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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Qualitätsunterschiede bei Knochenbestrahlung?



Marcel19
03.10.2007, 12:05
Hallo,

hat jemand Erfahrungen zu "Qualitätsunterschieden" von Strahlentherapeuten?

Mein Vater (nach Hormontherapie steigt PSA wieder und jetzt bereiten ihm die Knochenmetastasen stärkere Schmerzen im Rücken) wird in 10 Tagen zwei Lendenwirbel bestrahlt bekommen, bei einem vom Onkologen empfohlenen Strahlentherapeuten in Neuss.

Auf meine Frage, ob man die Bestrahlung auch woanders machen könnte (z.B. bei einem Bestrahlungsspezialisten in Köln), sagte der Onkologe, dass er damit keine Probleme hätte, "sein" Arzt aber durchaus gut wäre.

Kann man bei der Bestrahlung soviel falsch machen, gibt es objektive Kriterien nach denen man sich richten kann? Ich hätte gegen den Arzt vom Onkologen prinzipiell nichts einzuwenden, möchte aber vorher sicher sein!

Mit der Bestrahlung haben wir von Anfang an gerechnet, bald wird wohl auch die erste Chemotherapie fällig.

Vielen Dank

Marcel

Harro
03.10.2007, 14:31
Bestrahlung von Metastasen

Hallo, Marcel, nach Deiner Schilderung ist schon geklärt, wo sich die Metastasen befinden. Nachdem Du von einem Onkologen, also einem Krebsspezialisten beraten wirst, was für Deinen Vater gut ist, sollte auch der Radio-Onkologe in dem empfohlenen Radiologischen Zentrum die richtige Einstellung auf die zu bestrahlenden Körperteile und die erforderliche Strahlendosis im Zusammenwirken mit den Strahlen-Physikern realisieren können. Die meist zur Anwendung kommende 3D-Bestrahlung wird mittlerweile fast überall beherrscht. Viel Glück und gutes Gelingen.

Gruß Hutschi

PeterP
11.10.2007, 00:10
Hallo Marcel,
man sollte sich den Gerätepark der Kliniken schon mal genauer ansehen, es werden vielfach noch alte Geräte verwendet. Ich kenne mich weder mit Neuss noch Köln aus, aber ich weiss, dass z.B. Mannheim sehr modern ausgestattet ist.
Nur ein Beispiel: Die Geräte der neuesten Generation bestrahlen im Umkreis aus 9 Positionen. Die etwas älteren aus 4. D.h. das umgebende Gewebe wird im einen Fall mit 1/4, im anderen nur mit 1/9 der Gesamtdosis belastet. Außerdem sollten die Geräte mit einem Lamellenkollimator ausgestattet sein, der aus jedem Bestrahlungswinkel das Profil exakt abbildet. Weiterhin kann bei modernen Anlagen vor der Bestrahlung jeweils noch eine Lagekorrektur per Ultraschall gemacht werden. Bei den neuesten Geräten ist direkt ein CT-Schirm mit angebaut.
PeterP