wird induziert und die Zellproliferation (Wucherung des Gewebes durch Zellvermehrung) wird gehemmt……..

Eine Überprüfung der Spiegel an 250HD ab dem 50. Lebensjahr erscheint sinnvoll - speziell im Winterhalbjahr. Die niedrigsten Spiegel werden im Januar bis März beobachtet. So läßt sich zum Beispiel durch eine Blutentnahme in diesem Zeitraum feststellen, ob man unter der kritischen Schwelle von 25 ug/l liegt und eine Vitamin-D-Substitution (z.B. täglich eine Vigantolette mit 1.000 E/Tag) vornehmen sollte. Durch eine weitere Kontrolle nach 1 Jahr kann geprüft werden, ob man mit der gewählten Dosis den Zielbereich über 25ug/l erreicht hat. Ist dies der Fall, so kann man in den folgenden Jahren sicherlich mit der gleichen Dosis substituieren. Weitere Messungen von 250HD alle 5 Jahre (Januar - März) erscheinen ausreichend.

Die Vitamin D Substitution empfiehlt sich lebenslang. Sie ist auch gegen Osteoporose hilfreich; Frakturraten und die Mortalität wurden gesenkt (Trivedi et al., 2003)……..

Quelle: Laborinfo Limbach und Gespräch mit Prof. Schmidt-Gayk v. 27.04.2006

Allen einen guten Verlauf wünscht Heinz Kurt