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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Termin bei Heidenreich und was sonst ansteht



Tinka
17.09.2007, 12:12
Hallo ins Forum,

heute hatten wir also den Termin bei Prof. Heidenreich.

Zunächst möchte ich aber noch kurz berichten, was in den letzten Tagen bei uns los war. Wir waren ja im IOZK wegen der Geschichte mit den dendritischen Zellen. Ich will nicht zu sehr unken, aber die Summe unserer Überlegungen ist, dass wir keine Forschung in dieser Richtung mit unserem sauer verdienten Geld finanzieren möchten. Die Idee ist sicherlich gut, für unsere Begriffe aber zu experimentell und natürlich viel zu teuer. Ob man in Verbindung mit einer evtl. Chemotherapie die Hyperthermie ausprobiert, wollen wir uns aber offenlassen.

Der Termin bei Dr. Machtens im Marienkrankenhaus in Bergisch Gladbach war ok. Der Mann macht einen kompetenten Eindruck, jedoch scheint uns Heidenreich die bessere Wahl zu sein. Machtens schlug umgehende Chemo vor, wenn der PSA-Wert weiter ansteigt.

Heidenreich jedoch möchte erst mal abwarten, ob der Wert in drei Wochen (also nach insgesamt sechs Wochen DHB) immer noch steigt. Tut er das, schlägt er als alternatives LH-RH-Analogon Eligard oder Zoladex als 1-Monatsdepot vor. Wenn das auch nicht tut, wird man über eine Chemo reden. Michael könnte evtl. in eine dieser Studien mit Taxotere und Imatinib (Glivec®) kommen, aber darüber haben wir noch nicht näher gesprochen.

Zum Termin hatten wir den neuen PSA-Wert noch nicht. Er ist auf 27,18 ng/ml gestiegen, Testo ist um 0,05 Punkte gestiegen. Heidenreich erklärte, dass eine Art Resistenz der Tumorzellen gegen das Trenantone entstehen kann. Ich muss gestehen, dass ich in dem Moment, als er das erklärte, etwas abgelenkt war und daher habe
ich es nicht ganz verstanden. Weiß jemand mehr?

Das ist soweit das, was ich vom Gespräch behalten habe, falls im kommenden Arztbrief noch mehr stehen sollte, werde ich berichten.

AP und Ostase sind fantastisch, und außerdem geht es meinem Mann gut! :)

Lieben Gruß
Andrea

JochenM
17.09.2007, 13:16
Hallo Tinka,
hat man Euch denn einen Betrag genannt, was die Behandlung mit dendritischen Zellen kosten würde? Ich meine mal gelesen zu haben, dass man so mit € 15.000,-- bzw. 18.000,-- rechnen muesste? Ist das so?

Tinka
17.09.2007, 13:33
Hallo Jochen,

man soll pro 'Impfung' 2.600 Euro auf den Tisch legen, und das mindestens drei Mal. Dazu kämen dann noch diverse Untersuchungen des Blutes. Insgesamt käme das dann schon locker an 8.000 bis 9.000 Euro für eine Runde ran.

Lieben Gruß
Andrea

shgmeldorf,Werner Roesler
17.09.2007, 13:36
Hallo Tinka,
hat man Euch denn einen Betrag genannt, was die Behandlung mit dendritischen Zellen kosten würde? Ich meine mal gelesen zu haben, dass man so mit € 15.000,-- bzw. 18.000,-- rechnen muesste? Ist das so?

Hallo JochenM,

ja, leider ist das so! Es sei, der Patient wäre privat versichert und vielleicht als Beamter noch beihilfefähig.

Das ist hier in Deutschland die Zwei- oder besser ausgedrückt die Mehrklassenmedizin!

Gruß Werner R.

WinfriedW
18.09.2007, 11:18
Hallo Andrea,

zunächst das Wichtigste: Deinem Man geht es gut. Das freut mich außerordentlich - weiter so!


... Wir waren ja im IOZK wegen der Geschichte mit den dendritischen Zellen. ... Ob man in Verbindung mit einer evtl. Chemotherapie die Hyperthermie ausprobiert, wollen wir uns aber offenlassen.Zum Thema "dendritische Zellen" habe ich hier (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?p=17484&postcount=3) etwas geschrieben. Konnte man euch dort davon überzeugen, dass die Hyperthermie in Verbindung mit der Chemotherapie einen Benefit bringt. Ich Stelle mal die Frage ans Forum: Gibt es entsprechende Erkenntnisse bzw. Erfahrungen? Was sagt, Andrea, Heidenreich dazu?


Zum Termin hatten wir den neuen PSA-Wert noch nicht. Er ist auf 27,18 ng/ml gestiegen, Testo ist um 0,05 Punkte gestiegen. Heidenreich erklärte, dass eine Art Resistenz der Tumorzellen gegen das Trenantone entstehen kann. Ich muss gestehen, dass ich in dem Moment, als er das erklärte, etwas abgelenkt war und daher habe ich es nicht ganz verstanden. Weiß jemand mehr?Mit 0,26 ng/ml ist Testo. Immer noch auf Kastrationsniveau. Das sollte nicht die Ursache für den PSA-Anstieg sein. Ich will hier keine Panik verbreiten, aber wenn ich in dieser Situation wäre, dann würde mich der steile PSA-Anstieg trotz Umstellung der antiandrogenen Medikation vorsichtig ausgedrückt wuschig machen. Die Hauptwirkung von Trenantone ist das Absenken des Testosterons auf Kastrationsniveau. Das scheint einigermaßen zu funktionieren. Vor dem Hintergrund würde ich mir nicht all zu viel von der Umstellung auf einen anderen LHRA-Agonist versprechen. Den LHRA-Agonisten wird neben der Testosteron senkenden Wirkung auch eine eigene Tumor hemmende Wirkung nachgesagt. Wenn man darauf setzt, könnte die Umstellung auf ein anderes Produkt einen Benefit bringen.


Heidenreich jedoch möchte erst mal abwarten, ob der Wert in drei Wochen (also nach insgesamt sechs Wochen DHB) immer noch steigt. Tut er das, schlägt er als alternatives LH-RH-Analogon Eligard oder Zoladex als 1-Monatsdepot vor. Wenn das auch nicht tut, wird man über eine Chemo reden. Michael könnte evtl. in eine dieser Studien mit Taxotere und Imatinib (Glivec®) kommen, aber darüber haben wir noch nicht näher gesprochen.Meine Sorge in diesem Zusammenhang ist, dass Michael durch das Abwarten sehr schnell auf dreistellige PSA-Werte kommen könnte, die sich dann womöglich nicht mehr einfangen lassen. Zu Imatinib (Glivec®) geht das Gerücht um, dass es bei Prostatakrebs nichts bringt. Nun versucht man es mit anderen Medikamenten zu kombinieren. Meine Euphorie hält sich in Grenzen, allenfalls nach immunhistochemischer Expressionsanalyse. Hat Heidenreich dazu etwas gesagt?


... Machtens schlug umgehende Chemo vor, wenn der PSA-Wert weiter ansteigt.Ich würde darüber ernsthaft nachdenken.

Ich wünsche euch alles Gute und viel Glück bei den anstehenden Entscheidungen.

WW

Harro
18.09.2007, 12:52
Schöner Anblick

Hallo Andrea, wir freuen uns Alle, daß Du uns wieder Dein gewinnendes Lächeln präsentierst.

"Blumen und Liebe brauchen Pflege, sonst welken sie"

Gruß Hutschi

Berntt
18.09.2007, 13:22
Hallo Tinka,
hat man Euch denn einen Betrag genannt, was die Behandlung mit dendritischen Zellen kosten würde? Ich meine mal gelesen zu haben, dass man so mit € 15.000,-- bzw. 18.000,-- rechnen muesste? Ist das so?

Ist vielleicht die autologe Immuntherapie AHIT nach Dr. Kief eine Alternative ? Kosten ca. 5500 Euro.

Dr. Kief gibt in seinen Unterlagen immerhin von 31 behandelten Prostatakrebspatienten bei 9 Patienten eine Vollremission , bei 10 eine Teilremission an.

Gruss Berntt

shgmeldorf,Werner Roesler
19.09.2007, 17:59
Ist vielleicht die autologe Immuntherapie AHIT nach Dr. Kief eine Alternative ? Kosten ca. 5500 Euro.

Dr. Kief gibt in seinen Unterlagen immerhin von 31 behandelten Prostatakrebspatienten bei 9 Patienten eine Vollremission , bei 10 eine Teilremission an.

Gruss Berntt

Hallo Berntt,

kannst Du über diese "autologe Immuntherapie AHIT nach Dr. Kief" nähere Informationen geben? Nur so, wie dieses Fragment hier steht, wissen wir nicht, wie wir das einordnen sollten.

Gruß Werner R.

WernerS
19.09.2007, 18:16
Hallo Berntt,

kannst Du über diese "autologe Immuntherapie AHIT nach Dr. Kief" nähere Informationen geben? Nur so, wie dieses Fragment hier steht, wissen wir nicht, wie wir das einordnen sollten.

Gruß Werner R.

Hallo Namensvetter,

schau bitte mal unter:

http://www.prostatakrebse.de/informationen/lbs-index.html

Aufstätze------->Aufsatz 42

Gruß Werner

Berntt
19.09.2007, 18:26
Die retrospektiven Ergebnisse bei Krebspatienten ( auch Prostatakrebs) kann man unter folgender Seite einsehen. Gruss Berntt

http://www.fbm-pharma-gmbh.de/cms/upload/pdf/ahit_studie_deutsch.pdf

shgmeldorf,Werner Roesler
21.09.2007, 17:33
Die retrospektiven Ergebnisse bei Krebspatienten ( auch Prostatakrebs) kann man unter folgender Seite einsehen. Gruss Berntt

http://www.fbm-pharma-gmbh.de/cms/upload/pdf/ahit_studie_deutsch.pdf

Hallo Berntt,

aus Zeitmangel habe ich meinen neuen Rechner noch nicht flott bekommen, leider wirft mich der alte beim Anklicken Deines Links raus.

Was ich so über das "AHIT- Verfahren" gelesen habe, ist daher noch nicht viel.

Was ich sehe ist, dass Eigenblut entnommen wird, dieses wird dann - nach einer quantitativen Kultivierung immunkompetenter Zellen - wieder in den Körper injiziert.

Erscheint sinnvoll und hat möglicherweise bei einem weniger aggressiven Prostatakarzinom, welches glücklicherweise der Schorschel hat, auch schon einigen Erfolg gezeigt.

Ob dieses Verfahren bei einem aggressiven und metastasierenden Prostatakarzinom erfolgreich sein könnte, entzieht sich meiner Bewertung.

Wenn hier seitens des Labors sauber gearbeitet wird, dürfte eine Gesundheitsgefährdung zumindest nicht vorliegen.

Da ich ja der Meinung bin, nur ein gestärktes Immunsystem kann den Krebs zumindest am schnellen Ausbreiten hindern, sehe ich hier eigentlich nur für den Geldbeutel eine potentielle Gefährdung.

Gruß Werner R.

Nachtrag: Für Interesssierte bin ich bereits vor einiger Zeit auf Herrn Dr. Klehr im Internet gestoßen, dieser arbeitet mit Zytokinen aus dem Eigenblut (einfach unter Google Dr. Klehr eingeben),

Schorschel
21.09.2007, 19:30
...Wenn hier seitens des Labors sauber gearbeitet wird, dürfte eine Gesundheitsgefährdung zumindest nicht vorliegen...




Lieber Werner,

ich hatte mich seinerzeit bei Dr. Kief ausführlich über den Herstellungsprozess des patientenindividuellen AHIT-Serums informiert.

Die Herstellung von Medikamenten, bei denen Blut beteiligt ist, gehören offensichtlich zu den am strengsten überwachten Prozessen in der Pharmazie. Der gesamte Prozess wird von öffentlich bestellten Gutachtern überwacht, und zwar Etappe für Etappe (wenn ich mich richtig erinnere, geht ein rundes Fünftel der AHIT-Kosten allein für diese Überwachungskosten drauf).

Insofern gehe ich davon aus, dass mehr als nur "sauber" gearbeitet wird.

Herzliche Grüße

Schorschel

Reinardo
22.09.2007, 05:48
Hallo Werner. Beim Lesen der Krankengeschichte der Yvonne Wussow (Brustkrebs) stiess ich ebenfalls auf das Institut Dr. Klehr, konnte bisher im Forum aber keine Hinweise erhalten, wie erfolgreich sein Verfahren der Anreicherung von Blut mit Anti-Zellen ist. Soweit ich weiss, ist auch der alte Wussow dort prophylaktisch therapiert worden. Es handelt sich m.E. um eine Prominenten-Adresse.
Hast Du in Deinem Archiv irgendwelche Informationen?
Grzss, Reinardo

shgmeldorf,Werner Roesler
22.09.2007, 07:57
Hallo Reinardo!

Leider habe ich keine weiterführenden Informationen. Mir ist nur aufgefallen, dass sein Verfahren wohl aus den 90 Jahren stammt und neuere und zeitnahe Erkenntnisse offenbar nicht vorliegen. Das gilt auch für die Zulassung dieser Therapievariante. Hier müßte recherchiert werden.

Gruß Werner R.

WinfriedW
22.09.2007, 08:50
... Beim Lesen der Krankengeschichte der Yvonne Wussow (Brustkrebs) ...Du, Reinardo, erwähnst hier gerne die Geschichte von Yvonne Wussow (http://www.yvonnewussow.de/1152.html). Ich selbst finde die Geschichte (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,435606,00.html) nicht sehr ermutigend.

WW

HansiB
22.09.2007, 12:01
Hallo Winfried,

13 Jahre ist doch eine schöne Zeit. Da sieht man erneut, daß auch langfristig der Krebs zuschlagen kann. Metastasen nicht nur in der Wirbelsäule habe wir ja auch schon ein paar Jahre. Der unsinnige Rosenkrieg, war sicher auch nicht gut für die Patientin.

Gruß Hans

Tinka
24.09.2007, 10:13
Was sagt, Andrea, Heidenreich dazu?

Von den dendritischen hält er nichts, von der Hyperthermie hat er aber nicht abgeraten. "Könnte man versuchen", sagte er, meine ich.




Den LHRA-Agonisten wird neben der Testosteron senkenden Wirkung auch eine eigene Tumor hemmende Wirkung nachgesagt. Wenn man darauf setzt, könnte die Umstellung auf ein anderes Produkt einen Benefit bringen.

Ja, im Nachhinein glaube ich auch, das so verstanden zu haben


allenfalls nach immunhistochemischer Expressionsanalyse. Hat Heidenreich dazu etwas gesagt?

Das wurde angerissen, aber nicht weiter ausgeführt. Heidenreich berichtete nur über die Möglichkeit, in diese Studie zu gehen. Die Chemo würde mit 75 mg/m² gefahren, 3 Zyklen à 3 Wochen.

So, und jetzt hätte ich bittedanke gerne jemanden, der mich mal ans Händchen nimmt und mich von den dauernden Zweifeln befreit, ob das alles so richtig ist. Ich fasse noch mal eben zusammen:

3HB läuft. PSA steigt. Nächste Kontrolle der Blutwerte am 8.10. vor Zometagabe, 3HB dann seit fünf Wochen. Dann auch Umstellung auf Eligard oder Zoladex 1-Monatsdepot. Neuer Termin bei Heidenreich am 5.11. Dann höchstwahrscheinlich Besprechung der Chemo und anderer Optionen. WELCHE Optionen? Wo ist mein Gehirn?

Verwirrt grüßt
Andrea

shgmeldorf,Werner Roesler
24.09.2007, 18:06
Hallo Andrea!
Die Standardtherapie beim hormonrefraktären Prostatakarzinom ist die Docetaxel ("Taxotere") - Monotherapie, wie sie mit diesen 75 mg/m2 angewendet werden soll.
Über das, was Heidenreich noch machen kann, haben wir im thread: "Plattform zum fortgeschrittenen Prostatakarzinom" berichtet.
Hier könnt Ihr nachlesen, was Professor Heidenreich so als bei ihm "etabliert" bezeichnet.
Schaut dort bitte hinein, wenn die eine oder andere Passage nicht klar sein sollte, dann kommt hier auf uns zu.

Gruß Werner R.

WinfriedW
24.09.2007, 20:47
Hier könnt Ihr nachlesen, was Professor Heidenreich so als bei ihm "etabliert" bezeichnet.Papier ist geduldig, kann ich dazu nur sagen. Wie oft warst du eigentlich schon bei Heidenreich und hast dich mit ihm über seine "etablierten" Therapien unterhalten, Werner?

Ich habe zunehmend den Verdacht, dass es eine erhebliche Diskrepanz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und dem Geschehen vor Ort gibt.

WW

WinfriedW
25.09.2007, 13:28
So, und jetzt hätte ich bittedanke gerne jemanden, der mich mal ans Händchen nimmt und mich von den dauernden Zweifeln befreit, ob das alles so richtig ist.Ja, ich kann dich gut verstehen, Andrea. Ich würde mir auch jemanden wünschen, der mich an die Hand nimmt und mir Sicherheit gibt. Ich befürchte wir werden niemanden finden. Anbieten kann ich dir, dass wir miteinander telefonieren. Aber Lösungen für alle Lebenslagen bekommst du von mir auch nicht.


3HB läuft. PSA steigt. Nächste Kontrolle der Blutwerte am 8.10. vor Zometagabe, 3HB dann seit fünf Wochen. Dann auch Umstellung auf Eligard oder Zoladex 1-Monatsdepot..Ich würde mir von der Umstellung des LHRH-Agonisten nicht allzuviel versprechen. Das kann man m. E. versuchen, wenn man PSAVZen von vielleicht 6 Monaten hat. In eurem Falle ist meine Sorge, dass der PSA-Progress einfach weiter geht und ihr wertvolle Zeit verliert.

Ich würde jetzt wirklich alles versuchen, um den PSA-Anstieg zu stoppen. Dazu fällt mir in erster Linie Taxotere ein, von mir aus auch in Kombination mit Glivec. Allerdings gibt es, das ist die Drohung, unter Taxotere mehr als 50% Therapieversager. Ich befürchte, deshalb mein Drängen auf schnelles Handeln, dass jede Therapie bei höheren PSA-Werten schlechter greift als bei niedrigeren. Das gilt insbesondere auch für Zytostatika wie Taxotere.

Ketoconazol, hast du gelesen, ist eine weitere Option. Ich würde allerdings erst Chemo und dann Keto. machen und nicht umgekehrt.

Außerdem würde ich mir ein paar schöne Tage in Oberfranken (http://www.uniklinikum-regensburg.de/kliniken-institute/haematologie-onkologie/Medizinische_Leistungen/index.php) machen.

Ich wünsche Euch alles Gute,

Winfried

Anonymous1
25.09.2007, 13:40
Außerdem würde ich mir ein paar schöne Tage in Oberfranken (http://www.uniklinikum-regensburg.de/kliniken-institute/haematologie-onkologie/Medizinische_Leistungen/index.php) machen.So groß ist Oberfranken nun auch wieder nicht! Aber es könnte ja über die Fränkische Schweiz (http://www.fraenkische-schweiz.com/) gefahren werden....

Gruß DH

Heribert
25.09.2007, 14:40
Hallo Winfried


Außerdem würde ich mir ein paar schöne Tage in Oberfranken (http://www.uniklinikum-regensburg.de/kliniken-institute/haematologie-onkologie/Medizinische_Leistungen/index.php) machen.

Als Steigerwälder spekulierst Du wohl darauf, dass der RB Oberpfalz zum RB Oberfranken zugeschlagen wird, damit das "Ober" auch noch die Bedeutung "Groß" bekommt.
Oder verstehe ich das jetzt ganz falsch und es handelt sich um eine Einladung um auf dem Weg nach Regensburg im Steigerwald ein paar Tage zu relaxen? Ich würde es beiden gönnen.

Gruß, Heribert

shgmeldorf,Werner Roesler
25.09.2007, 15:26
Papier ist geduldig, kann ich dazu nur sagen. Wie oft warst du eigentlich schon bei Heidenreich und hast dich mit ihm über seine "etablierten" Therapien unterhalten, Werner?

Ich habe zunehmend den Verdacht, dass es eine erhebliche Diskrepanz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und dem Geschehen vor Ort gibt.

WW

Leider habe ich noch keine Berichte von Patienten gehört oder gelesen, die diese "etablierten" Behandlungsmethoden erfahren haben.

Ich kann nur das wiedergeben, was ich aus der Fachliteratur entnommen habe. Was also aus der Feder des Herrn Professors stammt.

Die Frage über das Praktizieren solcher "Targeted-Therapien" beim Prostatakarzinom müssen wir wohl weiterhin auf der Tagesordnung behalten!

Du warst doch auch in Köln?

Gruß Werner

WinfriedW
25.09.2007, 15:30
Du warst doch auch in Köln?Ja, mehrfach.

WW

shgmeldorf,Werner Roesler
25.09.2007, 16:17
Ich würde mir von der Umstellung des LHRH-Agonisten nicht allzuviel versprechen. Das kann man m. E. versuchen, wenn man PSAVZen von vielleicht 6 Monaten hat. In eurem Falle ist meine Sorge, dass der PSA-Progress einfach weiter geht und ihr wertvolle Zeit verliert.

Ich würde jetzt wirklich alles versuchen, um den PSA-Anstieg zu stoppen. Dazu fällt mir in erster Linie Taxotere ein, von mir aus auch in Kombination mit Glivec. Allerdings gibt es, das ist die Drohung, unter Taxotere mehr als 50% Therapieversager. Ich befürchte, deshalb mein Drängen auf schnelles Handeln, dass jede Therapie bei höheren PSA-Werten schlechter greift als bei niedrigeren. Das gilt insbesondere auch für Zytostatika wie Taxotere.

Ich wünsche Euch alles Gute,

Winfried

Hallo Andrea!

Winfried liegt hier richtig! Allein die Umstellung des LHRH-Analogons dürfte in Eurer Situation zu wenig sein.

Die Zeit läuft Euch einfach davon.

Das mit den Therapieversagern bei "Taxatere" stimmt leider auch.

Wir haben Männer in den Selbsthilfegruppen, bei denen ist der PSA -Wert bei Docetaxel so richtig explodiert, mit deftigen Nebenwirkungen.
Die Anwendung von Zytostatika, wie hier "Taxotere", ist beim fortschreitenden Prostatakarzinom nur palliativ möglich. Die Männer, bei denen Docetaxel greift, haben aber eine zeitweiligen Nutzen davon. Die Entscheidung für eine Mono-Chemotherapie mit Docetaxel ist also ein wenig wie "Russisches Roulette", immerhin nur jede zweite Kugel trifft, besser, jede zweite Kugel trifft nicht

Es findet vorher keine Prüfung statt, ob Docetaxel überhaupt bei diesem Mann eingesetzt werden kann. Es wird eben experimentiert!

Das ist die Standardtherapie in Deutschland!

Es ist sehr schwierig, Andrea, hier Euch den richtigen Rat zu geben, wenn selbst die etablierten Ärzte keinen vernünftigen Weg wissen.

Ketoconazol oder Thalidomid werden vor einer experimentellen Anwendung von Docetaxel von der Charite`- Campus "Benjamin Franklin" favorisiert. Aber dort auch nicht mehr!

Aber bitte nicht mehr so lange warten!

Gruß Werner R.

shgmeldorf,Werner Roesler
25.09.2007, 16:23
Ja, mehrfach.

WW

Deiner lapidaren Antwort entnehme ich, der Herr Professor hat mit Dir die ganzen umfangreichen Therapieoptionen vielleicht doch wohl nicht erörtert?!

Gruß Werner R.

Helmut
25.09.2007, 18:51
Hallo Dieter,

kann ich nur bestätigen. War im August 3 Wochen in Pottenstein und es hat meiner Frau und mir sehr gut dort gefallen!

Gruß Helmut

WinfriedW
25.09.2007, 19:57
@Andrea

Michaels Testosteron war am 14.09.07 bei 0,26 ng/ml. Das ist ein niedriger Wert. Deshalb würde ich an dieser Stelle kein großes Potential mehr erwarten, aber mit einer kleinen Dosis Kortison könnte es gelingen, diesen Wert noch weiter zu drücken.

WW

WinfriedW
25.09.2007, 20:03
Deiner lapidaren Antwort entnehme ich, der Herr Professor hat mit Dir die ganzen umfangreichen Therapieoptionen vielleicht doch wohl nicht erörtert?!So ist es!

Heidenreich ist mit dafür verantwortlich, dass ich mich trotz des sehr weit fortgeschrittenen metastasierten Stadiums habe operieren lassen: "weil man aus reprospektiven Betrachtungen weiß, dass prostatektomierte Männer besonders lange auf die medikamentöse Therapie ansprechen".

WW

Hans (GL)
25.09.2007, 21:41
Außerdem würde ich mir ein paar schöne Tage in Oberfranken (http://www.uniklinikum-regensburg.de/kliniken-institute/haematologie-onkologie/Medizinische_Leistungen/index.php) machen.

Wie bereits beschrieben, handelt es sich um die Uniklinik Regensburg in der Oberpfalz.
Winfriedhat bereits öfters darauf hingewiesen, deshalb folgender Beitrag.

http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?p=16972#post16972

Diese Studie wird auch in anderen Städten durchgeführt.

Bei kurzen PSA-Verdoppelungszeit war/bin auch ich sehr beunruhigt, und Handlungsbedarf war/ist angezeigt.

Euch alles Gute

Hans

WinfriedW
25.09.2007, 22:32
@Hans (GL)

:o Du hast Recht: Regensburg ist wohl eher Oberpfalz als Oberfranken. :o

WW

shgmeldorf,Werner Roesler
27.09.2007, 09:57
So ist es!

Heidenreich ist mit dafür verantwortlich, dass ich mich trotz des sehr weit fortgeschrittenen metastasierten Stadiums habe operieren lassen: "weil man aus reprospektiven Betrachtungen weiß, dass prostatektomierte Männer besonders lange auf die medikamentöse Therapie ansprechen".

WW

Da fehlen einem manchmal die Worte. Professor Heidenreich gilt in Deutschland - nach meinen Informationen - auch als der Koordinator für innovative Strategien beim hormonrefraktären Prostatakarzinom.

Gruß Werner R.

Tinka
28.09.2007, 17:28
Ihr Lieben alle,

heute komme ich endlich mal dazu, in Ruhe alle Antworten zu lesen. Sie sind hilfreich, und gleichzeitig sind sie es nicht (was keine Kritik an Euch ist!).

Ist jetzt schnellschnell eine Chemo anzugehen, die meinen Mann aus den Schuhen hauen wird und die am Ende nichts bringt, und die ihn einfach nur so richtig ätzend krank macht?

Oder warten wir ganz gelassen (haha) den Termin Anfang November ab und GENIESSEN die Zeit bis dahin (was wir ganz zweifelsfrei tun, sieht man von meinen andauernden schwarzen Gedanken ab), weil es Michael so gut geht?

Ich bin so kraftlos und paralysiert im Moment, ich habe keine Lust und schon gar nicht den Nerv, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich habe keine Lust, schon wieder über alles zu lesen und es zu verstehen und ich habe keine Lust, mir auszumalen, was nach dem 5. November sein wird. Weihnachten mit Glatze ist da noch der harmloseste Gedanke. Versteht das jemand?

Meinem Mann scheint es ähnlich zu gehen, es herrscht derzeit eine stille Übereinkunft, das Thema PCa nicht täglich aufs Tapet zu bringen. Er hat maßlose Angst vor der Chemo und seine größte Sorge ist, dass die prophezeiten Nagelveränderungen auftreten und er nicht mehr Klavier spielen kann.

Ich hasse den Krebs.

Aber Euch grüß ich lieb, Ihr seid immer so nett und so hilfsbereit, das ist klasse! :)

Lieben Gruß
Andrea

Harro
28.09.2007, 17:57
Hut ab vor Dir

Hallo Andrea,


Ich bin so kraftlos und paralysiert im Moment, ich habe keine Lust und schon gar nicht den Nerv, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich habe keine Lust, schon wieder über alles zu lesen und es zu verstehen und ich habe keine Lust, mir auszumalen, was nach dem 5. November sein wird. Weihnachten mit Glatze ist da noch der harmloseste Gedanke. Versteht das jemand

Ja, liebe Andrea, wir verstehen das alle, und auch meine Frau mag nicht dauernd über diesen Stinkstiefel PCa reden. Auch wir haben inzwischen ein stillschweigendes Abkommen, nämlich nur dann etwas zu sagen, wenn es was grundsätzlich Neues gibt. Da ist es natürlich für Euch besonders schwierig, das zu realisieren, besonders dann, wenn man unter Erwartungsdruck steht. Wir, ich, nein überhaupt alle, die Deine obigen Zeilen gelesen haben, wünschen euch starke Nerven und eine wieder besser werdende Zukunftsaussicht.

"Warte auf das Glück, aber vergiss nicht, ihm die Tür zu öffnen"

Gruß Hutschi

shgmeldorf,Werner Roesler
28.09.2007, 18:22
Ihr Lieben alle,

Ist jetzt schnellschnell eine Chemo anzugehen, die meinen Mann aus den Schuhen hauen wird und die am Ende nichts bringt, und die ihn einfach nur so richtig ätzend krank macht?



Hallo Andrea!
Die Zeit solltet Ihr, Du und Dein Mann, bis zum November nutzen, um bereits jetzt zeitnah zusätzliche Therapie-Optionen zu überlegen.

Eine Chemotherapie ist nicht eine Chemotherapie, sondern es gibt Variationen, die zur Anwendung kommen könnten. Es können so auch unterschiedliche Dosierungen überlegt werden.

Andere Möglichkeiten können nun ja auch noch in die Diskussion kommen.

Nur Verdrängung ist der falsche Weg!

Stellt Euch dieser Herausforderung offensiv!

[/quote]



Er hat maßlose Angst vor der Chemo und seine größte Sorge ist, dass die prophezeiten Nagelveränderungen auftreten und er nicht mehr Klavier spielen kann.


Lieben Gruß
Andrea

Hier werden bei einer "Taxotere" - Monochemotherapie spezielle Kühlhandschuhe prophylaktisch verwendet.

Gruß Werner R.

shgmeldorf,Werner Roesler
28.09.2007, 18:52
Hallo Andrea und Michael!

Mir ist bei der Durchsicht der Krankengeschichte aufgefallen, dass Michael noch Ende 2006 zur Vorsorgeuntersuchung war.
Richtig?
Hier hätte unbedingt auch der PSA-Wert bestimmt werden müssen.

Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe kooperiert mit einem anwaltlichen Beratungsnetz (kostenlose Erstberatung!), wendet Euch bitte an die Geschäftsstelle, hier könnt Ihr mehr erfragen.

Gruß Werner R.