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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hohe Hürden für Stammzellforschung



Harro
23.09.2007, 12:04
Text gelöscht

shgmeldorf,Werner Roesler
23.09.2007, 13:06
Hallo Hutschi!

Da ich mich ja mit verschiedenen Immuntherapien auseinandersetze, ist mir bei der Durchsicht von Unterlagen zur Antikörperanwendung aufgefallen, dass bei der Tumorangiogenese die Rolle der (hämatopoetischen) Stammzellen detailliert noch nicht geklärt ist.

Beim Prostatakrebs bildet sich zunächst eine provisorische Matrix, eine klebrige Schicht, die die Aussprossung eines neuen Gefäßes in Richtung der Tumorzellen, die VEGF ausschütten, ermöglicht.
Die so von den Tumorzellen abgegebenen angiogenen Faktoren stimulieren die Freisetzung von VEGFR 1 und eben dieser hämopoetischen Stammzellen aus dem Knochenmark (sowie VEGFR 2 u. endotheliale Progenitorzellen).
Nun bildet sich durch weitere Differenzierung ein vaskuläres Gefäßsystem, welches dann anfängt, die Tumorzellen zu schützen.
Wahrscheinlich auch vor verschiedenen Chemotherapien!

Du siehst, Harald, hier ist der Einsatz auch beim Prostatakarzinom von sog. Tyrosinkinase-Hemmern (gerade in so einem Tumorstadium) womöglich sehr effizient!

Das wird auch den Hans interessieren!

Gruß Werner R.

Nachtrag: So setzt man in der Onkologie z.B. den monoklonalen Antikörper "Avastin" in Kombination mit einer Chemotherapie oder anderen Immuntherapien ( z.B. beim Brustkrebs ) ein. Damit werden schon bemerkenswerte Erfolge erzielt.
Das ist beim Prostatakarzinom auch denkbar und machbar!

shgmeldorf,Werner Roesler
21.10.2007, 12:32
"Die Täter sind identifiziert, und die Rekonstruktion des Tatherganges ist in vollem Gang."

Die Täter sind offenbar die Tumorstammzellen. Hoffentlich kommen die Ermittler bei ihrer komplizierten Aufgabe der Rekonstruktion des Tatherganges und der Ergreifung der Täter nun zügig voran.

Bisher verweisen die Mediziner immer auf sog. Überlebenskurven, mit welchen der Erfolg der einen oder anderen Therapie in Monaten und Jahren dargestellt werden soll. Würden die Ermittler nunmehr der Täter habhaft, so könnte unbefangen von Heilung gesprochen werden.

Die Suche nach den Tumorstammzellen ist schon sehr kompliziert, sie lassen sich nur schwer aus einer Gruppe von Tumorzellen herausfischen.
Bestimmte typische Erkennungsmerkmale sind von den Tätern noch nicht bekannt. Aber es gibt erste Resultate, die beispielsweise auf gleiche Wachstumssignale bei verschiedenen Tumorarten hinweisen.
Auffällig ist, die Täter mögen ein "warmes Zuhause". Nur "an Orten wo sie sich wohlfühlen, vermehren sie sich. Nur dort entwickelt sich eine bösartige Geschwulst"(Professor Christian Beltinger, Uniklinik Ulm).

Warum kehrt der Krebs bei sehr vielen Patienten zurück?

Professor Pantel (UKE) sagt: "Die disseminierten Tumorzellen sind die Übeltäter."
Er sagt weiter: "Bei Brustkrebs kann man davon ausgehen,dass Patientinnen, die nach 10 Jahren kein Rezidiv haben, tatsächlich geheilt sind." Nur selten bringt der erste Tumor einen Menschen um. Etwa 90 % aller Sterbefälle durch Krebs treten als Folge von Rezidiven auf. Zunächst erscheint der Patient durch OP, Chemo-, Hormon- und/oder Strahlentherapie geheilt, dann jedoch wird die Tumorerkrankung wieder aktiv.
"Die disseminierten Tumorzellen (DTC) halten sich im Knochenmark gewissermaßen versteckt, um eines Tages wieder aktiv zu werden", sagt Pantel.
Hinter einem Teil dieser disseminierten Tumorzellen scheinen sich Tumorstammzellen zu verbergen!

Mögen die Täter nunmehr hoffentlich bald gefasst werden!

Gruß Werner R.

Harro
21.10.2007, 13:21
Rückblende

Hallo, Werner, Winfried hatte ja von mir einige Artikel aus der Ärztezeitschrift "Der freie Arzt" hier ins Forum gestellt. Auch eine Abhandlung von Frau Dr. Riede war dabei. Falls Du es nicht gelesen hast und es hier klappt, dann lies bitte noch einmal:
http://forum.prostatakrebs-bps.de/showpost.php?p=17807&postcount=1

Es funktioniert. Man lernt immer wieder dazu. Den Teil 2 hat Heribert zum Einstellen ins Forum schon von mir bekommen. Der ist wohl noch interessanter. Heribert möchte aber wegen Copy-Right noch eine schriftliche Bestätigung vom Redakteur, die ich bislang nur telefonisch bekommen habe, daß ein Abdruck in unserem Forum erlaubt sei. Das kann ich erst morgen besorgen, weil ich die notwendigen Daten aus der Fachzeitschrift erst noch wieder einholen muß, nachdem ich die Zeitschrift weiter gegeben habe. Ich würde mich freuen, wenn da auch für Dich wieder neue Aspekte ersichtlich sind.

"Lachen ist kein schlechter Anfang für eine Freundschaft und bestimmt ihr schönster Beschluss" (Oscar Wilde)

Gruß Hutschi

shgmeldorf,Werner Roesler
28.10.2007, 16:51
Rückblende

Hallo, Werner, Winfried hatte ja von mir einige Artikel aus der Ärztezeitschrift "Der freie Arzt" hier ins Forum gestellt. Auch eine Abhandlung von Frau Dr. Riede war dabei. Falls Du es nicht gelesen hast und es hier klappt, dann lies bitte noch einmal:
http://forum.prostatakrebs-bps.de/showpost.php?p=17807&postcount=1

Es funktioniert. Man lernt immer wieder dazu. Den Teil 2 hat Heribert zum Einstellen ins Forum schon von mir bekommen.

"Lachen ist kein schlechter Anfang für eine Freundschaft und bestimmt ihr schönster Beschluss" (Oscar Wilde)

Gruß Hutschi

Hallo Hutschi,

die Abhandlung der Frau Dr. Riede habe ich gelesen. Mir erscheint jedoch die therapeutische Reduktion auf ein homöopathisches Medikament fraglich.

Wenn, dann würden wir alle happy sein.

Unter homöopathischer Amanitin-Therapie sollen sich Tumorzellen wieder wie normale Körperzellen verhalten, die Wachstumsgeschwindigkeit werde reduziert, das Immunsystem könne dann den Tumor abbauen und in Schach halten.

Der Grüne Knollenblätterpilz soll es hier richten!

Der entscheidende Vorgang sei hierbei die RNA - Polymerase II, welche durch Teile des im Extrakt befindlichen Giftes gehemmt werde, somit komme es zur Wachstumshemmung der Tumorzelle und das Immunsystem greife den Tumor verstärkt an. Denn Tumorzellen brauchen im Verhältnis zu normalen Körperzellen diese RNA - Polymerase II optimal.

Das ist die therapeutische Kernaussage.

Ich habe auch von verschiedenen Schlangengiften gehört, die homöopathisch beim PCa angewendet werden könnten.

Nun, wer kann was sinnvoll beim PCa homöopathisch anwenden und wer nicht.

Vielleicht können uns hier damit erfolgreich therapierte PCa-Patienten weiterhelfen?

Ich jedenfalls kann über diese Therapieformen wenig sagen.

Aber evtl. gibt es ja noch von Frau Dr. Riede weitere Informationen und Erfolgsberichte?

Gruß Werner R.