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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reduzierung der Strahlenwirkung durch Vitaminpräparate und Antioxidantien?



Strauch, Heinz
08.09.2007, 16:51
Liebe Mitbetroffene,

ich bin mal wieder auf widersprüchliche Aussagen getroffen, die wir ja leider vielfach kennen. Diesmal geht es um das o.g. Thema.
Ein Strahlentherapeut teilte mir folgendes mit:
Hochdosierte Vitaminpräparate und antioxidantien reduzieren die Strahlenwirkung (ergibt Nulleffekt). alles was antioxidativ wirkt, wie Vit. C, Vit E, Selen... sollt WÄHREND der Bestrahlung nicht genommen werden, keine Vitamine in Tablettenform; aausgenommen sind Stoffe, die man mit der normalen Ernährung zu sich nimmt.
Eine gegenteilige Auffassung vertritt die "Biologische Krebsabwehr in Heidelberg"
Als "Begleitschutz2 wird empfohlen z.B.
Selen 5OO; Zink 3o mg; B-carotin 15 mg; Vit. C 1OOO mg; Vit. E 4OO;
Omega 3 FS; Granatapfelsaft; (neuerdings gäbe es in der Apotheke Crosmin, das Extrakte aus Granatapfelsaft, Selen und Zink, Lycopin erhalte, so daß die Einzeleinnahmen nicht mehr erforderlich seien
die o.g. Einzeldosen nicht mehr erforderlich seien)
Wobenzym, 2 X 3;

Kann jemand hierzu etwas ausführen? Vielen Dank im voraus!
Die Frage interessiert mich derzeit besonders, weil ich z.Zt. in Mannheim 3 D bestrahlt werde. Dort wurde mir auch gesagt, ich solle keine rohen Obste essen, wie Äpfel, keine Milch trinken. Leider hat man keine "Aufstellung" ausgehändigt, die Bestrahlte entsprechende Hinweise geben. Erst auf Nachfragen bekam ich "unbefriedigende" Antworten.

Für die Zeit nach der Bestrahlung empfahl die Biol. Krebsabwehr eine etwas andere Zusammensetzung, z.B. Dr. Wolz, Immunkomplex; Prostasol; Boron, Lycopin und Produkte Firma "tisso", die wohl auch Heilpraktiker Ralf Meyer erfolgreich anwenden soll.

Grüße Heinz Strauch

RuStra
08.09.2007, 17:16
Hallo Heinz,
mit Verlaub, erstmal dreh ich die Frage rum und beantworte sie mit ja.
Antioxidativ wirkende Naturstoffe, sofern sie sonst keine negativen Begleiterscheiungen haben (gibts auch), erhöhen den Redox-Status und sind von daher sinnvoll. Ionisierende Strahlung will das Gegenteil, den Oxidisierungsgrad erhöhen, pro-oxidativ zerstören. Also sollte die Sachlage, was mache ich mit meine Körper u. mit meinen restlichen Krebszellen, so herum problematisiert werden. Dummerweise läuft der Medizinbetrieb andersherum und deshalb kommen die Fragen so, wie Du sie gestellt hast.
Wenn man die Möglichkeit durchdenkt, könnte nicht der pro-oxidativen Wirkung mancher Naturstoffe, die selektiv nur Krebszellen angreifen (z.b. Hochdosis-Vitamin-C), durch ionisierende Strahlung verstärkt werden, würde ich sagen, das kann sein, aber dann nehme ich in Kauf, dass ich gesunde Zellen in dem bestrahlten Areal gleich mit kaputt mache, mit schwer abschätzbaren Folgen. Also hier ein ja und kein jein.

Bei Deiner Frage aber sag ich jein:



Ein Strahlentherapeut teilte mir folgendes mit:
Hochdosierte Vitaminpräparate und antioxidantien reduzieren die Strahlenwirkung (ergibt Nulleffekt). alles was antioxidativ wirkt, wie Vit. C, Vit E, Selen... sollt WÄHREND der Bestrahlung nicht genommen werden, keine Vitamine in Tablettenform; aausgenommen sind Stoffe, die man mit der normalen Ernährung zu sich nimmt.


ja, zunächst mal hat er recht; Chemotherapeuten argumentieren analog.
aber - es gibt studien, die zeigen, dass das gegenteil der fall ist, die pro-oxidative wirkung der ionisierenden strahlung wird durch manche Naturstoffe verstärkt, bei gleichzeitigem Hochfahren des Schutzes von gesunden Zellen.
Also muss man konkretisieren, über welche Stoffe u. Dosen man redet, bevors entscheidbar ist.



Eine gegenteilige Auffassung vertritt die "Biologische Krebsabwehr in Heidelberg"
Als "Begleitschutz2 wird empfohlen z.B.
Selen 5OO; Zink 3o mg; B-carotin 15 mg; Vit. C 1OOO mg; Vit. E 4OO;
Omega 3 FS; Granatapfelsaft; (neuerdings gäbe es in der Apotheke Crosmin, das Extrakte aus Granatapfelsaft, Selen und Zink, Lycopin erhalte, so daß die Einzeleinnahmen nicht mehr erforderlich seien
die o.g. Einzeldosen nicht mehr erforderlich seien)
Wobenzym, 2 X 3;


wo sind die studien, auf denen die o.a. empfehlungen beruhen?
(die frage geht natürlich auch an den strahlentherapeuten)
Ich kann, wenns sein muss, raussuchen, was ich finden kann - aber das könntest eigentlich Du machen, oder? Oder all die anderen, die sich haben bestrahlen lassen - diese Frage wurde schon häufiger diskutiert, ohne dass mal die entsprechende Fleissarbeit gemacht wurde.



Kann jemand hierzu etwas ausführen? Vielen Dank im voraus!
Die Frage interessiert mich derzeit besonders, weil ich z.Zt. in Mannheim 3 D bestrahlt werde. Dort wurde mir auch gesagt, ich solle keine rohen Obste essen, wie Äpfel, keine Milch trinken. Leider hat man keine "Aufstellung" ausgehändigt, die Bestrahlte entsprechende Hinweise geben. Erst auf Nachfragen bekam ich "unbefriedigende" Antworten.


Heinz, wieso lässt Du Dich überhaupt bestrahlen? Das liest sich doch alles relativ entspannt, was Du in Dein Profil geschrieben hast.
Ich habe, je länger ich mich damit beschäftige, eine immer grössere Aversion gegenüber diesen Breitband-Geschützen, die gegen Zellen gerichtet sein sollen, aber gegen Gewebe oder den ganzen Körper gerichtet sind, egal obs ne Strahlenkanone oder ein wild alle Zellen angreifendes chemozeugs ist. Man kann über Therapie einer Krankheit, die sich in der einzelnen Zelle ausdrückt, doch erst reden, wenn die Zielrichtung auch die Zelle ist, nicht irgendein Gewebe inkl. allem, was da dran hängt.



Für die Zeit nach der Bestrahlung empfahl die Biol. Krebsabwehr eine etwas andere Zusammensetzung, z.B. Dr. Wolz, Immunkomplex; Prostasol; Boron, Lycopin und Produkte Firma "tisso", die wohl auch Heilpraktiker Ralf Meyer erfolgreich anwenden soll.
Grüße Heinz Strauch

gut, wenn Selen da jetzt z.B. fehlt, das ist eben die Idee, bei toxischen Angriffen die Entgiftung zu stärken. aber wieso fischöl hinterher nicht mehr, schon komisch.

aber egal,
schöne Grüsse !!!
Rudolf