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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neue Werte! Und nun?



Stefanie
08.10.2007, 20:07
So, haben heute die neuesten Messergebnisse vom vorigen Freitag bekommen. PSA-Abfall von 200 auf 170. Testosteron erstmals gemessen bei - 0,9.

Was ratet ihr nun? Weiter abwarten, wie Casodex und Avodart anschlagen oder doch Privatklinik oder Chemo oder ...........???

Der Abfall ist zwar nicht sehr groß, aber es zeigt doch,dass noch Zellen reagieren?! Oder?

Liebe Grüße.
Stefanie

Urologe
08.10.2007, 20:55
Hallo Stefanie,

Testo 0.9 ist ungenügend, auf wenn der PSA reagiert, unter 0.2 sollte der Wert sein, deshalb sollte die Hormontherapie optimiert werden.

Gruss
fs

Stefanie
08.10.2007, 21:23
minus! 0,9

Helmut.2
08.10.2007, 22:21
Hallo, liebe Stefanie,


Testosteron erstmals gemessen bei - 0,9.
Das Minus vor der 0,9 soll heisen, daß der Wert unterschritten ist, da der Normalwert bei 3,5 - 8,6 ng/ml oder 12 - 30 nmol/l liegt

Was ist es jetzt 0,9 ng/ml oder 0,9 nmol/l?

Liebe Grüße
Helmut

Stefanie
09.10.2007, 06:34
Also, der Urologe sagte keine Einheit, war aber sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Er sagte, "Der Wert liegt mit -0.9 bereits im Minusbereich, d.h. weit unter der Norm. Besser gehts nicht". ??!!!

Hormonblockade optimieren?:

Casodex schreibt er wahrscheinlich immer noch nicht mehr auf. Advodart durch Proscar ersetzen? Oder ist genau das Advodart für den PSA-Abfall verantowrtlich?

Will jetzt nix falsch machen und die eingeschlagene "Richtung", nämlich den PSA Abfall vorantreiben.

Lb. Grüße.
Stefanie

Harro
09.10.2007, 08:11
Hormonblockade optimieren

Hallo,Stefanie, Eligard als Implantat wird doch sicher weiterhin implantiert? Dr. Fs hat auf den noch zu hohen Testo-Wert hingewiesen. Der ist in der Tat zu hoch und sollte wenigstens um die 0.1 angesiedelt sein. Ob Avodart oder Proscar macht kaum einen Unterschied. Hier sind lediglich unterschiedliche Halbzeitwerte zu beachten, die aber kaum auf die PSA-Entwicklung einen Einfluß haben. Nachdem zumindest in einigen europäischen Ländern offiziell wieder Cadodex 150 mg zugelassen ist, wird das in Kürze auch in Deutschland der Fall sein. Der Urologe sollte sich also nun nicht scheuen, auf 150 mg pro Tag zu erhöhen. Es gibt zwar einige Experten, die davon ausgehen, daß bei einer Hormonblockade mit LHRH-Analoga + Antiandrogen + Proscar oder Avodart 50 mg Casodex ausreichend wären, aber die 150 mg Casodex haben in jedem Falle eine bessere Wirkungsbreite. Ich wünsche Euch eine weitere günstige Entwicklung der Werte für PSA + Testosteron.

"Was Du beginnest, beginne klug und bedenke das Ende"
(Lateinisches Sprichwort)

Gruß Hutschi

Stefanie
09.10.2007, 08:17
Hallo Hutschi,

Eligard gibts als Spritze nicht Implantat. Bleibt also.

Der Uro sagte, dass der Testo unter 0 liegt!Ich denke schon, dass der im niedrigsten Bereich liegt. Frage aber am Donnerstag lieber nochmal nach. Haben da Besprechung beim Doc über weitere Vorgehensweise.

Werde ihm die 150

Stefanie
09.10.2007, 08:21
Hallo Hutschi,

Eligard gibts als Spritze nicht Implantat. Bleibt also.

Der Uro sagte, dass der Testo unter 0 liegt!Ich denke schon, dass der im niedrigsten Bereich liegt. Frage aber am Donnerstag lieber nochmal nach. Haben da Besprechung beim Doc über weitere Vorgehensweise.

Werde versuchen, ihm die 150 mg zu entlocken. Mal sehen.

Stefanie

Harro
09.10.2007, 08:29
Implantat=Spritze

Hallo, liebe Stefanie, es sieht zwar wie eine Spritze aus, ist aber ein Implantat. Um es mit dem Testo-Wert auf den Punkt zu bringen: Die Null besagt noch nicht, daß sich derTesto-Wert im Kastrationsbereich befindet und der wird angestrebt, d.h. also ein Wert beginnend ab 0.0 wäre wünschenswert.

Gruß Hutschi

Stefanie
09.10.2007, 08:36
Und den, denkst Du, können wir mit 150 mg Casodex erreichen?
Ich verstehe zwar immer noch nicht, warum minus 0,9 mehr als 0 ist, aber manchmal steht man eben auf dem Schlauch.

Chemo?

Stefanie

Harro
09.10.2007, 08:46
Reduzierung des Testo-Wertes

Hallo Stefanie, am Telefon wäre das sicher schneller abgehakt. Aber so steht es eben schwarz auf weiß, und wenn es nicht stimmt, ist es mein Verschulden. Also mit Casodex wirst Du den PSA-Wert weiter senken können. Für den Testo-Wert ist in erster Linie Eligard zuständig. Aber da könnte man ja auch auf Zoladex umschwenken, das vom selben Hersteller kommt wie Casodex.

Gruß Hutschi

Anonymous1
09.10.2007, 09:10
Und den, denkst Du, können wir mit 150 mg Casodex erreichen?
Ich verstehe zwar immer noch nicht, warum minus 0,9 mehr als 0 ist, aber manchmal steht man eben auf dem Schlauch.

Chemo?

Stefanie

Hallo Stefanie,

ruf doch einfach mal beim Urologen an und lass Dir den Laborwert für Testosteron nochmal sagen, aber mit Maßeinheit! Dann hätte das Rätselraten ein Ende.

Gruß Dieter

Stefanie
09.10.2007, 09:11
Danke erstmal, geh am Donnerstag auf jeden Fall wieder mit. Brauch eben immer nur sehr starke Argumente. Bin ja schon froh, dass der PSA gefallen ist, da der Vorschlag Casodex und Advodart nach Beratungen mit euch von mir stammten und der Uro sagte, dass wir es mal versuchen wollten. Wäre jetzt kein PSA-Abfall zu verzeichnen gewesen, wär das wahrscheinlich die Verabschiedung für Casodex und Advodart gewesen.

Stefanie

HansiB
09.10.2007, 18:29
Hallo Stefanie,

mit dem T haben die Uro/Onko ein Problem. Mein Onko misst immer das Testosteron frei pg/ml, bei mir <0,15 (5,6-19). Bei mir momentan T gesamt, was wir immer vergleichen < 0,02 ug/l (3 - 7).

Gruß Hans

RuStra
10.10.2007, 09:59
Und den, denkst Du, können wir mit 150 mg Casodex erreichen?
Ich verstehe zwar immer noch nicht, warum minus 0,9 mehr als 0 ist, aber manchmal steht man eben auf dem Schlauch.

Chemo?

Stefanie

Hallo Stefanie,
wie Helmut schon sagte: Wenn ein Laborwert ausserhalb des Norm-Bereichs liegt, wird da ein plus- oder ein minus-zeichen davor geschrieben. 0,9 ist eben unterhalb der testo-norm, also minus-zeichen.
was die dimension angeht, so können wir davon ausgehen, dass die SI-norm bis zu Euerem Urologen noch nicht vorgedrungen ist. an die SI-einheiten (http://www.chemie.fu-berlin.de/chemistry/general/si.html) sollten sich aber auch Ärzte, auch Uros, auch beim Testo-Messen, langsam halten. Hutschi hatte glaube ich schon mal auf die SI-Einheiten hingewiesen.

substanzmengen werden in Mol gemessen, nicht in Masse-Einheiten.
Also werden die 0,9 in ng/ml gemeint sein.
Und dann ist es so, wie Uro fs und die Kollegen schon bemerkt haben: Zu hoch, noch kein Kastrations-Bereich, der liegt erst unter 0,2.
Sollte jedon die dimension tatsächlich nmol/l sein, dann ist aber auch der Kastrationsbereich, der hier mit 0,7 angegeben wird, noch nicht erreicht. ausserdem hätte in diesem fall Euer Uro den ersten Pluspunkt, jedenfalls nach meiner zählung ...

wie auch immer: was Du ansonsten vom Uro erzählst, dass der zufrieden ist usw., das ist schrott. schönen gruss.
der HB-Therapie-Versuch läuft ja nun bei Deinem Papa schon ne Weile. Richtig durchschlagend ist er nicht. wenn der Uro schon auf HB setzt, dann sollte er es wenigstens mit den maximal anzunehmenden mitteln machen, also z.b. Casodex auf 150mg erhöhen. aber auch ausführlichere diagnostik machen, zu der nicht nur der Testo-Wert gehört. Auch DHT, LH und die Nebennierenhormone sollten gemessen werden. Schau Dir die Strum-Tabelle (http://www.promann-hamburg.de/HB.htm) auf meiner HB-seite an. ich schick sie dir auch noch mal per mail, kannste ausdrucken + dem uro morgen mitnehmen.

gleichwohl schönen mittwoch + gruss an Deinen Papa,
Rudolf

Helmut.2
10.10.2007, 12:38
Hallo Stefanie,


Ich verstehe zwar immer noch nicht, warum minus 0,9 mehr als 0 ist, aber manchmal steht man eben auf

Ich habe es doch oben schon erklärt! Denn die im Labor Wissen nicht in welcher Verfassung sich dein Vater befindet.

Wenn bestimmte Werte auf dem Laborblatt ausser der Norm liegen, dann werden sie entweder mit + oder - gekennzeichnet!

Im Falle deines Vaters ist dann eben ein - 0,9 ng/ml weil der Normalwert von Testosteron bei 3,5 - 8,6 ng/ml unterschritten ist!

Besser kann man es -glaube ich- nicht erklären und hoffe, daß es bei Dir Klick gemacht hat und ein Aha Effekt sich eingestellt hat.

Lieben Gruß, Helmut

Stefanie
10.10.2007, 15:32
Na klar habe ich das vom Prinzip her verstanden. Mir war nur unklar, weshalb der Arzt sagte, der Wert liegt damit unter null, tiefer gehts nicht.
Dann interpretiert er den Wert falsch. Er liest mir also nicht den Wert vor, sondern die Abweichung vom Normwert.
Ich lasse mir das morgen zeigen!

Jörg (O)
10.10.2007, 15:35
Hallo Stefanie,
das + und das - vor den Zahlen sind bereits eindeutig erklärt.
Es handelt sich bei diesen Ausdrucken um Computerausdrucke, die
wie erwähnt Abweichungen von den Normwerten nach oben und und
unten kennzeichnen. Das erkeichtert dem Arzt die Arbeit, denn nun braucht er nur nach den Zeichen + und - zu achten, um die Abweichungen
schnell zu erkennen.
Bedenke auch, dass hier etwas im Blut gemessen wird, dessen niedrigster
Wert eben nur 0 sein kann.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg (O)

Stefanie
10.10.2007, 17:14
Na mein ich doch. Ich hab nach dem Wert gefragt und er hat mir die Abweichung vorgelesen.

RalfDm
10.10.2007, 20:40
Ich hab nach dem Wert gefragt und er hat mir die Abweichung vorgelesen.
Hallo Stefanie,

auch nicht. Der Wert beträgt absolut 0,9 - Maßeinheit unklar. Er liegt damit unterhalb des Referenzbereichs, ist also - auf den Referenzbereich bezogen - zu niedrig (was aber in diesem Fall angestrebt wird), daher das Minuszeichen. Das sind zwei separate Aussagen: A) der Wert ist zu niedrig, nämlich b) 0,9 (ng/ml, nmol/l oder weiß der Kuckuck was).

Ralf

Helmut.2
10.10.2007, 21:08
Hallo Jörg,


Bedenke auch, dass hier etwas im Blut gemessen wird, dessen niedrigster
Wert eben nur 0 sein kann.


Jörg, Jörg, wie kann man denn so was loslassen? gemessen wird wohl gleich welche Werte aber 0 (Null)?

Wann kommt Ihr entlich zu Einsicht, daß es noch Zahlenwerte links von der 0 (NULL) gibt! Mögen sie nicht mehr messbar sein aber paar Moleküle werden noch vorhanden sein. Es gibt kein 0 (NULL) Werte!

Gruß, Helmut

Jörg (O)
10.10.2007, 22:56
Hallo Helmut.2,
es ist mir durchaus geläufig, das tatsächlich immer etwas gemessen wird und der Wert Null (O) reine Fiktion ist. Ich wollte Stefanie nur darauf hinweisen, das es in dem von ihr angesprochenen Fall kein Minusergebnis
geben kann.
Gruß Jörg (O)

PeterP
11.10.2007, 01:12
Hallo Stefanie,
es dürfte unwahrscheinlich sein, daß sich bei auch noch verbesserter HB ein Erfolg im PSA-Abfall einstellt. Falls es mit der körperlichen Verfassung Deines Vaters zu vereinbaren ist, sollte unbedingt bald eine Chemo eingeleitet werden. Die sogenannte Low-Dose-Chemo wäre dabei sicherlich für Deinen Vater besser als die Standardmethode, die eher wie ein Holzhammer wirkt.
Eine Alternative zur Chemo mit deutlich geringerer Belastung wäre eine Modifikation der Hormonblockade mit Nizoral (Ketokonazol) statt den Casodex (oder Flutamid) -Tabletten. Damit bestünde eine reelle Chance, die HB doch noch erfolgreich weiterführen zu können.
Du hattest doch auch schon über eine Therapie mit hochdosiertem Vitamin C nachgedacht?
Du schreibst im Profil von einem HB (Hämoglobin)= 8,3 ! Bei einer Maßeinheit mit nmol/... wär das noch ok, im anderen Fall aber viel zu wenig und müßte zuerst wieder in den Normalbereich gebracht werden.
Alles Gute für Deinen Vater
PeterP

Stefanie
11.10.2007, 12:16
Also, der Testowert ist 0,9 nmol/l.
Nach Aussage des Arztes damit im oder sehr nahe am Kastrationsbereich. Casodex soll sobald es als 150 mg Tablette wieder auf dem Markt ist, eingesetzt werden. Er geht davon aus, dass dies ab Nov. so sein wird.
Werd auch gleich mal recherchieren.

Körperliche und geistige Verfassung sind eigentlich bestens.

Gedanke: PSA-verlauf jetzt beobachten unter Casodex 50 mg, Avodart, Zometa und Eligard zusätzlich Vit. D3, Ca, Fischöl, Aloe Vera.
Ab November Casodex 150 mg.

???????????????

Chemo haben wir zu diesem Zeitpunkt Bedenken, da die Parkinson zusätzlich da ist und körperliche Verfassung im Moment sehr gut ist, d.h. z.Zeit die Möglichkeit des Lebens ohne Beschwerden besteht.

Bis bald.
Stefanie

Stefanie
11.10.2007, 12:27
Eine Alternative zur Chemo mit deutlich geringerer Belastung wäre eine Modifikation der Hormonblockade mit Nizoral (Ketokonazol) statt den Casodex (oder Flutamid) -Tabletten. Damit bestünde eine reelle Chance, die HB doch noch erfolgreich weiterführen zu können....


..... wir haben doch gerade erst 4 Wochen auf Casodex gewechselt und der PSA fällt wieder.
Wieso sollten wir da nun gleich wieder umschwenken?
Ich denke, wir beobachten den PSA verlauf unter Casodex und überdenken erneut, wenn PSA wieder steigt?!

Harro
11.10.2007, 13:54
Klare Entscheidung

Hallo, Stefanie, gut so, daß Ihr jetzt erst einmal bei der getroffenen Absprache bleibt. Das hört sich alles recht plausibel an, und ich bin überzeugt, Ihr werdet eine ganze Weile erfolgreich mit dieser Therapie sein.

"Wer immer die Wahrheit sagt, wird kein Gedächtniskünstler"
(Joachim Ringelnatz)

Gruß Hutschi

Stefanie
11.10.2007, 15:50
28.09.2007
Lokal fortgeschrittenes Prostatakarzinom: Zulassung für Bicalutamid 150 mg (Monotherapie)
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat als zuständige Behörde am vergangenen Freitag, 21. September 2007 Bicalutamid150 mg (Wirkstoff: Bicalutamid) die Zulassung zur Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs und hohem Progressionsrisiko - entweder als alleinige Therapie oder adjuvant nach radikaler Prostatektomie oder Strahlentherapie - in Deutschland erteilt. Der Entscheidung ging eine Revision durch die europäische Zulassungsbehörde EMEA voraus1.
Ab dem 15. Oktober 2007 können Bicalutamid (Casodex®) 150 mg Filmtabletten zur Monotherapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms verordnet werden.

Spätestens seit der Vorstellung der 7,4-Jahresdaten des "Early Prostate Cancer" (EPC) Programms im Rahmen der "European Cancer Conference 2005" (ECCO) war der Stellenwert der Bicalutamid-Therapie beim frühen Prostatakarzinom gefestigt und präzisiert: Bei Männern mit lokal fortgeschrittenem Karzinom wurde durch das nichtsteroidale Antiandrogen eine Senkung des Progressionsrisikos erreicht: Die alleinige Therapie senkte das Risiko einer klinischen Progression (z.B. durch bildgebende Verfahren nachgewiesene Metastasierung oder Tumorausbreitung) um 40%. Die adjuvante Therapie im Anschluss an eine radikale Prostatektomie oder Strahlentherapie senkte das Risiko eines klinischen Rezidivs um 25 bzw. 44%2. Im Anschluss an eine Strahlentherapie zeigte sich darüber hinaus bereits ein Überlebensvorteil, das Sterberisiko wurde um 35% gesenkt3. An den Studien nahmen insgesamt mehr als 8.000 Patienten teil.

Obwohl diese Daten bereits auf dem europäischen Krebskongress ECCO im Jahr 2005 vorgestellt worden waren, lag bisher in Deutschland - anders als in den meisten europäischen Ländern - keine Zulassung für Casodex® 150 mg vor. Casodex® war hierzulande lediglich erst bei fortgeschrittener Erkrankung in Kombination mit Maßnahmen zur Testosteronsuppression ("Maximale Androgenblockade") in geringerer Dosierung (50 mg) zugelassen.

Die neue Zulassung bietet Therapeuten und Patienten nicht nur eine effektive, sondern auch eine verträgliche Therapie: Im Vergleich zu einer LHRH-Analogon-Behandlung werden kastrationsbedingte Nebenwirkungen vermieden. So bleiben Muskelmasse und Knochendichte4,5 sowie weitgehend auch Libido und sexuelle Potenz erhalten6,7.

Literatur:
1. EMEA Press Release 21-24 May 2007
2. D.G. McLeod et al., BJU INT 97:247-54, 2006.
3. W.A. See et al., J Cancer Res Clin Oncol 132 (Suppl. 1): S 7-16, 2006
4. P.R. Sieber et al., J. Urol. 171: 2272-6. 2004
5. M.R. Smith et al., J. Clin. Oncol 22: 2546-2553, 2004
6. P. Iversen, Eur. Urol. 36 (Suppl. 2): 20-6, 1999
7. P. Iversen et al., Eur. Urol Suppl. 1: 26-32, 2002
Quelle: AstraZeneca GmbH

Oh gerade gefunden!
Also doch nicht 1.11., sondern 15.10.

PeterP
13.10.2007, 01:40
Hallo Stefanie,
laut Profil nimmt Dei Vater seit 8.7.07 die 50mg-Casodex. Ich war daher von 3 Monaten Einnahme ausgegangen.
Nachdem er in 3 Monaten unter Flutamid einen Abfall von 162 auf 94 hatte habt Ihr das Flutamid wieder abgesetzt (wieso um Himmels willen?). Daraufhin ist in weiteren 3 Monaten der PSA auf 200 hochgegangen (Messung 8.07)
Demnach wäre der PSA unter Casodex 50mg in 3 Monaten nur von 200 auf 170 herunter, was auch unter der schwächeren Casodex-Dosis völlig unbefriedigend wäre.
Wenn Zahlendreher im Spiel sind, sieht die Sache natürlich anders aus und man muß jetzt die Reaktion auf die 150mg-Tablette abwarten.
Das Warten auf die 150er Tablette war natürlich eine faule Ausrede vom Arzt - man hat mit 3 x 50mg die selbe Wirkung. Unsere DHB-ler mussten auch in diesen sauren Apfel beißen.
Die Zulassung der 150mg-Tablette, die Du in Deinem letzten Beitrag beschreibst, gilt wohlgemerkt wieder nur für die Monotherapie mit Casodex. Dein Vater braucht aber eine maximale Hormonblockade.
Wurde eigentlich die Eligard-Spritze über die ganze Zeit beibehalten oder wurde die auch wieder abgesetzt? Für eine optimale HB muß die Spritze auf jeden Fall mit dabei sein.
Viele Grüße
Peter

Stefanie
13.10.2007, 09:32
Hallo Peter,

das Flutamid haben wir natürlich nicht selbst abgesetzt, sondern der Arzt hat es nicht weiter verschrieben. Er hat es in den 3 Monaten zwischendurch immer mal wieder abgesetzt und wieder verschrieben. Keine Ahnung warum.

Das Casodex 50 mg nimmt er erst seit 1 Monat. Dem Arzt geht es um die Verordnungsfähigkeit von 150 mg, egal ob als 1 Tablette oder 3x50 mg.
Meinem Papa würde es nichts ausmachen 3 Stück einzunehmen. auf eigene Faust ist dies nicht möglich, da der Uro die Tablette nur so viel aufschreibt, wie bis zum nächsten Besuch gebraucht werden.

Eligart wird fortlaufend gespritzt.

Stefanie

PeterP
15.10.2007, 01:48
Hallo Stefanie,
mir scheint, da wurde von Eurem Uro ein gewaltiger Blödsinn verzapft. Es hätte kein Grund bestanden, das Flutamid abzusetzen, höchstens Unverträglichkeit. Flutamid ist erheblich billiger als Casodex und hatte damals ausgezeichnet gewirkt.
Der PSA-Wert muß jetzt genau beobachtet werden, alle 3-4 Wochen messen. Wenn jetzt kein starker Abfall mehr stattfindet, muß die Therapie geändert oder mit Chemo ergänzt werden.
Gruß Peter

Stefanie
15.10.2007, 10:46
Hallo Peter,

wir hatten das auch nicht so recht verstanden, aber was soll man machen, außer nachfragen. Er meinte damals, Flutamid nur einleitend, danach Spritze und später Zometa. Der PSA fiel unter Flutamid ab und stieg dann beim erneuten Einsetzen damit.
Ich tendiere jetzt zur höheren Dosis Casodex und bin gerade dabei den Auftrag für diese TKTL1 Untersuchung fertig zu machen. Mein Vati ernährt sich seit Casodex auch sehr Zucker- und Kohlenhydratarm. Vielleicht hilft dies unterstützend.
Der PSA wird regelmäßig alle 4 Wochen kontrolliert. Da ist er gewissenhaft.

Wir hoffen, der Abfall geht weiter.

Lieben Gruß
Stefanie

Stefanie
02.11.2007, 19:24
Heute trotz Blutziehens keine PSA-messung. Stattdessen ein Blutbild zur Leberwertkontrolle u.ä.
Casodex 150mg haben wir als Rezept erhalten. Allerdings sollen wir Advodart jetzt auslaufen lassen. Haben noch Vorrat für 3 Wochen. Dann soll auch die nächste PSA-messung sein.

Keine Ahnung also, wie sich der Wert jetzt unter dieser Konstellation verändert hat und wenn wir es dann wissen, haben wir ja schon keine Advodart mehr.

Wahrscheinlich sollten wir uns gleich um ein Privatrezept bemühen. Wie und wo waren hierfür die günstigten Anbieter?

Viele Grüße.
Stefanie

Stefanie
26.11.2007, 18:19
So, heute gab es einen neuen PSA Wert. Leider nach oben auf 260. Wieso fällt er unter Therapieänderung kurzzeitig, um dann sofort wieder anzusteigen?????

Die TKTL1 Untersuchung zeigte ja 40 % positiv- Ernährungsumstellung erfolgte!

Abfall des PSA von 200 auf 160 nach Casodex und Avodart.

Jetzt erneuter Anstieg auf 260??

Irgendwie ergibt das doch alles wenig Sinn???

Hat jemand einen Einfall??


Danke, Stefanie.

HansiB
26.11.2007, 18:54
Hallo Stefanie,

wer empfiehlt euch Antiandrogen nehmen, wieder absetzen, wieder nehmen u.s.w. 5 alpha.Red. nehmen absetzen, nehmen. Umstellung auf Casodex, nach so kurzer Zeit. Wie kann man da irgend eine vernünftige Entwicklung nachvollziehen. Wenn ich das so sehe, ist die HB nicht erfolgreich, vorsichtig ausgedrückt. Mit Ernährungsumstellung nach irgend einem "System" ist es nicht getan. Mit der DNA Aussage wäre ich nicht einverstanden, ich würde da unbedingt nachhaken.

Viel Erfolg, Hans

Stefanie
26.11.2007, 19:05
Ich habe bereits bei Dr. Böcking wegen einer neuen DNA Zytometrie nachgefragt.
Er drückte sich zwar so aus , dass diese auch aus wenig Material möglich wäre, aber womöglich keine wesentliche Therapieänderung zur Folge hätte.
"Vielen Dank für Ihre Email vom 15.11. wegen Ihres Vaters.

Eine DNA-Zytometrie könnten wir schon auch an kleinen Stanzbiopsien aus der Prostata Ihres Vaters durchführen, auch wenn darin nur noch wenig Gewebe vorhanden ist. Letztlich sollten wir das aber hier selbst entscheiden, ob es noch für die Zytometrie reicht.

Ich glaube aber nicht, dass angesichts der Krankengeschichte, die Sie mir schilderten, das Ergebnis einer DNA-Zytometrie einen Einfluss auf die Behandlung Ihres Vaters hätte. Die Gabe von Antiandrogenen oder Hormonen ist jetzt schon gerechtfertigt, sofern der PSA-Wert im Blut darunter eine Senkung erfährt.

Mit freundlichen Grüßen

A. Böcking"

Das Absetzen von Flutamid und das Wiedereinsetzen erfolgte auf Rat des Arztes (bzw. hat er es zwischendurch nicht aufgeschrieben).
Avodart sei nicht notwendig und würde den Organismus unnötig belasten.
Auf Privatrezept erhalten wir es weiter. (Einnahme wurde nicht unterbrochen)

Das jetzige Programm erfolgte auf unser Drängen,es mit einer dreifachen Hormonblockade zu versuchen, anscheinend ohne Erfolg.

????

Kann es sein, dass diese doch noch greift? Ist ein anfänglicher Anstieg normal? Wahrscheinlich nicht!

Stefanie

HansiB
26.11.2007, 19:23
Hallo Stefanie,

schau dir meine PKG an, ein PSA-Anstieg bei mir gab es nur, wenn ein Teil der 3 HB (Antiandrogen) umdrehte und den PK nährte. Ich habe dann etwas zu spät reagiert, irgenwie verlässt man sich am Anfang auf den Uro und hat im Ohr, so stark wie möglich bekämpfen, das ist bei mir vorbei. Das muss natürlich nicht immer so sein. Macht die DNA Z, gerade wenn es nicht so gut läuft. Die Spezialisten werden sie dir deuten und helfen.

Gruß Hans

Stefanie
26.11.2007, 19:32
Hans, ich kenne Deine PKG schon fast auswendig. Leider sprach bei uns der PSA nie so gut wie bei dir auf irgendwelche Medikamente an.

Werde die erneute DNA Zytometrie vielleicht gleich in Leipzig veranlassen, da dort die restlichen Stanzen lagern und so der Weg am einfachsten ist.

Sehr ruhig heute hier im Forum!? Alle geschafft vom Wochenende?

Lb. Grüße.
Stefanie

HansiB
27.11.2007, 08:10
Hallo Stefanie,

alles Material zu Bonkhoff, wie soll sonst eine DNA aussagekräftig sein, mit reduziertem Material.

Gruß Hans

knut.krueger
27.11.2007, 08:51
Hallo,

Ich möchte nur darauf hinweisen, dass Prof. Bonkhoff keine DNA macht. Deshalb bleibt Prof. Böcking die erste Wahl.

Gruß Knut.

Stefanie
27.11.2007, 09:20
Dr.F.E. hat mir auf meine email jetzt auch empfohlen, mich an Dr. Bonkhoff zu wenden und dort gewisse Marker abnehmen zu lassen, um die weitere Therapie genau zu planen.

Werde mich gleich dorthin wenden und anfragen, was benötigt wird.

Habe auch gleich einige Empfehlungen bekommen, wie eine weitere Therapie aussehen könnte.
Na dann mal weiter im Programm.

Lb. Grüße.
Stefanie

HansiB
27.11.2007, 15:03
Hallo Knut,

ich habe natürlich für die DNA Prof. Böcking gemeint, die lange HB wirkt sich da aus.

Gruß Hans

Stefanie
27.11.2007, 18:42
Meint ihr eine DNA aus den alten Stanzen ist aussagekräftig?

Werde die erst mal bei Dr. Böcking in Auftrag geben.
Dann werde ich mich an Dr.Bonkhoff wenden und fragen, welche weiteren Marker abgenommen werden können und sinnvoll für eine Therapieentscheidung sind.

Die körperliche Verfassung ist immer noch gut.
Er empfindet nur manchmal ein leichtes Stechen in der Brustgegend. aber nur links, ohne Ausstrahlen in den Arm. Ich nehme an, es kommt von der Wirbelsäule, will aber, dass er zur Abklärung ein EKG machen läßt.

Vielleicht ist das auch eine Nebenwirkung auf die hohe Casodexdosis?

Wer hat ähnliche Nebenwirkungen?


Stefanie

knut.krueger
27.11.2007, 19:44
Hallo Stefanie,

Die Untersuchungen bei Prof. Bonkhof sind teuer. Wenn dies von Eure Kasse übernommen wird, dann könnt Ihr die speziellen Marker bestimmen lassen. Ansonsten ist die DNA genau so aussagefähig bzw. meiner Meinung nach aussagefähiger und kostet nur ein Drittel.

Gruß Knut.

Stefanie
27.11.2007, 20:01
Hallo Knut,

habe mich bis jetzt noch garnicht um die Preise gekümmert. Wollte gerade erst mal rausfinden, was das für Marker genau sind und wie man die bestimmt. Dr. Eichhorn rät auch zu einer Chemosensitivitätstestung. Ich hatte schon mal einen eigenen Thread eröffnet, weil ich dachte,in Jena macht man das auf Überweisung als Kassenleistung. habe allerdings keine Antworten erhalten.

Drucke hier mal die allgemeine Empfehlung von Dr. Eichhorn ab:

"Vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich fürchte Ihr Vater leidet unter einem jetzt androgen-unabhängigen, metastasierenden Prostatakarzinom. Diese sehr agressive Variante des Prostatakarzinoms ist nicht einfach zu behandeln. Wir gehen folgendemaßen vor:


Bestimmung von Markern am Prostatagewebe. Es muß ja noch Prostatagewebe von der Biopsie vorhanden sein. ........ Das Markerprofil kann die Auswahl der in Frage kommenden Medikamente erleichtern.
<LI class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; COLOR: black; mso-list: l0 level1 lfo1; tab-stops: list 36.0pt"><O:p</O:p Vielleicht wäre auch eine Chemosensitivitäts – Testung sinnvoll. Dazu müsste Blut abgenommen werden. Man kann dann aus dem Blut Tumorzellen isolieren und im Labor feststellen welche Medikamente wirken und welche nicht. <LI class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-list: l0 level1 lfo1; tab-stops: list 36.0pt">Zur Therapie: wir verwenden sehr häufig Estradurin – ein Östrogenpräparat, evtl. in Kombination mit Somatuline, Ketokonazol und Triamcinolon. Aber auch Taxotere low dose in Kombination mit hochdosiert Rocaltrol.
Leukine ( = GM-CSF ): diese Präparat verwenden wir zur Stimulation der dendritischen Zellen - sozusagen als Ersatz für die leider immer noch nicht zur Verfügung stehende Impftherapie.Bitte haben Sie Verständnis dafür dass ich Ihnen auf diesem Wege nur sehr grob unsere Vorgehensweise schildern kann. Beide Aspekte, Bestimmung des Stautus und Entwurf eines Behandlungsplanes sind in der Regel Gegenstand eines 1-3 – stündigen Beratungsgespräches.

Alles Gute und viel Glück !




Viele neue Wege und neue Ansätze.
Doch was bringt jetzt wirklich was. Vielleicht sollten wir doch erstmal die bestehende Hormonblockade bis zum nächsten Wert so lassen, ohne was zu ändern und wenn doch wieder ein Anstieg zu verzeichenen ist, einen neuen Weg beschreiten.

Die DNA-Untersuchung kann ich ja parallel dazu beauftragen.

Viele Grüße.
Stefanie

knut.krueger
27.11.2007, 21:26
Hallo Stefanie,

Die Ausführungen von Herrn Dr. Eichhorn haben sicher Ihre Berechtigung. Die Markeruntersuchung bei Prof. Bonkhoff wird wohl die folgenden Marker betreffen:

Chromogranin A
Bcl2
P53
HER2/neu

Ich habe diese auch bei Prof. Bonkhoff machen lassen und bei mir waren die Ergebnisse alle negativ. Aufgrund meiner DNA mit einer leichten peritetraploiden Verteilung war dies auch nicht anders zu erwarten und somit über 800,- Euro fehl investiert. Aber zum damaligen Zeitpunkt hatte ich noch nicht mein heutiges Wissen und somit Lehrgeld bezahlt.
Die DNA bringt Euch die gleichen Erkenntnisse, und wie ich bereits in einem anderen Thread von Dir vor zwei Wochen! geschrieben habe zusätzlich die Gewissheit, ob wirklich die von Dr. Eichhorn befürchtete aggressive Variante des Prostatakarzinoms vorliegt, oder vielleicht doch andere Ursachen für den hohen PSA-Wert vorliegen.
Deshalb beschleunige die DNA-Bestimmung bei Prof. Böcking, um endlich Gewissheit zu haben und eine angemessene Therapie einzuleiten. Was Ihr zurzeit macht, ist ein konzeptloses Herumprobieren.
Die DNA ist nicht eine Marotte von HansiB und mir sowie ein paar Anderen im Forum, sondern auch namhafte Ärzte und Wissenschaftler weisen auf die Vorteile und Aussagefähigkeit der DNA hin, wie erst kürzlich Dieter a. Husum und ich im Forum dargelegt haben gemäß den nachfolgenden Beiträgen

http://forum.prostatakrebs-bps.de/showpost.php?p=18622&postcount=181 (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showpost.php?p=18622&postcount=181)

http://forum.prostatakrebs-bps.de/showpost.php?p=18620&postcount=180 (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showpost.php?p=18620&postcount=180)

Sobald Du die Ergebnisse von Prof. Böcking vorliegen hast, scanne diese und schicke mir die Unterlagen per E-Mail knut.krueger@web.de (knut.krueger@web.de), und ich werde diese dann ins Forum stellen, um möglichst viele Vorschläge für die weitere Vorgehensweise bei Deinem Vater zu erhalten.

Gruß Knut.

Stefanie
28.11.2007, 07:06
Gutne Morgen Knut,

habe den Auftrag an Leipzig, das Material zu Prof. Böcking zu senden, noch gestern abend erledigt.

Wie Du weißt, habe ich euren Rat mit der DNA befolgt. Wahrscheinlich hat Leipzig aber nur eine Stanze nach Frankfurt gesendet und dies hat nur für die TKTL1 Untersuchung ausgereicht. Da das Material dort wegen dieser Untersuchung schon vorlag, dachte ich, es würde am schnellsten gehen, dies gleich in einem Zuge zu erledigen. Leider fehlgedacht, da ja letztendlich kein Befund dabei herauskam. Der Prof. meinte nur am Telefon, dass das was er gesehen hat, schon sehr differenziert war. Das schlechte Ansprehen auf die Hormonblockade spricht ja eigentlich auch dafür.
Habe Prof. Böcking ebenfalls nochmals eine email übersandt und ihn auf das Eintreffen unseres Auftrages vorbereitet.

Morgen ist der nächste Besprechungstermin beim Uro. Was solten wir tun? Die dreifache Hormonblockade mit Casodex 150, Avodart, Eligart vorerst beibehalten oder doch mal einen Wechsel Casodex Nizoral versuchen?

Ich weiß, schon wieder versuchen!? Aber wir wollen auch keine Zeit verlieren.Die DNA dauert ja nun sicher wieder 2-4 Wochen.

Viele Grüße.
Stefanie

RuStra
28.11.2007, 09:10
... DNA-Bestimmung bei Prof. Böcking, um endlich Gewissheit zu haben und eine angemessene Therapie einzuleiten. Was Ihr zurzeit macht, ist ein konzeptloses Herumprobieren.

Die DNA ist nicht eine Marotte von HansiB und mir sowie ein paar Anderen im Forum ...



Hallo Knut,
hallo Stefanie:

Was, lieber Knut, ist denn in der Situation von Stefanies Papa, eine "angemessene Therapie"?
Diejenige, die aus der "Gewissheit" folgt, die die DNA-Bestimmung bringt? Und die wäre ??

Nein, die DNA-Zytometrie / Ploidie-Bestimmung als Methode (vor allem zu Anfang einzusetzen) ist keine Marotte, aber die Überbewertung, die Du und andere hier immer wieder zum Ausdruck bringen, hinsichtlich der therapeutischen Konsequenzen, schon.

Dass Stefanies Papa einen aggressiven PK hat, ist seit Anfang an klar. Die Ko-Morbidität Parkinson macht die Sache nicht einfacher.

Dass schon ein erheblicher Teil der Tumormasse entdifferenziert sein Archea-Teilungsprogramm abspult, darin gefangen ist, ist offensichtlich. Die Frage ist, welche Hilfe kann Stefanie in der Umgebung ihres Papas, vielleicht auch mit unserer Hilfe hier im Forum, organisieren?

Nach Lage der Dinge gibt es umfassend einen solch fortgeschrittenes PK bearbeitende Therapeuten in der Gegend nicht. Auch sonst -das wissen wir nun wirklich aus leidvoller Erfahrung- können wir bundesweit auf nicht allzuviel verweisen.
Natürlich kann ein Versuch, die HB mit Hilfe des behandelnden Urologen zu ändern, gemacht werden, vielleicht bringt die Blockade der Nebennieren was.

Aber die gesamte erforderliche Therapie-Breite ist m.A. nach nach wie vor zu gering, sie muss und kann durch eigene Anstrengungen erweitert werden:
Wenn schon TKTL1-Ernährung, warum nicht in diese Richtung weitermachen? Wenn schon Zometa, warum nicht die Knochen-Rezeptur von Dr.Strum übernehmen, den Strontium-Anteil sogar noch erhöhen? Wenn schon anti-inflammatorisches Vorgehen, auch wegen Parkinson, warum nicht die Darm-Probleme, die evtl. wg. des Fischöls entstanden sind, umgehen durch die Einnahme von Krillöl. So oder so sollte die Dosis von EPA/DHA bzw. der entsprechenden Phospholipide viel viel höher sein als im Moment. Und wenn von einer nicht unerhblichen Krebs-Masse, auch schon in den Knochen, ausgegangen werden muss, und wir wissen, dass die zu einem erklecklichen Anteil linksdrehende Milchsäure ins Gewebe kippen wird, warum nicht diesen Doppelschlag gegen die pH-mässigen Grundlagen des Tumor-Stoffwechsels einsetzen - Entsäuerung des Gewebes und Entalkalisierung der Tumore? Mit hochdosiertem Einsatz rechtsdrehender Milchsäure einerseits und Genistein andererseits?

Die Frage ist doch, welches Konzept von dem, was passiert, habe ich überhaupt? Wie sollen einigermassen Hoffnungsschimmer generierende Therapie-Ideen entstehen, wenn nicht aus einer plausiblen Erklärung der physiologischen Abläufe, die zu beobachten bzw. zu erleben sind?

grüsse,
Rudolf

Stefanie
28.11.2007, 10:17
Hallo Rudolf,

natürlich machen wir die TKTL1-Ernährung weiter. Wir setzen die Laktatdrinks zur Gewebeentsäuerung ein.

Ich weiß, es gab schon viele Threads wegen Krillöl. Aber was ist nun wirklich besser? Was kostets?Wieviel nimmt man ein?

Stefanie

christinew
28.11.2007, 17:03
Hallo, Stefanie, ich weiß nicht, ob ich Euch weiter helfen kann, zur Entsäuerung und Darmsanierung und Immunaufbau hat mein Mann ein sehr aufwendiges etwa 9 Monate andauerndes Programm begonnen. Dazu haben wir Krillöl aus der Schweiz besorgt, davon nimmt mein Mann täglich 4 Kapseln, er fühlt sich momentan top, der nächste PSA Test ist im Januar, dann wissen wir mehr, wenn Du mehr wissen möchtest, maile mich an. Gruß Christine

HansiB
28.11.2007, 17:23
Hallo Freunde,

auch ich fühle mich Sauwohl. Ich entsäure über ein Entsäuerungsbad, (von alt. Krebsfrauen empfohlen und besorgt, Vollbad auch über die Haare, sofern vorhanden, bei mir noch üppig (mind. 1 Stdt.), wenn nichtbgeht es auch. Über so Kleinigkeiten wie Gemüsebrühe vom Reformhaus und ganz wichtig für mich, 2 x / Tag Basentrunk, von der Ernährung ganz abgesehen.
Viel Erfolg, Hans

knut.krueger
28.11.2007, 21:07
Hallo Rudolf,
Für mich war heute Reisetag, und deshalb komme ich jetzt erst dazu, Stellung zu nehmen.
Wenn für Dich die Sache so eindeutig ist, dann mache doch für Stefanie einen klaren Plan, wie sie vorgehen soll. Es war meiner Meinung nach nicht zu übersehen, dass sie mehrfach um Hilfe nachgesucht hat. Es ist sicherlich nicht ausreichend, nur salopp diverse Anregungen aus Deinem umfangreichen Repertoire zu präsentieren, sondern Stefanie braucht eine handfeste Anleitung, wie die nächsten Schritte aussehen sollen.
Im Übrigen bin ich bezüglich DNA nicht Deiner Meinung, und wenn Du Dir das Statistikmaterial von LudwigS über die Zusammenhänge von GS und DNA ansiehst, dann gibt es auch noch bei GS 8 im einstelligen Prozentsatz peridiploide Verteilungen. Deshalb bringt die DNA- und natürlich auch die Bestimmung der von mir angegebenen Marker bei Prof. Bonkhoff- erst die Gewissheit, wie aggressiv der PK ist, und deshalb würde ich die DNA-Bestimmung machen lassen.
Ansonsten, lieber Rudolf, empfehle ich Dir, wenn Du aus den angegebenen Daten intuitiv gleich die Aggressivität des Krebses bestimmen kannst, diese außergewöhnliche Begabung auch einzusetzen. Die Nachfrage dürfte groß sein.

Gruß Knut.
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Carola-Elke
28.11.2007, 22:57
Hallo Stephanie,

im Profil Deines Vaters steht:

Leberfleckentnahme Hautärztin September 07 - bösartig


Darf ich fragen: Wie sieht hierbei das Staging aus?
Könnten ein Teil der Probleme nicht aus dieser neuen Diagnose resultieren?

So wie ich die Stellungnahme von Herrn Prof. Böcking selbst vom 26.11. verstehe,

"Vielen Dank für Ihre Email vom 15.11. wegen Ihres Vaters.

Eine DNA-Zytometrie könnten wir schon auch an kleinen Stanzbiopsien aus der Prostata Ihres Vaters durchführen, auch wenn darin nur noch wenig Gewebe vorhanden ist. Letztlich sollten wir das aber hier selbst entscheiden, ob es noch für die Zytometrie reicht.

Ich glaube aber nicht, dass angesichts der Krankengeschichte, die Sie mir schilderten, das Ergebnis einer DNA-Zytometrie einen Einfluss auf die Behandlung Ihres Vaters hätte. Die Gabe von Antiandrogenen oder Hormonen ist jetzt schon gerechtfertigt, sofern der PSA-Wert im Blut darunter eine Senkung erfährt.
Mit freundlichen Grüßen

A. Böcking"

steht sie doch in einem gewissen Widerspruch zu der vorgestrigen Therapieempfehlung von Dr.F.E., der bereits von einer Androgenresistenz ausgeht und eine weiterführende Therapie vorschlägt.
Sicherlich kam inzwischen die Erhöhung des PSAs dazu, so dass sich im Ergebnis die Aussagen beider Fachärzte zeitlich überschnitten.

Mir scheint, dass man möglichst schnell eine fundiertere Therapie einleiten sollte.

Alles Gute Dir und Deinem Vater,

wünscht Carola-Elke

Carola-Elke
29.11.2007, 00:01
Hallo Stefanie,

Die Ausführungen von Herrn Dr. Eichhorn haben sicher Ihre Berechtigung. Die Markeruntersuchung bei Prof. Bonkhoff wird wohl die folgenden Marker betreffen:

Chromogranin A
Bcl2
P53
HER2/neu

Ich habe diese auch bei Prof. Bonkhoff machen lassen und bei mir waren die Ergebnisse alle negativ.

Aufgrund meiner DNA mit einer leichten peritetraploiden Verteilung war dies auch nicht anders zu erwarten und somit über 800,- Euro fehl investiert. Aber zum damaligen Zeitpunkt hatte ich noch nicht mein heutiges Wissen und somit Lehrgeld bezahlt.

....

Gruß Knut.

Hallo Knut,

dieser Thread hat es in sich! Jetzt muss ich Dich doch auch etwas fragen, nämlich ob Du bei einer durch Prof. Bonkhoff nachgewiesenen Bcl2-Expression Deines Tumors, die für eine wahrscheinliche Strahlenresistenz sprechen würde, - und die bei Dir zum Glück nicht vorlag! - und alleiniger DNA-Zytometrie die Protonenbestrahlung mit gleicher Zuversicht gewählt und durchgezogen hättest?
Ich meine, diese Investition war keineswegs umsonst, wenn es um Deinen PK-Verlauf und Deine Entscheidungsfindung geht.

Weiterhin alles Gute und liebe Grüsse,

Carola-Elke

Stefanie
29.11.2007, 10:43
Hallo Carola-Elke,

genau das ist ja unser oder mein Problem, dass alle Ärzte trotz gleicher AUsgangsbefundlage unterschiedliche Therapieansätze verfolgen würden, bzw. die Biopsiebefunde + Reaktion PSA u.ä. anders deuten.

Ich hoffe, die veranlasste DNA bringt etwas Klarheit. Mal sehen, was der heutige Besprechungstermin beim URo so bringt?!

Ich berichte später davon.
Was ich jetzt wirklich bräuchte, ist eine klare Vorgehensweise und eine strikte Therapiedurchsetzung, die natürlich auch was bringen sollte.
Aber wer kann die einem schon geben? Der PK entwickelt sich leider nicht nach einem festen Schema.

Lb.Grüße
Stefanie

knut.krueger
29.11.2007, 14:05
Hallo Karola-Elke,

Zuerst möchte ich Deine Frage beantworten. Zum damaligen Zeitpunkt habe ich ehrlicherweise gar nicht gewusst, was die von Prof. Bonkhoff bestimmten Marker aussagen. In einem anderen Thread habe ich einmal gesagt: Im Forum ist es, wie mit dem Erwachsen werden, nur durchläuft man hier die Stadien im Zeitraffer.
Und damals war ich, um bei meinem Vergleich zu bleiben, noch im Kindesalter und bin mit entsprechender Naivität an die Probleme herangegangen. Ich hatte mich bekanntlich für DHB entschieden und wurde aus meiner Position der Zufriedenheit- alles optimal und richtig gemacht zu haben- durch die DNA von Prof. Böcking mit der Aussage bei peritetraploider Verteilung keine DHB zu machen, da diese lebensverkürzend ist, so richtig aufgeschreckt. Ich habe dann in den alten Forumsberichten tagelang gestöbert und viele interessante Diskussionen über Tribukait, pro Böcking, pro Bonkhoff usw. gefunden und mir dämmerte, dass die DHB als kurative Ersatztherapie wohl auf tönernen Füßen steht.
Im Forum gab es stark die Neigung bezüglich Böcking/Bonkhoff pro/kontra zu diskutieren. Ich sagte mir, das Beste ist, mit beiden zu sprechen. Auch dies ist von mir schon geschrieben worden, dass sich die Meinung der beiden Professoren nicht unterschieden, und beide der Auffassung waren, dass die DHB für mich nicht ausreichend und angemessen wäre. In diesem Zusammenhang habe ich dann auf Vorschlag von Prof. Bonkhoff die genannten Marker bestimmen lassen und war dann soweit zufrieden, dass alle negativ waren.
Meine Entscheidungsfindung habe ich ja an anderer Stelle ausführlich beschrieben, und ich möchte deshalb nach diesen Erläuterungen, liebe Karola-Elke, auf Deine eigentliche Frage

Jetzt muss ich Dich doch auch etwas fragen, nämlich ob Du bei einer durch Prof. Bonkhoff nachgewiesenen Bcl2-Expression Deines Tumors, die für eine wahrscheinliche Strahlenresistenz sprechen würde, - und die bei Dir zum Glück nicht vorlag! - und alleiniger DNA-Zytometrie die Protonenbestrahlung mit gleicher Zuversicht gewählt und durchgezogen hättest?

zurückkommen. Nach meiner heutigen Auffassung stellt sich diese Frage gar nicht, da bei einer peritetraploiden Verteilung eine Bcl2-Expression nicht möglich ist.
Deshalb ja auch mein Rat an Stefanie, die DNA bestimmen zu lassen, um eine Erklärung für das Versagen der bisherigen Therapieansätze zu finden, und was noch wichtiger ist, den weiteren erfolgsversprechenden Weg zu erkennen. Dafür ist die DNA der richtige Weg, und wenn diese vorliegt, kann es schon sein, das weitere Untersuchungen, wie sie Dr. Eichhorn vorgeschlagen hat, sinnvoll sind.
Die DNA ist ein Instrument, das im Forum unter Wert gehandelt wird, und deshalb pointiere ich ganz bewusst und auch manchmal provokativ.

Gruß Knut


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Stefanie
29.11.2007, 15:49
So, Termin beim Uro erledigt. Er will den PSA jetzt in kürzeren Abständen (14tägig) bestimmen, um zu sehen, wie sich dieser tatsächlich verhält. Wir haben ja von mal zu mal einen Richtungswechsel.

Die Therapie behalten wir vorerst so bei. Ab Montag gibts Vit C Infusionen bei der Kinderärztin! Wir wechseln auf Krill-Öl!

Wenn der PSA regelmäßig steigt, werden wir gemeinsam mit dem Uro über eine Chemo oder Therapieänderung ab Januar nachdenken. Bis dahin wird ja auch die DNA Bestimmung da sein, die ich ja bei Prof. Böcking in Auftrag gegeben habe.

Der Uro sagte, dass außer dem PSA das Befinden eine große Rolle spielt. Und da hat er ja wohl recht. Meinem Paps geht es physisch und psychisch wirklich gut und wir hoffen, dass das noch lange so bleibt.

Viele Grüße.
Stefanie