PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tumorimpfung mit dendritischen Zellen



WinfriedW
03.09.2007, 16:27
Die Frauen sind offenbar mal wieder schneller als wir: Ärztezeitung (http://www.aerztezeitung.de/docs/2007/01/18/009a0401.asp?cat=/medizin/krebs/brustkrebs).


..., bei meiner nun begonnenen Therapie handelt es sich um eine sog. "Therapeutische Tumorimpfung" ...

....

In meinem Falle handelt es sich um eine Impfung mit dendritischen Zellen, ...Nach nunmehr fast 4 Monaten wär's eigentlich an der Zeit, dass du uns mal berichtest, Werner!

Bist du eigentlich HLA-A2 -positiv ?

Gruß Winfried

shg-pca-husum
03.09.2007, 16:49
Nach nunmehr fast 4 Monaten wär's eigentlich an der Zeit, dass du uns mal berichtest, Werner! Bist du eigentlich HLA-A2 -positiv ?
Hallo Winfried,

Werner ist ausgerechnet ab heute für eine Woche abgemeldet in Sachen dentrische Zellen. Dort hat er wohl keinen WWW-Zugang, aber viel viel Zeit.

Gruß Dieter

WinfriedW
18.09.2007, 09:58
..., man soll pro 'Impfung' 2.600 Euro auf den Tisch legen, und das mindestens drei Mal. Dazu kämen dann noch diverse Untersuchungen des Blutes. Insgesamt käme das dann schon locker an 8.000 bis 9.000 Euro für eine Runde ran.Für diejenigen, die im Forum nicht ganz so fit sind: Man kann auf den kleinen Pfeil neben "Zitat von Tinka" klicken und kommt so auf den Originalbeitrag.

Zum Thema gibt es außerdem diesen Thread (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?t=2287), aber der ist zuletzt etwas "entartet" so dass ich dort nichts mehr schreiben mag.

Vor dem Hintergrund, dass z. B. Werner neben der Tumorimpfung andere, insbesondere antiandogene Therapien durchführt, wird er vermutlich rein gar nichts über die Wirksamkeit der Impfung sagen können. Bei ihm würde man auch ohne Tumorimpfung einen niedrigen bzw. sinkenden PSA-Wert erwarten. Diese Konstellation ist natürlich ideal für die Anbieter solcher Therapien. Niemand kann sagen, die Impfung tauge nichts. Aber vielleicht äußert sich Werner selbst mal dazu.

WW

JürgenS
18.09.2007, 13:56
Wen es interessiert und wer des Englischen mächtig ist, findet Infos über die Dendritische Zell Therapie auf dieser Website einer Klinik auf den Bahames.

http://www.immunemedicine.com (http://www.immunemedicine.com/)

JürgenS

shgmeldorf,Werner Roesler
18.09.2007, 19:11
Hallo Winfried!

Bei der Therapie mit dendritischen Zellen verhält es sich wie mit anderen Therapieaoptionen, einige Männer haben ein gutes therapeutisches Ansprechen und andere eben nicht. Die Chancen liegen nur ein wenig günstiger als bei einer Monotherapie mit Docetaxel. Ein nicht ganz unwesentlicher Aspekt sind die zu vernachlässigenden Nebenwirkungen.

Optionen, wie z.B. die Zell-Symbiose-Therapie und andere Immuntherapien können hier natürlich optimal kombiniert werden, was man bei der Therapie mit aggressiven Zytostatika und Strahlenanwendungen nicht sagen kann.

Docetaxel gilt in den sog. Standardleitlinien als das Zytostatikum beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom. Jeder verantwortungsbewußte Mediziner sollte wissen, die ausreichend gute Wirkung tritt nur bei ca. 30 - 50 % der Männer ein.
Bei den anderen 70 - 50 % treten nur viele (zum Teil sehr erhebliche) Nebenwirkungen auf, ja, viele Männer haben sogar große Nachteile von der Docetaxel-Monotherapie, indem ihr Krebs protegiert wird und damit der PSA - Wert in die Höhe schnellt.

Aber was sage ich, Du hast ja eine Docetaxel-Geschichte erlebt, die bei Dir ja anfänglich recht positiv aussah.

Zwei Männer können ein und dieselbe Therapie machen, der eine hat vielleicht alle Vorteile und der andere nur die Nachteile.

Die Therapie mit Docetaxel ist - da keine vorherige vernünftige Testung erfolgt - demzufolge auch eine experimentelle Therapie, nur eben eine experimentelle Therapie mit möglichem letalen Ausgang.

Die Dendritische Zelltherapie ist dagegen eine sanfte und intelligente Therapie, die, wenn sie nicht bei einem Mann funktioneren sollte, diesen nicht gleich eliminiert. Alle weiteren Optionen sind dann noch offen.

Gruß Werner R.

HansiB
21.09.2007, 22:23
Hallo Werner,

jetzt wissen wir immer noch nicht, wie es bei dir wirkt. Ich kann bei meinem Bio-Bran wenigstens die NK-Zellaktivität messen und einen Erhöhung sehen. Auch sehe ich einen Erfolg bei meiner PKG. Deinen kann ich leider nicht sehen.

Gruß Hans

shgmeldorf,Werner Roesler
22.09.2007, 08:24
Hallo Hans,

ich meinte, ich hätte mich klar dazu geäußert. Eine Immuntherapie ist eine langerfristige Therapie, die Du nicht mit einer palliativen Chemotherapie gleichsetzen kannst.
Bei GVAX z.B. geht der PSA-Wert zunächst hoch, um dann nach einigen Monaten nach unten zu tendieren.
Aber Du kannst hier nicht die Uhr danach stellen, da eben - wie bei allen Therapien - die Wirkung von Patient zu Patient unterschiedlich ist.
Was würde es bringen, wenn ich sagte, die Therapie spricht bei mir optimal an oder nicht an.
Die Ärzte, die Docetaxel kritiklos anwenden, würden im zweiten Falle sagen, ah, schau mal, jetzt ist er mit seiner Immuntherapie reingefallen. Andere würden im ersten Falle sagen, toll, so eine klasse Therapie.

Wenn wir z.B. Docetaxel nehmen, hier ist bei ca. 50 % der Männer nur ein sehr geringes, ja gar kein Ansprechen zu konstatieren. Trotzdem hat der "Gemeinsame Bundesausschuss..." dieses Zytostatikum beim HRPC als die erste Wahl zugelassen.
Obwohl "Taxotere" hochtoxisch ist, wird dieses Zytostatikum einfach so bei jedem Mann eingesetzt. Hier fragt keiner der anwendenden Ärzte, was mache ich hier eigentlich.

Ich finde es ja gut, Hans, dass Du einen anderen Weg gewählt hast.

Was mich aber bei Deiner Therapie interessiert, welche Laborauswertungen lässt Du regelmäßig machen?
Vielleicht könnte ich einige Elemente auch für meine Therapie anwenden?
Also bitte, Hans, was hälts Du für notwendig?

Gruß Werner R.

WinfriedW
22.09.2007, 08:37
... Eine Immuntherapie ist eine längerfristige Therapie, die Du nicht mit einer palliativen Chemotherapie gleichsetzen kannst.

Bei GVAX z.B. geht der PSA-Wert zunächst hoch, um dann nach einigen Monaten nach unten zu tendieren.

Aber Du kannst hier nicht die Uhr danach stellen, da eben - wie bei allen Therapien - die Wirkung von Patient zu Patient unterschiedlich ist.
Was würde es bringen, wenn ich sagte, die Therapie spricht bei mir optimal an oder nicht an.Also, langer Rede kurzer Sinn: Nix genaues weiß man nicht.

Wir kennen von dir, Werner, weder die Ausgangssituation noch den aktuellen Stand. Das bringt uns hier rein gar nicht weiter.

WW

shgmeldorf,Werner Roesler
22.09.2007, 09:06
Hallo Winfried,

ich kann ja Deine Ungeduld verstehen. Nur werde ich diese nicht befriedigen können. Einerseits stecke ich voll in der Therapiephase - und andererseits führe ich eine gerichtliche Auseinandersetzung. Schon vergessen?

Was übrigens meine Krankengeschichte betrifft, so ist bekannt, dass ich zum Zeitpunkt der Diagnose schon ein weit fortgeschrittenes Prostatakarzinom mit allen nur denkbaren negativen Voraussetzungen hatte. Suche Dir die möglichen negativen Faktoren zusammen, dann hast Du meine Ausgangssituation.

Gruß Werner R.

WinfriedW
24.09.2007, 16:53
Wen es interessiert und wer des Englischen mächtig ist, findet Infos über die Dendritische Zell Therapie auf dieser Website einer Klinik auf den Bahames.

http://www.immunemedicine.com (http://www.immunemedicine.com/)

JürgenSJa schon, nur befürchte ich leider, dass auch dieses Angebot nicht wirklich seriös ist.

WW

WinfriedW
24.09.2007, 17:00
darmkrebs.de zu IMPFTHERAPIEN (http://www.burda-foundation.de/de/behandlung/neue-behandlungsansaetze/immuntherapien/impftherapien)


Immer wieder liest oder hört man von so genannten "Krebsvakzinen" oder "Krebs-Antiseren", die allerdings nicht gründlich in verantwortungsvoll durchgeführten, klinischen Studien erprobt wurden. Unseriöse Anbieter setzen hier die Gesundheit kranker Patienten aufs Spiel und entlocken ihnen oft mit falschen Versprechungen ihr letztes Geld. Unter Titeln wie "Impfungen gegen Krebs!" werden Methoden mit sehr zweifelhafter Wirksamkeit angeboten. Informieren Sie sich daher immer bei Ihrem behandelnden Arzt oder einem Tumorzentrum über angebliche Wunderpräparate. Denn die gibt es – auch bei den Impftherapien – leider nicht.

WW

WinfriedW
24.09.2007, 17:20
Die Klinik für Tumorbiologie (http://www.prostata-zentrum-suedbaden.de/) beginnt im Oktober im Rahmen der klinischen Forschung mit einem Impfprogramm. Ich bemühe mich derzeit, dort hinein zu kommen. Es sieht nicht so aus, als würde mir dies gelingen. Die Freiburger nehmen dort handverlesene Patienten auf. Darauf habe ich keinen Einfluss. Außerdem werden dort nur HLA-A2 -positive Patienten aufgenommen. Ob ich HLA-A2 -positiv bin weiß ich (noch) nicht.Gibt's denn außer der Klinik für Tumorbiologie andere Einrichtungen, die diesbezüglich am Patienten - also nicht an Mäusen od. Zellkulturen - forschen? Oder sind die Freiburger hierzulande derzeit die Einzigsten?

WW

shgmeldorf,Werner Roesler
24.09.2007, 17:53
Hallo,
neben GVAX (s.a.a. O., in verschiedenen Unikliniken in ganz Deutschland) wird am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg mit verschiedenen Impftherapien gearbeitet (Professor Schirrmacher u.a.).
Außerdem wird auch neben Freiburg an der Lübecker Uniklinik die
Dendritische Zelltherapie durchgeführt. Für welche Indikationen sollte aber nachgefragt werden.
Gruß Werner R.

WinfriedW
28.09.2007, 14:49
journalonko.de (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1980)


Neue Hoffnung für Krebspatienten verspricht ein therapeutischer Impfstoff gegen Prostatakrebs, den das deutsche Unternehmen VPM entwickelt. Anfang Juni werden die Ergebnisse einer erfolgreich abgeschlossenen klinischen Studie auf der Jahrestagung der American Society for Clinical Oncology (ASCO) in Chicago, USA, einem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Die ASCO ist die weltweit bedeutendste Berufsorganisation für Krebsspezialisten.

Der Wirkstoffkandidat VPM4001, ein Immuntherapeutikum zur Behandlung von Prostatakrebs, ist in der Entwicklung weit fortgeschritten: Eine klinische Phase I/II-Studie an 30 Patienten wurde 2006 erfolgreich abgeschlossen. 73 Prozent der Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom in einem hormonresistenten Stadium sprachen auf die Therapie mit VPM4001 an. Der primäre Studienparameter, die PSA-Verdopplungszeit wurde im Median von 63 Tagen auf 114 Tage erhöht. Das Erfolg versprechende Resultat weist eine hohe statistische Signifikanz (p=0,0035) auf. Gleichzeitig zeichnet sich VPM4001 durch seine gute Verträglichkeit aus. Die Studie wurde am Institut für Experimentelle Onkologie (Prof. Dr. med. B. Gänsbacher) und an der Urologischen Klinik (Prof. Dr. med. R. Hartung) der Technischen Universität München durchgeführt.

Der neue Impfstoff soll das Immunsystem bei der Krebsabwehr unterstützen. Auf Grund der viel versprechenden Resultate hat ein internationales Expertengremium aus den USA, Deutschland und den Niederlanden die schnellst mögliche, weitere klinische Entwicklung des Impfstoffes empfohlen. Prostatakrebs ist die häufigste Tumorart bei Männern ab 50 Jahren und die dritthäufigste Todesursache bei Krebserkrankungen überhaupt. Jedes Jahr erkranken in Europa und den USA etwa 420.000 Menschen am Prostatakarzinom. Das Risiko im Laufe des Lebens an Prostatakrebs zu erkranken liegt derzeit bei etwa 1:6.

WW

HansiB
28.09.2007, 15:30
Hallo Winfried,

gute Verträglichkeit bei einer Immunisierung, sollte man erwarten können.
PSA Verdoppelung auf 114 Tage ist doch recht schön. Ich glaube das kriegen wir auch ohne das hin. Glaubst du dran, ich weniger. Wir haben doch schon so viel von neuen, tollen Th. gehört, die dann in die Hose gingen. Ich bin mal wieder skeptisch bei solchen Neuerungen.

Gruß Hans

shgmeldorf,Werner Roesler
28.09.2007, 17:38
Hallo Winfried,

Glaubst du dran, ich weniger. Ich bin mal wieder skeptisch bei solchen Neuerungen.

Gruß Hans

Hallo Hans,

das meine ich doch gerade! Du sollst nicht an irgendwelche Therapien "glauben"!
Obwohl der Glaube Berge versetzen kann! Deine Skepsis solltest Du auch unbedingt bei allen Therapieversprechungen behalten.
Der eine Erkrankte macht so die ihm oktroyierte Chemo-Monotherapie und der andere macht - wenn er kann - eine andere Therapie. So hat jeder Patient seine individuelle Erfolgs- oder Misserfolgsgeschichte.

Die Ärzte habe ein geflügeltes Wort: Wer heilt, hat recht!

Nur, das Risiko trägt der Patient!

Gruß Werner R.

WinfriedW
28.09.2007, 20:22
PSA Verdoppelung auf 114 Tage ist doch recht schön. ...Ich kenne mich aus mit PSA-Verdoppelungszeiten von 2-3 Wochen. Wenn es gelänge, die Progredienz meiner Erkrankung signifikant abzuflachen, dann wäre das mehr als nichts. Nur ist es leider nicht so, dass man sich jetzt bei den Herrn Professoren Gänsbacher und Hartung zur Therapie anmelden kann. Daran scheitert das Ganze. In diese Bresche springen die privaten Anbieter :eek:.

Einen PSA-Abfall darf man anscheinend nicht erwarten.


Wer heilt, hat recht!Wohl wahr! Allerdings kann es passieren, dass es beim Versprechen bleibt. Das Geld ist trotzdem weg und schlimmer, es könnte sein, dass deshalb andere, wirksame Therapien unterlassen wurden. Dabei weiß ich durchaus zu unterscheiden zwischen seriöser klinischer Forschung und dubiosen Angeboten irgendwelcher Allgemeinmediziner, Augenärzte, Heilpraktiker, etc.

Vor diesem Hintergrund warte ich immer noch auf die leibhaftige, sprich individuelle Erfolgsgeschichte.

WW

shgmeldorf,Werner Roesler
29.09.2007, 09:38
Hallo Winfried!

Vielleicht wäre einmal eine E-mail an Professor Schirrmacher vom Deutschen Krebsforschungzentrum in Heidelberg von Deiner Seite sinnvoll.
Er könnte Dir vielleicht weiterhelfen.
Professor Schirrmacher arbeitet auch mit onkolytischen Viren. Es werden nach meinen Informationen auch Impftherapie-Studien in vivo durchgeführt.
Probieren!

Gruß Werner R.