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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Buchtipp: ESSEN FAST WIE GEWOHNT



Jürgen M.
02.10.2007, 15:07
Ein herzliches "Servus" aus Bayern,

in der Zeitschrift BRÜCKENSCHLAG der Klinik für Tumorbiologie Freiburg - Ausgabe September 2007 bin ich auf einen interessanten Buchtipp gestossen:

Essen fast wie gewohnt

Leckere Rezepte und Ernährungstipps für Patienten mit Prostatakrebs

Autoren: Hans-Albert Stechl, Arwen Hodina, Ulrich Massing
erschienen im Sternwaldverlag, Freiburg 2007
105 Seiten
Euro 18,80
ISBN Nr. 978-3-9811708-1-8
www.sternwaldverlag.de (http://www.sternwaldverlag.de)

Ich habe mir das Buch soeben online bestellt und bin sehr gespannt...

Mahlzeit und schöne Grüsse

Jürgen M.

Klaus (A)
02.10.2007, 21:58
Ein herzliches "Servus" aus Bayern,

in der Zeitschrift BRÜCKENSCHLAG der Klinik für Tumorbiologie Freiburg - Ausgabe September 2007 bin ich auf einen interessanten Buchtipp gestossen:

Essen fast wie gewohnt

Leckere Rezepte und Ernährungstipps für Patienten mit Prostatakrebs

Autoren: Hans-Albert Stechl, Arwen Hodina, Ulrich Massing
erschienen im Sternwaldverlag, Freiburg 2007
105 Seiten
Euro 18,80
ISBN Nr. 978-3-9811708-1-8
www.sternwaldverlag.de (http://www.sternwaldverlag.de)

Ich habe mir das Buch soeben online bestellt und bin sehr gespannt...

Mahlzeit und schöne Grüsse

Jürgen M.


Hallo Jürgen,

heute erschien im Bonner Generalanzeiger ein Bericht mit dem Thema "Noch sind viele Studien erforderlich".
Hier wird berichtet über das Treffen von Forschern auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Einige Zitate:

Medienberichte über neue Erkenntnisse aus der Ernährungsforschung tragen oft mehr zur Verwirrung als zur Erhellung bei.

Häufig wird sich auf eine einzige, oftmals zweifelhafte Studie bezogen:
In Vitro (d.h. im Reagenzglas) -etwa mit Krebszellen- könne man viele Zusammenhänge belegen, die in Vivo (beim lebenden Menschen), deutlich geringer ausfallen.

Es sind noch viele weitere Studien erforderlich....

Im Vergleich zu den 90er Jahren werde heute der Einfluss des Obst- und Gemüsekonsums auf die Krebsvorbeugung geringer eingeschätzt...
In neueren Studien lässt sich bei Brust- und Prostatakrebs kein Zusammenhang feststellen.......

Wenn ich mir dann noch Snuffy Myers Aussagen ansehe:
Was ich NICHT empfehle:
- Curcumin
- Resveratrol
- Zyflamend
..........
dann kann ich nur feststellen: NOBODY KNOWS ANYTHING über Ernährung/Nahrungsergänzung bei PK !!!!

Klaus

Jürgen M.
03.10.2007, 00:12
Lieber Klaus,

leider ist mein soeben mit viel Mühe geschriebener Beitrag wegen Zeitüberschreitung von der Bildfläche verschwunden. Deshalb hier noch mal die Kurzform.

Da ich mich immer schon mit den Ernährungsgewohnheiten in den verschiedensten Kulturen beschäftigt habe bin durch meine eigene Krankheit noch mehr sensibilisiert auf das Thema.
Nach neuesten Berichten ist es wahrscheinlich, dass auch das Wachstum eines bestehenden PK durch die Ernährung beeinflusst werden kann. In Anbetracht der notwendigen medizinischen Therapien also eine Möglichkeit, durch Änderung seines Lebensstils selber zusätzlich Einfluss darauf zu nehmen um etwas „gegenzusteuern“. Das Problem scheint allerdings zu sein, wie Du bemerkt hast, dass es zu viele unterschiedliche Aussagen über Ernährung/Nahrungsergänzung im Sinne einer zunehmenden Informationsflut gibt. Auch die vielen Experten sind sich ja nicht immer einig. Ich denke gerade bei der Nahrungsergänzung werden durch unkontrollierte oder auch manchmal unwissende „Selbstverordnung“ viele Fehler gemacht nach dem Motto „viel hilft viel“- zur Freude der Hersteller dieser Produkte. Andereseits hört man z.B. von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung immer wieder, dass man mit einer gesunden Mischkost am besten fährt und eigentlich sonst gar nichts bräuchte. Vermutlich gilt immer noch die alte Weisheit, dass man in Maßen eigenlich alles geniessen kann. Wäre da nicht der PK mit seiner besonderen Problematik. In Anbetracht fehlender eindeutiger Richtlinien (oder habe ich da was übersehen? ) kocht somit jeder sein eigenes Süppchen, ob es letztlich was bringt sei dahingestellt. Ich jedenfalls freue ich mich auf das oben erwähnte Buch, zumal es durch das Team bestehend aus dem Ernährungswissenschaftler Arwen Hodina, dem Chemiker Prof. Dr. Ulrich Massing und dem kulinarischen Experten und Autoren Hans-Alber Stechl eine gewisse Qualität erahnen lässt. Schliesslich sollen neben umfangreichen wissenschaftlichen Erkenntnissen auch jede Menge leicht nachkochbarer und leckerer Rezepte geboten werden.

Schöne Grüsse
Jürgen M.

Anna/Berlin
10.11.2007, 19:45
Hallo Jürgen,

könntest Du mal ein Urteil über das Kochbuch abgeben und vielleicht die wichtigsten Empfehlungen zusammenfassen?

Mit herzlichen Grüßen

Anna

HorstK
10.11.2007, 21:48
Besonderheiten des „Kochbuchs gegen Prostatakrebs“

Das Buch basiert ausschließlich auf wissenschaftlich nachweisbaren, d.h. in der internationalen Fachliteratur publizierten Erkenntnissen.
Dieses Buch ist nach unserem Kenntnisstand das erste Ratgeberbuch bzw. Kochbuch, das sich speziell mit Ernährung und Prostatakrebs auseinandersetzt.
Bei der „Übersetzung“ der in der Fachliteratur vorhandenen Kenntnisse in dieses Ratgeber- und Kochbuch war es uns wichtig, den richtigen Ton zu treffen. Das Buch orientiert sich an der Situation von Patienten und ihren Angehörigen, die sich in der 2. Lebenshälfte befinden und die bezüglich ihrer Ernährung über lange Jahre „konditioniert“ wurden. Wir legen Wert darauf, dass nichts verboten wird, denn wir wollen kein Ernährungs-Dogma postulieren, unser Ziel ist es, die Ausgewogenheit beim Essen zu fördern und ein „schlechtes Gewissen“ zu vermeiden. Fleisch wird z.B. nicht verboten, es wird eher auf eine Reduktion oder eine Substitution hingearbeitet, bzw. auf die besser geeigneten Stücke (mager) oder Fleischarten (z.B. Hähnchen- statt Schweinefleisch) hingewiesen.
Die Rezepte sind sehr gut nachkochbar. Hier kommt der unvergleichliche und sympathische „Stechl-Stil“ zum Tragen, nichts ist dogmatisch dargestellt. Die Rezepte machen Mut und Lust, die Gerichte selbst zuzubereiten.
Sehr wichtig ist die Infobox am Ende eines jeden Rezeptes. Hier werden in kompakter und verständlicher Form noch einmal die Vor- und Nachteile des Gerichtes in Hinblick auf die Prostataerkrankung dargestellt. Dies dient insbesondere auch dem längerfristigen Lernen und wie die eigenen Rezepte „eigenhängig“ angepasst werden können.

Fazit

Die wissenschaftliche Literatur zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen bestimmten Lebensmittelinhaltsstoffen, dem Erkrankungsrisiko, aber auch dem Fortschreiten der Erkrankung. Dieses Wissen wollen wir mit dem neuen Buch für die Betroffenen, die meist über 60 sind, greifbar machen. Damit hoffen wir, einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität sowie – langfristig – einen Beitrag zur Verlängerung der Überlebenszeit zu leisten. Auch für die Prävention ist dieses Buch geeignet. Wir sind überzeugt, dass mit der Darstellung des hierfür notwendigen Wissens auf diese neue Art die höchste und andauernste Akzeptanz zu erreichen ist.

Hier steht noch mehr:
http://www.tumorbio.uni-freiburg.de/01_klinik/01_03_02_2007_okt1.html (http://www.tumorbio.uni-freiburg.de/01_klinik/01_03_02_2007_okt1.html)

Gruß, Horst

HorstK
10.11.2007, 22:47
BUCHTIPP:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/?sid=470729 (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/?sid=470729)

Anna/Berlin
11.11.2007, 16:30
Hallo Horst,

danke für Deine Mühe, doch die Infos hatte ich schon gefunden. Mir geht es um die konkreten Empfehlungen im Buch. Ich habe mich schon intensiv mit der Ernährung bei Prostatakrebs befasst und möchte gern wissen, ob im Buch ungewöhnliche Ideen vertreten werden, ob ich etwas Neues lernen kann. Ich kaufe ungern ein Buch, in dem ich nicht mal geblättert habe.

Mit herzlichen Grüßen

Anna

Heribert
11.11.2007, 17:11
Hallo Anna,
das Büchlein (gut 100 bebilderte Seiten) wurde mir von meiner Frau geschenkt, um mich von meinen ungesunden Essgewohnheiten abzubringen.

Es wird wirklich alles zusammen gefasst, was man sich unter gesunder Ernährung und Lebensweise vorstellen muss.
Da gibt es z.B. Tabellen über die Fischarten und ihr Verhältnis der Omega-3 - zu Omega-6 -Fettsäuren (EPA/AA) sowie die Aufzählung und Erklärung von gesunden aber auch ungesunden Zusatzstoffen und Vitaminen in Lebensmitteln. Im Speziellen wird auf wichtige Vitamine und Spurenelemente für Prostatakrebskranke eingegangen. Letztendlich gibt es eine Reihe von Rezepten, die aus den vorgenannten Erkenntnissen schöpfen.
Wenn dieses Büchlein der Baum der Erkenntnis für die künftige Ernährung sein soll, benötigt man viel Kraft und Durchsetzungsvermögen, da sonst eine so radikale Umstellung nicht zu schaffen ist.

Ich persönlich bin damit etwas - sehr - überfordert. Ich muss dazu aber auch eingestehen, mir geht es für eine solche Umstellung (noch) nicht dreckig genug. Wobei alles was es in "Essen fast wie gewohnt" zu lesen gibt, ist nachvollziehbar. Und was mir noch wichtig erscheint, der ganze Hokus Pokus, der vielen "alternativen Therapie- und Nahrungsergänzungsmethoden" sonst anhaftet, der fehlt hier!

Ich finde den Preis mit 18,80 € etwas hoch, wenn man allerdings weiß, wie teuer es ist eine kleine Stückzahl zu verlegen, ist es noch akzeptabel.

Euch Allen noch einen schönen Sonntag
Heribert

HansiB
11.11.2007, 18:56
Hallo Freunde,

mir hat ein Engel das Buch gebracht. Ist allen Neuen zu empfehlen. Mir ging es, Heribert dreckig genug, daß ich vor fast drei Jahren die Ernährung umstellte, oft belächelt, extremer als in dem netten Büchlein. Mir hat die Reduzierung nicht geschadet. Ich lebe noch, ist mir wichtiger, als die sog. Lebensqualität.

Gruß Hans

HansiB
24.11.2007, 15:37
Hallo Freunde der Ernährungsumstellung (es werden ja immer mehr, hoffe ich),

wir haben einiges Nachgekocht (ich weniger, habe nur besorgt), funktioniert nicht schlecht. Ein Linsengericht, nicht so gut wie früher, ein Natinalgericht im Ländle und das Pizzabrot, aus Fladenbrot und Tomaten vom Türken.

Gruß Hans

Anna/Berlin
24.11.2007, 16:48
Hallo Heribert, hallo Hans,

vielen Dank für Eure Hinweise. Inzwischen habe ich mir das Buch gekauft. Viel Neues habe ich daraus nicht erfahren, aber es war für mich eine gute Bestätigung, dass ich meinem Mann mit der Umstellung der Ernährung etwas Gutes tue. Wir sind noch etwas strenger, als im Buch gefordert. Es könnte günstig sein, auch auf den glykämischen Index der Nahrungsmittel zu achten, um den Insulinspiegel niedrig zu halten. Trotzdem schmeckt das Essen. Ich habe mir Anregungen bei der Küche anderer Länder geholt, vor allem der indischen und der italienischen. Ein Nebeneffekt: Wir haben beide Gewicht verloren und fühlen uns fitter als vorher. Weil ich immer sehr schlank war, muss ich sogar darauf achten, nicht noch mehr abzunehmen.

Mit herzlichen Grüßen

Anna