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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Maitake - Klapperschwamm. Schon mal jemand probiert?



Stefanie
25.09.2007, 20:48
Kann leider nix im Forum finden. Hatte nach den Enderlein Therapien geforscht und bin dabei zum Klapperschwamm gekommen. Klingt doch eigentlich sehr vielversprechend?

Hier ein Abdruck des Textes:

In Asien wird die gesundheitsfördernde Wirkung des Klapperschwamms schon seit Jahrhunderten geschätzt. Sein Name stammt angeblich daher, dass fündig gewordene Sammler wahre Freudentänze aufführten, weil ihre Entdeckung so wertvoll war. In Japan heißt er daher Maitake, was "tanzender Pilz" bedeutet. In der Mykotherapie (Pilzheilkunde) wird er hauptsächlich zur Behandlung von Diabetes und Tumorerkrankungen eingesetzt.
Der Klapperschwamm wächst hauptsächlich im Herbst an Eichen, Edelkastanien und Buchen in büschelförmigen Schwämmen mit graubraunen Hüten. Mittlerweile wird er auch auf Sägemehl kultiviert und ist pulverisiert in Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.
Diabetes: Blutzucker senkend
Zunehmende Bedeutung erlangt der Klapperschwamm bei der Behandlung von Diabetes. Besonders bei Diabetes-Typ II wird mit Hilfe des Pilzes die Sensitivität der Insulinrezeptoren erhöht, also die Fähigkeit des Körpers, Glukose zu erkennen wird verbessert. Außerdem kann dieser Pilz den Fettstoffwechsel und Bluthochdruck positiv beeinflussen. Dies ist für das Auftreten und den Verlauf der Erkrankung von großer Bedeutung.
Krebs: Tumor hemmend
Die medizinisch wirksamsten Substanzen des Klapperschwamms sind hauptsächlich Polysaccharide, denen eine hemmende Wirkung auf das Wachstum von Krebszellen nachgewiesen wurde. Dieser Effekt entsteht durch Förderung der zellulären Abwehr (Aktivierung von Makrophagen) . Begleitend zu einer Chemotherapie eingesetzt, können durch den Klapperschwamm die starken Nebenwirkungen verringert werden. Prophylaktisch schützt der Pilz gesunde Körperzellen vor Umweltgiften und Tumorerkrankungen.
Wohlbefinden: Gewicht reduzierend und Cholesterin senkend
Der Klapperschwamm wirkt auf natürliche Weise gegen Fettleibigkeit: Er reduziert die Einlagerung von Fett in die Leber und kann außerdem ein Ansteigen des Körpergewichts verhindern. Nach einigen Monaten regelmäßiger Therapie wird auch der Gesamtcholesterinspiegel gesenkt. Weiterhin weist er einen bemerkenswerten Gehalt an Ergosterol, der Vorstufe von Vitamin D auf. Vitamin D fördert die Kalziumaufnahme und kann dadurch helfen, Osteoporose und Rachitis vorzubeugen.

Stefanie

RuStra
27.09.2007, 11:07
Kann leider nix im Forum finden.

hallo Stefanie,

ich hatte mal eine Seite (http://www.promann-hamburg.de/Pilze.htm)gemacht, mit einem Text von Jürgen S zu Heilpilzen - lass uns das ausbauen !

Grüsse,
Rudolf

Heribert
27.09.2007, 13:16
Hallo Stefanie und Rudolf!

Wenn man sich mit den Fermentierungseigenschaften im Verdauungstrakt auseinandersetzt und die Inhaltsstoffe (Polysaccharide) dieser Pilze nutzbar machen will, sollte man sich zunächst mit seinem Blutbild beschäftigen.

Bei einer Verschiebung der Leukozyten, also bei verringertem, aber auch erhöhten Lymphozytenanteil (Normwert 25 - 45%) im Diff BB macht diese Auseinandersetzung nur Sinn, wenn der Anteil der T-Zellen und Makrophagen erniedrigt ist. Das ist aber nicht voraussetzbar obwohl es vielfach bei der Chemotherapie als gegeben dargestellt wird.

Bei einer wissenschaftlich nicht ausreichend nachgewiesenen, zudem noch nicht ganz preiswerten Methode der Nahrungsergänzung, würde ich deren Nutzung nur dann zustimmen, wenn der vorgenannte Aspekt berücksichtigt ist. Zudem finden im Verdauungstrakt der Ostasiaten ganz andere, durch die, vom Mitteleuropäer, sich unterscheidende Bakterienflora bestimmte Abläufe statt, die nicht eins zu eins auf uns übertragbar sind. Um es kurz zu sagen, diesbezügliche Erfolge der Japaner sind nicht ohne Weiteres auf Mitteleuropäer übertragbar.

Gruß, Heribert

RuStra
27.09.2007, 17:43
Bei einer Verschiebung der Leukozyten, also bei verringertem, aber auch erhöhten Lymphozytenanteil (Normwert 25 - 45%) im Diff BB macht diese Auseinandersetzung nur Sinn, wenn der Anteil der T-Zellen und Makrophagen erniedrigt ist. Das ist aber nicht voraussetzbar obwohl es vielfach bei der Chemotherapie als gegeben dargestellt wird.




Heribert, ich nix verstehen - wärest Du so nett und erläuterst das oben zitierte mal?

grüsse,
Rudolf

Heribert
28.09.2007, 21:17
Hallo Rudolf


Heribert, ich nix verstehen - wärest Du so nett und erläuterst das oben zitierte mal?

Ich möchte damit nur sagen, wenn genügend Lymphozyten über den Thymus als Fresszellen (T-Zellen oder T-Lymphozyten) gegen Antigen produzierende eigene Zellen vorhanden sind, ist die zusätzliche Einnahme von Polysacchariden über die Nahrung nutzlos und würde zu einer reinen Glaubensfrage degradiert.

Ergo muss vorher zumindest im Labor festgestellt werden, ob wirklich dieser Teil des Immunsystems Unterstützung braucht. Weiter bitte ich zu bedenken, die Produktion von T-Lymphozyten wird nicht durch jede Art von Chemotherapie reduziert. Solange die Chemo das Knochenmark und damit die Produktion der Lymphoblasten nicht beeinträchtigt, stehen T-Lymphozyten in ausreichender Menge zur Verfügung.
Anders herum, wenn die Chemotherapie das Knochenmark schädigt, werden nur wenig Lymphoblasten produziert. Dann können aber auch mit einer erhöhten Aufnahme von Polysacchariden nicht mehr T-Lymphozyten erzeugt werden, weil die aus Lymphoblasten entstehen.

Alle anderen Spurenelemente, die in den Extrakten der Pilze zu finden sind, nehmen wir in ausreichendem Maße mit unserer normalen Nahrung auf. Deshalb bezweifle ich generell ob aus Pilzextrakten in unserer Situation ein Nutzen gezogen werden kann.

Gruß Heribert